Das Wichtigste in Kürze
Ein Geschäftsplan ist ein Prüfwerkzeug für Ihre Zahlen, kein Papierkram. Zehn Seiten und ein fester Termin im Quartal genügen. Schreiben Sie diesen Monat die erste Seite mit dem Umsatz je Quartal.
Eine Steuerkanzlei mit zwölf Mitarbeitern läuft seit Jahren gut. Einen schriftlichen Geschäftsplan hat der Inhaber nie gebraucht. Dann fragt die Bank, welche Mandatsgruppe den meisten Ertrag bringt. Für die Antwort braucht er zwei Tage.

Führen nach Gefühl
Viele Inhaber führen den Betrieb im Kopf. Einen schriftlichen Plan halten sie für Papierkram. Er gilt als etwas für Gründer und Banken, nicht für den laufenden Betrieb. Also entscheiden sie nach Gefühl und Erfahrung.
Das Gefühl hat eine Schwäche. Es merkt sich Erfolge und vergisst Verluste. Der große Auftrag vom Frühjahr bleibt im Gedächtnis. Die drei Mandate, die nichts eingebracht haben, verblassen.
Haben Sie Fragen zum Geschäftsplan?
Sie schildern Ihren Fall zum Geschäftsplan und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was der fehlende Plan kostet
Zahlen im Kopf schwanken mit der Laune. An einem guten Tag wirkt jeder Preis richtig. An einem schlechten Tag zweifeln Sie an allem. Eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen entsteht so nicht.
Der eigentliche Schaden zeigt sich spät. Ein falsches Preisgefüge merken Sie ohne Plan erst am Jahresende. Dann ist das Jahr vorbei, und die Stunden sind verkauft. Korrigieren können Sie nur noch das nächste Jahr.
Ein Plan zwingt zur Zahl
Die Lösung ist kein dickes Werk mit hundert Seiten. Zehn Seiten genügen für einen brauchbaren Geschäftsplan. Entscheidend ist nicht der Umfang, sondern der Zwang zur Zahl. Ein Plan zwingt Sie zur Zahl, bevor der Markt Sie dazu zwingt.
Auf diese Seiten gehören sechs Themen:
- die Zielgruppe, für die Sie arbeiten
- Ihre Leistung, so konkret wie möglich
- Ihre Preise je Leistung
- Ihr Personalbedarf für das Jahr
- geplante Investitionen
- der erwartete Umsatz je Quartal
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So prüfen Sie Ihre Zahlen
Der Plan wirkt erst durch die Wiederholung. Lesen Sie die zehn Seiten alle drei Monate. Tragen Sie daneben ein, was wirklich eingetreten ist. So entsteht ein einfacher Soll-Ist-Vergleich, Quartal für Quartal.
Ein Beispiel aus einem Ingenieurbüro zeigt den Nutzen. Der Plan sieht viele kleine Gutachten zu einem festen Preis vor. Nach dem ersten Quartal fehlen Umsatz und Stunden. Die Abweichung fällt nach drei Monaten auf, nicht nach zwölf.
Wichtig ist, dass jede Planungsannahme sichtbar bleibt. Schreiben Sie dazu, warum Sie eine Zahl erwarten. Weicht das Ergebnis ab, prüfen Sie zuerst diese Begründung.
Häufige Fragen zum Geschäftsplan
Wie lang ist ein guter Geschäftsplan? Für den laufenden Betrieb reichen zehn Seiten. Wichtiger als die Länge sind klare Zahlen zu Preisen, Personal und Umsatz.
Braucht ein bestehender Betrieb überhaupt einen Geschäftsplan? Ja, gerade dann, wenn der Betrieb nach Gefühl geführt wird. Der Plan macht sichtbar, was Ihr Gedächtnis ausblendet.
Wie oft prüfen Sie den Geschäftsplan? Alle drei Monate, mit den tatsächlichen Zahlen daneben. Mehr dazu im Beitrag Fünf Lücken, leise Verluste.
Fazit zum Geschäftsplan
Ein Geschäftsplan ist kein Papierkram, sondern ein Prüfwerkzeug für Ihre Zahlen. Zehn Seiten und ein fester Termin im Quartal genügen. Schreiben Sie diesen Monat die erste Seite: Umsatz je Quartal für das laufende Jahr.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Die Beispiele sind Praxisbeispiele und beschreiben kein bestimmtes Unternehmen.






































