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Glossar

Fachbegriffe aus Sales, Marketing, Recruitment, M&A, Leadership und Immobilien – kurz erklärt.

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

A

A/B-Test
Vergleich zweier Fassungen eines Textes oder einer Seite, um zu sehen, welche besser wirkt.
Abbruchkriterium
Vorab festgelegte Grenze aus Betrag oder Termin, bei deren Erreichen ein Vorhaben beendet wird.
ABC-Analyse
Verfahren, das Kunden oder Leistungen nach ihrem Anteil am Umsatz oder Ertrag in drei Klassen A, B und C einteilt.
Abflussprinzip
Abrechnungsweise, bei der die im Abrechnungszeitraum bezahlten Rechnungen zählen.
Abgeschlossenheitsbescheinigung
Bescheinigung der Baubehörde, dass eine Wohnung oder ein Raum baulich in sich abgeschlossen ist.
Ablauforganisation
Festlegung, wie Vorgänge im Betrieb ablaufen: wer was in welcher Reihenfolge erledigt.
Abmahnung
Förmliche Rüge eines Vertragsverstoßes mit der Aufforderung, ihn abzustellen, und dem Hinweis auf Folgen.
Abmelderate
Anteil der Empfänger, die sich nach einem Versand aus einem Newsletter oder Verteiler austragen.
Abnahme
Erklärung des Bestellers beim Werkvertrag, dass er das Werk als im Wesentlichen vertragsgemäß annimmt.
Abnehmender Grenznutzen
Grundsatz der Volkswirtschaft: Jede weitere Einheit Aufwand bringt weniger zusätzlichen Nutzen als die vorige.
Abrechnungsspitze
Unterschied zwischen den Kosten laut Jahresabrechnung und den beschlossenen Vorschüssen eines Eigentümers.
Abschlagszahlung
Teilzahlung für bereits erbrachte Leistung vor der Fertigstellung. Beim Werkvertrag geregelt in § 632a BGB.
Abschlussfrage
Frage am Ende eines Verkaufsgesprächs, mit der der Anbieter den Kunden ausdrücklich um eine Entscheidung über den Auftrag bittet.
Abschlussquote
Anteil der Gespräche oder Angebote, die zu einem Auftrag führen. Englisch Closing Rate.
Abschreibung
Die Verteilung der Anschaffungskosten eines Anlageguts auf seine Nutzungsdauer. Sie mindert den Gewinn, nicht das Konto.
Absichtserklärung
Ein schriftlich festgehaltener Wille, einen Vertrag zu schließen, oft als Letter of Intent bezeichnet.
Absprungrate
Anteil der Besucher, die eine Webseite nach dem Aufruf einer einzigen Seite ohne weitere Handlung wieder verlassen.
Abstandszahlung
Geldbetrag, den eine Partei der anderen für die vorzeitige Beendigung eines Miet- oder Pachtvertrags zahlt.
Abzinsungsfaktor
Kehrwert des Aufzinsungsfaktors hoch Laufzeit, mit dem ein künftiger Betrag auf seinen heutigen Wert umgerechnet wird.
Acquisition Wheel
Arbeitsblatt des US-Investors Roland Frasier mit sieben Bausteinen, die ein Unternehmen kaufen statt aufbauen kann.
Active Sourcing
Englischer Begriff für die aktive Suche und Direktansprache passender Fachkräfte, statt auf Bewerbungen zu warten.
Adressmiete
Ein Anbieter überlässt Adressen für eine bestimmte Aussendung. Meist gegen Gebühr und nur zur einmaligen Nutzung.
AGB-Kontrolle
Gerichtliche Prüfung vorformulierter Vertragsklauseln auf unangemessene Benachteiligung.
AIDA-Formel
Aufbauregel für Werbung: Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, Wunsch erzeugen, Handlung auslösen.
AIDA-Modell
Klassisches Werbemodell in vier Stufen: Aufmerksamkeit, Interesse, Wunsch, Handlung.
Akkreditiv
Zahlungszusage einer Bank, die gegen Vorlage festgelegter Dokumente zahlt. Es sichert Käufer und Lieferant zugleich ab.
Akquise (Kundengewinnung)
Alle Tätigkeiten, mit denen ein Betrieb neue Kunden und Aufträge gewinnt. Nicht zu verwechseln mit Akquisition beim Firmenkauf.
Aktives Zuhören
Gesprächstechnik: den anderen ausreden lassen, nachfragen und das Gehörte in eigenen Worten zusammenfassen, bevor man antwortet.
Albert Bandura
Kanadisch-amerikanischer Psychologe an der Stanford University, Begründer des Konzepts der Selbstwirksamkeit.
Alleinauftrag
Maklervertrag, bei dem der Auftraggeber für eine feste Zeit keinen weiteren Makler einschaltet und der Makler tätig werden muss.
Alleinstellungsmerkmal
Eigenschaft, die ein Angebot klar von Wettbewerbern unterscheidet. Im Englischen Unique Selling Proposition (USP).
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Gesetz gegen Benachteiligung wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.
Allstimmigkeit
Zustimmung aller im Grundbuch eingetragenen Wohnungseigentümer, nicht nur aller Anwesenden.
Altlasten
Schädliche Bodenveränderungen durch frühere Nutzung, etwa auf stillgelegten Deponien oder Industrieflächen.
Ambivalenz
Gleichzeitiges Bestehen gegensätzlicher Wünsche oder Gefühle gegenüber derselben Sache, etwa Wollen und Fürchten zugleich.
Amortisation
Der Zeitpunkt, ab dem eine Investition durch Einsparungen oder Mehrerträge ihre Anschaffungskosten wieder eingebracht hat.
Amos Tversky
Psychologe an der Stanford University, erforschte mit Daniel Kahneman Entscheidungen unter Unsicherheit.
Ampelsystem
Statusanzeige mit den Farben Grün, Gelb und Rot, die zeigt, ob ein Projekt läuft, gefährdet ist oder steht.
Änderungskündigung
Kündigung, verbunden mit dem Angebot, den Vertrag zu geänderten Bedingungen fortzusetzen.
Anerkannte Regeln der Technik
Technische Regeln, die fachlich anerkannt sind und sich in der Praxis bewährt haben. Mindeststandard jeder Bauleistung.
Anfechtung
Einseitige Erklärung, mit der eine fehlerhaft zustande gekommene Willenserklärung rückwirkend beseitigt wird.
Anfechtungsklage
Klage eines Eigentümers gegen die Gemeinschaft, mit der ein fehlerhafter Beschluss für ungültig erklärt wird.
Anforderungsprofil
Beschreibung, welche Fähigkeiten, Erfahrungen und Eigenschaften ein Bewerber für eine Stelle mitbringen muss.
Ankaufsrecht
Das gegen eine Prämie erworbene Recht, ein Objekt innerhalb einer Frist zu einem festen Preis zu kaufen.
Ankereffekt
Denkfehler, bei dem eine zuerst genannte Zahl alle folgenden Schätzungen prägt, auch wenn sie keinen Grund hat.
Anlagevermögen
Vermögensgegenstände, die dem Betrieb dauerhaft dienen, etwa Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Software.
Ann Handley
Gründerin der Lernplattform MarketingProfs, Autorin von „Everybody Writes“ und „Content Rules“.
Annuität
Gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung, mit der ein Darlehen zurückgezahlt wird.
Annuitätendarlehen
Darlehen mit gleicher Rate aus Zins und Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst mit jeder Rate.
Anschaffungskosten
Alle Aufwendungen, um ein Wirtschaftsgut zu erwerben, also Kaufpreis plus direkte Nebenkosten.
Anschaffungsnahe Herstellungskosten
Instandsetzungskosten der ersten 3 Jahre nach dem Kauf über 15 Prozent der Gebäudekosten.
Anschlussfinanzierung
Neue Finanzierung der Restschuld, wenn die Zinsbindung eines Darlehens endet.
Ansoff-Matrix
Raster mit vier Wachstumswegen: bestehende oder neue Leistungen, kombiniert mit bestehenden oder neuen Märkten.
Anteilstausch
Gegenleistung für einen Kauf in Form von Anteilen an einer anderen Gesellschaft statt in Geld.
Arbeitgebermarke
Das Bild, das Bewerber und Mitarbeiter von einem Betrieb als Arbeitgeber haben. Englisch Employer Brand.
Arbeitsgedächtnis
Der Teil des Gedächtnisses, der Informationen kurz bereithält, während Sie damit arbeiten. Sein Umfang ist klein.
Arbeitspaket
Ein abgegrenzter Teil einer größeren Aufgabe mit klarem Ergebnis, festem Umfang und einer zuständigen Person.
Arbeitsplatzorganisation
Die Ordnung des eigenen Arbeitsplatzes: was wo liegt, was griffbereit ist und was dort nichts zu suchen hat.
Arbeitsprobe
Kleine, echte Aufgabe, die ein Bewerber vor der Zusage erledigt. Sie zeigt, wie jemand arbeitet, nicht nur, wie er sich darstellt.
Arbitrage
Ertrag aus einem Preisunterschied für dasselbe Gut, etwa weil zwei Nutzer ihm einen unterschiedlichen Wert beimessen.
Architektenvertrag
Vertrag über Planungs- und Überwachungsleistungen eines Architekten, seit 2018 eigener Vertragstyp im BGB.
Arglistige Täuschung
Bewusstes Erregen eines Irrtums, um den anderen zum Vertragsschluss zu bewegen; berechtigt zur Anfechtung.
Asset Management
Wertorientierte Steuerung einzelner Immobilien im Auftrag des Eigentümers, zwischen Portfolio- und Facility-Management.
Aufbauorganisation
Gliederung eines Unternehmens in Stellen, Abteilungen und Leitungsebenen.
Aufbewahrungsfrist
Gesetzlich vorgeschriebener Zeitraum, in dem Unternehmen bestimmte Unterlagen wie Rechnungen, Belege und Geschäftsbriefe aufbewahren müssen.
Aufhebungsvertrag
Vertrag, mit dem beide Parteien ein Mietverhältnis einvernehmlich zu einem vereinbarten Termin beenden.
Auflassung
Einigung von Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang am Grundstück, erklärt vor dem Notar.
Auflassungsvormerkung
Eintrag im Grundbuch, der den Anspruch des Käufers auf das Eigentum bis zur Umschreibung sichert.
Aufrechnung
Zwei Parteien verrechnen gegenseitige Forderungen miteinander. Statt zweier Zahlungen genügt eine Erklärung.
Aufteilungsplan
Bauzeichnung, die Lage und Größe von Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum im Gebäude zeigt.
Auftragseingang
Wert oder Zahl der neuen Aufträge in einem Zeitraum. Er zeigt früher als der Umsatz, wie sich die Auslastung entwickelt.
Auftragsklärung
Gemeinsame Festlegung von Ziel, Umfang, Rollen und Erfolgsmaßstab, bevor ein Berater oder Dienstleister mit der Arbeit beginnt.
Auftragsverarbeitung
Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen.
Auftragsvorfinanzierung
Finanzierung der Kosten eines Auftrags, bevor der Kunde zahlt. Sicherheit ist der bestätigte Auftrag.
Aufwendungsersatz
Erstattung konkreter Auslagen des Maklers, etwa für Inserate. Er setzt eine ausdrückliche Vereinbarung voraus.
Aufzinsungsfaktor
Faktor q gleich 1 plus Zinssatz in Prozent geteilt durch 100, mit dem ein Kapital für ein Jahr aufgezinst wird.
Ausbildereignung
Persönliche und fachliche Eignung zum Ausbilden nach dem Berufsbildungsgesetz, meist durch Prüfung vor der IHK nachgewiesen.
Ausbildungsordnung
Rechtsverordnung, die Berufsbild, Dauer, Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsanforderungen eines Ausbildungsberufs festlegt.
Ausbildungsvertrag
Vertrag zwischen Betrieb und Auszubildendem über Inhalt, Dauer, Vergütung und Pflichten der Berufsausbildung.
Ausgleichsfläche
Fläche, auf der Eingriffe eines Bauvorhabens in Natur und Landschaft durch Naturschutzmaßnahmen ausgeglichen werden.
Auskunftsrecht
Recht jeder Person nach Art. 15 DSGVO zu erfahren, ob und welche Daten über sie verarbeitet werden.
Auslastung
Verhältnis von genutzter zu vorhandener Kapazität. Sie zeigt, wie voll Personal und Betrieb mit Arbeit belegt sind.
Ausschlusskriterium
Eine vorab festgelegte Bedingung, bei deren Vorliegen eine Option ohne weitere Abwägung ausscheidet.
Ausschreibung
Verfahren, in dem ein Auftraggeber mehrere Anbieter zur Abgabe von Angeboten auffordert und dann vergleicht.
Außenwerbung
Werbung im öffentlichen Raum, etwa auf Plakaten, Bannern oder Fahrzeugen. Sie wird meist nur im Vorbeigehen oder Vorbeifahren gesehen.
Außerordentliche Kündigung
Beendigung eines Vertrags aus wichtigem Grund, meist ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist.
Austrittsgespräch
Gespräch mit einem ausscheidenden Mitarbeiter über Gründe und Erfahrungen. Es liefert oft sehr offene Hinweise.
Auswahlparadoxon
Die Beobachtung, dass mehr Wahlmöglichkeiten Entscheidungen erschweren und oft zum Aufschieben führen.
Auszahlplan
Plan, bei dem ein Kapital in gleichen Raten über eine feste Laufzeit entnommen und dabei ganz oder teilweise verbraucht wird.
Automatische Gedanken
Gedanken, die sich ohne bewusstes Nachdenken sofort melden und eine Lage bewerten, oft mit der schlechtesten Deutung.
Automatisierungsverzerrung
Denkfehler: Dem Vorschlag eines automatisierten Systems wird mehr vertraut als dem eigenen, richtigen Urteil.
Autoplay (automatischer Videostart)
Einstellung, bei der ein Video beim Laden der Seite von selbst startet, ohne dass der Besucher auf Start klickt.
Autoritätsverzerrung
Denkfehler, bei dem eine Aussage nach ihrer Quelle statt nach ihrem Inhalt gewichtet wird. Englisch Authority Bias.
Aval
Eine Bürgschaft oder Garantie, die eine Bank für ihren Kunden gegenüber einem Dritten übernimmt.

B

Balanced Scorecard
Steuerungsinstrument, das Ziele und Kennzahlen aus vier Blickwinkeln verbindet: Finanzen, Kunden, Prozesse, Mitarbeiter.
Bankbürgschaft
Eine Bank verbürgt sich gegenüber einem Dritten für Ihre Zahlung. Sie ersetzt Barsicherheiten wie eine Mietkaution.
Bankrating
Interne Einstufung eines Kreditnehmers durch die Bank. Sie beeinflusst, ob und zu welchen Bedingungen ein Kredit vergeben wird.
Bargebot
Teil des Gebots in der Zwangsversteigerung, den der Ersteher bar an das Gericht zahlt.
Barnum-Effekt
Denkfehler, bei dem sehr allgemeine Beschreibungen als persönlich und treffend erlebt werden. Auch Forer-Effekt genannt.
Barrierefreies Bauen
Bauweise, die Gebäude und Wohnungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ohne fremde Hilfe nutzbar macht.
Baruch Fischhoff
Psychologe an der Carnegie Mellon University, Mitglied der National Academy of Sciences, erforschte den Rückschaufehler.
Barwert
Heutiger Wert künftiger Zahlungen, ermittelt durch Abzinsung mit einem gewählten Zinssatz.
Barwertfaktor
Faktor zur Kapitalisierung jährlicher Erträge, abhängig von Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer.
Bauabzugsteuer
Steuerabzug von 15 Prozent, den unternehmerische Auftraggeber von Bauleistungen einbehalten und an das Finanzamt abführen.
Baubetreuung
Dienstleistung, bei der ein Betreuer ein Bauvorhaben im Namen und für Rechnung des Bauherrn vorbereitet und abwickelt.
Baugeld
Geld, das zur Bestreitung von Baukosten gewährt und meist durch ein Grundpfandrecht am Baugrundstück gesichert wird.
Baugenehmigung
Bescheid der Bauaufsicht, dass ein Vorhaben dem öffentlichen Baurecht entspricht und begonnen werden darf.
Baugrundgutachten
Fachgutachten über Bodenschichten, Tragfähigkeit und Grundwasser eines Grundstücks als Grundlage für die Gründung.
Bauherrenhaftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung des Bauherrn für Schäden, die Dritte durch die Baustelle erleiden.
Baulast
Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsicht, eingetragen im Baulastenverzeichnis.
Bauleistung
Leistung, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung eines Bauwerks dient.
Bauleistungsversicherung
Versicherung des entstehenden Bauwerks gegen unvorhergesehene Schäden und Diebstahl eingebauter Teile während der Bauzeit.
Bauliche Veränderung
Maßnahme am Gemeinschaftseigentum, die über die Erhaltung hinausgeht, etwa Anbau, Umbau oder neue Anlage.
Baunutzungsverordnung
Verordnung des Bundes zu Baugebieten sowie zu Art und Maß der baulichen Nutzung in Bebauungsplänen.
Bausparvertrag
Vertrag mit einer Bausparkasse über Ansparen eines Guthabens und Anspruch auf ein zinsfestes Darlehen.
Bautagebuch
Tägliche Aufzeichnung über Wetter, Personal, Leistungen, Störungen und Besprechungen auf einer Baustelle.
Bauträger
Unternehmen, das im eigenen Namen baut und Häuser oder Wohnungen an Erwerber verkauft.
Bauvoranfrage
Antrag an die Bauaufsicht, einzelne Fragen eines Vorhabens vorab verbindlich durch einen Vorbescheid zu klären.
Bauvorlagen
Unterlagen, die mit dem Bauantrag einzureichen sind, etwa Lageplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung und statische Berechnung.
Bebauungsplan
Verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der Art und Maß der baulichen Nutzung für ein Teilgebiet festsetzt.
Bedarfsanalyse
Der Teil des Verkaufsgesprächs, in dem Sie herausfinden, was der Kunde wirklich braucht. Sie kommt vor jedem Angebot.
Bedenkenanmeldung
Schriftlicher Hinweis der Baufirma an den Auftraggeber, dass sie eine Vorgabe, einen Stoff oder eine Vorleistung für fehlerhaft hält.
Begrenzungsziel
Ein Ziel, das eine Obergrenze für Zeit, Aufwand oder Geld festlegt, etwa ein festes Ende des Arbeitstags.
Belegeinsicht
Recht des Mieters, die Rechnungen und Verträge zur Betriebskostenabrechnung einzusehen.
Belegprüfung
Die Prüfung der Abrechnungsbelege einer Verwaltung, etwa durch den Verwaltungsbeirat einer Eigentümergemeinschaft.
Belegungsbindung
Pflicht, eine geförderte Wohnung nur an berechtigte Haushalte zu vermieten.
Beleihungsauslauf
Verhältnis von Darlehen samt Vorlasten zum Beleihungswert, angegeben in Prozent.
Beleihungsgrenze
Anteil des Beleihungswerts, bis zu dem eine Bank ein Darlehen erstrangig und günstig gewährt.
Beleihungswert
Der Wert, den eine Bank einer Immobilie als Sicherheit zugrunde legt. Er liegt meist unter dem Marktwert.
Ben-Franklin-Effekt
Wer jemandem einen Gefallen getan hat, ist eher bereit, ihm einen weiteren zu tun. Die Zuneigung folgt der Handlung.
Benchmarking
Systematischer Vergleich der eigenen Abläufe, Leistungen oder Kennzahlen mit den besten Lösungen anderer, um daraus zu lernen.
Benennungsrecht
Vereinbartes Recht des Käufers, bis zu einem Stichtag einen anderen Erwerber zu benennen, der an seiner Stelle kauft.
Beratervertrag
Vertrag, mit dem der Verkäufer nach der Übergabe gegen Honorar für den Käufer weiterarbeitet, etwa bei Kunden und Lieferanten.
Beratungsprotokoll
Schriftliche Aufzeichnung eines Beratungsgesprächs mit Teilnehmern, Wünschen, Empfehlungen und Hinweisen auf Risiken.
Beratungsverkauf
Verkaufsweise, bei der zuerst der Bedarf des Kunden geklärt und danach eine passende Lösung empfohlen wird.
Bereitstellungszinsen
Zinsen, die eine Bank für zugesagte, noch nicht abgerufene Darlehensbeträge berechnet.
Berliner Räumung
Räumung, bei der der Gerichtsvollzieher nur die Wohnung herausgibt und der Vermieter sein Pfandrecht an den Sachen geltend macht.
Berufsrolle
Die Haltung und das Auftreten, mit denen ein Mensch seine berufliche Aufgabe ausfüllt, getrennt vom Privatleben.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Versicherung, die eine monatliche Rente zahlt, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.
Beschluss-Sammlung
Fortlaufendes Verzeichnis aller Beschlüsse und gerichtlichen Entscheidungen einer Gemeinschaft, geführt vom Verwalter.
Beschlussfähigkeit
Voraussetzung, unter der eine Eigentümerversammlung wirksam beschließen kann; seit Dezember 2020 ohne gesetzliches Quorum.
Beschlusskompetenz
Befugnis der Eigentümer, eine Angelegenheit per Mehrheitsbeschluss zu regeln, die sich aus Gesetz oder Vereinbarung ergibt.
Beschränkte persönliche Dienstbarkeit
Nutzungsrecht an einem fremden Grundstück für eine bestimmte Person, etwa ein Wohnungs- oder Leitungsrecht.
Beschwerdemanagement
Geordneter Umgang mit Beschwerden: annehmen, bearbeiten, auswerten und Ursachen beheben.
Beseitigungsanspruch
Recht, vom Störer die Beseitigung einer Beeinträchtigung des Eigentums zu verlangen, etwa den Rückbau eines Anbaus.
Besetzungszeit
Zeit vom Beginn der Suche bis zur Zusage einer neuen Fachkraft. Englisch Time to Hire.
Bestandshalter
Eigentümer, der Immobilien langfristig hält und vermietet, statt sie zu entwickeln oder weiterzuverkaufen.
Bestandskraft
Endgültige Verbindlichkeit eines Beschlusses, der nicht fristgerecht angefochten oder dessen Anfechtung abgewiesen wurde.
Bestandsverzeichnis
Erster Teil des Grundbuchblatts, der das Grundstück nach Lage, Größe und Nutzungsart beschreibt.
Bestätigungsfehler
Denkfehler: Passende Informationen werden bevorzugt gesucht, leichter geglaubt und besser erinnert.
Bestellerprinzip
Regel bei Mietwohnungen: Die Provision zahlt, wer den Makler beauftragt, meist der Vermieter.
Besucherquelle
Herkunft eines Besuchers auf der Webseite, etwa Suchmaschine, Anzeige, Rundschreiben oder soziales Netzwerk.
Beteiligungsgesellschaft
Gesellschaft, die Anteile mehrerer Beteiligter bündelt und gemeinsam an einem Unternehmen hält.
Betreffzeile
Die Zeile, die der Empfänger einer E-Mail im Postfach zuerst sieht. Sie entscheidet oft, ob die Nachricht geöffnet wird.
Betreibermodell
Eigentum und Betrieb einer Immobilie liegen bei verschiedenen Parteien. Der Eigentümer erhält Pacht, der Betreiber trägt das operative Geschäft.
Betreiberverantwortung
Gesamtheit der Pflichten des Eigentümers oder Betreibers, Gebäude und Anlagen sicher und rechtskonform zu betreiben.
Betreibervertrag
Vertrag zwischen Eigentümer und Betreiber einer Spezialimmobilie, etwa eines Hotels oder eines Pflegeheims.
Betreutes Wohnen
Wohnform für ältere Menschen mit eigener Wohnung und zusätzlich buchbaren Service- und Betreuungsleistungen.
Betriebsaufspaltung
Trennung von Immobilie und Betrieb in zwei Gesellschaften, wobei der Betrieb die Immobilie pachtet. Sie hat eigene steuerliche Folgen.
Betriebsblindheit
Gewöhnung an eingespielte Abläufe, durch die Schwächen im eigenen Betrieb nicht mehr auffallen.
Betriebshaftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung eines Unternehmens für Personen- und Sachschäden, die Dritte durch den Betrieb erleiden.
Betriebskosten
Laufende Kosten aus Eigentum und Gebrauch eines Gebäudes, etwa Grundsteuer, Wasser, Müll und Hausreinigung.
Betriebskostenabrechnung
Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Kosten einer Immobilie, etwa Wasser, Müll oder Hausmeister, gegenüber den Mietern.
Betriebskostenverordnung
Verordnung, die abschließend festlegt, welche Betriebskosten ein Vermieter auf Wohnraummieter umlegen darf.
Betriebspflicht
Vertragliche Pflicht des Gewerbemieters, sein Geschäft zu festen Zeiten geöffnet zu halten.
Betriebsprüfung
Prüfung der steuerlichen Verhältnisse eines Unternehmens durch das Finanzamt, auch Außenprüfung genannt.
Betriebsübergang
Geht ein Betrieb oder Betriebsteil auf einen neuen Inhaber über, gehen die Arbeitsverhältnisse mit über (§ 613a BGB).
Betriebsverpachtung
Der Inhaber überlässt seinen Betrieb gegen Pacht einem anderen zur Führung. Oft mit Kaufoption bei Nachfolgen.
Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
Laufende Auswertung der Buchhaltung, meist monatlich vom Steuerberater erstellt. Sie zeigt Umsatz, Kosten und Ergebnis im Jahresverlauf.
Bewirtschaftungskosten
Kosten der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis und nicht umlegbare Betriebskosten.
Bezahlte Reichweite
Reichweite, die durch Werbeanzeigen entsteht: Inhalte werden gegen Bezahlung gezielt ausgewählten Menschen gezeigt.
Bildüberlegenheitseffekt
Befund der Gedächtnisforschung: Bilder werden in der Regel besser behalten als bloße Wörter.
Bisoziation
Die Verknüpfung zweier Gedankenwelten, die sonst nichts miteinander zu tun haben. Daraus entstehen oft neue Ideen.
Blickkontakt
Bewusster Augenkontakt zwischen Redner und einzelnen Zuhörern. Er macht aus einem Vortrag ein Gespräch.
Bodenrichtwert
Durchschnittlicher Lagewert des Bodens je Quadratmeter, den der Gutachterausschuss aus Kaufpreisen ableitet.
Bodenwert
Wert eines Grundstücks ohne Gebäude, meist ermittelt aus Vergleichspreisen oder Bodenrichtwerten.
Bonität
Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Person. Sie zeigt, wie sicher ein Geldgeber sein Geld zurückerwartet.
Brainstorming
Eine Methode zur Ideensammlung in der Gruppe. Ihre wichtigste Regel: erst sammeln, dann bewerten.
Brennwertkessel
Heizkessel, der zusätzlich die Wärme im Abgas nutzt und dadurch weniger Brennstoff verbraucht als ältere Kessel.
Brian Tracy
Unternehmer und Trainer, Chef von Brian Tracy International, Autor von über 45 Büchern.
Brückenfrage
Kurze Frage, die Ihr Gegenüber im Gespräch hält und Zustimmung oder Widerspruch sichtbar macht.
Bruttogrundfläche
Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Gebäudes nach DIN 277, kurz BGF.
Buchwert
Der Wert, mit dem ein Vermögensgegenstand in der Bilanz steht. Er sagt oft wenig über den heutigen Marktwert.
Bumerang-Effekt
Eine Widerlegung stärkt eine Überzeugung, statt sie zu schwächen. Der Widerspruch kommt als Angriff an.
Bundesanzeiger
Amtliches Veröffentlichungsorgan, in dem unter anderem Kapitalgesellschaften ihre Jahresabschlüsse offenlegen.
Bürgschaft
Vertrag, in dem sich ein Dritter verpflichtet, für die Schuld eines anderen einzustehen, wenn dieser nicht zahlt.
Bürgschaftsbank
Förderinstitut der Wirtschaft, das Kredite für kleine und mittlere Unternehmen verbürgt, wenn Sicherheiten fehlen.
Buy and Build
Kaufstrategie, bei der ein Unternehmen als Plattform gekauft und durch kleinere Zukäufe erweitert wird.
Buying Center
Alle Personen, die an einer Kaufentscheidung beteiligt sind. Selten entscheidet ein Mensch allein.

C

CAFM
Computer Aided Facility Management: Software, die Gebäudedaten, Flächen, Wartung und Verträge über den Lebenszyklus steuert.
Call to Action (Handlungsaufforderung)
Aufforderung in einer Anzeige, einem Brief oder auf einer Webseite, einen bestimmten nächsten Schritt zu tun.
Cameron Herold
Früher operativer Chef von 1-800-GOT-JUNK, Gründer der COO Alliance und Autor von „Vivid Vision“.
Cap-Darlehen
Darlehen mit variablem Zins, für das eine feste Zinsobergrenze vereinbart ist; die Absicherung kostet eine einmalige Prämie.
Carol Dweck
Psychologieprofessorin an der Stanford University, bekannt für die Forschung zur Denkweise des Wachstums.
Carve-out
Herauslösen eines Teilbereichs aus einem Unternehmen, etwa einer Sparte, als eigenständige Einheit.
Cash-free / Debt-free
Preisregel beim Firmenkauf: Der Kaufpreis gilt ohne Barmittel und ohne Finanzschulden. Beides wird am Stichtag verrechnet.
Change-of-Control-Klausel
Vertragsklausel, die einem Partner bei einem Wechsel des Eigentümers Rechte gibt, etwa ein Sonderkündigungsrecht.
Checkliste
Feste Liste von Prüfpunkten, die bei einem Ablauf Punkt für Punkt abgehakt wird. Sie verhindert, dass Schritte vergessen werden.
Chip Heath
Professor an der Stanford Graduate School of Business, Mitautor von „Made to Stick“.
Chris Do
Gründer der Designfirma Blind in Los Angeles und der Lernplattform The Futur für Kreative.
Chronotyp
Die angeborene Neigung eines Menschen, eher früh oder eher spät am Tag wach und leistungsfähig zu sein.
Chunking
Zerlegen langer Informationen in kleine Blöcke, damit das Gedächtnis sie leichter aufnimmt und behält.
Claims-made-Prinzip
Regel, nach der Versicherungsschutz besteht, wenn der Anspruch während der Vertragslaufzeit erhoben wird.
Clustering-Illusion
Denkfehler, bei dem in zufälligen Daten Muster, Serien und Häufungen ohne Bedeutung erkannt werden.
Coaching
Begleitung einer Person durch Gespräche mit dem Ziel, eine Fähigkeit oder ein berufliches Ziel zu entwickeln.
Codie Sanchez
Früher bei Goldman Sachs, heute Multimillionärin und Unternehmerin, unter anderem im Micro-Business-M&A.
Commercial Due Diligence
Prüfung des Geschäfts selbst vor einem Kauf: Markt, Kunden, Wettbewerb, Preise und Planung.
Compliance-Management
Organisation, die sicherstellt, dass Gesetze und interne Regeln im Unternehmen eingehalten werden.
Content-Marketing
Gewinnung von Kunden durch nützliche Inhalte wie Fachbeiträge, Leitfäden oder Vorträge statt durch reine Werbung.
Contracting
Auslagerung von Wärmeerzeugung oder Energieversorgung an ein spezialisiertes Unternehmen gegen Entgelt.
Controlling
Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Abläufe anhand von Zahlen und Zielen.
Conversion-Rate (Umwandlungsrate)
Anteil der Besucher einer Seite, die die gewünschte Handlung ausführen, etwa eine Anfrage senden.
Corporate Design
Einheitliches Erscheinungsbild eines Unternehmens: Farben, Schriften, Vorlagen und Logo auf allen Unterlagen.
Corporate Governance
Grundsätze guter Unternehmensführung und -überwachung: Transparenz, klare Verantwortung und Schutz der Eigentümerinteressen.
Corporate Identity
Einheitliches Erscheinungsbild, Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens nach innen und außen.
Courtage
Vergütung, die ein Versicherungsmakler vom Versicherer für vermittelte Verträge erhält; sie steckt meist in der Prämie.
Covenants
Auflagen im Kreditvertrag, mit denen der Kreditnehmer Kennzahlen, Informations- und Verhaltenspflichten während der Laufzeit zusagt.
CRM-System
Software, in der ein Betrieb Kontakte, Gespräche, Angebote und Aufträge seiner Kunden und Interessenten pflegt.
Cross-Selling
Verkauf zusätzlicher, passender Leistungen an Kunden, die bereits bei Ihnen kaufen.
Crowdfunding
Finanzierung eines Vorhabens durch viele Anleger mit kleinen Beträgen über Internetplattformen, auch Schwarmfinanzierung.

D

D&O-Versicherung
Vermögensschadenhaftpflicht für Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsorgane, abgeschlossen vom Unternehmen.
Dach und Fach
Konstruktive Teile eines Gebäudes wie Dach, Fundamente, Außenmauern und tragende Wände.
Dachmarke
Ein gemeinsamer Name, unter dem ein Unternehmen mehrere Leistungen oder Standorte anbietet.
Dallan Wright
Filmemacher und Dozent für Immobilienvideos im Onlinekurs Full Time Filmmaker von Parker Walbeck.
Dampfsperre
Folie auf der warmen Seite der Dämmung, die Feuchtigkeit aus dem Wohnraum von der Dämmung fernhält.
Dan Heath
Amerikanischer Sachbuchautor, Mitautor von „Made to Stick“; seine Bücher verkauften sich über 4 Mio. Mal.
Dan Kennedy
Marketingberater und Unternehmer, Autor der Buchreihe „No B.S.“ und des Buchs „Magnetic Marketing“.
Daniel Kahneman
Psychologe an der Princeton University, erhielt 2002 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
Danke-Seite
Seite, die nach dem Absenden eines Formulars erscheint. Sie bestätigt die Anfrage und kann den nächsten Schritt erklären.
Datenmigration
Übertragung von Daten aus einem alten in ein neues System. Dazu gehört die Bereinigung der Altdaten.
Datenschutz-Folgenabschätzung
Vorab-Prüfung nach Art. 35 DSGVO, ob eine Verarbeitung ein hohes Risiko für Betroffene birgt und wie es zu mindern ist.
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Verordnung der Europäischen Union zum Schutz personenbezogener Daten. Sie gilt seit Mai 2018 in allen Mitgliedstaaten.
Datenschutzbeauftragter
Person, die ein Unternehmen beim Datenschutz berät und die Einhaltung überwacht.
Datenschutzerklärung
Text auf einer Webseite, der erklärt, welche personenbezogenen Daten erhoben werden, wozu und welche Rechte Betroffene haben.
Debt-Equity-Swap
Der Tausch einer Forderung gegen eine Beteiligung. Aus einem Gläubiger wird ein Gesellschafter.
Deckungsbeitrag
Umsatz abzüglich der variablen Kosten. Er zeigt, was ein Kunde oder Auftrag zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Deckungssumme
Höchstbetrag, bis zu dem eine Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung je Schaden oder Jahr leistet.
Default-Effekt
Die Neigung, die Voreinstellung beizubehalten. Was ohne Entscheidung gilt, setzt sich meist durch.
Defensive Attribution
Denkfehler, bei dem man Betroffenen umso mehr Schuld gibt, je weniger man sich in ihnen wiedererkennt.
Definition of Done
Vorab festgelegte Merkmale, ab denen eine Arbeit als fertig gilt. Sie verhindert endlose Nacharbeit.
Delegation
Übertragung einer ganzen Aufgabe samt Verantwortung an einen Mitarbeiter. Sie kostet einmal Zeit und spart danach dauerhaft.
Denkmuster
Eingeübte Art, Situationen zu deuten und auf sie zu reagieren. Sie läuft meist ab, ohne dass jemand bewusst entscheidet.
Dickie Bush
Früher Händler bei der Fondsgesellschaft BlackRock, heute Mitgründer der Schreibschule Ship 30 for 30.
Dienst nach Vorschrift
Arbeit, die sich strikt auf das Vorgeschriebene beschränkt. Eigeninitiative und zusätzlicher Einsatz unterbleiben.
DIN 276
Norm, die Kosten im Bauwesen in Kostengruppen von Grundstück bis Finanzierung gliedert und die Stufen der Kostenermittlung festlegt.
DIN 277
Norm zur Ermittlung von Grundflächen und Rauminhalten im Hochbau.
Dina Čalaković
Werbetexterin und Mitgründerin der LinkedIn-Beratung Authority Marketing, Autorin von „LinkedIn Hook Templates“.
Direktansprache
Gezielte persönliche Ansprache möglicher Kandidaten, die sich nicht beworben haben. Englisch Active Sourcing oder Direct Search.
Direktmarketing
Werbung, die Empfänger persönlich anspricht, etwa per Brief oder E-Mail, und eine direkte Antwort erwartet.
Disagio
Abschlag vom Auszahlungsbetrag eines Darlehens, der wirtschaftlich vorausbezahlter Zins ist.
Discounted-Cashflow-Verfahren
Bewertungsverfahren, das künftige Zahlungsüberschüsse über einen Zeitraum auf den Stichtag abzinst.
Dissens
Fehlende Einigung der Vertragsparteien über einen Punkt, über den nach dem Willen einer Partei eine Einigung nötig ist.
Doppelmakler
Makler, der für Verkäufer und Käufer zugleich tätig wird und deshalb zu strenger Neutralität verpflichtet ist.
Doppelt qualifizierte Mehrheit
Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen und der Hälfte aller Miteigentumsanteile.
Double-Opt-in
Zweistufige Anmeldung zu einem E-Mail-Verteiler: Nach dem Eintragen bestätigt der Empfänger seine Adresse über einen Link in einer E-Mail.
Drittsicherheit
Sicherheit, die nicht der Kreditnehmer, sondern ein Dritter für dessen Darlehen stellt, etwa eine Grundschuld auf seinem Haus.
Drittverwendbarkeit
Eignung einer Immobilie für andere Mieter oder Zwecke, wenn der bisherige Nutzer auszieht.
Dunning-Kruger-Effekt
Annahme, dass Menschen mit wenig Können ihre Kompetenz überschätzen, weil ihnen der Maßstab fehlt. Methodisch umstritten.

E

E-Mail-Marketing
Regelmäßige E-Mails an Empfänger, die sich eingetragen haben, um Kontakt zu halten und aus Interessenten Kunden zu machen.
Earn-out
Teil des Kaufpreises, der erst später fließt, wenn der Betrieb vereinbarte Ergebnisse erreicht.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Häufige Bezugsgröße für Kaufpreise beim Unternehmenskauf.
Echtes und unechtes Factoring
Zwei Formen des Forderungsverkaufs. Beim echten Factoring trägt der Käufer das Ausfallrisiko, beim unechten der Verkäufer.
Edi Karni
Wirtschaftsprofessor an der Johns Hopkins University, forscht über Entscheidungen unter Unsicherheit.
Edward Winslow
Früher Gewerbemakler in New York, heute Marketingberater; entwickelte das Verfahren „1 Page Case Studies“.
Effektiver Jahreszins
Gesamtkosten eines Kredits, umgerechnet in einen Prozentsatz pro Jahr. Er macht Angebote vergleichbar.
Effektivität
Wirksamkeit: das Maß, in dem eine Tätigkeit zum gewünschten Ziel beiträgt. Kurz gesagt: die richtigen Dinge tun.
Eigenbedarf
Kündigungsgrund, wenn der Vermieter die Wohnung für sich, Familienangehörige oder Haushaltsangehörige benötigt.
Eigengruppenbevorzugung
Denkfehler, bei dem Angehörige der eigenen Gruppe bei Vertrauen, Bewertung und Geld bevorzugt werden.
Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Zeigt, wie viel des Vermögens nicht fremdfinanziert ist.
Eigenkapitalrendite
Jährlicher Überschuss eines Objekts im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital, in Prozent.
Eigenleistung
Eigener Beitrag des Bauherrn zur Finanzierung, etwa durch Arbeit am Bau oder ein eingebrachtes Grundstück.
Eigenschaftsirrtum
Irrtum über eine verkehrswesentliche Eigenschaft einer Sache oder Person, der ausnahmsweise zur Anfechtung berechtigt.
Eigentümergemeinschaft
Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Sie entscheidet in der Eigentümerversammlung, etwa über den Verwalter.
Eigentümergrundschuld
Grundschuld, die dem Eigentümer des belasteten Grundstücks selbst zusteht.
Eigentümerversammlung
Versammlung aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Hier fallen die wesentlichen Beschlüsse, auch über den Verwalter.
Eigentumsvorbehalt
Die Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie vollständig bezahlt ist.
Einarbeitung
Die geplante Begleitung neuer Mitarbeiter in den ersten Wochen und Monaten, bis sie selbständig arbeiten.
Einbringung
Übertragung von Vermögen, etwa Immobilien oder einem Betrieb, in eine Gesellschaft gegen Gewährung von Anteilen.
Eingriffsregelung
Pflicht, Eingriffe in Natur und Landschaft zu vermeiden und unvermeidbare Beeinträchtigungen auszugleichen.
Einheitspreisvertrag
Bauvertrag, bei dem nach den tatsächlich ausgeführten Mengen zu festen Einheitspreisen abgerechnet wird.
Einmaleffekt
Ertrag oder Aufwand, der nicht regelmäßig wiederkehrt und deshalb das laufende Ergebnis verzerrt.
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Vereinfachte Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG. Maßgeblich ist, wann Geld fließt, nicht wann eine Leistung erbracht wird.
Einsichtsrecht
Recht jedes Wohnungseigentümers nach § 18 Abs. 4 WEG, jederzeit und ohne Begründung die Verwaltungsunterlagen einzusehen.
Einstiegsangebot
Kleines, günstiges erstes Angebot, das neuen Kunden den Einstieg erleichtert und zu weiteren Aufträgen führen soll.
Einstweilige Verfügung
Gerichtliche Eilentscheidung, die ein Verhalten vorläufig untersagt, bis über die Sache selbst entschieden ist.
Eintragungsbewilligung
Beglaubigte Erklärung dessen, dessen Recht betroffen ist, dass er einer Eintragung im Grundbuch zustimmt.
Einwandbehandlung
Der Umgang mit Bedenken des Kunden im Verkaufsgespräch. Ziel ist, den echten Einwand vom vorgeschobenen zu trennen.
Einwilligung (Datenschutz)
Freiwillige, ausdrückliche Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten für einen bestimmten Zweck.
Einzugsgebiet
Das räumliche Gebiet, aus dem ein Anbieter seine Kunden gewinnt oder realistisch gewinnen kann.
Eisberg-Modell
Bild für Gespräche: Nur der Sachinhalt liegt sichtbar oben, Gefühle und Motive steuern den größeren Teil darunter.
Eisenhower-Prinzip
Methode, Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu ordnen, damit Wichtiges nicht vom Dringenden verdrängt wird.
Eitelkeitskennzahl
Zahl, die gut aussieht, aber nicht direkt mit Umsatz zusammenhängt, etwa Likes, Follower oder Seitenaufrufe.
Elementarschadenversicherung
Zusatzschutz zur Gebäudeversicherung gegen Naturgefahren wie Überschwemmung, Starkregen, Erdrutsch oder Schneedruck.
Elevator Pitch
Kurze Darstellung des eigenen Angebots in wenigen Sätzen, so knapp wie eine Fahrt im Aufzug.
Emotionale Ansteckung
Die Übertragung von Stimmungen zwischen Menschen im Gespräch, meist unbewusst über Tonfall, Mimik und Wortwahl.
Emotionsregulation
Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und ihren Einfluss auf Verhalten und Entscheidungen zu steuern.
Empfehlungsmarketing
Kundengewinnung über Empfehlungen zufriedener Kunden. Sie gelingt nur, wenn die Leistung in einem Satz beschreibbar ist.
Empfehlungsprämie
Eine Belohnung für Kunden oder Dritte, die einen neuen Kunden vermitteln. Sie wirkt nur, wenn der Empfehlende sie auch haben will.
Endfälliges Darlehen
Darlehen mit reinen Zinszahlungen, das am Ende in einer Summe getilgt wird.
Energieausweis
Dokument, das den Energiebedarf oder Energieverbrauch eines Gebäudes mit Kennwerten und Effizienzklasse ausweist.
Energiemanagement
Planmäßige Erfassung, Steuerung und Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden und Anlagen.
Engpass
Die Stelle in einem Ablauf, die das Tempo des ganzen Betriebs begrenzt. Oft ist es der Schreibtisch des Inhabers.
Enteignung
Hoheitlicher Entzug oder Belastung von Eigentum zum Wohl der Allgemeinheit gegen gesetzlich geregelte Entschädigung.
Entlastung des Verwalters
Beschluss der Eigentümer, mit dem sie die Amtsführung des Verwalters für einen Zeitraum billigen und auf erkennbare Ansprüche verzichten.
Entscheidungskompetenz
Die festgelegte Befugnis einer Person, bestimmte Entscheidungen ohne Rückfrage selbst zu treffen, oft mit Betragsgrenze.
Entscheidungsmüdigkeit
Nachlassende Qualität von Entscheidungen nach langer geistiger Belastung. Englisch Decision Fatigue.
Entscheidungsprotokoll
Eine kurze schriftliche Notiz zu einer Entscheidung: was entschieden wurde, warum und auf welcher Grundlage.
Entscheidungsvorlage
Kurzes Papier, das einem Gremium oder Vorgesetzten die Grundlage für eine Entscheidung liefert: Sachverhalt, Optionen, Empfehlung.
Entwicklungszustand
Stufe eines Grundstücks auf dem Weg zum Bauland: Agrarfläche, Bauerwartungsland, Rohbauland oder baureifes Land.
Entziehung des Wohnungseigentums
Verfahren, mit dem die Gemeinschaft einen Eigentümer nach schweren Pflichtverstößen zur Veräußerung zwingt.
Erbbaurecht
Das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu haben. Der Eigentümer erhält dafür einen laufenden Erbbauzins.
Erbbauzins
Laufendes Entgelt, das der Erbbauberechtigte dem Grundstückseigentümer für die Nutzung des Grundstücks zahlt.
Erbengemeinschaft
Gemeinschaft mehrerer Erben, denen der Nachlass bis zur Auseinandersetzung gemeinsam gehört.
Erbschein
Gerichtliches Zeugnis über das Erbrecht und die Größe der Erbteile.
Erfa-Kreis
Kleine, feste Runde von Unternehmern, die sich regelmäßig über Erfahrungen austauscht und gegenseitig berät.
Erfolgsangst
Die Scheu vor den Folgen des Gelingens, etwa vor mehr Verantwortung oder einer neuen Rolle.
Erfolgshonorar
Vergütung, die nur bei Erfolg fällig wird, etwa je abgeschlossenem Vertrag statt als festes Honorar vorab.
Erfolgsprinzip
Grundsatz des Maklerrechts: Provision gibt es nur, wenn infolge der Maklertätigkeit ein Hauptvertrag zustande kommt.
Erfüllungsgehilfe
Person, die mit Wissen und Wollen des Schuldners bei der Erfüllung seiner Pflichten tätig wird, etwa ein beauftragter Handwerker.
Erfüllungsübernahme
Eine Absprache, in der ein Dritter die Schuld eines anderen bezahlt. Gegenüber dem Gläubiger bleibt der alte Schuldner verpflichtet.
Ergebnisprotokoll
Ein Protokoll, das nur Beschlüsse, Zuständigkeiten und Termine festhält, nicht den Verlauf der Diskussion.
Ergebnisziel
Ein Ziel, das den gewünschten Zustand nach der Arbeit beschreibt, etwa einen Umsatz oder eine Kundenzahl.
Erhaltungsaufwand
Kosten, die ein Gebäude im bisherigen Zustand erhalten. Bei Vermietung sind sie sofort als Werbungskosten abziehbar.
Erhaltungsrücklage
Geldreserve einer Wohnungseigentümergemeinschaft für künftige Instandhaltung und Sanierung. Früher Instandhaltungsrücklage genannt.
Erhöhte Absetzung
Steuerliche Sonderabschreibung für Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten über 12 Jahre.
Erinnerungswert
Ein Wert von einem Euro für voll abgeschriebene Gegenstände, die noch vorhanden sind. Er zeigt nur, dass es sie gibt.
Erlaubnis nach § 34c GewO
Gewerberechtliche Erlaubnis unter anderem für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter. Sie wird der Person des Gewerbetreibenden erteilt.
ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge
Förderkredit der KfW (Programm 077) für Gründungen und Unternehmensnachfolgen. Er wird über die Hausbank beantragt.
ERP-Gründerkredit StartGeld
Förderkredit der KfW für Gründungen und Übernahmen bis 200.000 Euro, beantragt über die Hausbank.
Ersatzverhalten
Neues, fest geplantes Verhalten, das an die Stelle einer abgelegten Gewohnheit tritt, damit die Lücke nicht vom Alten gefüllt wird.
Erschließung
Anschluss eines Grundstücks an Straße, Wasser, Abwasser und Energie. Ohne gesicherte Erschließung ist kein Bau zulässig.
Erschließungsbeitrag
Abgabe der Gemeinde an Grundstückseigentümer für die Herstellung von Straßen, Wegen und ähnlichen Anlagen.
Erschließungsvertrag
Vertrag, mit dem eine Gemeinde die Herstellung von Erschließungsanlagen auf einen privaten Erschließungsträger überträgt.
Erstgespräch
Erstes ausführliches Gespräch mit einem Interessenten, in dem Bedarf, Lage und mögliche Zusammenarbeit geklärt werden.
Erstmalige Herstellung
Pflicht der Gemeinschaft, das Gemeinschaftseigentum erstmals so herzustellen, wie es Teilungserklärung, Pläne und Baubeschreibung vorsehen.
Ertragswert
Wert eines Unternehmens oder einer Immobilie, abgeleitet aus den künftig erwarteten Erträgen.
Erwartungsmanagement
Bewusste Steuerung dessen, was ein Kunde erwartet: Leistung, Fristen und Grenzen werden vorab klar benannt und dann eingehalten.
Erwerbsgesellschaft
Eigens für einen Unternehmenskauf gegründete Gesellschaft, die Finanzierung aufnimmt und die Anteile erwirbt. Auch NewCo.
Erwerbsnebenkosten
Kosten, die beim Kauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, etwa Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch.
Eugene Schwartz
Amerikanischer Werbetexter für Direktmarketing, Autor des Standardwerks „Breakthrough Advertising“ von 1966.
EURIBOR
Referenzzins, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen, Basis vieler variabler Darlehen.
Existenzgründung
Der Schritt in die berufliche Selbständigkeit durch Gründung eines eigenen Unternehmens oder Übernahme eines bestehenden Betriebs.
Exit-Intent-Popup
Fenster, das sich öffnet, wenn ein Besucher erkennbar die Seite verlassen will, etwa wenn die Maus zum Schließen wandert.
Exposé
Verkaufs- oder Vermietungsunterlage mit Beschreibung, Bildern, Plänen und Preisangaben eines Objekts.
Extrinsische Motivation
Antrieb, der von außen kommt, etwa durch Prämien, Lob, Druck oder Strafe, und nicht aus der Sache selbst.
Ezra Firestone
Gründer der Kosmetikmarke BOOM! by Cindy Joseph, der Schulungsfirma Smart Marketer und der Softwarefirma Zipify.

F

Fachjargon
Die Sprache eines Fachs mit Begriffen, die Fachleute verstehen, Außenstehende aber erst übersetzen müssen.
Fachkräftemangel
Lage, in der Betriebe offene Stellen für qualifizierte Kräfte über längere Zeit nicht besetzen können.
Fachliteratur
Bücher, Zeitschriften und Fachtexte zu einem bestimmten Fachgebiet, etwa Recht, Führung, Verkauf oder Finanzen.
Fachverband
Zusammenschluss von Unternehmen oder Berufsangehörigen einer Branche, der deren gemeinsame Interessen vertritt.
Facility-Management
Bewirtschaftung von Gebäuden in der Nutzungsphase mit kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Leistungen.
Factoring
Verkauf offener Rechnungen an einen Finanzierer. Sie erhalten das Geld sofort, abzüglich einer Gebühr.
Fälligkeitsmitteilung
Schreiben des Notars, dass alle vereinbarten Voraussetzungen für die Zahlung des Kaufpreises erfüllt sind.
Fallstudie
Geordnete Beschreibung eines Kundenauftrags: Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis. Englisch Case Study.
Falsche Erinnerung
Erzähltes, Vorgestelltes oder Gesehenes wird für selbst Erlebtes gehalten. Englisch False Memory.
Falscher Konsens
Denkfehler, bei dem die eigene Meinung für verbreiteter gehalten wird, als sie tatsächlich ist.
Farbkontrast
Unterschied in Helligkeit und Farbton zwischen zwei Flächen. Er entscheidet, ob Schrift lesbar ist und ein Element auffällt.
Feedback
Rückmeldung an eine Person über ihr Verhalten oder ihre Arbeit. Wirksam ist es, wenn es konkret und zeitnah kommt.
Fehlanreiz
Ein Anreiz, etwa eine Prämie, der ein anderes Verhalten belohnt als das eigentlich gewünschte.
Fehlbesetzung
Eine Stelle ist mit jemandem besetzt, der fachlich oder persönlich nicht passt.
Fehlerkultur
Die Art, wie ein Betrieb mit Fehlern umgeht. Sie entscheidet, ob Fehler früh gemeldet oder verdeckt werden.
Fernabsatzvertrag
Vertrag zwischen Unternehmer und Verbraucher, der nur über Telefon, E-Mail, Brief oder Internet zustande kommt.
Feuerrohbauversicherung
Versicherung des Rohbaus und der Baustoffe gegen Feuer, Blitzschlag und Explosion bis zur Bezugsfertigkeit.
Financial Due Diligence
Prüfung der Finanzen eines Unternehmens vor dem Kauf: Abschlüsse, Zahlungsfluss, Bereinigungen und Verpflichtungen.
Finanzierungsvermittler
Vermittler, der Kreditnehmern Darlehen bei Banken und anderen Geldgebern beschafft. Die Tätigkeit ist erlaubnispflichtig.
Finanzierungszusage
Schriftliche Erklärung eines Kreditgebers, ein Darlehen zu bestimmten Bedingungen zu gewähren. Sie ist meist befristet.
Firmenfortführung
Der Käufer führt den Namen eines übernommenen Geschäfts weiter. Daran kann eine Haftung für alte Schulden hängen.
First Principles (Denken vom Grundsatz her)
Denkweise, die ein Problem in seine Grundbestandteile zerlegt und die Lösung neu aufbaut, statt Bestehendes zu vergleichen.
FIU
Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen beim Zoll, die Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz entgegennimmt.
Fixkosten
Kosten, die unabhängig von der Auslastung anfallen, etwa Miete, Gehälter und Versicherungen.
Flächennutzungsplan
Vorbereitender Bauleitplan für das ganze Gemeindegebiet, der die geplante Bodennutzung in Grundzügen darstellt.
Floskel
Abgegriffene Wendung, die vertraut klingt und nichts Bestimmtes aussagt, etwa „alles aus einer Hand“.
Fluch des Wissens
Denkfehler, bei dem Fachleute ihr Wissen bei anderen voraussetzen und deshalb schwer verständlich erklären.
Fluktuation
Anteil der Mitarbeiter, die ein Unternehmen in einem Zeitraum verlassen und ersetzt werden müssen.
Flurkarte
Amtliche Karte des Liegenschaftskatasters mit Grenzen, Gebäuden und Nummern der Flurstücke.
Flurstück
Kleinste Einheit des Liegenschaftskatasters, eine abgegrenzte Fläche mit eigener Nummer.
Folgegeschäft (Backend)
Alle Aufträge, die ein Kunde nach dem ersten Kauf erteilt: wiederholte Grundleistungen und ergänzende Zusatzleistungen.
Forderungsabtretung
Übertragung einer Forderung auf einen anderen Gläubiger, etwa an eine Bank als Sicherheit für einen Kredit.
Forderungsverzicht
Ein Gläubiger erlässt einen Teil seiner Forderung. Für den Schuldner kann daraus ein steuerlich relevanter Ertrag entstehen.
Formularvertrag
Vorformulierter Vertrag für viele Fälle, dessen Klauseln als Allgemeine Geschäftsbedingungen streng kontrolliert werden.
Fortschrittsanzeige
Hinweis in einem mehrstufigen Formular, der zeigt, wie viele Schritte erledigt sind und wie viele noch folgen.
Forward-Darlehen
Darlehen, das heute zu festem Zins für eine spätere Anschlussfinanzierung abgeschlossen wird.
Framing-Effekt
Dieselbe Information wirkt je nach Darstellung unterschiedlich, etwa ein Preis als Jahres- oder Monatsbetrag.
Franchisegebühr
Die Zahlung des Franchisenehmers an den Franchisegeber für Nutzung von Marke, System und Unterstützung.
Franchising
Vertriebs- und Geschäftsmodell, bei dem ein Geber sein erprobtes Konzept gegen Gebühr an selbständige Nehmer überlässt.
Frank Kern
Berater und Werbetexter für Direktmarketing im Internet, seit 1999 im Geschäft.
Frederick Reichheld
Berater bei Bain & Company, Gründer der dortigen Loyalitätspraxis und Entwickler des Net Promoter Score.
Freier Cashflow (freier Zahlungsfluss)
Geld aus dem laufenden Geschäft nach den nötigen Investitionen. Es steht für Tilgung und Ausschüttung zur Verfügung.
Freihändige Vergabe
Vergabe von Bauleistungen ohne förmliches Ausschreibungsverfahren, etwa bei kleinen, dringenden oder nicht beschreibbaren Aufträgen.
Freistellung
Zusage des Verkäufers, den Käufer von einem bekannten Risiko freizuhalten, etwa aus einer laufenden Betriebsprüfung.
Freistellungsbescheinigung
Bescheinigung des Finanzamts eines Bauunternehmers, die den Auftraggeber vom Abzug der Bauabzugsteuer befreit.
Freiwillige Grundstücksversteigerung
Verkauf eines Grundstücks durch einen zugelassenen Versteigerer im Auftrag des Eigentümers; der Zuschlag begründet einen Kaufvertrag.
Fremdbild
Wie andere eine Person wahrnehmen. Der Abgleich mit dem Selbstbild zeigt blinde Flecken.
Fremdgruppen-Homogenitätsverzerrung
Mitglieder fremder Gruppen erscheinen einander ähnlicher als Mitglieder der eigenen Gruppe.
Fremdwährungsdarlehen
Darlehen in einer fremden Währung, dessen Schuld in Euro mit dem Wechselkurs schwankt.
Frühindikator
Kennzahl, die eine Entwicklung früh anzeigt, etwa Anfragen oder verschickte Angebote. Englisch Leading Indicator.
Führungssprache
Die Wörter und Sätze, mit denen eine Führungskraft Aufgaben vergibt, Zusagen macht und Entscheidungen begründet.
Führungsstil
Die gewohnte Art, wie eine Führungskraft Aufgaben vergibt, entscheidet, informiert und kontrolliert.
Füllwort
Laut oder Wort ohne Inhalt, etwa „äh“, „also“ oder „sozusagen“. Es füllt eine Sprechpause, ohne etwas zu sagen.
Fundamentaler Attributionsfehler
Denkfehler, bei dem fremdes Verhalten mit dem Charakter erklärt wird, das eigene dagegen mit den Umständen.
Fünf-Sekunden-Test
Prüfverfahren: Ein Fremder sieht eine Seite fünf Sekunden lang und sagt danach, was angeboten wird und für wen.
Fusionskontrolle
Prüfung von Unternehmenszusammenschlüssen durch das Bundeskartellamt. Sie greift erst ab hohen Umsatzschwellen.

G

Gebäudeenergiegesetz
Gesetz mit energetischen Anforderungen an Neubau und Bestand, seit Juli 2026 als Gebäudemodernisierungsgesetz reformiert.
Gebäudemanagement
Gesamtheit aller Leistungen zum Betreiben und Bewirtschaften von Gebäuden nach DIN 32736.
Gefahrübergang
Zeitpunkt, ab dem der Käufer das Risiko trägt, dass die Ware untergeht oder beschädigt wird.
Gegenwartspräferenz
Neigung, nahe Kosten und Nutzen stärker zu gewichten als spätere. Englisch Present Bias.
Geldwäsche
Verschleiern der Herkunft von Vermögen aus Straftaten, um es später als scheinbar legales Vermögen zu nutzen.
Gemarkung
Katasterbezirk, der meist mit dem Gebiet einer Gemeinde übereinstimmt und in Fluren gegliedert ist.
Gemeinkosten
Kosten, die sich keinem einzelnen Auftrag direkt zurechnen lassen. Beispiele sind Miete, Verwaltung und Buchhaltung.
Gemeinschaftseigentum
Grundstück und alle Gebäudeteile, die weder Sondereigentum noch Eigentum Dritter sind.
Gemeinschaftsgeschäft
Zusammenarbeit zweier Makler an einem Geschäft: einer bringt das Objekt, der andere den Interessenten.
Gemeinschaftsordnung
Vereinbarte Regeln der Eigentümer für ihr Verhältnis untereinander, meist Teil der Teilungserklärung.
Generalunternehmer
Unternehmen, das alle Bauleistungen eines Projekts aus einer Hand übernimmt und Teile an Nachunternehmer vergibt.
Gerechte-Welt-Glaube
Denkfehler, bei dem man annimmt, die Welt sei gerecht, und deshalb bei jedem Unglück ein Verschulden sucht.
Gerichtsvollzieher
Beamter, der Pfändungen und Räumungen durchführt und Schriftstücke förmlich zustellt.
Geringstes Gebot
Mindestgebot in der Zwangsversteigerung, das die Verfahrenskosten und alle vorrangigen Rechte deckt.
Gesamtkostenverfahren
Gliederung der GuV nach Kostenarten wie Material, Personal und Abschreibungen. Das Gegenstück ist das Umsatzkostenverfahren.
Gesamtnutzungsdauer
Übliche Zeit, in der eine bauliche Anlage ab Fertigstellung bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung genutzt werden kann.
Geschäftsmodell
Beschreibung, welche Leistung ein Unternehmen für welchen Kunden erbringt und womit es Geld verdient.
Geschäftsordnungsbeschluss
Beschluss über den Ablauf der Eigentümerversammlung, etwa zu Redezeit, Versammlungsleiter oder Teilnahme Dritter.
Geschäftsplan (Businessplan)
Schriftliche Darstellung eines Vorhabens mit Angebot, Kunden, Markt, Zielen und Zahlen. Er dient der Planung und der Finanzierung.
Geschäftsverteilungsplan
Übersicht, wer im Unternehmen wofür und mit welchen Befugnissen zuständig ist.
Geschäftswert
Differenz zwischen Kaufpreis und Wert des übernommenen Vermögens abzüglich Schulden. Englisch Goodwill.
Geschlossener Immobilienfonds
Fonds, der Kapital vieler Anleger für wenige, festgelegte Objekte sammelt und danach geschlossen wird.
Geschossflächenzahl
Kennzahl im Bebauungsplan: zulässige Geschossfläche aller Vollgeschosse je Quadratmeter Grundstücksfläche.
Gesellschafterdarlehen
Kredit, den ein Gesellschafter seiner eigenen Gesellschaft gibt.
Gesellschaftervereinbarung
Vertrag zwischen Gesellschaftern über Entscheidungen, Ausstieg und Bewertung, ergänzend zum Gesellschaftsvertrag.
Gesellschafterverrechnungskonto
Konto, auf dem Zahlungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter gebucht werden, die keine Ausschüttung sind.
Gesellschaftsvertrag
Vertrag, der Zweck, Kapital, Stimmrechte und Pflichten der Gesellschafter einer Gesellschaft regelt. Bei der GmbH auch Satzung.
Gesprächsleitfaden
Schriftliche Vorlage für ein Gespräch, die festhält, welche Punkte vorkommen sollen. Im Vertrieb oft Gesprächsskript genannt.
Gewährleistung
Einstandspflicht des Verkäufers für Mängel der Kaufsache. Beim Unternehmenskauf meist im Vertrag genau geregelt.
Gewährleistungseinbehalt
Teil der Vergütung, den der Auftraggeber am Bau als Sicherheit für Mängel während der Gewährleistung zurückhält.
Gewässerschadenhaftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung für Schäden an Boden und Wasser, etwa durch auslaufendes Heizöl aus einem Öltank.
Gewerblicher Grundstückshandel
An- und Verkauf von Immobilien in einem Umfang, der steuerlich als Gewerbebetrieb gilt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Teil des Jahresabschlusses, der Erträge und Aufwendungen eines Jahres gegenüberstellt und das Jahresergebnis zeigt.
Gewinnschwelle
Der Umsatz, ab dem ein Unternehmen seine Kosten deckt und weder Gewinn noch Verlust macht. Englisch: Break-even.
Gewohnheit
Verhalten, das durch Wiederholung so gefestigt ist, dass es ohne bewusste Entscheidung abläuft.
Gewohnheitsschleife
Modell einer Gewohnheit aus Auslöser, Handlung und Belohnung. Wer den Auslöser ändert, ändert oft die Gewohnheit.
Glaubenssatz
Tief verankerte Überzeugung über sich selbst oder die Welt, die Entscheidungen lenkt, oft ohne geprüft zu werden.
Glaubensverzerrung
Ein Schluss wird danach beurteilt, ob sein Ergebnis plausibel klingt, nicht danach, ob er logisch folgt.
Gleitende Neuwertversicherung
Gebäudeversicherung, deren Summe sich laufend an die Baupreise anpasst.
GmbH & Co. KG
Kommanditgesellschaft, deren persönlich haftender Gesellschafter eine GmbH ist; so wird die Vollhaftung begrenzt.
Goodwill
Geschäfts- oder Firmenwert: der Teil des Kaufpreises, der über das bilanzierte Vermögen hinausgeht.
Google-Effekt
Was jederzeit nachschlagbar ist, wird schlechter behalten. Das Gedächtnis speichert den Fundort statt des Inhalts.
Gradtagszahl
Monatlicher Gewichtungswert, der den höheren Wärmebedarf im Winter bei der Kostenteilung berücksichtigt.
Großanlage zur Trinkwassererwärmung
Warmwasseranlage mit mehr als 400 Litern Speicher oder mehr als 3 Litern in einer Leitung bis zur Zapfstelle.
Größenklasse
Einordnung eines Unternehmens nach Umsatz, Beschäftigten oder Bilanzsumme, etwa in kleine, mittlere und große Unternehmen.
Grundakte
Akte des Grundbuchamts mit allen Urkunden und Unterlagen, auf denen die Eintragungen im Grundbuch beruhen.
Grundbesitzwert
Wert einer Immobilie, den das Finanzamt für Erbschaft- und Schenkungsteuer nach dem Bewertungsgesetz ermittelt.
Grundbuch
Öffentliches Register beim Amtsgericht, das Grundstücke, Eigentümer und Belastungen verzeichnet.
Grundbuchauszug
Abschrift des Grundbuchblatts mit Eigentümer, Lasten und Grundpfandrechten eines Grundstücks.
Grunddienstbarkeit
Recht des jeweiligen Eigentümers eines Grundstücks, ein anderes Grundstück in bestimmter Weise zu nutzen.
Grunderwerbsteuer
Steuer auf den Erwerb von Grundstücken. Sie kann auch beim Erwerb von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften anfallen.
Grundflächenzahl
Kennzahl im Bebauungsplan: zulässige überbaute Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche.
Grundleitung
Im Erdreich oder unter der Bodenplatte verlegte Abwasserleitung, die das Abwasser eines Gebäudes zum öffentlichen Kanal führt.
Grundmietzeit
Fest vereinbarte, nicht ordentlich kündbare Laufzeit eines Leasingvertrags.
Grundpfandrecht
Recht an einem Grundstück, das eine Geldforderung sichert, vor allem Grundschuld und Hypothek.
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
Regeln, nach denen Bücher vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und belegt zu führen sind.
Grundschuld
Im Grundbuch eingetragenes Recht, das ein Grundstück als Sicherheit für eine Forderung belastet.
Grundsteuer
Jährliche Steuer der Gemeinde auf Grundbesitz, unabhängig von den persönlichen Verhältnissen des Eigentümers.
Gründung im Nebenerwerb
Aufbau eines eigenen Geschäfts neben einer Anstellung. Zeit und Kapital sind dabei knapp.
Gruppendenken
Denkfehler in Gruppen, bei dem Einwände unterbleiben, weil Widerspruch teurer erscheint als ein Fehler.
Gutachterausschuss
Unabhängiges Gremium von Sachverständigen bei Kreis oder Stadt, das Marktdaten erhebt und Wertgutachten erstellt.

H

Haftpflichtversicherung
Versicherung, die Schadensersatzansprüche Dritter gegen den Versicherten deckt.
Halo-Effekt
Denkfehler, bei dem ein einzelnes Merkmal einer Person das Urteil über alle anderen Eigenschaften färbt.
Handelsregister
Öffentliches Verzeichnis der Kaufleute und Gesellschaften. Es nennt unter anderem Firma, Sitz, Rechtsform und Vertretung.
Handelsvertreter
Selbstständiger Gewerbetreibender, der ständig für ein anderes Unternehmen Geschäfte vermittelt oder abschließt.
Handlungsziel
Ein Ziel, das einen konkreten, planbaren Schritt auf dem Weg zu einem Ergebnis beschreibt.
Handwerkerleistung
Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeit im Haushalt; 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Steuer, höchstens 1.200 Euro.
Härteeinwand
Einwand des Mieters, dass eine Modernisierung oder Mieterhöhung für ihn eine unzumutbare Härte bedeutet.
Hauptsortiment
Kern des Warenangebots oder der Leistungen eines Mieters, auf den sich der Konkurrenzschutz beschränkt.
Hauptvertrag
Der Kauf- oder Mietvertrag, den der Makler nachweist oder vermittelt und an dessen Abschluss die Provision hängt.
Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
Versicherung der gesetzlichen Haftpflicht des Eigentümers für Schäden, die Dritten durch Grundstück oder Gebäude entstehen.
Hausbankprinzip
Förderkredite und Bürgschaften beantragen Sie nicht selbst, sondern über Ihre eigene Bank.
Hausfrieden
Rücksichtsvolles Zusammenleben der Bewohner eines Hauses, dessen nachhaltige Störung zur fristlosen Kündigung berechtigen kann.
Hausgeld
Vorschüsse der Wohnungseigentümer auf Kosten und Rücklage der Gemeinschaft, festgelegt nach dem Wirtschaftsplan.
Haushaltsnahe Dienstleistung
Leistung im oder am Haushalt, etwa Reinigung oder Gartenpflege; 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Einkommensteuer.
Hausordnung
Regelwerk für das Zusammenleben im Haus, etwa zu Ruhezeiten, Reinigung und Gemeinschaftsräumen.
Hebeanlage
Pumpe, die Abwasser aus tief liegenden Räumen über die Rückstauebene in den Kanal hebt.
Hebesatz
Prozentsatz, den die Gemeinde auf den Steuermessbetrag anwendet; er bestimmt die Höhe der Grundsteuer vor Ort.
Heimfall
Pflicht des Erbbauberechtigten, das Erbbaurecht bei vereinbarten Gründen auf den Grundstückseigentümer zu übertragen.
Heizkostenabrechnung
Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten nach Verbrauch und Fläche. Ihre Regeln stehen in der Heizkostenverordnung.
Heizkostenverordnung
Verordnung, die bei zentraler Heizung die Erfassung des Verbrauchs und die Verteilung danach vorschreibt.
Heizkostenverteiler
Gerät am Heizkörper, das den Anteil eines Nutzers am Wärmeverbrauch erfasst.
Hermann Simon
Deutscher Preisforscher, Mitgründer der Beratung Simon-Kucher & Partners, Autor von „Hidden Champions“.
Herstellungskosten
Aufwendungen, um ein Gebäude neu zu schaffen, zu erweitern oder wesentlich zu verbessern.
Heuristik
Eine Faustregel, mit der der Kopf schnell urteilt, ohne alle Umstände zu prüfen. Sie spart Zeit, kann aber in die Irre führen.
HOAI
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Sie gliedert Leistungen in Phasen und dient seit 2021 als Orientierung.
Hockeyschläger-Effekt
Planungen, die erst flach verlaufen und dann steil steigen. Der steile Teil rutscht jedes Jahr ein Jahr nach hinten.
Holdinggesellschaft
Gesellschaft, deren Hauptzweck das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen ist.
Homeoffice
Arbeit von der eigenen Wohnung aus. Für Inhaber kleiner Betriebe oft der dauerhafte Sitz des Büros.
Honorar
Vergütung für eine freiberufliche oder beratende Leistung, etwa von Beratern, Anwälten, Ärzten oder Ingenieuren.
Hydraulischer Abgleich
Einstellung von Pumpe und Ventilen einer Heizung, damit jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält.
Hypothek
Grundpfandrecht, das in Bestand und Höhe von einer bestimmten Forderung abhängt.

I

Idealkundenprofil
Beschreibung der Kunden, die am besten zum eigenen Betrieb passen, nach Merkmalen wie Größe, Lage und Bedarf.
Ideenmanagement
Der geregelte Weg, auf dem Vorschläge von Mitarbeitern gesammelt, geprüft und umgesetzt werden.
IDW S 1
Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer mit Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen in Deutschland.
IKEA-Effekt
Denkfehler, bei dem Dingen ein höherer Wert gegeben wird, an deren Herstellung man selbst beteiligt war.
Immaterielle Vermögenswerte
Werte eines Betriebs, die man nicht anfassen kann, etwa Ruf, Kundenbeziehungen, Fachwissen, Marke oder Rechte.
Immobiliar-Verbraucherdarlehen
Darlehen eines Unternehmers an einen Verbraucher, das grundpfandrechtlich gesichert ist oder dem Erwerb einer Immobilie dient.
Immobilienleasing
Langfristige Nutzung einer Immobilie gegen Leasingraten, wobei der Leasinggeber Eigentümer bleibt.
Impressum
Pflichtangaben zum Anbieter einer geschäftsmäßigen Website, etwa Name, Anschrift, Kontaktdaten und Aufsichtsbehörde.
Inbound-Marketing
Ansatz, bei dem Interessenten den Anbieter selbst finden, weil er ihre Fragen mit nützlichen Informationen beantwortet.
Indexmiete
Miete, die sich nach dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts entwickelt.
Individualvereinbarung
Im Einzelnen ausgehandelte Vertragsbedingung, die nicht der AGB-Kontrolle unterliegt.
Inhaberabhängigkeit
Grad, in dem Kunden, Wissen und Entscheidungen eines Unternehmens an der Person des Inhabers hängen.
Inklusivmiete
Miete, in der alle oder einzelne Betriebskosten enthalten sind, ohne gesonderte Abrechnung.
Innovation
Eine Neuerung, die tatsächlich eingeführt wird und Wirkung zeigt. Eine Idee allein ist noch keine Innovation.
Insolvenzanfechtung
Das Recht des Insolvenzverwalters, bestimmte Geschäfte vor der Insolvenz rückgängig zu machen, wenn sie Gläubiger benachteiligen.
Insolvenzforderung
Forderung, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden ist und nur mit der Quote bedient wird.
Insolvenzverwalter
Vom Insolvenzgericht bestellte Person, die das Vermögen des Schuldners verwaltet und verwertet.
Instandhaltung
Alle Maßnahmen, die den vertragsgemäßen Sollzustand eines Gebäudes und seiner Anlagen bewahren oder wiederherstellen.
Instandhaltungspauschale
Pauschaler Jahresbetrag je Quadratmeter Wohnfläche, mit dem Instandhaltungskosten geschätzt werden.
Instandsetzung
Beseitigung eines bereits eingetretenen Schadens, damit Bauteil oder Anlage wieder den Sollzustand erreichen.
Interessenkonflikt
Lage, in der eine Person zwei Interessen dient, die gegeneinander laufen, etwa als Berater und Investor zugleich.
Interne Kommunikation
Austausch von Informationen innerhalb eines Unternehmens, zwischen Leitung und Mitarbeitern sowie unter Kollegen.
Interne Revision
Unabhängige Prüfstelle im Unternehmen, die Abläufe auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Risiken prüft.
Interner Zinsfuß
Zinssatz, bei dem der Kapitalwert aller Zahlungen einer Investition genau null ergibt.
Internes Kontrollsystem
Gesamtheit der Regeln und Kontrollen, die Vermögen sichern und Fehler in betrieblichen Abläufen verhindern sollen.
Intrinsische Motivation
Antrieb, der aus der Sache selbst entsteht, nicht aus Belohnung oder Druck von außen.
Inventur
Bestandsaufnahme aller Vorräte und Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert zu einem bestimmten Stichtag.
Investitionsstau
Notwendige Investitionen, die ein Unternehmen aufgeschoben hat, etwa in Anlagen, Gebäude oder Software.
Irreführende Werbung
Werbung mit unwahren oder täuschenden Angaben. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet sie.
Isolierverglasung
Verglasung aus mehreren Scheiben mit gas- oder luftgefülltem Zwischenraum, die Wärmeverluste deutlich senkt.

J

Jahresabrechnung
Abrechnung des Verwalters über Einnahmen und Ausgaben einer Eigentümergemeinschaft für ein Wirtschaftsjahr.
Jahresabschluss
Abschluss der Buchführung eines Geschäftsjahres, meist mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
Jahresnettokaltmiete
Die Miete eines Jahres ohne Nebenkosten und Heizkosten. Sie ist die übliche Bezugsgröße für Bewertung und Kaufpreis.
Jahresplanung
Festlegung der Ziele, Maßnahmen und Mittel eines Betriebs für das kommende Geschäftsjahr, meist schriftlich und vor dessen Beginn.
Jakob Nielsen
Forscher für die Bedienbarkeit von Webseiten und Mitgründer der Nielsen Norman Group.
Janelle Estes
Nutzerforscherin, früher Beraterin bei der Nielsen Norman Group, seit 2018 Leiterin der Kundenforschung bei UserTesting.
Jay Abraham
Amerikanischer Unternehmensberater für Direktmarketing, Gründer der Abraham Group, seit den 1970er-Jahren tätig.
John Carlton
Werbetexter für Direktmarketing, arbeitete mit Gary Halbert und Jay Abraham, Entwickler des Simple Writing System.
John Jantsch
Marketingberater aus Kansas City, Autor von „Duct Tape Marketing“ und „The Referral Engine“.
Joint Venture
Gemeinsames Vorhaben zweier Unternehmen; im Marketing jede Zusammenarbeit, bei der ein Partner Ihre Leistung seinen Kunden anbietet.
Jon Loomer
Amerikanischer Berater und Fachautor für Werbeanzeigen auf Facebook, seit 2012 auf dieses Thema spezialisiert.
Jose Rosado
Anbieter von Onlinekursen zum E-Mail-Marketing, darunter „Email Marketing Money Mastery“.
Jour fixe
Eine regelmäßige Besprechung zu einem festen Termin, etwa wöchentlich mit dem Team.

K

Kalkulation
Berechnung von Kosten und Preis einer Leistung. Sie zeigt, ob ein Auftrag am Ende Geld bringt.
Kalkulatorischer Unternehmerlohn
Angemessenes Gehalt für die Arbeit des Inhabers, das bei Bewertung und Kalkulation vom Ergebnis abgezogen wird.
Kalkuliertes Risiko
Ein Risiko, dessen möglichen Verlust, Zeitrahmen und Abbruchpunkt Sie vorher festgelegt haben.
Kaltakquise
Erstansprache von möglichen Kunden, zu denen noch keine Geschäftsbeziehung besteht.
Kampf-oder-Flucht-Reaktion
Automatische Stressreaktion des Körpers auf eine Gefahr. Puls und Anspannung steigen, die Aufmerksamkeit wird enger.
Kanalzuordnung (Attribution)
Verfahren, das einen gewonnenen Kunden oder Umsatz den Marketingkanälen zuordnet, über die der Kunde kam.
Kapazitätsplanung
Abgleich zwischen der Arbeit, die ein Betrieb leisten kann, und der Arbeit, die er annimmt.
Kapitalbedarf
Der Geldbetrag, den ein Betrieb für ein Vorhaben aufbringen muss, bevor dieses selbst Einnahmen bringt.
Kapitaldienst
Summe aus Zins und Tilgung, die ein Kreditnehmer in einem Zeitraum an seine Geldgeber zahlt.
Kapitaldienstdeckung
Verhältnis des verfügbaren Ertrags zu Zins und Tilgung eines Jahres. Ein Wert über 1 heißt, die Raten sind aus dem Ertrag bezahlt.
Kapitalerhaltung
Grundsatz, dass das zur Erhaltung des Stammkapitals nötige Vermögen einer GmbH nicht an Gesellschafter fließen darf.
Kapitalflussrechnung
Rechnung, die zeigt, woher das Geld eines Jahres kam und wohin es floss. Sie verbindet Ergebnis und Kontostand.
Kapitalgeber
Wer einem Unternehmen Geld zur Verfügung stellt, als Kredit oder als Beteiligung: etwa Bank, Investor oder Förderinstitut.
Kapitalwert
Summe aller auf heute abgezinsten Ein- und Auszahlungen einer Investition, abzüglich der Anfangsauszahlung.
Kappungsgrenze
Obergrenze für Mieterhöhungen im Bestand: höchstens 20 Prozent in drei Jahren, in angespannten Märkten 15 Prozent (§ 558 Abs. 3 BGB).
Kaufkriterien
Die Bedingungen, die ein Kunde erfüllt sehen will, bevor er sich entscheidet. Meist sind es drei oder vier Punkte.
Kaufmotiv
Der innere Beweggrund, aus dem ein Kunde kauft oder beauftragt, etwa Sicherheit, Bequemlichkeit oder Anerkennung.
Kaufpreisanpassung
Eine Regel im Kaufvertrag, nach der sich der Preis mit den tatsächlichen Werten am Stichtag ändert.
Kaufpreiseinbehalt
Teil des Kaufpreises, der nicht sofort an den Verkäufer fließt, sondern bis zur Klärung bestimmter Risiken zurückbehalten wird.
Kaufpreisfaktor
Vielfaches der Jahresnettomiete oder des Ergebnisses, mit dem ein Objekt oder Betrieb bewertet wird.
Kaufpreissammlung
Sammlung aller notariellen Grundstückskaufverträge eines Gebiets, geführt vom Gutachterausschuss.
Kausalität der Maklerleistung
Ursächlicher Zusammenhang zwischen Nachweis oder Vermittlung und dem späteren Hauptvertrag; Voraussetzung der Provision.
Keith J. Cunningham
Unternehmer und Investor aus Texas, Autor von „The Road Less Stupid“ und „Keys to the Vault“.
Kennzahl
Eine Zahl, die einen Sachverhalt messbar macht, etwa Umsatz je Kunde oder Dauer bis zum Angebot. Englisch KPI.
Kernbotschaft
Die wenigen Sätze, die Ihr Publikum nach einem Vortrag oder Gespräch behalten soll.
Kerngeschäft
Die Leistung, mit der ein Betrieb sein Geld verdient und für die er bekannt ist. Alles andere sind Nebenleistungen.
Keyword (Suchbegriff)
Wort oder Wortgruppe, die Menschen in eine Suchmaschine eingeben. Anzeigen und Seiten werden darauf ausgerichtet.
KfW
Förderbank des Bundes, die Bau, Kauf und Sanierung von Immobilien mit Krediten und Zuschüssen fördert.
Klausurtagung
Besprechung der Führung abseits des Tagesgeschäfts, meist über einen oder mehrere Tage, für Strategie und Planung.
Kleinreparaturklausel
Vertragsklausel, nach der der Mieter Kosten kleiner Reparaturen an häufig genutzten Teilen bis zu Höchstbeträgen trägt.
Kleinunternehmer
Unternehmer mit geringem Umsatz, der nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer berechnet und keine Vorsteuer abzieht.
Klickpreis (Cost per Click)
Betrag, den ein Werbetreibender zahlt, wenn jemand auf seine Anzeige klickt. Abgekürzt CPC für Cost per Click.
Klickrate
Anteil der Empfänger oder Betrachter, die einen Link anklicken. Sie zeigt, ob ein Inhalt zu einer Handlung führt.
Klumpenrisiko
Risiko, das entsteht, wenn ein großer Teil von Umsatz, Kunden oder Vermögen von einer einzigen Quelle abhängt.
KMU (kleine und mittlere Unternehmen)
Unternehmen unterhalb festgelegter Schwellen für Beschäftigte, Umsatz oder Bilanzsumme, nach Empfehlung der EU-Kommission.
Knappheitsdenken
Haltung, in der Zeit, Geld und Kontakte vor allem als knapp erlebt werden. Jede Bitte wird dann zuerst als Kostenfaktor geprüft.
Kognitive Verzerrung
Systematischer Denkfehler: Das Urteil weicht regelmäßig und in eine bestimmte Richtung von der Sachlage ab.
Kollegiale Beratung
Feste Form des Austauschs, in der Gleichgestellte den Fall eines Teilnehmers nach festem Ablauf besprechen, ohne Berater von außen.
Komfortzone
Bereich vertrauter Aufgaben und Abläufe, die ohne Anstrengung und Unsicherheit gelingen.
Kommissionsgeschäft
Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie verkauft ist. Bezahlt wird nur, was tatsächlich abgesetzt wurde.
Kompetenzanalyse
Vergleich dessen, was Mitarbeiter heute können, mit dem, was der Betrieb künftig braucht. Grundlage jeder Fortbildung.
Kongruenz
Übereinstimmung von Worten, Stimme und Auftreten. Sie meinen, was Sie sagen, und man sieht es Ihnen an.
Konkurrenzschutz
Pflicht des Vermieters, den Mieter vor Wettbewerb im selben Objekt zu schützen.
Kontaktpunkt
Jede Stelle, an der ein Kunde mit Ihrem Unternehmen in Berührung kommt. Im Englischen Touchpoint genannt.
Kontextwechsel
Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben. Jeder Wechsel kostet Zeit und Konzentration, bis die neue Aufgabe wieder läuft.
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Laufende Verbesserung in kleinen Schritten statt seltener großer Vorhaben. Kurz KVP.
Kontokorrentkredit
Ein Kreditrahmen auf dem Geschäftskonto, der je nach Bedarf in Anspruch genommen wird. Er ist flexibel, aber meist teuer.
Kontrollüberzeugung
Die Überzeugung, ob Ergebnisse vom eigenen Handeln oder von äußeren Umständen abhängen.
Kopfprinzip
Stimmprinzip im Wohnungseigentum: Jeder Eigentümer hat eine Stimme, gleich wie viele Einheiten er hält.
Kopplungsgeschäft
Angebot eines Immobilienkredits im Paket mit weiteren Finanzprodukten, bei dem der Kredit nicht separat abgeschlossen werden kann.
Kosten des Nichtstuns
Schaden, der entsteht, wenn ein bekanntes Problem ungelöst bleibt. Englisch Cost of Inaction.
Kosten-Nutzen-Analyse
Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag eines Vorhabens, um eine Entscheidung zu begründen.
Kostenmiete
Miete im alten Förderrecht, die nur die laufenden Aufwendungen der Wohnung decken darf.
Kostenstelle
Bereich eines Unternehmens, in dem Kosten entstehen und verantwortet werden.
Krankentagegeldversicherung
Versicherung, die bei längerer Arbeitsunfähigkeit ein vereinbartes Tagegeld als Ersatz für ausfallendes Einkommen zahlt.
Kreativitätstechnik
Ein geordnetes Verfahren, um neue Ideen zu erzeugen, statt auf den Zufall zu warten.
Kreditscoring
Statistisches Verfahren, das Merkmale eines Kreditnehmers in Punkte übersetzt und daraus sein Ausfallrisiko schätzt.
Kreditwürdigkeit
Fähigkeit und Bereitschaft eines Kreditnehmers, Zins und Tilgung dauerhaft zu leisten.
Krisenmanagement
Planung und Führung eines Betriebs in einer Lage, die den normalen Ablauf stört und schnelles Handeln verlangt.
Kritikgespräch
Gespräch, in dem eine Führungskraft ein Verhalten oder Arbeitsergebnis eines Mitarbeiters anspricht, das sich ändern soll.
Kryptomnesie
Eine echte Erinnerung wird für einen eigenen Einfall gehalten. Der Inhalt ist da, die Quelle fehlt.
Kundenakquisitionskosten
Aufwand, den ein Betrieb treiben muss, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Englisch Customer Acquisition Cost (CAC).
Kundenavatar (Persona)
Beschreibung eines typischen Wunschkunden als konkrete Person mit Aufgabe, Problemen, Zielen und eigener Sprache.
Kundenbefragung
Gezielte Gespräche mit Kunden und Interessenten, um ihre Gründe, Sorgen und Worte kennenzulernen.
Kundenbewertung
Schriftliche Rückmeldung eines Kunden über seine Erfahrung mit einem Anbieter, etwa im Angebot, auf der Webseite oder auf Portalen.
Kundenbindung
Alle Maßnahmen, die Kunden dauerhaft an ein Unternehmen halten. Sie ist meist günstiger als die Gewinnung neuer Kunden.
Kundenerlebnis
Der Gesamteindruck, den ein Kunde aus allen Begegnungen mit einem Unternehmen mitnimmt, nicht nur aus der gelieferten Leistung.
Kundenkonzentration
Anteil des Umsatzes, der an wenigen Kunden hängt. Hohe Konzentration erhöht das Risiko und senkt den Kaufpreis.
Kundenlebenszeitwert
Der Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung bringt. Englisch Customer Lifetime Value.
Kundenreise
Weg eines Menschen vom ersten Kontakt mit einem Unternehmen bis zum Kauf und darüber hinaus. Englisch Customer Journey.
Kundenrückgewinnung
Geplante Maßnahmen, um Kunden zurückzugewinnen, die nicht mehr kaufen oder gekündigt haben.
Kundensegmentierung
Einteilung der Kunden und Interessenten in Gruppen mit ähnlichem Bedarf, um jede Gruppe passend anzusprechen.
Kundenzufriedenheit
Grad, in dem eine Leistung die Erwartungen des Kunden erfüllt. Sie ist eine Voraussetzung für Treue, aber keine Garantie.
Kündigungsquote
Anteil der Kunden, die ein Unternehmen innerhalb eines Zeitraums verliert. Englisch: Churn Rate.
Kündigungssperrfrist
Frist nach Umwandlung und Verkauf einer Mietwohnung, in der der Erwerber nicht wegen Eigenbedarfs kündigen darf.
Kündigungsverzicht
Vereinbarung, mit der Mieter und Vermieter ihr ordentliches Kündigungsrecht für eine bestimmte Zeit ausschließen.
Künstliche Intelligenz (KI)
Software, die aus Daten Muster lernt und damit Texte, Bilder, Prognosen oder Entscheidungsvorschläge erzeugt.
Künstliche Verknappung
Werbetechnik, die mit erfundenen Fristen oder Mengengrenzen Druck erzeugt. Sie kann Vertrauen kosten.

L

Lagerumschlag
Kennzahl dafür, wie oft der Lagerbestand in einem Jahr verbraucht oder verkauft wird. Sie trennt gängige von toter Ware.
Lampenfieber
Anspannung und Nervosität vor einem Auftritt vor Publikum, etwa vor einem Vortrag oder einer Präsentation.
Landingpage
Eine Einzelseite, auf der Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige oder einen Link landen. Sie verfolgt genau ein Ziel.
Landingpage-Baukasten
Software, mit der sich Landingpages ohne Programmierung bauen, kopieren und testen lassen, meist mit eigener Auswertung.
Lara Acosta
Gründerin der Literally Academy, die das Schreiben auf LinkedIn lehrt; von Forbes unter „30 Under 30“ geführt.
Lastenberechnung
Aufstellung der laufenden Belastung aus Kapitaldienst und Bewirtschaftung, meist für selbst genutztes Eigentum.
Lastschriftverfahren
Zahlungsweg, bei dem der Zahlungsempfänger fällige Beträge mit Zustimmung des Kunden selbst von dessen Konto einzieht.
Lead-Magnet
Ein nützliches Angebot ohne Preis, etwa eine Prüfliste, das Interessenten gegen ihre Kontaktdaten erhalten.
Lebenszykluskosten
Summe aller Kosten einer Immobilie von Planung und Bau über die Nutzung bis zur Verwertung.
Leerstand
Vermietbare Fläche, die derzeit keinen Nutzer hat. Sie bringt keine Miete, verursacht aber weiter Kosten.
Legal Due Diligence
Prüfung der rechtlichen Verhältnisse eines Unternehmens vor dem Kauf, etwa Verträge, Erlaubnisse, Personal und Haftung.
Legionellen
Bakterien, die sich in warmem Trinkwasser vermehren und beim Einatmen feiner Tröpfchen schwere Lungenentzündungen auslösen.
Leibrente
Regelmäßige Zahlung auf Lebenszeit des Berechtigten, etwa als Gegenleistung beim Verkauf einer Immobilie.
Leidensdruck
Das Maß, in dem ein Problem einen Kunden belastet und ihn zum Handeln drängt.
Leistungsabgrenzung
Die schriftliche Festlegung im Angebot, welche Arbeiten enthalten sind und welche nicht.
Leistungskurve
Der Verlauf von Konzentration und Leistungsfähigkeit über den Tag. Er hat Hochs und Tiefs und ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Leistungsmatrix
Tabelle, die Leistungsarten eines Maklers wie Nachweis oder Beratung den Marktbereichen zuordnet, in denen er tätig ist.
Leistungsphase
Abschnitt der Architekten- und Ingenieurleistungen nach HOAI, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung.
Leistungsprinzip
Abrechnungsweise, bei der die Kosten der Leistungen zählen, die im Abrechnungszeitraum erbracht wurden.
Leistungsverzeichnis
Eine geordnete Aufstellung aller Leistungen, die ein Auftrag umfasst. Sie dient als Grundlage für Angebot und Vertrag.
Leistungsvorbehalt
Klausel, nach der eine Indexänderung nur eine Neufestsetzung der Miete durch Verhandlung auslöst.
Leitungsschutzschalter
Schalter, der einen Stromkreis bei Überlastung oder Kurzschluss automatisch abschaltet; umgangssprachlich Sicherung.
Leitzins
Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen. Im Euroraum meist der Hauptrefinanzierungssatz der EZB.
Leon Festinger
Amerikanischer Psychologe, Urheber der Theorie der kognitiven Dissonanz von 1957.
Lernkurve
Beschreibt, wie Tempo und Qualität einer Arbeit mit wachsender Übung steigen.
Lerntransfer
Die Übertragung von Gelerntem in die tägliche Arbeit. Ohne geplanten Transfer verpufft eine Schulung.
Lesbarkeit
Maß dafür, wie leicht ein Text gelesen und verstanden wird. Kurze Sätze und vertraute Wörter verbessern sie.
Lessons Learned
Strukturierte Auswertung nach einem Vorhaben: Was war geplant, was ist geschehen, was lernen wir daraus?
Leverage-Effekt
Hebelwirkung von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrendite, solange die Gesamtrendite über dem Fremdkapitalzins liegt.
Leveraged Buy-out
Unternehmenskauf, der überwiegend mit Fremdkapital finanziert wird. Der gekaufte Betrieb trägt den Kapitaldienst.
Lieferantendarlehen
Darlehen, das ein Lieferant seinem Abnehmer gibt, meist verbunden mit Lieferungen oder einem Servicevertrag.
Lieferantenkredit
Finanzierung durch den Lieferanten, der Ware oder Leistung vor der Zahlung liefert. Der Zeitraum bis zur Zahlung wirkt wie ein Kredit.
Lieferkettenfinanzierung
Finanzierung entlang der Lieferkette, etwa für Ware, die verladen, aber noch nicht angekommen ist.
Liegenschaftskataster
Amtliches Register der Länder, das alle Flurstücke und Gebäude mit Lage, Fläche und Grenzen nachweist.
Liegenschaftszins
Zinssatz, mit dem Verkehrswerte von Immobilien im Ertragswertverfahren marktüblich verzinst werden.
Liquidität
Fähigkeit eines Betriebs, seine Zahlungen jederzeit fristgerecht zu leisten.
Liquiditätsengpass
Lage, in der ein Unternehmen fällige Zahlungen nicht oder nur knapp leisten kann, auch wenn es Gewinn ausweist.
Liquiditätsplanung
Vorschau auf Einnahmen und Ausgaben nach Monaten. Sie zeigt, ob das Geld auf dem Konto für alle fälligen Zahlungen reicht.
Liquiditätsreserve
Rücklage an verfügbaren Mitteln, die einen Betrieb über Ausfälle und verspätete Zahlungseingänge trägt.
Löschungsbewilligung
Erklärung des Gläubigers, dass ein für ihn eingetragenes Recht im Grundbuch gelöscht werden darf.
Löschungsfähige Quittung
Beglaubigte Erklärung des Gläubigers, dass die durch ein Grundpfandrecht gesicherte Forderung bezahlt ist.
Lösungsorientierung
Führungs- und Gesprächshaltung, die den Blick vom Problem auf mögliche Wege zur Lösung lenkt.

M

Mahnbescheid
Gerichtlicher Zahlungsbefehl im Mahnverfahren, gegen den der Schuldner binnen zwei Wochen widersprechen kann.
Mahnwesen
Geordnetes Verfahren, mit dem ein Unternehmen offene Forderungen nachhält und anmahnt, oft in festen Mahnläufen.
Majorisierung
Missbrauch der Stimmenmehrheit durch einen Eigentümer, um eigennützige und sachlich nicht gerechtfertigte Beschlüsse durchzusetzen.
Makler- und Bauträgerverordnung
Verordnung mit Pflichten für Gewerbetreibende nach § 34c GewO, etwa zu Aufzeichnung und Aufbewahrung.
Maklerprovision
Vergütung des Maklers, fällig erst mit wirksamem Abschluss des vermittelten oder nachgewiesenen Vertrags.
Maklervertrag
Vertrag, der dem Makler bei Nachweis oder Vermittlung eines Hauptvertrags einen Anspruch auf Provision gibt.
Makrolage
Großräumige Lage einer Immobilie: Region, Stadt, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt und überregionale Verkehrsanbindung.
Makrostandort
Großräumiger Standort einer Immobilie, etwa Region oder Stadt, im Unterschied zur unmittelbaren Lage.
Management by Exception
Führung im Ausnahmefall: Mitarbeiter entscheiden in festen Grenzen selbst, die Führungskraft greift nur bei Abweichungen ein.
Management by Objectives
Führung durch Zielvereinbarung: Die Führungskraft vereinbart Ziele, der Mitarbeiter wählt den Weg selbst.
Management-Buy-out
Kauf eines Unternehmens durch die eigene Führungsmannschaft, etwa den bisherigen Betriebsleiter. Kurz MBO.
Mängelanzeige
Mitteilung des Mieters an den Vermieter über einen Mangel der Mietsache, Voraussetzung für Minderung und Mängelbeseitigung.
Mantelkauf
Kauf einer bestehenden Gesellschaft, die kein Geschäft mehr betreibt. Der Käufer übernimmt ihre gesamte Vergangenheit mit.
Marge
Abstand zwischen Erlös und Kosten, meist in Prozent des Umsatzes. Sie zeigt, wie viel vom Umsatz als Ergebnis bleibt.
Marke
Die Summe aller Eindrücke, die Kunden von einem Unternehmen haben. Sie ist mehr als Logo und Farbe.
Markenbekanntheit
Maß dafür, wie viele Menschen einer Zielgruppe einen Firmen- oder Markennamen kennen und ihm eine Leistung zuordnen.
Markenlizenz
Erlaubnis des Markeninhabers, eine Marke gegen laufende Gebühr zu nutzen, ohne Eigentümer der Marke zu werden.
Markenversprechen
Die Zusage, wofür ein Unternehmen steht und was Kunden jedes Mal erwarten dürfen.
Markenwert
Wirtschaftlicher Wert, den ein bekannter Name einem Unternehmen bringt, etwa bei Preis, Neukunden und Verkauf.
Marketing-Mix
Die Gesamtheit der Mittel, mit denen ein Betrieb seinen Markt bearbeitet: Leistung, Preis, Vertriebsweg und Kommunikation.
Marketingkalender
Zeitplan, der für jede Woche oder jeden Monat festlegt, welche Werbemaßnahme läuft und wer sie verantwortet.
Marketingplan
Schriftlicher Plan aus Marketingstrategie und Maßnahmen: wen Sie erreichen wollen, womit, durch wen, bis wann und mit welchem Geld.
Marktanalyse
Prüfung eines Marktes auf Nachfrage, Wettbewerber und Preisniveau, bevor ein Angebot dort startet.
Marktanteil
Der Anteil eines Unternehmens am gesamten Umsatz oder Absatz eines Marktes.
Marktbeobachtung
Laufendes, planmäßiges Verfolgen von Veränderungen im eigenen Markt, etwa bei Kunden, Wettbewerbern und Vorschriften.
Marktnische
Ein abgegrenzter Teilmarkt mit genug Kunden und wenigen Anbietern, die ihn ernsthaft bedienen.
Marktpotenzial
Die Zahl möglicher Kunden oder der mögliche Umsatz in einem Markt, wenn alle denkbaren Abnehmer kaufen würden.
Marktprognose
Vorausschätzung der künftigen Marktentwicklung auf Basis von Marktanalyse und Marktbeobachtung.
Massengeschäft
Vertrag, der typischerweise ohne Ansehen der Person zu gleichen Bedingungen in vielen Fällen geschlossen wird.
Masseverbindlichkeit
Verbindlichkeit, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entsteht und vorrangig aus der Masse bezahlt wird.
Maßstab
Verhältnis zwischen einer Strecke im Plan und der Strecke in der Wirklichkeit, etwa 1 : 100 bei Grundrissen.
Mediation
Vertrauliches, freiwilliges Verfahren, in dem ein neutraler Mediator Streitparteien zu einer eigenen Lösung führt.
Mehrabian-Regel
Die oft zitierte Aufteilung 55 % Körpersprache, 38 % Stimme, 7 % Worte. Sie gilt nur für einen engen Versuchsaufbau, nicht für Gespräche allgemein.
Mehrfachverwertung
Ein einmal erstellter Inhalt wird für mehrere Zwecke und Wege genutzt, etwa als Rundbrief, Vortrag oder Antwort.
Mehrhausanlage
Wohnungseigentumsanlage aus mehreren Gebäuden auf einem Grundstück, die eine einzige Eigentümergemeinschaft bildet.
Mehrstufiges Formular
Formular, das seine Fragen auf mehrere Schritte verteilt, statt alle Felder auf einmal zu zeigen.
Meilenstein
Festgelegter Zwischenstand in einem Vorhaben mit Termin. An ihm prüfen Sie, ob das Ziel noch erreichbar ist.
Meinungsführer
Personen, nach deren Urteil sich andere in einer Gruppe richten. In jeder Versammlung gibt es meist zwei oder drei.
Meistgebot
Höchstes im Versteigerungstermin abgegebenes Gebot, auf das der Zuschlag erteilt wird.
Mentoring
Längere Begleitung eines Mitarbeiters auf seinem Weg im Beruf durch eine erfahrene Person, die ihn nicht beurteilt.
Merchant Cash Advance
Vorschuss auf künftige Kartenumsätze. Die Rückzahlung läuft als fester Anteil jedes Tagesumsatzes.
Message Match
Übereinstimmung zwischen dem Versprechen einer Anzeige und der Überschrift der Seite, auf die sie führt.
Mezzanine-Kapital
Eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, etwa Nachrangdarlehen oder stille Beteiligung. Sie ist teurer als ein Bankkredit.
MF-G
Richtlinie der gif zur Berechnung der Mietfläche für gewerblichen Raum.
Michael Darby
Ökonom an der University of California in Los Angeles, früher im US-Finanzministerium.
Michael E. Gerber
Berater für kleine Unternehmen seit 1977, Autor von „The E-Myth Revisited“.
Mietanreiz
Ein Zugeständnis an einen Mieter für Abschluss oder Verlängerung, etwa mietfreie Monate, Ausbau oder eine Einmalzahlung.
Mietausfallwagnis
Kalkulierter Abschlag für Mietausfälle durch Leerstand, Zahlungsrückstände und Kosten der Rechtsverfolgung.
Mieterselbstauskunft
Formular, in dem ein Mietinteressent Angaben zu Person, Einkommen und bisherigem Mietverhältnis macht.
Mietkaution
Sicherheit, die der Mieter dem Vermieter stellt. Sie gehört dem Mieter und geht beim Verkauf des Objekts auf den Käufer über.
Mietminderung
Kürzung der Miete kraft Gesetzes, solange ein Mangel die Tauglichkeit der Wohnung mindert.
Mietpreisbindung
Begrenzung der Miete für geförderten Wohnraum auf die in der Förderzusage festgelegte Höchstmiete.
Mietpreisbremse
Begrenzung der Miete bei Wiedervermietung in angespannten Wohnungsmärkten, die eine Landesverordnung bestimmt.
Mietspiegel
Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete einer Gemeinde, gegliedert nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage.
Mietverlustversicherung
Versicherung, die Mietausfälle ersetzt, wenn Räume nach einem versicherten Schaden nicht nutzbar sind.
Mietverwaltung
Die Betreuung vermieteter Wohnungen oder Häuser im Auftrag des Eigentümers, von der Miete bis zur Nebenkostenabrechnung.
Mikrolage
Kleinräumige Lage einer Immobilie: Grundstück, Nachbarschaft, Infrastruktur und Störfaktoren im direkten Umfeld.
Mikromanagement
Führungsstil, bei dem der Vorgesetzte in Einzelheiten der Arbeit seiner Mitarbeiter eingreift, statt Ergebnisse zu vereinbaren.
Minijob
Geringfügige Beschäftigung mit einem Verdienst bis zur gesetzlichen Grenze, 2026 durchschnittlich 603 Euro im Monat.
Minimum Viable Product
Die einfachste Fassung eines Angebots, mit der echte Kunden gewonnen werden, bevor alles fertig gebaut ist.
Mitarbeiterbeteiligung
Mitarbeiter beteiligen sich mit eigenem Kapital am Unternehmen, direkt oder über eine Beteiligungsgesellschaft.
Mitarbeiterbindung
Alle Maßnahmen und Umstände, die Mitarbeiter dazu bewegen, langfristig in einem Betrieb zu bleiben.
Mitarbeiterempfehlungsprogramm
Feste Regelung, nach der Mitarbeiter geeignete Bekannte für offene Stellen vorschlagen und dafür oft eine Prämie erhalten.
Mitdarlehensnehmer
Person, die einen Kreditvertrag mit unterschreibt und damit neben dem eigentlichen Kreditnehmer für die Rückzahlung haftet.
Miteigentumsanteil
Bruchteil am gemeinschaftlichen Eigentum, der mit jedem Wohnungseigentum verbunden ist.
Mithaftung
Eine weitere Person haftet neben dem Kreditnehmer für dasselbe Darlehen, etwa als Mitschuldner oder Bürge.
Mitläufereffekt
Denkfehler, bei dem eine Idee umso eher übernommen wird, je mehr Menschen sie schon übernommen haben.
Mittelverwendung
Aufstellung, wofür beantragtes oder eingeworbenes Kapital im Einzelnen eingesetzt wird.
Mnemotechnik
Merktechnik, die neue Angaben mit Bildern, Orten oder Mustern verknüpft, damit sie leichter im Gedächtnis bleiben.
Modernisierende Instandsetzung
Instandsetzung, bei der ein schadhaftes Bauteil durch eine technisch bessere, wirtschaftlich sinnvolle Lösung ersetzt wird.
Modernisierung
Bauliche Maßnahme, die Energie spart, den Gebrauchswert erhöht oder die Wohnverhältnisse dauerhaft verbessert.
Modernisierungsumlage
Mieterhöhung nach einer Modernisierung um einen Teil der aufgewendeten Kosten, begrenzt durch gesetzliche Obergrenzen.
Moralisches Glück
Denkfehler, bei dem eine Handlung nach ihrem Ausgang bewertet wird, obwohl dieser oft vom Zufall abhing.
Multiplikator
Person oder Einrichtung, die eine Botschaft an viele Menschen weitergibt, etwa Verbände, Kammern, Fachmedien oder Partner.
Multiplikatorverfahren
Vereinfachte Unternehmensbewertung: Ergebnis oder Umsatz mal einem branchenüblichen Faktor.
Multitasking
Versuch, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig zu erledigen, etwa telefonieren und Mails lesen.
Multivariater Test
Test, bei dem mehrere Elemente einer Seite gleichzeitig in verschiedenen Kombinationen geprüft werden.
Muskelhypothek
Umgangssprachlich für Arbeiten, die Bauherr, Familie oder Helfer selbst am Bau erbringen und die Bank als Eigenleistung anrechnet.
Mutmaßliche Einwilligung
Vermutetes Einverständnis eines Unternehmers mit einem Werbeanruf, weil das Angebot erkennbar zu seinem Geschäft passt.

N

Nachfassen (Follow-up)
Geplanter weiterer Kontakt nach Gespräch oder Angebot. Mit festem Termin, festem Anlass und klarer Zuständigkeit.
Nachfolgebörse
Plattform, auf der Inhaber eine Nachfolge suchen und Interessenten ein Unternehmen zur Übernahme finden, etwa nexxt-change.
Nachkalkulation
Der Vergleich der geplanten mit den tatsächlichen Kosten eines Auftrags nach seinem Abschluss oder im laufenden Betrieb.
Nachmieter
Mieter, der anstelle des bisherigen Mieters einzieht; meist wird dafür der alte Vertrag aufgehoben und ein neuer geschlossen.
Nachrangdarlehen
Darlehen, das im Ernstfall erst nach den übrigen Gläubigern bedient wird. Dafür verlangt der Geldgeber einen deutlich höheren Zins.
Nachschusspflicht
Pflicht der Eigentümer, zusätzliche Beträge an die Gemeinschaft zu zahlen, wenn Mittel fehlen oder einzelne Eigentümer ausfallen.
Nachtrag
Vergütungsforderung des Unternehmers für geänderte oder zusätzliche Leistungen, die der Bauvertrag nicht abdeckt.
Nachweismakler
Makler, der eine konkrete Vertragsgelegenheit benennt, sodass der Kunde selbst mit der Gegenseite verhandeln kann.
Naiver Realismus
Denkfehler, bei dem die eigene Wahrnehmung für die Wirklichkeit selbst gehalten wird und nicht für eine Deutung.
Naiver Zynismus
Denkfehler, bei dem andere für eigennütziger gehalten werden, als sie sind, man selbst aber für aufrichtig.
Nebenerwerb
Selbstständige Tätigkeit, die neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübt wird und nicht das Haupteinkommen bildet.
Nebenkostenabrechnung
Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten gegenüber Mietern oder Eigentümern. Sie ist ein häufiger Anlass für Streit.
Negatives Schuldanerkenntnis
Vertrag, in dem ein Gläubiger anerkennt, dass ihm keine Forderung zusteht; geregelt in § 397 Abs. 2 BGB.
Negativitätsverzerrung
Neigung, negative Eindrücke wie Kritik stärker zu gewichten und länger zu behalten als gleich starke positive Eindrücke.
Neil Rackham
Britischer Verkaufsforscher, Gründer von Huthwaite und Autor von „SPIN Selling“.
Net Promoter Score
Kennzahl zur Weiterempfehlung. Kunden beantworten auf einer Skala von 0 bis 10, wie wahrscheinlich sie Sie empfehlen.
Nettokaltmiete
Miete für die reine Überlassung der Räume, ohne Betriebskosten und ohne Heizkosten.
Network Marketing
Vertriebsform, bei der selbständige Partner Produkte verkaufen und zusätzlich am Umsatz angeworbener Partner beteiligt werden.
Netzwerken
Gezieltes Knüpfen und Pflegen beruflicher Kontakte, etwa auf Veranstaltungen, um Wissen, Empfehlungen und Aufträge zu gewinnen.
Newsletter
Regelmäßige Nachricht per E-Mail an einen Verteiler von Kunden und Interessenten, die sich dafür angemeldet haben.
Nichtöffentlichkeit
Grundsatz, nach dem an der Eigentümerversammlung nur Eigentümer und ihre Vertreter teilnehmen dürfen.
Nicolas Cole
Autor und Ghostwriter, früher meistgelesener Autor auf Quora, Mitgründer der Schreibschule Ship 30 for 30.
Niederschrift
Protokoll der Eigentümerversammlung, das mindestens die gefassten Beschlüsse festhält.
Nießbrauch
Das Recht, eine fremde Sache zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, etwa die Mieten einer Immobilie.
No-Reply-Adresse
E-Mail-Absenderadresse, an die keine Antwort möglich ist oder deren Eingang niemand liest.
Nominalstil
Schreibweise mit vielen Hauptwörtern statt Tätigkeitswörtern. Sie wirkt amtlich und macht Texte schwer lesbar.
Nonverbale Kommunikation
Verständigung ohne Worte, etwa über Mimik, Blick, Gestik, Haltung und Stimme.
Normalherstellungskosten
Bundesweite Durchschnittskosten je Quadratmeter Bruttogrundfläche für die Herstellung eines Gebäudes, kurz NHK.
Notaranderkonto
Treuhandkonto des Notars, über das der Kaufpreis bis zur Erfüllung aller Bedingungen abgewickelt wird.
Notarielle Beurkundung
Gesetzlich vorgeschriebene Form für bestimmte Verträge, etwa Grundstückskäufe und die Abtretung von GmbH-Anteilen.
Notfallplan
Schriftliche Übersicht, wer im Notfall was tut und wen informiert. Sie hält die wichtigsten Kontakte und ersten Schritte fest.
Null-Risiko-Verzerrung
Ein kleines Risiko ganz zu beseitigen wird vorgezogen, statt ein großes deutlich zu senken.
Nutzenargumentation
Argumentation, die nicht Merkmale des Anbieters beschreibt, sondern den Zustand des Kunden nach dem Kauf.
Nutzenversprechen
Kurze Aussage darüber, welches Problem ein Angebot für den Kunden löst und was danach besser ist.
Nutzungsänderung
Änderung der Nutzung einer baulichen Anlage, etwa vom Büro zur Wohnung. Sie ist meist genehmigungspflichtig.
Nutzungsentschädigung
Entschädigung, die der Mieter schuldet, solange er die Wohnung nach Vertragsende vorenthält.
Nutzungsrecht
Recht, ein urheberrechtlich geschütztes Werk zu nutzen. Das Urheberrecht selbst ist in Deutschland nicht übertragbar.

O

Obhutspflicht
Pflicht des Mieters, die Mietsache pfleglich zu behandeln, zu lüften, zu heizen und Schäden zu vermeiden.
Objektbegehung
Gemeinsamer Rundgang durch eine Immobilie, um Zustand, Mängel und Handlungsbedarf festzustellen.
Objektbuchhaltung
Buchführung, die alle Zahlungsströme eines einzelnen Objekts erfasst und auswertet.
Objektgesellschaft
Eigene Gesellschaft, die eine einzelne Immobilie oder ein Portfolio hält und finanziert. Englisch: Special Purpose Vehicle.
Objektmanagement
Laufende kaufmännische und technische Betreuung einzelner Immobilien innerhalb einer Verwaltung.
Objektprinzip
Stimmprinzip, bei dem jeder Eigentümer so viele Stimmen hat, wie ihm Wohnungs- oder Teileigentumseinheiten gehören.
Obliegenheit
Verhaltenspflicht des Versicherungsnehmers, etwa Schadenanzeige oder Schadenminderung; bei Verstoß droht Leistungskürzung.
Offene Fragen
Fragen, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Sie bringen Ihr Gegenüber zum Erzählen.
Offene-Posten-Liste
Eine Aufstellung aller noch nicht bezahlten Rechnungen eines Betriebs, getrennt nach Forderungen und Verbindlichkeiten.
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
Sachverständiger, dessen besondere Sachkunde eine Kammer geprüft hat und den sie öffentlich bestellt und vereidigt hat.
Öffentliche Beglaubigung
Bestätigung eines Notars, dass eine Unterschrift echt ist und von der genannten Person stammt; den Inhalt prüft er nicht.
Öffentlicher Glaube
Schutz des Erwerbers: Der Inhalt des Grundbuchs gilt für ihn als richtig, solange er die Unrichtigkeit nicht kennt.
Öffentlichkeitsarbeit (PR)
Planvolle Pflege der Beziehungen eines Betriebs zur Öffentlichkeit, vor allem zu Presse, Rundfunk und Fachmedien. Englisch Public Relations.
Öffnungsklausel
Regel in Gesetz oder Gemeinschaftsordnung, die Mehrheitsbeschlüsse dort erlaubt, wo sonst eine Vereinbarung nötig wäre.
Öffnungsrate
Anteil der Empfänger, die eine versandte E-Mail öffnen. Sie zeigt, wie stark Absender und Betreff Interesse wecken.
Ökokonto
Vorrat an Ausgleichsflächen oder vorgezogenen Naturschutzmaßnahmen, der später für Eingriffe abgebucht wird.
Opportunitätskosten
Entgangener Nutzen der besten Alternative, auf die Sie mit einer Entscheidung verzichten.
Optimismusverzerrung
Denkfehler, bei dem gute Ausgänge für die eigene Person überschätzt und schlechte unterschätzt werden.
Option zur Umsatzsteuer
Verzicht des Vermieters oder Verkäufers auf die Steuerbefreiung, um die Vorsteuer abziehen zu können.
Optionsrecht
Einseitiges Recht des Mieters, den Mietvertrag durch Erklärung um einen festgelegten Zeitraum zu verlängern.
Ordnungsmäßige Verwaltung
Verwaltung, die dem Interesse aller Eigentümer nach billigem Ermessen entspricht; jeder Eigentümer kann sie verlangen.
Organigramm
Grafische Darstellung der Aufbauorganisation mit Stellen, Abteilungen und Weisungswegen.
Organisationshandbuch
Sammlung aller schriftlichen Regeln zur Organisation eines Unternehmens, von der Stellenbeschreibung bis zum Ablauf.
Organische Reichweite
Zahl der Menschen, die einen Beitrag in sozialen Medien sehen, ohne dass für seine Verbreitung bezahlt wurde.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Miete, die in der Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum gezahlt wird. Bis zu ihr darf ein Vermieter die Bestandsmiete erhöhen (§ 558 BGB).
Outsourcing
Auslagerung von Aufgaben an externe Dienstleister, etwa Buchhaltung, IT oder Assistenz. Die Verantwortung bleibt im Haus.
Overlay-Fenster
Fenster, das sich über einer Webseite öffnet, ohne sie zu verlassen. Auch Lightbox oder Modal genannt.
Ovsiankina-Effekt
Die Neigung, eine unterbrochene Aufgabe wieder aufzunehmen. Unerledigtes zieht Aufmerksamkeit auf sich.

P

Pacht
Vertrag, der neben dem Gebrauch auch die Erträge einer Sache oder eines Betriebs überlässt.
Pareto-Prinzip
Die Beobachtung, dass ein kleiner Teil der Ursachen einen großen Teil der Wirkung erzeugt, oft als 80-20-Regel bezeichnet.
Parkinsons Gesetz der Trivialität
Gremien verwenden auf Nebensachen viel Zeit und auf schwierige Fragen wenig. Englisch Bike-Shedding.
Parkinsonsches Gesetz
Beobachtung von C. Northcote Parkinson: Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
Partizipative Führung
Führungsstil, bei dem Mitarbeiter vor Entscheidungen gehört und an der Planung beteiligt werden.
Passive Akquisition
Auftragsgewinnung, bei der sich der Eigentümer von sich aus an den Makler wendet, etwa auf Empfehlung oder wegen seines Rufs.
Passiver Bewerbermarkt
Fachkräfte, die eine feste Stelle haben und nicht aktiv suchen, aber für ein passendes Angebot offen wären.
Pattsituation
Eine Lage, in der zwei gleich starke Seiten sich gegenseitig blockieren und keine Mehrheit zustande kommt.
Pauschalvertrag
Bauvertrag mit festem Gesamtpreis für eine genau beschriebene Leistung.
Pensionszusage
Zusage eines Unternehmens, einem Mitarbeiter oder Geschäftsführer später eine Betriebsrente zu zahlen.
Perfektionismus
Anspruch, eine Arbeit erst abzugeben, wenn sie fehlerfrei und makellos ist. Im Betrieb führt er oft zu Verzögerung statt zu Qualität.
Permission-Marketing
Werbung mit ausdrücklicher Erlaubnis des Empfängers. Der Leser entscheidet selbst, ob und worüber er Nachrichten erhält.
Personalbedarfsplanung
Ermittlung, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation ein Unternehmen wann braucht.
Personalberater
Dienstleister, der im Auftrag eines Unternehmens Kandidaten sucht, anspricht und vorauswählt. Umgangssprachlich Headhunter.
Personalentwicklung
Alle Maßnahmen, mit denen ein Betrieb Wissen, Können und Weg seiner Mitarbeiter planvoll fördert.
Personenbezogene Daten
Alle Angaben, die sich einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen lassen, etwa Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.
Pessimismusverzerrung
Denkfehler, bei dem die Wahrscheinlichkeit schlechter Ausgänge überschätzt wird. Englisch Pessimism Bias.
Pfandbrief
Gedeckte Schuldverschreibung von Banken, die durch erstrangige Grundpfandrechte gesichert ist.
Pilotprojekt
Ein begrenzter Versuch, mit dem eine Neuerung zuerst im Kleinen erprobt wird.
Placebo-Effekt
Die Erwartung einer Wirkung erzeugt eine tatsächliche, wenn auch begrenzte Wirkung, ohne dass ein Wirkstoff vorliegt.
Planungsannahme
Vermutung, auf der eine Zahl im Plan beruht, etwa die erwartete Zahl neuer Kunden. Sie sollte benannt und geprüft werden.
Planungsfehlschluss
Denkfehler, bei dem Menschen den Zeit- und Kostenaufwand eigener Vorhaben systematisch zu niedrig einschätzen.
Plausibilitätsbeurteilung
Erstellung eines Jahresabschlusses, bei der der Steuerberater die Unterlagen zusätzlich auf Plausibilität beurteilt.
Politisch exponierte Person
Person mit wichtigem öffentlichem Amt; für Geschäfte mit ihr gelten nach dem Geldwäschegesetz verstärkte Sorgfaltspflichten.
Portfolioanalyse
Methode, die Objekte nach Markt und Wettbewerbsposition ordnet und daraus Strategien ableitet.
Positionierung
Die bewusste Festlegung, wofür ein Betrieb im Markt steht und für wen er arbeitet. Sie macht ihn unterscheidbar.
Post-Merger-Integration
Zusammenführung von Menschen, Abläufen und Systemen nach einem Unternehmenskauf. Kurz PMI.
Postproduktion
Nachbearbeitung von Film- oder Tonaufnahmen nach dem Dreh: Auswahl, Schnitt, Farb- und Tonkorrektur, Ausgabe der Formate.
Potentialausgleich
Elektrische Verbindung aller metallischen Leitungen und Bauteile, die Personen vor gefährlichen Fehlerspannungen schützt.
Preboarding
Die Zeit zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag, in der der Betrieb Kontakt hält und den Start vorbereitet.
Preisangabenverordnung
Verordnung, nach der Unternehmer gegenüber Verbrauchern Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer angeben müssen.
Preisanpassung
Änderung eines bestehenden Preises oder Honorars, meist als Erhöhung wegen gestiegener Kosten oder gewachsener Leistung.
Preisbündelung
Angebot mehrerer Leistungen oder Produkte als Paket zu einem gemeinsamen Gesamtpreis.
Preiskäufer
Kunde, der allein nach dem niedrigsten Preis entscheidet. Leistung, Sicherheit und Betreuung spielen für ihn kaum eine Rolle.
Preisnachlass
Minderung des angebotenen Preises, etwa als Rabatt. Bei laufenden Leistungen wirkt er meist auf jede weitere Rechnung.
Preissignal
Die Aussage, die ein Preis über die Qualität einer Leistung macht, wenn der Kunde diese vorher nicht beurteilen kann.
Preisspiegel
Tabellarische Gegenüberstellung der Einzelpreise mehrerer Angebote für dieselbe Leistung.
Preisspirale
Kreislauf, in dem zu tiefe Preise die Qualität senken und dadurch noch tiefere Preise erzwingen.
Preisverhandlung
Das Gespräch, in dem Anbieter und Kunde den Preis einer Leistung festlegen. Es beginnt lange vor der ersten Zahl.
Premiumangebot
Höherwertige Stufe eines Angebots mit mehr Betreuung oder Leistung zu einem klar höheren Preis, neben dem Grundangebot.
Premortem
Sitzungsform, in der ein Team annimmt, das Vorhaben sei bereits gescheitert, und die Gründe aufschreibt.
Pressemitteilung
Kurze, sachliche Nachricht eines Betriebs an Redaktionen über einen Anlass, den diese aufgreifen können.
Primäreffekt
Gedächtniseffekt: Informationen, die zuerst kommen, prägen den Gesamteindruck stärker und werden oft besser behalten.
Primärenergiebedarf
Energiebedarf eines Gebäudes einschließlich Gewinnung, Umwandlung und Transport der Energieträger.
Primärforschung
Marktforschung mit eigens erhobenen Daten, etwa durch Befragung, Beobachtung oder Test.
Priorisierung
Die Festlegung, welche Aufgabe zuerst erledigt wird. Maßstab ist die Wichtigkeit, nicht die Lautstärke.
Privateinlage
Geld oder Sachwerte, die ein Inhaber aus seinem Privatvermögen in den Betrieb einbringt. Sie ist keine Betriebseinnahme.
Privatentnahme
Geld oder Sachwerte, die ein Inhaber für private Zwecke aus seinem Betrieb nimmt. Sie ist keine Betriebsausgabe.
Privates Veräußerungsgeschäft
Verkauf einer Immobilie aus dem Privatvermögen binnen zehn Jahren nach Kauf; der Gewinn ist dann einkommensteuerpflichtig.
Privatplatzierung
Kapital wird bei einem begrenzten Kreis ausgewählter Geldgeber eingesammelt, nicht über Börse oder öffentliches Angebot.
Privilegierte bauliche Veränderung
Bauliche Veränderung, die jeder Eigentümer verlangen kann, etwa Ladestation, Barriereabbau, Einbruchschutz oder Glasfaser.
Probezeit
Vereinbarte Anfangszeit eines Arbeitsverhältnisses von höchstens sechs Monaten mit verkürzter Kündigungsfrist von zwei Wochen.
Projekthandbuch
Verbindliches Regelwerk eines Projekts mit Zielen, Organisation, Zuständigkeiten, Terminen, Budget und Abläufen.
Projektsteuerung
Übernahme delegierbarer Bauherrenaufgaben: Koordination der Planer und Kontrolle von Kosten, Terminen und Qualität.
Prokrastination
Das Aufschieben wichtiger oder unangenehmer Aufgaben, oft verdeckt durch scheinbar nützliche Beschäftigung.
Prokura
Weitreichende handelsrechtliche Vollmacht, die ein Kaufmann erteilt. Sie wird im Handelsregister eingetragen.
Prolongation
Verlängerung eines Darlehens bei der bisherigen Bank nach Ablauf der Zinsbindung mit einer neuen Zinsvereinbarung.
Prozessbeschreibung
Schriftliche Darstellung eines Arbeitsablaufs, Schritt für Schritt, mit Zuständigkeit und Ergebnis.
Psychologische Sicherheit
Gemeinsame Überzeugung im Team, dass Fragen, Vorschläge und Fehlermeldungen keine Bloßstellung oder Strafe nach sich ziehen.
Pufferzeit
Bewusst unverplante Zeit im Tages- oder Wochenplan, die Verspätungen und Störungen auffängt, bevor sie weitere Termine verschieben.
Push-Benachrichtigung
Hinweis, den ein Programm oder eine App von selbst auf Bildschirm oder Telefon anzeigt, etwa bei einer neuen E-Mail.

Q

Qualifizierter Alleinauftrag
Alleinauftrag, der den Eigentümer zusätzlich verpflichtet, alle Interessenten an den Makler zu verweisen.
Qualitätsfaktor
Bewertung von Google Ads je Suchbegriff auf einer Skala von 1 bis 10. Sie beeinflusst Anzeigenposition und Klickpreis.
Quartalsziel
Ein einziges, klar beschriebenes Ergebnis, das ein Betrieb oder eine Person bis zum Ende eines Quartals erreichen will.

R

Rampenlicht-Effekt
Denkfehler, bei dem man überschätzt, wie sehr andere das eigene Aussehen und Verhalten beachten.
Rangklasse
Gesetzliche Stufe, nach der das Gericht den Erlös einer Zwangsversteigerung an die Gläubiger verteilt.
Rangrücktritt
Nachträgliche Änderung der Rangfolge, bei der ein Recht im Grundbuch hinter ein anderes Recht zurücktritt.
Rangstelle
Reihenfolge der Rechte im Grundbuch. Die erste Stelle wird im Ernstfall zuerst bedient.
Rangvorbehalt
Vorbehalt des Eigentümers, ein späteres Recht vor einem schon eingetragenen Recht einzutragen.
Ratchet
Vereinbarung, nach der ein Beteiligungsanteil stufenweise wächst, sobald vorher festgelegte Kennzahlen erreicht sind.
Rationalisierung (Psychologie)
Nachträgliche, vernünftig klingende Begründung für ein Verhalten, dessen eigentlicher Grund ein anderer ist.
Räumungsfrist
Vom Gericht gewährte Frist, vor deren Ablauf aus einem Räumungstitel nicht vollstreckt werden darf.
Räumungsklage
Klage des Vermieters auf Herausgabe der Wohnung, wenn der Mieter nach Vertragsende nicht auszieht.
Reaktanz
Abwehr gegen eingeschränkte Freiheit: Wer sich bevormundet fühlt, tut oft das Gegenteil des Verlangten.
Reaktionszeit
Die zugesagte Frist, innerhalb der ein Unternehmen auf Anfragen von Kunden antwortet.
Reallast
Belastung eines Grundstücks, aus der wiederkehrende Leistungen an einen Berechtigten zu erbringen sind.
Recency-Effekt
Wahrnehmungseffekt: Zuletzt aufgenommene Informationen bleiben besonders gut im Gedächtnis und prägen den Gesamteindruck.
Rechtsdienstleistung
Tätigkeit in einer konkreten fremden Angelegenheit, die eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert.
Rechtsschutzversicherung
Versicherung, die Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten eines Rechtsstreits übernimmt; sie zahlt keinen Schaden.
Recruiting-as-a-Service
Personalgewinnung als Dauerleistung: Ein Dienstleister sucht laufend für feste Stellenprofile, meist zu einem festen Monatspreis.
Redaktionsplan
Liste der geplanten Texte und Beiträge mit Thema und Termin. Sie legt fest, was wann erscheint.
Redeeinstieg
Der erste Satz oder die ersten Sätze einer Rede, die über die Aufmerksamkeit des Publikums entscheiden.
Referenzauskunft
Auskunft eines früheren Arbeitgebers oder Auftraggebers über einen Bewerber, meist in einem kurzen Telefonat.
Refinanzierung
Ablösung einer bestehenden Finanzierung durch ein neues Darlehen, oft zu anderen Bedingungen oder höherem Betrag.
Reframing
Ein Problem in einer anderen Fassung formulieren, damit neue Lösungswege sichtbar werden.
Reinertrag
Jährlicher Rohertrag eines Grundstücks abzüglich der Bewirtschaftungskosten.
Relevant Set
Die kleine Auswahl von Anbietern, die ein Kunde bei einer Kaufentscheidung tatsächlich in Betracht zieht.
Rentenbarwert
Heutiger Wert einer Reihe gleich hoher, regelmäßiger Zahlungen bei einem bestimmten Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit.
Rentenendwert
Wert, den regelmäßige gleich hohe Zahlungen samt Zinsen und Zinseszinsen am Ende der Laufzeit erreichen.
Repräsentant
Person, deren Wissen und Verhalten sich der Versicherungsnehmer wie eigenes zurechnen lassen muss, etwa ein Hausverwalter.
Reputation
Der Ruf eines Unternehmens oder einer Person: das Bild, das andere sich aus Erfahrungen und Erzählungen machen.
Residualwertverfahren
Verfahren, das den tragfähigen Grundstückspreis aus dem Verkaufserlös abzüglich aller Kosten und des Gewinns ermittelt.
Restlaufzeit
Zeit bis zum vereinbarten Ende eines Vertrags, etwa eines Mietvertrags oder eines Darlehens.
Restnutzungsdauer
Jahre, in denen ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung noch wirtschaftlich nutzbar ist.
Restrukturierung
Umbau eines Unternehmens, um Altlasten abzubauen und die Ertragskraft wiederherzustellen, etwa durch Straffung von Standorten oder Leistungen.
Restschuld
Betrag eines Darlehens, der zu einem Stichtag, etwa am Ende der Zinsbindung, noch nicht getilgt ist.
Restschuldversicherung
Versicherung, die bei Tod und je nach Vertrag bei Berufsunfähigkeit die offene Darlehensschuld ablöst.
Retargeting (Wiederansprache)
Erneute Ansprache von Menschen, die eine Webseite, einen Beitrag oder eine Anzeige bereits gesehen haben.
Return on Investment (ROI)
Kennzahl für die Rendite auf eingesetztes Kapital: Überschuss im Verhältnis zum Einsatz, meist in Prozent.
Reziprozität
Die menschliche Neigung, eine erhaltene Leistung zu erwidern. Sie wirkt nur, wenn die Gabe echt ist.
Rhetorik
Die Kunst, wirkungsvoll zu sprechen und zu überzeugen. Dazu gehören Aufbau, Sprache, Stimme und Auftreten.
Richard Lindner
Mitgründer und langjähriger Präsident von DigitalMarketer, Fachmann für E-Mail-Kampagnen und Unternehmensführung.
Richard Moore
Früher zehn Jahre im Vertrieb der Londoner Finanzbranche, heute Trainer für Kundengewinnung über LinkedIn.
Risikoaufschlag
Teil des Kreditzinses, mit dem ein Geldgeber das erwartete Ausfallrisiko eines Kreditnehmers abdeckt.
Risikoaversion
Neigung, bei unsicheren Entscheidungen die sicherere Wahl vorzuziehen, auch wenn sie mehr kostet.
Risikolebensversicherung
Versicherung, die beim Tod der versicherten Person eine vereinbarte Summe auszahlt.
Risikoumkehr
Der Anbieter übernimmt freiwillig einen Teil des Kaufrisikos. Etwa durch Garantie, Ausstiegsrecht oder Erfolgshonorar.
Robert Cialdini
Emeritierter Professor für Psychologie und Marketing an der Arizona State University, Autor von „Influence“.
Rohertrag
Umsatz abzüglich der direkt zurechenbaren Kosten, etwa Material oder Wareneinsatz. Er zeigt, ob die Leistung selbst trägt.
Rollenkonflikt
Eine Person soll zwei Rollen erfüllen, deren Erwartungen sich widersprechen, etwa Vertrauter und Beurteiler zugleich.
Rollenspiel
Übungsform, in der ein Gespräch mit verteilten Rollen nachgestellt wird, etwa ein Verkaufs- oder Erstgespräch.
Rückbelastung
Rückbuchung einer Kartenzahlung, etwa nach einer Reklamation des Karteninhabers. Englisch: Chargeback.
Rücklaufquote
Anteil der Empfänger, die auf eine Werbeaktion reagieren, etwa mit Anruf, Antwort oder Anfrage.
Rückstau
Rückfluss von Abwasser aus dem überlasteten Kanal in tief liegende Abläufe eines Gebäudes.
Rückstellung
Passivposten für Verpflichtungen, deren Höhe oder Zeitpunkt noch unsicher ist. Ihre Auflösung erhöht den Gewinn.
Rücktritt
Einseitige Erklärung, mit der sich eine Vertragspartei aufgrund eines gesetzlichen oder vereinbarten Rechts vom Vertrag löst.
Rückwärtsplanung
Planung, die beim gewünschten Ziel beginnt und von dort die nötigen Schritte und Termine bis heute ableitet.
Rumination (Grübeln)
Wiederholtes Kreisen der Gedanken um ein Problem oder Erlebnis, ohne dass dabei eine Lösung entsteht.
Russell Brunson
Mitgründer der Software ClickFunnels für Verkaufsstrecken, Autor von „DotCom Secrets“ und „Expert Secrets“.
Rüstzeit
Die Zeit, die nötig ist, um von einer Tätigkeit auf eine andere umzustellen, bevor die eigentliche Arbeit beginnt.
Ryan Deiss
Gründer von DigitalMarketer und The Scalable Company, Autor von „Digital Marketing For Dummies“ und „Get Scalable“.
Ryan Serhant
Immobilienmakler in New York, Gründer des Maklerhauses SERHANT. und Autor von „Sell It Like Serhant“.

S

Sacheinlage
Einlage in eine Gesellschaft, die nicht in Geld, sondern in Vermögensgegenständen erbracht wird.
Sachwertfaktor
Faktor des Gutachterausschusses, der den vorläufigen Sachwert an das Preisniveau des Marktes anpasst.
Sachwertverfahren
Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Bodenwert und den nach Alter geminderten Herstellungskosten ermittelt.
Saisonalität
Wiederkehrende Schwankung von Nachfrage oder Bedarf im Jahreslauf, etwa vor der Heizperiode oder zum Jahresabschluss.
Sale-and-Lease-Back
Ein Vermögensgegenstand wird verkauft und sofort zurückgemietet oder geleast. Das bringt Liquidität, die Nutzung bleibt.
Sanierungsgebiet
Von der Gemeinde förmlich festgelegtes Gebiet, in dem sie städtebauliche Missstände beheben will.
Sanierungsstau
Angesammelte, über Jahre aufgeschobene Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an einem Gebäude.
Scheinselbständigkeit
Jemand tritt als Selbständiger auf, arbeitet tatsächlich aber wie ein Arbeitnehmer. Maßgeblich ist die gelebte Zusammenarbeit.
Scheinselbstständigkeit
Formal freie Mitarbeit, die tatsächlich ein Arbeitsverhältnis ist, mit Folgen für Sozialabgaben und Lohnsteuer.
Schlussrate
Große letzte Zahlung am Ende einer Laufzeit, nach kleineren laufenden Raten. Auch Ballonrate genannt.
Schonfrist
Frist von zwei Monaten nach Zustellung der Räumungsklage, in der der Mieter die Kündigung durch Zahlung unwirksam machen kann.
Schönheitsreparaturen
Malerarbeiten in der Wohnung: Tapezieren, Streichen von Wänden, Decken, Heizkörpern, Innentüren und Fenstern innen.
SCHUFA
Private Auskunftei, die Daten zum Zahlungsverhalten von Verbrauchern sammelt und an Kreditgeber übermittelt.
Schuldendienstdeckungsgrad
Verhältnis von verfügbarem Ergebnis zu Zins und Tilgung. Englisch Debt Service Coverage Ratio (DSCR).
Schuldnerverzeichnis
Amtliches Verzeichnis beim zentralen Vollstreckungsgericht über Schuldner mit Zahlungsproblemen.
Schuldschein
Schriftliche Urkunde, in der ein Schuldner eine Zahlungspflicht über einen Betrag und einen Termin bestätigt.
Schuldübernahme
Der Käufer übernimmt bestehende Verbindlichkeiten des Verkäufers. Sie ersetzen einen Teil des Kaufpreises.
Schwebende Unwirksamkeit
Zustand eines Vertrags, der erst mit einer noch ausstehenden Zustimmung wirksam wird oder bei Verweigerung endgültig scheitert.
Schwimmender Estrich
Estrich, der auf einer Dämmschicht liegt und von Decke und Wänden getrennt ist; er verbessert Tritt- und Luftschallschutz.
Seitentitel (Title)
Titel einer Internetseite, der im Browser-Reiter und meist als Überschrift in den Suchergebnissen erscheint.
Sekundärforschung
Marktforschung mit bereits vorhandenen Daten, etwa Statistiken, Verbandsberichten oder eigenen Umsatzzahlen.
Selbstauskunft
Schriftliche Angaben eines Antragstellers zu Einkommen, Ausgaben, Vermögen und Verpflichtungen.
Selbstbehalt
Vertraglich festgelegter Teil eines Schadens, den der Versicherungsnehmer selbst trägt.
Selbstbild
Die Vorstellung, die ein Mensch von sich und seiner Leistung hat – im Verkauf hörbar daran, wie er seinen Preis nennt.
Selbsterfüllende Prophezeiung
Eine Erwartung, die das eigene Verhalten so verändert, dass sie am Ende eintritt.
Selbstfürsorge
Der bewusste Umgang mit den eigenen Kräften: Erholung, Pausen und Grenzen, damit Sie dauerhaft leistungsfähig bleiben.
Selbstgespräch
Die Sätze, die ein Mensch innerlich über sich und seine Lage sagt. Sie prägen Haltung und Verhalten.
Selbstreflexion
Bewusstes Nachdenken über das eigene Handeln, Denken und Fühlen, um daraus für künftige Entscheidungen zu lernen.
Selbstsabotage
Verhalten, mit dem jemand eigene Ziele unbewusst untergräbt, etwa durch Aufschieben oder halbe Anstrengung.
Selbstverlag
Veröffentlichung eines Buches durch den Autor selbst, ohne klassischen Verlag. Der Autor trägt Kosten und Rechte.
Selbstwertdienliche Verzerrung
Denkfehler, bei dem Erfolge der eigenen Leistung und Misserfolge den Umständen zugeschrieben werden.
Selbstwirksamkeit
Überzeugung, eine Aufgabe aus eigener Kraft bewältigen zu können. Der Begriff geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück.
Selbstzuschreibung
Eine Eigenschaft, die sich ein Mensch selbst zuschreibt und für eine feste Tatsache über seine Person hält.
Selektive Wahrnehmung
Menschen nehmen bevorzugt wahr, worauf ihre Erfahrung und Aufmerksamkeit ausgerichtet sind. Anderes wird übersehen.
Seller's Discretionary Earnings (SDE)
Gewinn vor Unternehmerlohn: das, was ein Inhaber tatsächlich aus seinem Betrieb zieht. Üblich bei kleinen Firmen in den USA.
Seth Godin
Amerikanischer Marketingautor; seine 20 Bestseller erschienen in fast 40 Sprachen.
Setzung
Absinken eines Gebäudes, weil der Baugrund unter der Last nachgibt; ungleichmäßige Setzungen verursachen Risse.
Share Deal und Asset Deal
Beim Share Deal kaufen Sie Anteile an der Gesellschaft, beim Asset Deal einzelne Gegenstände des Betriebs.
Share of Wallet (Lieferanteil)
Anteil, den ein Anbieter an den gesamten Ausgaben eines Kunden für eine bestimmte Leistung erhält.
Sicherungsabrede
Vertrag zwischen Sicherungsgeber und Bank, der die Grundschuld mit dem gesicherten Darlehen verknüpft.
Sicherungshypothek
Im Grundbuch eingetragene Hypothek, mit der ein Gläubiger eine titulierte Forderung ab 750 Euro am Grundstück des Schuldners sichert.
Sicherungsübereignung
Der Schuldner überträgt das Eigentum an einer Sache als Sicherheit an den Kreditgeber, nutzt sie aber weiter.
Sichtbarer Bereich (Above the Fold)
Teil einer Webseite, den der Besucher ohne Scrollen sieht. Seine Größe hängt vom Gerät ab und ist am Telefon klein.
Skaleneffekt
Sinkende Stückkosten bei steigender Menge, weil sich feste Kosten auf mehr Einheiten verteilen.
Skalierung
Steigerung des Ergebnisses, ohne dass Aufwand und Kosten im gleichen Maß mitwachsen.
Skonto
Ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist, zum Beispiel zwei Prozent bei Zahlung in zehn Tagen.
SMART-Ziele
Regel für prüfbare Ziele: spezifisch, messbar, attraktiv oder erreichbar, realistisch und terminiert.
Social Proof (soziale Bewährtheit)
Menschen orientieren sich an Erfahrungen anderer. Referenzen und Kundenstimmen nutzen diesen Effekt, um Vertrauen aufzubauen.
Social Recruiting
Personalsuche über soziale Netzwerke, etwa mit gezielten Anzeigen oder Beiträgen für eine ausgewählte Berufsgruppe.
Soft Skills
Überfachliche Fähigkeiten wie Gesprächsführung, Konfliktfähigkeit oder klares Schreiben. Sie lassen sich üben.
Soll-Ist-Vergleich
Gegenüberstellung von geplantem Wert und tatsächlichem Wert einer Kennzahl. Die Differenz zeigt den Handlungsbedarf.
Sollstellung
Buchung der geschuldeten Beträge, etwa Mieten oder Hausgeld, vor ihrem Zahlungseingang.
Sollzins
Vereinbarter Jahreszinssatz auf den Darlehensbetrag, früher Nominalzins genannt, ohne Nebenkosten und Zahlungsweise.
Sonderdruck
Gesonderter Nachdruck eines erschienenen Artikels, meist vom Verlag lizenziert, zur Weitergabe an Kunden und Interessenten.
Sondereigentum
Alleineigentum an einer Wohnung oder an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, in einer Eigentumsanlage.
Sondernutzungsrecht
Recht eines Eigentümers, einen Teil des Gemeinschaftseigentums allein zu nutzen, etwa Garten oder Stellplatz.
Sonderrechtsnachfolger
Person, die ein Wohnungseigentum durch Kauf, Schenkung oder Zuschlag erwirbt, im Unterschied zum Erben.
Sondertilgung
Zusätzliche Rückzahlung über die vereinbarte Rate hinaus, die die Restschuld ohne Entschädigung senkt.
Sonderumlage
Zusätzliche Zahlung, die eine Eigentümergemeinschaft beschließt, wenn Rücklage und Hausgeld eine Ausgabe nicht decken.
Sondervergütung
Gesondert vereinbartes Entgelt des Verwalters für Leistungen außerhalb der Grundleistung.
Soziale Wohnraumförderung
Staatliche Förderung von Bau, Modernisierung und Erwerb von Wohnraum für Haushalte mit Zugangsproblemen am Markt.
Sozialer Vergleich
Bewertung der eigenen Lage und Leistung im Vergleich mit anderen Menschen. Beschrieben vom Psychologen Leon Festinger.
Sozialklausel
Recht des Mieters, einer ordentlichen Kündigung wegen unzumutbarer Härte zu widersprechen.
Spätindikator
Kennzahl, die ein bereits eingetretenes Ergebnis zeigt, etwa Umsatz. Englisch Lagging Indicator.
Spezialimmobilie
Immobilie, die nur für eine bestimmte Nutzung geplant ist, etwa Klinik, Hotel oder Seniorenheim.
Spielerfehlschluss
Unabhängige Zufallsereignisse werden behandelt, als müssten sie sich ausgleichen. Nach einer Serie scheint das Gegenteil fällig.
Sponsoring
Förderung von Vereinen, Veranstaltungen oder Projekten mit Geld oder Sachmitteln gegen sichtbare Nennung des Unternehmens.
Stabsstelle
Stelle ohne Weisungsrecht, die die Leitung berät und Entscheidungen vorbereitet.
Städtebaulicher Vertrag
Vertrag zwischen Gemeinde und Privatem über Planung, Erschließung oder Folgekosten eines Vorhabens.
Staffelmiete
Vereinbarung fester Mieterhöhungen zu bestimmten Zeitpunkten, schriftlich und als Eurobetrag festgelegt.
Stakeholder-Analyse
Übersicht aller Personen und Gruppen, die eine Entscheidung betrifft oder beeinflusst, mit ihren Interessen und ihrem Einfluss.
Stammkapital
Das im Gesellschaftsvertrag festgelegte Kapital einer GmbH. Es dient den Gläubigern als Haftungsgrundlage.
Standortanalyse
Prüfung, ob ein Ort für einen Betrieb trägt – nach Kunden, Wegen, Wettbewerb und Kosten.
Status-quo-Bias
Die Neigung, den bestehenden Zustand vorzuziehen, auch wenn eine Änderung besser wäre.
Statusbericht
Kurze, regelmäßige Meldung über den Stand laufender Vorgänge: was erledigt ist, was offen ist und welche Fristen anstehen.
Stellenbeschreibung
Schriftliche Festlegung, wofür eine Stelle zuständig ist und woran gute Arbeit erkennbar wird.
Stereotypisierung
Einer Person werden Eigenschaften ihrer Gruppe zugeschrieben, ohne dass Informationen über die Person vorliegen.
Stevan Koncar
Mitgründer der LinkedIn-Beratung Authority Marketing, die Profile und Beiträge für Fachleute schreibt.
Stichprobe
Zufällig ausgewählter Teil einer Gesamtheit, an dem geprüft wird, ob Regeln eingehalten werden.
Stille Beteiligung
Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen, bei der der Geldgeber nach außen nicht in Erscheinung tritt und am Gewinn teilnimmt.
Stillhaltefrist
Wartezeit nach einer Verdachtsmeldung, in der die gemeldete Transaktion nicht ausgeführt werden darf.
Stillschweigende Verlängerung
Fortsetzung eines Mietvertrags auf unbestimmte Zeit, wenn der Mieter die Räume nach Vertragsende weiter nutzt.
Stimmrechtsausschluss
Gesetzliches Ruhen des Stimmrechts eines Eigentümers bei Geschäften oder Rechtsstreiten mit ihm, geregelt in § 25 Abs. 4 WEG.
Stimmrechtsvollmacht
Vollmacht, mit der ein Wohnungseigentümer einen anderen zur Abstimmung in der Eigentümerversammlung berechtigt.
Stockfoto
Ein vorgefertigtes Foto aus einer Bilddatenbank, das gegen Lizenzgebühr oder frei genutzt werden kann.
Storytelling
Vermitteln von Inhalten über eine Geschichte statt über eine Aufzählung. Im Mittelpunkt stehen Personen, Lage und Wendung.
Strategische Allianz
Dauerhafte Zusammenarbeit selbstständiger Unternehmen, die einander ergänzen und gemeinsam Kunden gewinnen oder betreuen.
Streuverlust
Der Teil einer Werbung, der Menschen erreicht, die nicht zur Zielgruppe gehören.
Strukturiertes Interview
Vorstellungsgespräch, in dem alle Bewerber dieselben Fragen in derselben Reihenfolge erhalten. So werden Antworten vergleichbar.
Stückkosten
Kosten je Einheit einer Leistung, etwa je verwalteter Wohnung und Monat. Grundlage für Preis und Annahme von Aufträgen.
Stücklizenz
Vergütung, die je verkaufter Einheit eines Produkts fällig wird, statt eines festen Betrags.
Stufennachweis
Vorgehen des Maklers, Objektdaten erst nach einem Provisionsversprechen vollständig herauszugeben.
Stufenziel
Ein Ziel, das in mehreren Höhen gesetzt wird, meist als Mindestmaß, Sollmaß und Bestmaß, statt als einzige feste Marke.
Stundensatz
Der Wert einer Arbeitsstunde. Für Inhaber ergibt er sich grob aus Jahresertrag geteilt durch Arbeitsstunden.
Stundenwert
Jahresertrag geteilt durch die eigenen Arbeitsstunden. Die Zahl zeigt, was eine Stunde des Inhabers dem Betrieb einbringt.
Stundung
Vereinbarung, dass eine fällige Zahlung erst später geleistet wird. Die Schuld bleibt bestehen, nur der Termin verschiebt sich.
Substitutionskonkurrenz
Wettbewerb durch Lösungen anderer Art, die denselben Bedarf des Kunden decken, etwa Eigenarbeit oder Software.
Suchbegriff (Keyword)
Wort oder Wortgruppe, die Menschen in eine Suchmaschine eingeben, um etwas zu finden.
Suchintention
Die Absicht hinter einer Suchanfrage, etwa sich informieren, eine bestimmte Seite finden oder etwas kaufen.
Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Maßnahmen, mit denen eine Webseite bei passenden Suchanfragen weiter oben in den unbezahlten Ergebnissen erscheint.
Suchprofil
Kurze Beschreibung des Unternehmens, das ein Käufer sucht: Branche, Region, Größe, Mindestertrag und Übergabeform.
Suchvolumen
Zahl der Suchanfragen zu einem Begriff in einem bestimmten Zeitraum, meist je Monat. Zeigt, wie oft Menschen danach suchen.
Suggestibilität
Annahmen, die in einer Frage stecken, gehen in die Antwort und teils in die Erinnerung über.
Sunk Costs
Versunkene Kosten: bereits ausgegebenes Geld, das nicht zurückkommt. Es sollte künftige Entscheidungen nicht bestimmen.
Survivorship Bias
Denkfehler, bei dem nur die Erfolgreichen betrachtet werden. Die Gescheiterten mit demselben Vorgehen bleiben unsichtbar.
Sweat Equity (Beteiligung gegen Leistung)
Unternehmensanteil, der nicht mit Geld, sondern mit Arbeit, Wissen oder Kontakten erworben wird.
Swipe File
Sammlung fremder Anzeigen, Briefe und Werbetexte, die als Anschauung für eigene Texte dient.
Systemhandbuch
Schriftliche Beschreibung aller Abläufe, Standards und Vorgaben eines Geschäftsmodells, etwa im Franchising.

T

Tachypsychie
Veränderte Zeitwahrnehmung unter starker Erregung. Sekunden werden als deutlich länger erlebt.
Tagesgeschäft
Die laufenden, wiederkehrenden Aufgaben eines Betriebs, etwa Anfragen, Abstimmungen und Abrechnungen.
Tagesordnung
Die vorab festgelegte Liste der Punkte, die in einer Besprechung behandelt werden, meist mit der Einladung verschickt.
Tagesplanung
Die schriftliche Festlegung, welche Aufgaben an einem Arbeitstag in welcher Reihenfolge erledigt werden.
Tagesrückblick
Eine kurze Prüfung am Ende des Arbeitstags: Was wurde getan, und hat es dem eigenen Ziel gedient?
Tantieme
Erfolgsabhängige Vergütung, meist als Anteil am Gewinn. Sie wird oft Geschäftsführern oder leitenden Mitarbeitern gezahlt.
Taupunkt
Temperatur, bei der Wasserdampf in der Luft zu Wasser kondensiert; an kalten Bauteilen entsteht so Feuchtigkeit.
Tausch
Vertrag, bei dem Leistung gegen Leistung statt gegen Geld getauscht wird. Für ihn gelten die Regeln des Kaufs entsprechend.
Technische und organisatorische Maßnahmen
Schutzvorkehrungen nach Art. 32 DSGVO, etwa Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Datensicherung, passend zum Risiko.
Teilamortisation
Leasingform, bei der die Raten den Aufwand nur teilweise decken und ein Restwert bleibt.
Teileigentum
Sondereigentum an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, etwa Laden, Praxis oder Büro, verbunden mit einem Miteigentumsanteil.
Teilkostenrechnung
Kostenrechnung, die nur die variablen Kosten den Leistungen zuordnet und Fixkosten als Block betrachtet.
Teilmarkt
Abgegrenzter Ausschnitt des Immobilienmarkts nach Region, Nutzungsart, Vertragsart oder Entwicklungszustand.
Teilnahmewettbewerb
Vorgeschaltete öffentliche Bekanntmachung, auf die sich Firmen bewerben; nur ausgewählte Bewerber erhalten danach die Unterlagen.
Teilungserklärung
Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, die ein Grundstück in Wohnungs- und Teileigentum aufteilt.
Teilungsversteigerung
Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft, etwa unter Erben oder getrennten Ehegatten.
Testimonial
Schriftliche oder mündliche Aussage eines Kunden über seine Erfahrung mit einem Anbieter.
Testkauf
Kauf oder Anfrage als gewöhnlicher Kunde, um Ablauf und Leistung eines Anbieters aus Kundensicht zu erleben. Englisch Mystery Shopping.
Testleser
Person, die einen Text vor der Veröffentlichung liest und zurückmeldet, wo er unklar wird oder sie aussteigt.
Textform
Lesbare Erklärung auf dauerhaftem Datenträger mit Namen des Erklärenden, ohne eigenhändige Unterschrift.
Third-Person-Effekt
Menschen halten andere für leichter beeinflussbar als sich selbst und wollen deshalb vor allem andere schützen.
Tiefgründung
Gründung über Pfähle oder Pfeiler, die Lasten durch weichen Boden bis auf tragfähige Schichten in der Tiefe ableiten.
Tilgung
Rückzahlung eines Darlehens in Teilbeträgen. Mit jeder Tilgung sinkt die verbleibende Restschuld.
Tilgungsersatz
Separater Spar- oder Versicherungsvertrag, mit dem ein endfälliges Darlehen am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird.
Tilgungszuschuss
Förderzuschuss, der einen Teil der Darlehensschuld erlässt und so die Rückzahlung verringert.
Timeboxing
Wichtige Arbeit bekommt einen festen Zeitblock im Kalender, der wie ein Kundentermin behandelt wird.
Tischvorlage
Schriftliche Unterlage, die den Teilnehmern einer Sitzung zu Beginn auf den Tisch gelegt wird.
Todd Brown
Marketingberater aus New Jersey, Entwickler der E5-Methode für Kampagnen zur Kundengewinnung.
Tonalität
Die Art, wie ein Unternehmen klingt: Wortwahl, Satzbau und Haltung in Briefen, E-Mails, Gesprächen und Werbung.
Track Record
Nachweisbare Erfolgsbilanz einer Person oder eines Unternehmens aus bisherigen Aufgaben und Projekten.
Transaktionaler Verkauf
Verkaufsweise, bei der der einzelne Abschluss im Mittelpunkt steht. Der Preis wird zum wichtigsten Argument.
Trennsystem
Entwässerung, bei der Schmutzwasser und Regenwasser in getrennten Leitungen und Kanälen abgeführt werden.
Treuhand (Escrow)
Ein Teil des Kaufpreises wird bei einem neutralen Dritten hinterlegt und erst unter festgelegten Bedingungen ausgezahlt.
Treuhandkonto
Konto, auf dem ein Treuhänder fremdes Geld getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet.
Trittschall
Körperschall, der beim Gehen entsteht und über Decken und Wände in andere Wohnungen übertragen wird.
Tuck-in
Kleiner Zukauf, der vollständig in ein bestehendes, größeres Unternehmen eingegliedert wird.

U

U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient: Wärmemenge, die bei 1 Grad Temperaturunterschied je Quadratmeter durch ein Bauteil geht.
Übergabeprotokoll
Schriftliche Aufnahme des Zustands einer Wohnung bei Einzug oder Auszug, mit Zählerständen und Schlüsseln.
Übergang von Nutzen und Lasten
Stichtag im Kaufvertrag, ab dem Mieten, Kosten und Risiken des Objekts auf den Käufer übergehen.
Übergeneralisierung
Denkfehler, bei dem aus einem einzelnen Ereignis eine allgemeine Regel für alle ähnlichen Fälle abgeleitet wird.
Überraschende Klausel
AGB-Bestimmung, die so ungewöhnlich ist, dass der Vertragspartner nicht mit ihr rechnen musste; sie wird nicht Vertragsbestandteil.
Überschusseinkünfte
Einkunftsarten, bei denen der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten versteuert wird, etwa Vermietung.
Überversicherung
Versicherungssumme, die deutlich über dem tatsächlichen Wert liegt; Sie zahlen mehr Prämie ohne höhere Entschädigung.
Umkehrdenken
Denkwerkzeug, das fragt, wie ein Vorhaben sicher scheitert, statt wie es gelingt. Englisch Inversion.
Umlageschlüssel
Maßstab, nach dem Nebenkosten auf Mieter oder Eigentümer verteilt werden, etwa nach Fläche, Verbrauch oder Einheiten.
Umlaufbeschluss
Beschluss der Eigentümer außerhalb der Versammlung, den alle Eigentümer in Textform mittragen.
Umlaufvermögen
Vermögen, das nur kurz im Betrieb bleibt: Vorräte, Forderungen und liquide Mittel.
Umlegung
Gesetzlich geregeltes Tauschverfahren, mit dem die Gemeinde Grundstücke neu ordnet, damit zweckmäßige Baugrundstücke entstehen.
Umsatzbasierte Finanzierung
Finanzierung, die mit einem festen Anteil der laufenden Einnahmen zurückgezahlt wird. Die Rate folgt dem Umsatz.
Umsatzmiete
Miete, die ganz oder teilweise als Prozentsatz vom Umsatz des Mieters berechnet wird.
Umsatzrendite
Anteil des Gewinns am Umsatz in Prozent. Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn bleibt.
Umsatzsteuer auf Anzahlungen
Bei Anzahlungen entsteht die Umsatzsteuer im Voranmeldungszeitraum des Geldeingangs, nicht erst mit der Leistung.
Umschuldung
Die Ablösung bestehender Kredite durch einen neuen Kredit mit anderen Bedingungen, etwa längerer Laufzeit oder niedrigerer Rate.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Bescheinigung des Finanzamts nach Zahlung der Grunderwerbsteuer. Ohne sie trägt das Grundbuchamt keinen neuen Eigentümer ein.
Unlauterer Wettbewerb
Geschäftliches Verhalten, das Mitbewerber, Verbraucher oder andere Marktteilnehmer unangemessen benachteiligt, etwa durch Täuschung.
Untergemeinschaft
Gruppe der Eigentümer eines Hauses in einer Mehrhausanlage, der die Gemeinschaftsordnung eigene Entscheidungen zuweist.
Unterjährige Verzinsung
Verzinsung in Perioden kürzer als ein Jahr, etwa monatlich, bei der Zinsen innerhalb des Jahres mitverzinst werden.
Unterlassungserklärung
Zusage des Abgemahnten, einen Wettbewerbsverstoß nicht zu wiederholen, abgesichert durch eine Vertragsstrafe.
Unterlassungsklage
Klage, mit der ein Berechtigter verlangt, dass eine bestimmte Störung künftig unterbleibt.
Unternehmensbörse
Plattform im Netz, auf der Inhaber Unternehmen zum Verkauf anbieten und Käufer nach Angeboten suchen.
Unternehmenskultur
Die gemeinsamen Werte, Gewohnheiten und unausgesprochenen Regeln, nach denen in einem Betrieb tatsächlich gearbeitet wird.
Unternehmensleitbild
Schriftlich festgelegte Grundhaltung eines Unternehmens, aus der Ziele und Verhalten nach innen und außen folgen.
Unternehmensnachfolge
Übergabe eines Unternehmens an Familie, Mitarbeiter oder einen externen Käufer.
Unternehmensregister
Statistisches Register des Statistischen Bundesamts, das Unternehmen in Deutschland nach Umsatz und Beschäftigten zählt.
Unternehmensvision
Kurze Beschreibung, wo ein Betrieb in einigen Jahren stehen soll. Sie dient als Maßstab für tägliche Entscheidungen.
Unternehmenszweck
Die Antwort auf die Frage, wofür ein Unternehmen da ist, über den Gewinn hinaus. Im Englischen oft Purpose genannt.
Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Variante der GmbH mit Stammkapital ab 1 Euro, die einen Teil ihres Gewinns bis 25.000 Euro zurücklegen muss.
Unternehmerlohn
Marktübliches Gehalt für die Arbeit des Inhabers. Bei der Bewertung wird es angesetzt, um das Ergebnis vergleichbar zu machen.
Unterspannbahn
Diffusionsoffene Bahn unter der Dachdeckung, die Flugschnee, Staub und Treibregen vom Dachraum fernhält.
Untervermietung
Ein Mieter überlässt gemietete Fläche ganz oder teilweise einem Dritten. Dafür braucht er in der Regel die Erlaubnis des Vermieters.
Unterversicherung
Zustand, in dem die Versicherungssumme unter dem Versicherungswert liegt; Schäden werden dann nur anteilig ersetzt.
Unterverteilung
Verteilerkasten in oder nahe der Wohnung, in dem die Stromkreise der Wohnung abgesichert und aufgeteilt werden.
Untervollmacht
Vollmacht, die ein Bevollmächtigter an eine weitere Person weitergibt, soweit die Hauptvollmacht dies erlaubt.
Unterweisung am Arbeitsplatz
Ein erfahrener Kollege zeigt eine Fertigkeit direkt bei der Arbeit, bis sie sitzt. Englisch Training on the Job.
Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung
Erklärung in einer notariellen Urkunde, die dem Gläubiger die Vollstreckung ohne vorheriges Urteil erlaubt.
Unterzeile (Subheadline)
Die Zeile direkt unter der Überschrift. Sie sagt, wie und für wen das Versprechen der Überschrift gilt.
Unzumutbare Belästigung
Werbung, die Empfänger gegen ihren Willen erreicht, etwa Anrufe ohne Einwilligung; nach § 7 UWG unzulässig.
Upselling
Verkauf einer höherwertigen oder umfangreicheren Ausführung derselben Leistung an einen Kunden, der bereits kaufen will.
Urheberrecht
Rechtsgebiet, das geistige Schöpfungen wie Texte, Bilder und Grafiken schützt und dem Urheber die Nutzung vorbehält.
Ursachenanalyse
Systematische Suche nach dem eigentlichen Grund eines Fehlers, statt nur seine Folgen zu beheben.

V

Vakanzkosten
Kosten einer unbesetzten Stelle: entgangener Umsatz, Mehrarbeit im Team und verschobene Aufträge.
Variable Kosten
Kosten, die mit der Leistungsmenge steigen oder fallen, etwa Fahrtkosten zu einer Eigentümerversammlung.
Variable Vergütung
Der Teil des Entgelts, der vom Erreichen bestimmter Ziele abhängt, etwa Provision, Prämie oder Bonus.
Veränderungsmanagement
Planung und Steuerung von Veränderungen im Betrieb, damit neue Abläufe dauerhaft gelten. Englisch Change-Management.
Veränderungssperre
Satzung der Gemeinde, die während der Aufstellung eines Bebauungsplans Bauvorhaben im Plangebiet vorerst untersagt.
Veranstaltungsmarketing
Gewinnung und Pflege von Kunden über eigene oder fremde Veranstaltungen wie Vorträge, Seminare, Messen oder Kundenabende.
Veräußerungsbeschränkung
Vereinbarung, nach der der Verkauf einer Eigentumswohnung die Zustimmung des Verwalters oder anderer Eigentümer braucht.
Verbotene Eigenmacht
Entzug oder Störung des Besitzes ohne Willen des Besitzers und ohne gesetzliche Erlaubnis.
Verbraucherpreisindex
Vom Statistischen Bundesamt ermittelter Index der Preisentwicklung für private Haushalte.
Verdachtsmeldung
Meldung eines Verpflichteten an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, wenn Tatsachen auf Geldwäsche hindeuten.
Vereinbarung
Regelung aller Wohnungseigentümer, die vom Gesetz abweichen darf und mit Grundbucheintrag auch Erwerber bindet.
Verfallsdenken
Die Vergangenheit wird verklärt, die Zukunft abgewertet. Alles scheint im Niedergang zu sein.
Verflechtung
Rechtliche, wirtschaftliche oder persönliche Bindung des Maklers an eine Vertragspartei; sie kann den Provisionsanspruch ausschließen.
Verfügbarkeitsheuristik
Denkfehler, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses danach geschätzt wird, wie leicht ein Beispiel einfällt.
Verfügbarkeitskaskade
Eine Behauptung gewinnt allein durch Wiederholung an Glaubwürdigkeit, ganz unabhängig von den Fakten.
Vergleichswertverfahren
Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Kaufpreisen vergleichbarer Grundstücke ableitet.
Verhandlungsalternative (BATNA)
Die beste Möglichkeit, die Ihnen bleibt, wenn eine Verhandlung ohne Einigung endet.
Verjährung
Ablauf einer Frist, nach der ein Schuldner die Leistung dauerhaft verweigern darf.
Verkäuferdarlehen
Der Verkäufer stundet einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn später in Raten. Im Immobiliengeschäft heißt das Restkaufpreisdarlehen.
Verkaufsförderung
Maßnahmen, die einen Kaufentschluss kurzfristig anstoßen sollen, etwa Zugaben, Proben oder befristete Angebote.
Verkaufsoption
Vertragliches Recht, einen Anteil zu einem festgelegten Preis an den Vertragspartner zu verkaufen. Englisch Put-Option.
Verkehrssicherungspflicht
Pflicht, Gefahren auf Grundstück und Gebäude abzuwehren, etwa durch Winterdienst oder Kontrolle loser Bauteile.
Verkehrswert
Marktwert eines Grundstücks nach § 194 BauGB: der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Preis.
Verlustanalyse
Auswertung verlorener Angebote und Aufträge, um die wahren Gründe für Absagen zu erkennen. Englisch auch Lost-Order-Analyse.
Verlustaversion
Die Neigung, einen möglichen Verlust stärker zu gewichten als einen gleich großen Gewinn.
Vermeidungsverhalten
Verhalten, mit dem jemand unangenehmen Situationen ausweicht, etwa einer möglichen Absage oder Kritik.
Vermieterpfandrecht
Gesetzliches Pfandrecht des Vermieters an den eingebrachten Sachen des Mieters für Forderungen aus dem Mietverhältnis.
Vermittlungsmakler
Makler, der aktiv auf die Gegenseite einwirkt und die Verhandlungen bis zum Vertragsabschluss führt.
Vermittlungsprovision
Vergütung, die ein Makler oder Vermittler für das Zustandekommen eines Geschäfts erhält, meist ein Prozentsatz vom Preis.
Vermögensbericht
Jährlicher Bericht des Verwalters über den Stand der Erhaltungsrücklage und das wesentliche Vermögen der Gemeinschaft.
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
Versicherung des Verwalters für Vermögensschäden, die er Kunden durch berufliche Fehler verursacht.
Verpfändung
Bestellung eines Pfandrechts an einem Gegenstand oder Recht, etwa an Geschäftsanteilen, als Sicherheit für einen Kredit.
Verrechnungsring
Zusammenschluss von Betrieben, die Leistungen gegen Verrechnungseinheiten statt gegen Geld tauschen. Auch Barter-Ring genannt.
Verrichtungsgehilfe
Weisungsgebundene Hilfsperson, etwa ein Angestellter; für sie haftet der Geschäftsherr, wenn er Auswahl oder Aufsicht vernachlässigt.
Versammlungsleitung
Führung der Eigentümerversammlung, in der Regel durch den Verwalter, von der Eröffnung bis zur Verkündung der Beschlüsse.
Verschlüsselte Verbindung (HTTPS)
Übertragung zwischen Browser und Webseite, die Dritte nicht mitlesen können. Erkennbar an „https“ und dem Schloss in der Adresszeile.
Verschmelzung
Zwei oder mehr Gesellschaften gehen in einer auf. Vermögen und Verträge gehen dabei im Ganzen über.
Verschonungsabschlag
Abschlag von 10 Prozent auf den Wert zu Wohnzwecken vermieteter Grundstücke bei Erbschaft- und Schenkungsteuer.
Versicherungsberater
Berater, der Versicherungsnehmer gegen Honorar berät und vertritt, ohne Provisionen von Versicherern zu erhalten.
Versicherungsmakler
Vermittler, der im Auftrag des Kunden Versicherungen am Markt auswählt, ohne von einem Versicherer betraut zu sein.
Versicherungsvertreter
Vermittler, den ein oder mehrere Versicherer mit dem Vertrieb ihrer Verträge betraut haben.
Versicherungswert
Wert, zu dem ein Gebäude versichert ist, meist als gleitender Neuwert für den Wiederaufbau.
Verteilte Wiederholung
Lernen in kurzen Wiederholungen mit wachsendem Abstand. Es wirkt dauerhafter als langes Lernen am Stück.
Verteilungsmasse
Fläche, die in der Umlegung nach Abzug von Straßen, Wegen und Grünflächen an die Eigentümer verteilt wird.
Vertragsmanagement
Gestaltung, Überwachung und Anpassung aller Verträge eines Objekts mit ihren Fristen.
Vertragsstrafe
Vereinbarte Geldzahlung bei Verzug oder Pflichtverletzung, im Bauvertrag meist je Werktag und mit Obergrenze.
Vertragsübernahme
Ein Dritter tritt mit allen Rechten und Pflichten in einen bestehenden Vertrag ein. Der andere Vertragspartner muss zustimmen.
Vertrauensgut
Leistung, deren Qualität der Kunde auch nach dem Kauf kaum selbst beurteilen kann.
Vertrauensschadenversicherung
Versicherung gegen vorsätzliche Schäden durch eigene Mitarbeiter oder Vertraute, etwa Veruntreuung von Geldern.
Vertrauenssiegel
Zeichen auf einer Webseite, das eine Prüfung, Zertifizierung oder Mitgliedschaft belegt und so Vertrauen bei Fremden schafft.
Vertrauensvorschuss
Vertrauen, das ein Kunde einem Anbieter vor dem ersten Ergebnis entgegenbringt – die Voraussetzung für einen Auftrag.
Vertreter ohne Vertretungsmacht
Person, die im Namen eines anderen handelt, ohne dazu bevollmächtigt zu sein; der Vertrag ist bis zur Genehmigung schwebend unwirksam.
Vertretungsregelung
Festlegung, wer eine Aufgabe übernimmt, wenn die zuständige Person ausfällt, und welches Wissen dafür vorliegen muss.
Vertriebskanal
Weg, über den ein Unternehmen Kunden erreicht und Aufträge gewinnt, etwa Empfehlung, Brief, Telefon oder Internetseite.
Vertriebstrichter
Darstellung der Stufen vom ersten Kontakt bis zum Auftrag, etwa Gespräche, Angebote und Abschlüsse. Englisch Sales Funnel.
Verwaltermandat
Der Auftrag an eine Hausverwaltung, ein Objekt oder eine Eigentümergemeinschaft zu betreuen.
Verwaltervertrag
Vertrag zwischen Gemeinschaft und Verwalter über Leistungen, Vergütung und Laufzeit, getrennt von der Bestellung.
Verwalterwechsel
Wechsel der Hausverwaltung einer Eigentümergemeinschaft, beschlossen von der Eigentümerversammlung, mit Übergabe von Konten und Unterlagen.
Verwaltungsbeirat
Von den Eigentümern gewähltes Gremium einer Eigentümergemeinschaft, das den Verwalter unterstützt und überwacht.
Verwaltungseinheit
Bezugsgröße der Hausverwaltung: eine verwaltete Wohnung, Gewerbeeinheit oder ein Stellplatz, auf die Kosten und Personal bezogen werden.
Verwaltungskosten
Kosten für Personal, Einrichtungen und Arbeit der Verwaltung eines Gebäudes, bei Wohnraum nicht umlegbar.
Verwaltungsunterlagen
Alle Akten, Belege, Verträge und Protokolle, die bei der Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft entstehen.
Verwaltungsvermögen
Vermögen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Konten, Forderungen, Sachen und Verbindlichkeiten.
Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
Schriftliche Übersicht nach Art. 30 DSGVO, welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken verarbeitet werden.
Verzerrungsblindheit
Denkfehler, bei dem die eigene Anfälligkeit für Denkfehler geringer eingeschätzt wird als die anderer.
Verzugszinsen
Zinsen, die ein Schuldner ab Verzug auf eine fällige Geldforderung zahlen muss.
Videomarketing
Einsatz von Videos, um Zielgruppen zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und Anfragen oder Verkäufe auszulösen.
Vier-Augen-Prinzip
Regel, nach der ein zweiter Mensch eine Arbeit prüft oder freigibt, bevor sie wirksam wird.
Vier-Seiten-Modell
Kommunikationsmodell, nach dem jede Nachricht Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell enthält.
Visuelle Hierarchie
Ordnung einer Seite nach Wichtigkeit: Größe, Farbe, Abstand und Position legen fest, was der Betrachter zuerst sieht.
VOB/B
Allgemeine Vertragsbedingungen für Bauleistungen, die nur gelten, wenn die Parteien sie vereinbaren.
Vollmacht
Durch Rechtsgeschäft erteilte Befugnis, im Namen eines anderen Erklärungen mit Wirkung für und gegen ihn abzugeben.
Vollstreckungsbescheid
Vollstreckbarer Titel, den das Mahngericht erlässt, wenn der Schuldner dem Mahnbescheid nicht widerspricht.
Vollstreckungsklausel
Amtlicher Vermerk auf dem Titel, der bescheinigt, dass aus ihm vollstreckt werden darf.
Volltilgerdarlehen
Annuitätendarlehen, dessen Rate so bemessen ist, dass es bis zum Ende der einzigen Zinsbindung vollständig getilgt ist.
Vollwartungsvertrag
Wartungsvertrag, der neben Pflege und Prüfung auch Reparaturen und Ersatzteile abdeckt.
Vollzugstermin
Zeitpunkt, an dem ein Unternehmenskauf wirtschaftlich vollzogen wird. Englisch: Closing.
Von-Restorff-Effekt
Befund der Gedächtnisforschung: Was aus einer Reihe gleichartiger Dinge heraussticht, wird besser behalten.
Vorauszahlung
Zahlung des Kunden vor der Leistung. Sie bringt Liquidität, ist aber eine Verpflichtung, keine Einnahme.
Vorbildfunktion
Wirkung des Verhaltens einer Führungskraft auf das Verhalten der Mitarbeiter, oft stärker als jede Anweisung.
Vorfälligkeitsentschädigung
Ausgleich, den die Bank bei vorzeitiger Rückzahlung eines Festzinsdarlehens für ihren Zinsschaden verlangt.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan
Bebauungsplan für ein konkretes Vorhaben, den ein Investor mit der Gemeinde abstimmt.
Vorjahresvergleich
Vergleich der eigenen Zahlen mit denselben Zahlen des Vorjahres, um Entwicklungen im Betrieb sichtbar zu machen.
Vorkaufsrecht
Recht, in einen Kaufvertrag über ein Grundstück zu den vereinbarten Bedingungen anstelle des Käufers einzutreten.
Vorschaubild (Thumbnail)
Standbild, das ein Video vor dem Start zeigt. Es soll erkennen lassen, worum es im Video geht.
Vorsorgevollmacht
Vollmacht, mit der Sie eine Vertrauensperson bestimmen, die für Sie handelt, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind.
Vorsteuer
Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen, die ein Unternehmer mit steuerpflichtigen Umsätzen vom Finanzamt zurückholt.
Vorverkaufsquote
Anteil der Wohnungen eines Bauträgerprojekts, der vor Baubeginn verbindlich verkauft sein muss.
Vorvermieterbescheinigung
Bestätigung des früheren Vermieters, dass der Bewerber keine Mietschulden hinterlassen hat.
Vorvertraglichkeit
Ausschluss von Rechtsstreitigkeiten, deren Ursache vor Beginn des Versicherungsschutzes liegt.

W

Wahrheitseffekt
Die Neigung, eine Aussage für wahrer zu halten, je öfter man sie gehört hat. Wiederholung ersetzt dabei die Prüfung.
Warenkreditversicherung
Eine Versicherung, die Lieferanten gegen den Zahlungsausfall ihrer Kunden schützt.
Warenlagerfinanzierung
Kredit, bei dem das Warenlager als Sicherheit dient. Beleihbar ist nur Ware, die dem Betrieb gehört.
Wärmebrücke
Bereich eines Bauteils, durch den Wärme schneller nach außen fließt als durch die übrige Fläche.
Wärmedämmverbundsystem
Außendämmung aus Dämmplatten, Armierung und Putz, die auf die Fassade aufgebracht wird.
Wärmerückgewinnung
Technik in Lüftungsanlagen, die der Abluft Wärme entzieht und damit die frische Zuluft vorwärmt.
Wartungsvertrag
Vertrag mit einer Fachfirma über regelmäßige Pflege und Prüfung technischer Anlagen.
Webanalyse
Auswertung der Besuche auf einer Webseite: wie viele Besucher kommen, woher sie kommen und was sie dort tun.
Wechselkosten
Aufwand, Risiko und Kosten, die ein Kunde beim Wechsel zu einem neuen Anbieter trägt. Hohe Wechselkosten halten Kunden beim alten Anbieter.
Wechselkursrisiko
Gefahr, dass sich Forderungen oder Schulden in fremder Währung durch Kursänderungen in Euro verteuern.
Wechselmotivation
Der konkrete Grund, warum eine Fachkraft ihren Arbeitgeber wechseln würde, etwa Entwicklung, Arbeitszeit oder Führung.
WEG-Verwaltung
Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz.
Weichmacher (Sprache)
Wörter wie zeitnah, eigentlich oder im Prinzip, die eine Aussage abschwächen und unverbindlich machen.
Weißraum
Freie, unbedruckte Fläche zwischen Texten, Bildern und Rändern. Sie ordnet eine Seite und lenkt den Blick.
Weiterbildung
Lernen nach der Ausbildung, um Fachwissen aktuell zu halten oder zu erweitern, etwa durch Kurse, Fachliteratur und Austausch.
Werbebibliothek
Öffentliche Übersicht einer Plattform, in der sich die aktuell geschalteten Anzeigen eines Absenders einsehen lassen.
Werbegeschenk
Gegenstand mit Namen und Kontakt eines Unternehmens, den Kunden oder Geschäftspartner ohne Gegenleistung erhalten.
Werbekostenzuschuss
Ein Beitrag des Lieferanten oder Herstellers zu den Werbekosten seines Abnehmers, weil die Werbung seinen Absatz fördert.
Werbetext
Text, der für ein Angebot wirbt, etwa in Anzeige, Brief, Plakat oder Webseite. Er soll zu einer bestimmten Handlung führen.
Werbungskosten
Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen, etwa Schuldzinsen und Reparaturen bei Vermietung.
Werdender Wohnungseigentümer
Ersterwerber vom teilenden Eigentümer, der mit Vormerkung und Besitz schon vor der Eintragung als Eigentümer gilt.
Werkstudent
Eingeschriebener Student, der neben dem Studium in einem Unternehmen arbeitet, meist mit wenigen Stunden pro Woche.
Werkvertrag
Vertrag, bei dem ein bestimmter Erfolg geschuldet ist, nicht nur eine Tätigkeit. Geregelt in §§ 631 ff. BGB.
Wert 1914
Rechengröße der Gebäudeversicherung: Neubauwert eines Hauses, zurückgerechnet auf Baupreise des Jahres 1914.
Wertanalyse
Methode, die ein Produkt oder einen Ablauf von seiner Funktion her betrachtet. Gefragt wird, wofür etwas da ist, nicht wie es heute aussieht.
Wertberichtigung
Buchhalterische Minderung des Werts einer Forderung, deren Eingang unsicher geworden ist.
Wertersatz
Geldausgleich für eine Leistung, die nach Widerruf oder Rücktritt nicht in Natur zurückgegeben werden kann.
Wertprinzip
Stimmprinzip, bei dem sich das Stimmgewicht nach den Miteigentumsanteilen des Eigentümers richtet.
Wertsicherungsklausel
Vertragsklausel, die einen Zahlbetrag an einen Index koppelt, meist an den Verbraucherpreisindex.
Wettbewerbsanalyse
Systematische Betrachtung der Mitbewerber: Wo sind sie stark, wo schwach, und was folgt daraus für das eigene Unternehmen?
Wettbewerbsverbot
Vertragliche Pflicht, einem anderen für eine bestimmte Zeit und in einem Gebiet keine Konkurrenz zu machen.
Wettbewerbsvorteil
Ein Vorteil, den ein Anbieter seinen Kunden gibt und die Mitbewerber nicht. Er wirkt nur, wenn der Kunde ihn erkennen und prüfen kann.
Whitepaper (Sonderbericht)
Ausführlicher Fachbericht zu einem Problem und seinen Lösungswegen, oft gegen Angabe der Anschrift erhältlich.
Widerrufsbelehrung
Information des Verbrauchers in Textform über Bestehen, Frist und Ausübung seines Widerrufsrechts.
Widerrufsrecht
Recht des Verbrauchers, einen online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen zu widerrufen.
Widerspruch im Grundbuch
Eintragung, die auf eine mögliche Unrichtigkeit hinweist und den gutgläubigen Erwerb ausschließt.
Wiedererkennungswert
Eigenschaft eines Auftritts, auf den ersten Blick einem bestimmten Absender zugeordnet zu werden.
Wiederholungsziel
Ein Ziel, das eine feste Zahl von Handlungen je Zeitraum vorgibt, etwa zwei Kundengespräche je Woche. Auch Ratenziel genannt.
Wiederkaufrate
Anteil der Kunden, die nach dem ersten Kauf in einem bestimmten Zeitraum erneut kaufen. Sie zeigt, wie gut Kundenbindung gelingt.
Wiederkehrender Umsatz
Umsatz aus laufenden Verträgen, der ohne neuen Verkauf wiederkommt, etwa Wartungs- oder Verwaltungsverträge.
Wiedervorlage
Verfahren, bei dem jede Zusage oder Frist mit Datum und Verantwortlichem notiert und zum Termin wieder vorgelegt wird.
Willenserklärung
Äußerung eines Willens, die unmittelbar eine Rechtsfolge herbeiführen soll, etwa ein Angebot oder eine Annahme.
Win-Loss-Analyse
Systematische Auswertung gewonnener und verlorener Aufträge, um die Gründe für die Entscheidung des Kunden zu verstehen.
WIP-Limit
Feste Obergrenze für Arbeiten oder Vorhaben, die gleichzeitig in Bearbeitung sein dürfen. WIP steht für Work in Progress.
Wirtschaftlich Berechtigter
Natürliche Person, die hinter einem Vertragspartner steht und ihn kontrolliert oder für die das Geschäft letztlich erfolgt.
Wirtschaftliches Eigentum
Tatsächliche Herrschaft über einen Gegenstand mit Nutzen, Lasten und Risiken, unabhängig vom Eintrag im Grundbuch.
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Rechnung, die Gesamtkosten, Finanzierung sowie laufende Aufwendungen und Erträge eines Objekts im ersten Jahr gegenüberstellt.
Wirtschaftlichkeitsgebot
Pflicht des Vermieters, nur Betriebskosten umzulegen, die bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind.
Wirtschaftsauskunftei
Unternehmen, das Daten über die Zahlungsfähigkeit von Firmen sammelt und Geschäftspartnern als Auskunft bereitstellt.
Wirtschaftsplan
Jährlicher Haushaltsplan der Gemeinschaft, aus dem sich die Vorschüsse der Eigentümer ergeben.
Wissensmanagement
Die geordnete Sicherung und Weitergabe von Wissen im Betrieb, damit es nicht an einzelnen Köpfen hängt.
Wissensträger
Eine Person, bei der wichtiges Wissen über Abläufe, Kunden oder Verfahren liegt, oft ohne schriftliche Festhaltung.
Wohn-Riester
Riester-Förderung für Kauf, Bau, Entschuldung oder altersgerechten Umbau selbst genutzten Wohneigentums.
Wohnberechtigungsschein
Behördlicher Nachweis, dass ein Haushalt eine öffentlich geförderte Wohnung beziehen darf.
Wohnflächenverordnung
Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche, Pflicht im geförderten und üblich im frei finanzierten Wohnungsbau.
Wohngebäudeversicherung
Sachversicherung für das Gebäude gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, auf Wunsch erweitert.
Wohnungsbauprämie
Staatliche Prämie auf eigene Sparbeiträge für wohnwirtschaftliche Zwecke, etwa in einen Bausparvertrag.
Wohnungsgeberbestätigung
Schriftliche oder elektronische Bestätigung des Vermieters über den Einzug, Voraussetzung der Anmeldung beim Meldeamt.
Work-Life-Balance
Ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und Zeit für Familie, Gesundheit und Erholung.
Worst-Case-Szenario
Durchgerechneter schlechtester denkbarer Verlauf einer Entscheidung, samt der Gegenmaßnahmen.
WU-Beton
Wasserundurchlässiger Beton, der Keller ohne zusätzliche Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Grundwasser schützt.

Z

Zahlungsbereitschaft
Der höchste Preis, den ein Kunde für eine Leistung zu zahlen bereit und in der Lage ist.
Zahlungsunfähigkeit
Lage, in der ein Unternehmen seine fälligen Zahlungen nicht mehr leisten kann. Sie ist ein Insolvenzgrund.
Zahlungsziel
Frist, innerhalb der eine Rechnung zu bezahlen ist, etwa 14 oder 30 Tage nach Rechnungsdatum.
Zeigarnik-Effekt
Befund von 1927: Unterbrochene Aufgaben werden besser erinnert als erledigte. Spätere Studien bestätigen das kaum.
Zeitblock
Ein fest reservierter Zeitraum im Kalender für eine bestimmte Aufgabe, ohne Termine und Unterbrechungen.
Zeitfresser
Tätigkeiten oder Störungen, die regelmäßig mehr Zeit verbrauchen als geplant oder als ihr Nutzen rechtfertigt.
Zeitmanagement
Methoden, mit denen Sie Ihre Arbeitszeit planen und Aufgaben ordnen. Sie klären das Wie, nicht das Was.
Zeitmietvertrag
Befristeter Wohnraummietvertrag, nur zulässig mit gesetzlichem Befristungsgrund, der bei Vertragsschluss schriftlich genannt ist.
Zeitprotokoll
Laufende Aufzeichnung, womit Sie Ihre Arbeitszeit verbringen und wann Sie unterbrochen werden. Grundlage jeder Änderung im Ablauf.
Zertifizierter Verwalter
Verwalter, der vor einer IHK geprüft hat, dass er die nötigen Kenntnisse für die WEG-Verwaltung besitzt.
Zielbild
Die genaue Vorstellung, wie ein erreichtes Ziel aussehen soll. Sie gibt Richtung, kann aber Wege ausschließen.
Zielgruppe
Die genau bestimmte Gruppe von Menschen oder Unternehmen, die Sie mit Ihrem Angebot erreichen wollen.
Zielgruppenanalyse
Systematische Klärung, wer die Empfänger einer Botschaft sind, was sie bewegt und was sie erwarten.
Zielkonflikt
Zwei Ziele stehen sich im Weg: Wer das eine stärker verfolgt, erreicht das andere schlechter.
Zielvereinbarung
Schriftliche Absprache über ein messbares Ziel, einen Stichtag und die Folge bei Erreichen oder Verfehlen.
Zinsänderungsrisiko
Gefahr, dass steigende Marktzinsen die Kosten einer Finanzierung bei Anschluss oder Anpassung erhöhen.
Zinsbindung
Zeitraum, für den Bank und Darlehensnehmer einen festen Sollzins vereinbaren.
Zinseszins
Zins auf bereits gutgeschriebene Zinsen, wenn Erträge nicht ausgezahlt, sondern mit dem Kapital wieder angelegt werden.
Zubehör
Bewegliche Sache, die dem wirtschaftlichen Zweck eines Grundstücks dient, ohne fester Bestandteil zu sein.
Zugabe
Zusätzliche Leistung, die ein Kunde zum Hauptangebot erhält, etwa bei Entscheidung bis zu einem Termin. Sie ersetzt einen Preisnachlass.
Zulässige Akquisitionskosten
Der Betrag, den die Gewinnung eines neuen Kunden höchstens kosten darf. Darüber lohnt sich die Werbung nicht mehr.
Zuschauereffekt
Je mehr Menschen anwesend sind, desto unwahrscheinlicher greift ein Einzelner ein. Englisch Bystander Effect.
Zuschlag
Gerichtliche Entscheidung in der Zwangsversteigerung, mit der der Meistbietende das Eigentum erwirbt.
Zustimmungsvorbehalt
Vertragliche Regel, nach der bestimmte Geschäfte nur mit Zustimmung der Gesellschafter oder eines Gremiums erfolgen dürfen.
Zuteilung
Zeitpunkt, ab dem eine Bausparkasse Guthaben und Bauspardarlehen auszahlt.
Zwangsversteigerung
Gerichtliches Verfahren, in dem ein Grundstück zur Befriedigung von Gläubigern versteigert wird.
Zwangsversteigerungsvermerk
Eintragung in Abteilung II, die die Beschlagnahme eines Grundstücks im Versteigerungsverfahren zeigt.
Zwangsverwaltung
Vollstreckung in ein Grundstück, bei der ein Zwangsverwalter die Mieten zur Befriedigung der Gläubiger einzieht.
Zwangsvollstreckung
Staatliches Verfahren, mit dem ein Gläubiger seinen titulierten Anspruch gegen den Schuldner durchsetzt.
Zweckbestimmung
Festlegung in der Teilungserklärung, wofür eine Einheit genutzt werden darf, etwa Wohnung, Laden oder Büro.
Zweckerklärung
Teil des Sicherungsvertrags, der festlegt, welche Forderungen eine Grundschuld sichert.
Zweitbeschluss
Erneuter Beschluss der Eigentümer über eine Angelegenheit, die bereits durch Beschluss geregelt ist.
Zweite Berechnungsverordnung
Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen, die Aufbau und Ansätze der Wirtschaftlichkeitsberechnung regelt.
Zweite Führungsebene
Führungskräfte unterhalb der Geschäftsleitung, die Verantwortung für Bereiche, Personal oder Kunden tragen.
Zwischenablesung
Ablesung der Zähler und Heizkostenverteiler beim Mieterwechsel während des Abrechnungszeitraums.
Zwischenfinanzierung
Kurzfristige Finanzierung, die eine zeitliche Lücke bis zum Eingang langfristiger Mittel oder Verkaufserlöse überbrückt.
Zwischenüberschrift
Kurze Überschrift innerhalb eines Textes, die einen Abschnitt ankündigt und dem Leser Orientierung gibt.

Ausgezeichnete Lösungen aus 30+ Jahren Praxis

Immobilienwirtschaft seit 1992. Digitales Marketing seit 2003. Automatisierte Webinare seit 2010.
Unternehmensberatung für den Mittelstand seit 2012.

Die Werkzeuge haben sich seitdem entwickelt. KI ist gekommen. Die Prinzipien sind geblieben.

Begeisterte Kundenstimmen.

Kundenstimme
Kundenstimme
Kundenstimme
Kundenstimme
Kundenstimme

Diese Unternehmen haben bereits mit Dominik Eller zusammengearbeitet