ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
A
- A/B-Test
- Vergleich zweier Fassungen eines Textes oder einer Seite, um zu sehen, welche besser wirkt.
- Abbruchkriterium
- Vorab festgelegte Grenze aus Betrag oder Termin, bei deren Erreichen ein Vorhaben beendet wird.
- ABC-Analyse
- Verfahren, das Kunden oder Leistungen nach ihrem Anteil am Umsatz oder Ertrag in drei Klassen A, B und C einteilt.
- Abflussprinzip
- Abrechnungsweise, bei der die im Abrechnungszeitraum bezahlten Rechnungen zählen.
- Abgeschlossenheitsbescheinigung
- Bescheinigung der Baubehörde, dass eine Wohnung oder ein Raum baulich in sich abgeschlossen ist.
- Ablauforganisation
- Festlegung, wie Vorgänge im Betrieb ablaufen: wer was in welcher Reihenfolge erledigt.
- Abmahnung
- Förmliche Rüge eines Vertragsverstoßes mit der Aufforderung, ihn abzustellen, und dem Hinweis auf Folgen.
- Abmelderate
- Anteil der Empfänger, die sich nach einem Versand aus einem Newsletter oder Verteiler austragen.
- Abnahme
- Erklärung des Bestellers beim Werkvertrag, dass er das Werk als im Wesentlichen vertragsgemäß annimmt.
- Abnehmender Grenznutzen
- Grundsatz der Volkswirtschaft: Jede weitere Einheit Aufwand bringt weniger zusätzlichen Nutzen als die vorige.
- Abrechnungsspitze
- Unterschied zwischen den Kosten laut Jahresabrechnung und den beschlossenen Vorschüssen eines Eigentümers.
- Abschlagszahlung
- Teilzahlung für bereits erbrachte Leistung vor der Fertigstellung. Beim Werkvertrag geregelt in § 632a BGB.
- Abschlussfrage
- Frage am Ende eines Verkaufsgesprächs, mit der der Anbieter den Kunden ausdrücklich um eine Entscheidung über den Auftrag bittet.
- Abschlussquote
- Anteil der Gespräche oder Angebote, die zu einem Auftrag führen. Englisch Closing Rate.
- Abschreibung
- Die Verteilung der Anschaffungskosten eines Anlageguts auf seine Nutzungsdauer. Sie mindert den Gewinn, nicht das Konto.
- Absichtserklärung
- Ein schriftlich festgehaltener Wille, einen Vertrag zu schließen, oft als Letter of Intent bezeichnet.
- Absprungrate
- Anteil der Besucher, die eine Webseite nach dem Aufruf einer einzigen Seite ohne weitere Handlung wieder verlassen.
- Abstandszahlung
- Geldbetrag, den eine Partei der anderen für die vorzeitige Beendigung eines Miet- oder Pachtvertrags zahlt.
- Abzinsungsfaktor
- Kehrwert des Aufzinsungsfaktors hoch Laufzeit, mit dem ein künftiger Betrag auf seinen heutigen Wert umgerechnet wird.
- Acquisition Wheel
- Arbeitsblatt des US-Investors Roland Frasier mit sieben Bausteinen, die ein Unternehmen kaufen statt aufbauen kann.
- Active Sourcing
- Englischer Begriff für die aktive Suche und Direktansprache passender Fachkräfte, statt auf Bewerbungen zu warten.
- Adressmiete
- Ein Anbieter überlässt Adressen für eine bestimmte Aussendung. Meist gegen Gebühr und nur zur einmaligen Nutzung.
- AGB-Kontrolle
- Gerichtliche Prüfung vorformulierter Vertragsklauseln auf unangemessene Benachteiligung.
- AIDA-Formel
- Aufbauregel für Werbung: Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, Wunsch erzeugen, Handlung auslösen.
- AIDA-Modell
- Klassisches Werbemodell in vier Stufen: Aufmerksamkeit, Interesse, Wunsch, Handlung.
- Akkreditiv
- Zahlungszusage einer Bank, die gegen Vorlage festgelegter Dokumente zahlt. Es sichert Käufer und Lieferant zugleich ab.
- Akquise (Kundengewinnung)
- Alle Tätigkeiten, mit denen ein Betrieb neue Kunden und Aufträge gewinnt. Nicht zu verwechseln mit Akquisition beim Firmenkauf.
- Aktives Zuhören
- Gesprächstechnik: den anderen ausreden lassen, nachfragen und das Gehörte in eigenen Worten zusammenfassen, bevor man antwortet.
- Albert Bandura
- Kanadisch-amerikanischer Psychologe an der Stanford University, Begründer des Konzepts der Selbstwirksamkeit.
- Alleinauftrag
- Maklervertrag, bei dem der Auftraggeber für eine feste Zeit keinen weiteren Makler einschaltet und der Makler tätig werden muss.
- Alleinstellungsmerkmal
- Eigenschaft, die ein Angebot klar von Wettbewerbern unterscheidet. Im Englischen Unique Selling Proposition (USP).
- Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
- Gesetz gegen Benachteiligung wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.
- Allstimmigkeit
- Zustimmung aller im Grundbuch eingetragenen Wohnungseigentümer, nicht nur aller Anwesenden.
- Altlasten
- Schädliche Bodenveränderungen durch frühere Nutzung, etwa auf stillgelegten Deponien oder Industrieflächen.
- Ambivalenz
- Gleichzeitiges Bestehen gegensätzlicher Wünsche oder Gefühle gegenüber derselben Sache, etwa Wollen und Fürchten zugleich.
- Amortisation
- Der Zeitpunkt, ab dem eine Investition durch Einsparungen oder Mehrerträge ihre Anschaffungskosten wieder eingebracht hat.
- Amos Tversky
- Psychologe an der Stanford University, erforschte mit Daniel Kahneman Entscheidungen unter Unsicherheit.
- Ampelsystem
- Statusanzeige mit den Farben Grün, Gelb und Rot, die zeigt, ob ein Projekt läuft, gefährdet ist oder steht.
- Änderungskündigung
- Kündigung, verbunden mit dem Angebot, den Vertrag zu geänderten Bedingungen fortzusetzen.
- Anerkannte Regeln der Technik
- Technische Regeln, die fachlich anerkannt sind und sich in der Praxis bewährt haben. Mindeststandard jeder Bauleistung.
- Anfechtung
- Einseitige Erklärung, mit der eine fehlerhaft zustande gekommene Willenserklärung rückwirkend beseitigt wird.
- Anfechtungsklage
- Klage eines Eigentümers gegen die Gemeinschaft, mit der ein fehlerhafter Beschluss für ungültig erklärt wird.
- Anforderungsprofil
- Beschreibung, welche Fähigkeiten, Erfahrungen und Eigenschaften ein Bewerber für eine Stelle mitbringen muss.
- Ankaufsrecht
- Das gegen eine Prämie erworbene Recht, ein Objekt innerhalb einer Frist zu einem festen Preis zu kaufen.
- Ankereffekt
- Denkfehler, bei dem eine zuerst genannte Zahl alle folgenden Schätzungen prägt, auch wenn sie keinen Grund hat.
- Anlagevermögen
- Vermögensgegenstände, die dem Betrieb dauerhaft dienen, etwa Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Software.
- Ann Handley
- Gründerin der Lernplattform MarketingProfs, Autorin von „Everybody Writes“ und „Content Rules“.
- Annuität
- Gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung, mit der ein Darlehen zurückgezahlt wird.
- Annuitätendarlehen
- Darlehen mit gleicher Rate aus Zins und Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst mit jeder Rate.
- Anschaffungskosten
- Alle Aufwendungen, um ein Wirtschaftsgut zu erwerben, also Kaufpreis plus direkte Nebenkosten.
- Anschaffungsnahe Herstellungskosten
- Instandsetzungskosten der ersten 3 Jahre nach dem Kauf über 15 Prozent der Gebäudekosten.
- Anschlussfinanzierung
- Neue Finanzierung der Restschuld, wenn die Zinsbindung eines Darlehens endet.
- Ansoff-Matrix
- Raster mit vier Wachstumswegen: bestehende oder neue Leistungen, kombiniert mit bestehenden oder neuen Märkten.
- Anteilstausch
- Gegenleistung für einen Kauf in Form von Anteilen an einer anderen Gesellschaft statt in Geld.
- Arbeitgebermarke
- Das Bild, das Bewerber und Mitarbeiter von einem Betrieb als Arbeitgeber haben. Englisch Employer Brand.
- Arbeitsgedächtnis
- Der Teil des Gedächtnisses, der Informationen kurz bereithält, während Sie damit arbeiten. Sein Umfang ist klein.
- Arbeitspaket
- Ein abgegrenzter Teil einer größeren Aufgabe mit klarem Ergebnis, festem Umfang und einer zuständigen Person.
- Arbeitsplatzorganisation
- Die Ordnung des eigenen Arbeitsplatzes: was wo liegt, was griffbereit ist und was dort nichts zu suchen hat.
- Arbeitsprobe
- Kleine, echte Aufgabe, die ein Bewerber vor der Zusage erledigt. Sie zeigt, wie jemand arbeitet, nicht nur, wie er sich darstellt.
- Arbitrage
- Ertrag aus einem Preisunterschied für dasselbe Gut, etwa weil zwei Nutzer ihm einen unterschiedlichen Wert beimessen.
- Architektenvertrag
- Vertrag über Planungs- und Überwachungsleistungen eines Architekten, seit 2018 eigener Vertragstyp im BGB.
- Arglistige Täuschung
- Bewusstes Erregen eines Irrtums, um den anderen zum Vertragsschluss zu bewegen; berechtigt zur Anfechtung.
- Asset Management
- Wertorientierte Steuerung einzelner Immobilien im Auftrag des Eigentümers, zwischen Portfolio- und Facility-Management.
- Aufbauorganisation
- Gliederung eines Unternehmens in Stellen, Abteilungen und Leitungsebenen.
- Aufbewahrungsfrist
- Gesetzlich vorgeschriebener Zeitraum, in dem Unternehmen bestimmte Unterlagen wie Rechnungen, Belege und Geschäftsbriefe aufbewahren müssen.
- Aufhebungsvertrag
- Vertrag, mit dem beide Parteien ein Mietverhältnis einvernehmlich zu einem vereinbarten Termin beenden.
- Auflassung
- Einigung von Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang am Grundstück, erklärt vor dem Notar.
- Auflassungsvormerkung
- Eintrag im Grundbuch, der den Anspruch des Käufers auf das Eigentum bis zur Umschreibung sichert.
- Aufrechnung
- Zwei Parteien verrechnen gegenseitige Forderungen miteinander. Statt zweier Zahlungen genügt eine Erklärung.
- Aufteilungsplan
- Bauzeichnung, die Lage und Größe von Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum im Gebäude zeigt.
- Auftragseingang
- Wert oder Zahl der neuen Aufträge in einem Zeitraum. Er zeigt früher als der Umsatz, wie sich die Auslastung entwickelt.
- Auftragsklärung
- Gemeinsame Festlegung von Ziel, Umfang, Rollen und Erfolgsmaßstab, bevor ein Berater oder Dienstleister mit der Arbeit beginnt.
- Auftragsverarbeitung
- Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen.
- Auftragsvorfinanzierung
- Finanzierung der Kosten eines Auftrags, bevor der Kunde zahlt. Sicherheit ist der bestätigte Auftrag.
- Aufwendungsersatz
- Erstattung konkreter Auslagen des Maklers, etwa für Inserate. Er setzt eine ausdrückliche Vereinbarung voraus.
- Aufzinsungsfaktor
- Faktor q gleich 1 plus Zinssatz in Prozent geteilt durch 100, mit dem ein Kapital für ein Jahr aufgezinst wird.
- Ausbildereignung
- Persönliche und fachliche Eignung zum Ausbilden nach dem Berufsbildungsgesetz, meist durch Prüfung vor der IHK nachgewiesen.
- Ausbildungsordnung
- Rechtsverordnung, die Berufsbild, Dauer, Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsanforderungen eines Ausbildungsberufs festlegt.
- Ausbildungsvertrag
- Vertrag zwischen Betrieb und Auszubildendem über Inhalt, Dauer, Vergütung und Pflichten der Berufsausbildung.
- Ausgleichsfläche
- Fläche, auf der Eingriffe eines Bauvorhabens in Natur und Landschaft durch Naturschutzmaßnahmen ausgeglichen werden.
- Auskunftsrecht
- Recht jeder Person nach Art. 15 DSGVO zu erfahren, ob und welche Daten über sie verarbeitet werden.
- Auslastung
- Verhältnis von genutzter zu vorhandener Kapazität. Sie zeigt, wie voll Personal und Betrieb mit Arbeit belegt sind.
- Ausschlusskriterium
- Eine vorab festgelegte Bedingung, bei deren Vorliegen eine Option ohne weitere Abwägung ausscheidet.
- Ausschreibung
- Verfahren, in dem ein Auftraggeber mehrere Anbieter zur Abgabe von Angeboten auffordert und dann vergleicht.
- Außenwerbung
- Werbung im öffentlichen Raum, etwa auf Plakaten, Bannern oder Fahrzeugen. Sie wird meist nur im Vorbeigehen oder Vorbeifahren gesehen.
- Außerordentliche Kündigung
- Beendigung eines Vertrags aus wichtigem Grund, meist ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist.
- Austrittsgespräch
- Gespräch mit einem ausscheidenden Mitarbeiter über Gründe und Erfahrungen. Es liefert oft sehr offene Hinweise.
- Auswahlparadoxon
- Die Beobachtung, dass mehr Wahlmöglichkeiten Entscheidungen erschweren und oft zum Aufschieben führen.
- Auszahlplan
- Plan, bei dem ein Kapital in gleichen Raten über eine feste Laufzeit entnommen und dabei ganz oder teilweise verbraucht wird.
- Automatische Gedanken
- Gedanken, die sich ohne bewusstes Nachdenken sofort melden und eine Lage bewerten, oft mit der schlechtesten Deutung.
- Automatisierungsverzerrung
- Denkfehler: Dem Vorschlag eines automatisierten Systems wird mehr vertraut als dem eigenen, richtigen Urteil.
- Autoplay (automatischer Videostart)
- Einstellung, bei der ein Video beim Laden der Seite von selbst startet, ohne dass der Besucher auf Start klickt.
- Autoritätsverzerrung
- Denkfehler, bei dem eine Aussage nach ihrer Quelle statt nach ihrem Inhalt gewichtet wird. Englisch Authority Bias.
- Aval
- Eine Bürgschaft oder Garantie, die eine Bank für ihren Kunden gegenüber einem Dritten übernimmt.
B
- Balanced Scorecard
- Steuerungsinstrument, das Ziele und Kennzahlen aus vier Blickwinkeln verbindet: Finanzen, Kunden, Prozesse, Mitarbeiter.
- Bankbürgschaft
- Eine Bank verbürgt sich gegenüber einem Dritten für Ihre Zahlung. Sie ersetzt Barsicherheiten wie eine Mietkaution.
- Bankrating
- Interne Einstufung eines Kreditnehmers durch die Bank. Sie beeinflusst, ob und zu welchen Bedingungen ein Kredit vergeben wird.
- Bargebot
- Teil des Gebots in der Zwangsversteigerung, den der Ersteher bar an das Gericht zahlt.
- Barnum-Effekt
- Denkfehler, bei dem sehr allgemeine Beschreibungen als persönlich und treffend erlebt werden. Auch Forer-Effekt genannt.
- Barrierefreies Bauen
- Bauweise, die Gebäude und Wohnungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ohne fremde Hilfe nutzbar macht.
- Baruch Fischhoff
- Psychologe an der Carnegie Mellon University, Mitglied der National Academy of Sciences, erforschte den Rückschaufehler.
- Barwert
- Heutiger Wert künftiger Zahlungen, ermittelt durch Abzinsung mit einem gewählten Zinssatz.
- Barwertfaktor
- Faktor zur Kapitalisierung jährlicher Erträge, abhängig von Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer.
- Bauabzugsteuer
- Steuerabzug von 15 Prozent, den unternehmerische Auftraggeber von Bauleistungen einbehalten und an das Finanzamt abführen.
- Baubetreuung
- Dienstleistung, bei der ein Betreuer ein Bauvorhaben im Namen und für Rechnung des Bauherrn vorbereitet und abwickelt.
- Baugeld
- Geld, das zur Bestreitung von Baukosten gewährt und meist durch ein Grundpfandrecht am Baugrundstück gesichert wird.
- Baugenehmigung
- Bescheid der Bauaufsicht, dass ein Vorhaben dem öffentlichen Baurecht entspricht und begonnen werden darf.
- Baugrundgutachten
- Fachgutachten über Bodenschichten, Tragfähigkeit und Grundwasser eines Grundstücks als Grundlage für die Gründung.
- Bauherrenhaftpflichtversicherung
- Haftpflichtversicherung des Bauherrn für Schäden, die Dritte durch die Baustelle erleiden.
- Baulast
- Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsicht, eingetragen im Baulastenverzeichnis.
- Bauleistung
- Leistung, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung eines Bauwerks dient.
- Bauleistungsversicherung
- Versicherung des entstehenden Bauwerks gegen unvorhergesehene Schäden und Diebstahl eingebauter Teile während der Bauzeit.
- Bauliche Veränderung
- Maßnahme am Gemeinschaftseigentum, die über die Erhaltung hinausgeht, etwa Anbau, Umbau oder neue Anlage.
- Baunutzungsverordnung
- Verordnung des Bundes zu Baugebieten sowie zu Art und Maß der baulichen Nutzung in Bebauungsplänen.
- Bausparvertrag
- Vertrag mit einer Bausparkasse über Ansparen eines Guthabens und Anspruch auf ein zinsfestes Darlehen.
- Bautagebuch
- Tägliche Aufzeichnung über Wetter, Personal, Leistungen, Störungen und Besprechungen auf einer Baustelle.
- Bauträger
- Unternehmen, das im eigenen Namen baut und Häuser oder Wohnungen an Erwerber verkauft.
- Bauvoranfrage
- Antrag an die Bauaufsicht, einzelne Fragen eines Vorhabens vorab verbindlich durch einen Vorbescheid zu klären.
- Bauvorlagen
- Unterlagen, die mit dem Bauantrag einzureichen sind, etwa Lageplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung und statische Berechnung.
- Bebauungsplan
- Verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der Art und Maß der baulichen Nutzung für ein Teilgebiet festsetzt.
- Bedarfsanalyse
- Der Teil des Verkaufsgesprächs, in dem Sie herausfinden, was der Kunde wirklich braucht. Sie kommt vor jedem Angebot.
- Bedenkenanmeldung
- Schriftlicher Hinweis der Baufirma an den Auftraggeber, dass sie eine Vorgabe, einen Stoff oder eine Vorleistung für fehlerhaft hält.
- Begrenzungsziel
- Ein Ziel, das eine Obergrenze für Zeit, Aufwand oder Geld festlegt, etwa ein festes Ende des Arbeitstags.
- Belegeinsicht
- Recht des Mieters, die Rechnungen und Verträge zur Betriebskostenabrechnung einzusehen.
- Belegprüfung
- Die Prüfung der Abrechnungsbelege einer Verwaltung, etwa durch den Verwaltungsbeirat einer Eigentümergemeinschaft.
- Belegungsbindung
- Pflicht, eine geförderte Wohnung nur an berechtigte Haushalte zu vermieten.
- Beleihungsauslauf
- Verhältnis von Darlehen samt Vorlasten zum Beleihungswert, angegeben in Prozent.
- Beleihungsgrenze
- Anteil des Beleihungswerts, bis zu dem eine Bank ein Darlehen erstrangig und günstig gewährt.
- Beleihungswert
- Der Wert, den eine Bank einer Immobilie als Sicherheit zugrunde legt. Er liegt meist unter dem Marktwert.
- Ben-Franklin-Effekt
- Wer jemandem einen Gefallen getan hat, ist eher bereit, ihm einen weiteren zu tun. Die Zuneigung folgt der Handlung.
- Benchmarking
- Systematischer Vergleich der eigenen Abläufe, Leistungen oder Kennzahlen mit den besten Lösungen anderer, um daraus zu lernen.
- Benennungsrecht
- Vereinbartes Recht des Käufers, bis zu einem Stichtag einen anderen Erwerber zu benennen, der an seiner Stelle kauft.
- Beratervertrag
- Vertrag, mit dem der Verkäufer nach der Übergabe gegen Honorar für den Käufer weiterarbeitet, etwa bei Kunden und Lieferanten.
- Beratungsprotokoll
- Schriftliche Aufzeichnung eines Beratungsgesprächs mit Teilnehmern, Wünschen, Empfehlungen und Hinweisen auf Risiken.
- Beratungsverkauf
- Verkaufsweise, bei der zuerst der Bedarf des Kunden geklärt und danach eine passende Lösung empfohlen wird.
- Bereitstellungszinsen
- Zinsen, die eine Bank für zugesagte, noch nicht abgerufene Darlehensbeträge berechnet.
- Berliner Räumung
- Räumung, bei der der Gerichtsvollzieher nur die Wohnung herausgibt und der Vermieter sein Pfandrecht an den Sachen geltend macht.
- Berufsrolle
- Die Haltung und das Auftreten, mit denen ein Mensch seine berufliche Aufgabe ausfüllt, getrennt vom Privatleben.
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- Versicherung, die eine monatliche Rente zahlt, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.
- Beschluss-Sammlung
- Fortlaufendes Verzeichnis aller Beschlüsse und gerichtlichen Entscheidungen einer Gemeinschaft, geführt vom Verwalter.
- Beschlussfähigkeit
- Voraussetzung, unter der eine Eigentümerversammlung wirksam beschließen kann; seit Dezember 2020 ohne gesetzliches Quorum.
- Beschlusskompetenz
- Befugnis der Eigentümer, eine Angelegenheit per Mehrheitsbeschluss zu regeln, die sich aus Gesetz oder Vereinbarung ergibt.
- Beschränkte persönliche Dienstbarkeit
- Nutzungsrecht an einem fremden Grundstück für eine bestimmte Person, etwa ein Wohnungs- oder Leitungsrecht.
- Beschwerdemanagement
- Geordneter Umgang mit Beschwerden: annehmen, bearbeiten, auswerten und Ursachen beheben.
- Beseitigungsanspruch
- Recht, vom Störer die Beseitigung einer Beeinträchtigung des Eigentums zu verlangen, etwa den Rückbau eines Anbaus.
- Besetzungszeit
- Zeit vom Beginn der Suche bis zur Zusage einer neuen Fachkraft. Englisch Time to Hire.
- Bestandshalter
- Eigentümer, der Immobilien langfristig hält und vermietet, statt sie zu entwickeln oder weiterzuverkaufen.
- Bestandskraft
- Endgültige Verbindlichkeit eines Beschlusses, der nicht fristgerecht angefochten oder dessen Anfechtung abgewiesen wurde.
- Bestandsverzeichnis
- Erster Teil des Grundbuchblatts, der das Grundstück nach Lage, Größe und Nutzungsart beschreibt.
- Bestätigungsfehler
- Denkfehler: Passende Informationen werden bevorzugt gesucht, leichter geglaubt und besser erinnert.
- Bestellerprinzip
- Regel bei Mietwohnungen: Die Provision zahlt, wer den Makler beauftragt, meist der Vermieter.
- Besucherquelle
- Herkunft eines Besuchers auf der Webseite, etwa Suchmaschine, Anzeige, Rundschreiben oder soziales Netzwerk.
- Beteiligungsgesellschaft
- Gesellschaft, die Anteile mehrerer Beteiligter bündelt und gemeinsam an einem Unternehmen hält.
- Betreffzeile
- Die Zeile, die der Empfänger einer E-Mail im Postfach zuerst sieht. Sie entscheidet oft, ob die Nachricht geöffnet wird.
- Betreibermodell
- Eigentum und Betrieb einer Immobilie liegen bei verschiedenen Parteien. Der Eigentümer erhält Pacht, der Betreiber trägt das operative Geschäft.
- Betreiberverantwortung
- Gesamtheit der Pflichten des Eigentümers oder Betreibers, Gebäude und Anlagen sicher und rechtskonform zu betreiben.
- Betreibervertrag
- Vertrag zwischen Eigentümer und Betreiber einer Spezialimmobilie, etwa eines Hotels oder eines Pflegeheims.
- Betreutes Wohnen
- Wohnform für ältere Menschen mit eigener Wohnung und zusätzlich buchbaren Service- und Betreuungsleistungen.
- Betriebsaufspaltung
- Trennung von Immobilie und Betrieb in zwei Gesellschaften, wobei der Betrieb die Immobilie pachtet. Sie hat eigene steuerliche Folgen.
- Betriebsblindheit
- Gewöhnung an eingespielte Abläufe, durch die Schwächen im eigenen Betrieb nicht mehr auffallen.
- Betriebshaftpflichtversicherung
- Haftpflichtversicherung eines Unternehmens für Personen- und Sachschäden, die Dritte durch den Betrieb erleiden.
- Betriebskosten
- Laufende Kosten aus Eigentum und Gebrauch eines Gebäudes, etwa Grundsteuer, Wasser, Müll und Hausreinigung.
- Betriebskostenabrechnung
- Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Kosten einer Immobilie, etwa Wasser, Müll oder Hausmeister, gegenüber den Mietern.
- Betriebskostenverordnung
- Verordnung, die abschließend festlegt, welche Betriebskosten ein Vermieter auf Wohnraummieter umlegen darf.
- Betriebspflicht
- Vertragliche Pflicht des Gewerbemieters, sein Geschäft zu festen Zeiten geöffnet zu halten.
- Betriebsprüfung
- Prüfung der steuerlichen Verhältnisse eines Unternehmens durch das Finanzamt, auch Außenprüfung genannt.
- Betriebsübergang
- Geht ein Betrieb oder Betriebsteil auf einen neuen Inhaber über, gehen die Arbeitsverhältnisse mit über (§ 613a BGB).
- Betriebsverpachtung
- Der Inhaber überlässt seinen Betrieb gegen Pacht einem anderen zur Führung. Oft mit Kaufoption bei Nachfolgen.
- Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
- Laufende Auswertung der Buchhaltung, meist monatlich vom Steuerberater erstellt. Sie zeigt Umsatz, Kosten und Ergebnis im Jahresverlauf.
- Bewirtschaftungskosten
- Kosten der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis und nicht umlegbare Betriebskosten.
- Bezahlte Reichweite
- Reichweite, die durch Werbeanzeigen entsteht: Inhalte werden gegen Bezahlung gezielt ausgewählten Menschen gezeigt.
- Bildüberlegenheitseffekt
- Befund der Gedächtnisforschung: Bilder werden in der Regel besser behalten als bloße Wörter.
- Bisoziation
- Die Verknüpfung zweier Gedankenwelten, die sonst nichts miteinander zu tun haben. Daraus entstehen oft neue Ideen.
- Blickkontakt
- Bewusster Augenkontakt zwischen Redner und einzelnen Zuhörern. Er macht aus einem Vortrag ein Gespräch.
- Bodenrichtwert
- Durchschnittlicher Lagewert des Bodens je Quadratmeter, den der Gutachterausschuss aus Kaufpreisen ableitet.
- Bodenwert
- Wert eines Grundstücks ohne Gebäude, meist ermittelt aus Vergleichspreisen oder Bodenrichtwerten.
- Bonität
- Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Person. Sie zeigt, wie sicher ein Geldgeber sein Geld zurückerwartet.
- Brainstorming
- Eine Methode zur Ideensammlung in der Gruppe. Ihre wichtigste Regel: erst sammeln, dann bewerten.
- Brennwertkessel
- Heizkessel, der zusätzlich die Wärme im Abgas nutzt und dadurch weniger Brennstoff verbraucht als ältere Kessel.
- Brian Tracy
- Unternehmer und Trainer, Chef von Brian Tracy International, Autor von über 45 Büchern.
- Brückenfrage
- Kurze Frage, die Ihr Gegenüber im Gespräch hält und Zustimmung oder Widerspruch sichtbar macht.
- Bruttogrundfläche
- Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Gebäudes nach DIN 277, kurz BGF.
- Buchwert
- Der Wert, mit dem ein Vermögensgegenstand in der Bilanz steht. Er sagt oft wenig über den heutigen Marktwert.
- Bumerang-Effekt
- Eine Widerlegung stärkt eine Überzeugung, statt sie zu schwächen. Der Widerspruch kommt als Angriff an.
- Bundesanzeiger
- Amtliches Veröffentlichungsorgan, in dem unter anderem Kapitalgesellschaften ihre Jahresabschlüsse offenlegen.
- Bürgschaft
- Vertrag, in dem sich ein Dritter verpflichtet, für die Schuld eines anderen einzustehen, wenn dieser nicht zahlt.
- Bürgschaftsbank
- Förderinstitut der Wirtschaft, das Kredite für kleine und mittlere Unternehmen verbürgt, wenn Sicherheiten fehlen.
- Buy and Build
- Kaufstrategie, bei der ein Unternehmen als Plattform gekauft und durch kleinere Zukäufe erweitert wird.
- Buying Center
- Alle Personen, die an einer Kaufentscheidung beteiligt sind. Selten entscheidet ein Mensch allein.
C
- CAFM
- Computer Aided Facility Management: Software, die Gebäudedaten, Flächen, Wartung und Verträge über den Lebenszyklus steuert.
- Call to Action (Handlungsaufforderung)
- Aufforderung in einer Anzeige, einem Brief oder auf einer Webseite, einen bestimmten nächsten Schritt zu tun.
- Cameron Herold
- Früher operativer Chef von 1-800-GOT-JUNK, Gründer der COO Alliance und Autor von „Vivid Vision“.
- Cap-Darlehen
- Darlehen mit variablem Zins, für das eine feste Zinsobergrenze vereinbart ist; die Absicherung kostet eine einmalige Prämie.
- Carol Dweck
- Psychologieprofessorin an der Stanford University, bekannt für die Forschung zur Denkweise des Wachstums.
- Carve-out
- Herauslösen eines Teilbereichs aus einem Unternehmen, etwa einer Sparte, als eigenständige Einheit.
- Cash-free / Debt-free
- Preisregel beim Firmenkauf: Der Kaufpreis gilt ohne Barmittel und ohne Finanzschulden. Beides wird am Stichtag verrechnet.
- Change-of-Control-Klausel
- Vertragsklausel, die einem Partner bei einem Wechsel des Eigentümers Rechte gibt, etwa ein Sonderkündigungsrecht.
- Checkliste
- Feste Liste von Prüfpunkten, die bei einem Ablauf Punkt für Punkt abgehakt wird. Sie verhindert, dass Schritte vergessen werden.
- Chip Heath
- Professor an der Stanford Graduate School of Business, Mitautor von „Made to Stick“.
- Chris Do
- Gründer der Designfirma Blind in Los Angeles und der Lernplattform The Futur für Kreative.
- Chronotyp
- Die angeborene Neigung eines Menschen, eher früh oder eher spät am Tag wach und leistungsfähig zu sein.
- Chunking
- Zerlegen langer Informationen in kleine Blöcke, damit das Gedächtnis sie leichter aufnimmt und behält.
- Claims-made-Prinzip
- Regel, nach der Versicherungsschutz besteht, wenn der Anspruch während der Vertragslaufzeit erhoben wird.
- Clustering-Illusion
- Denkfehler, bei dem in zufälligen Daten Muster, Serien und Häufungen ohne Bedeutung erkannt werden.
- Coaching
- Begleitung einer Person durch Gespräche mit dem Ziel, eine Fähigkeit oder ein berufliches Ziel zu entwickeln.
- Codie Sanchez
- Früher bei Goldman Sachs, heute Multimillionärin und Unternehmerin, unter anderem im Micro-Business-M&A.
- Commercial Due Diligence
- Prüfung des Geschäfts selbst vor einem Kauf: Markt, Kunden, Wettbewerb, Preise und Planung.
- Compliance-Management
- Organisation, die sicherstellt, dass Gesetze und interne Regeln im Unternehmen eingehalten werden.
- Content-Marketing
- Gewinnung von Kunden durch nützliche Inhalte wie Fachbeiträge, Leitfäden oder Vorträge statt durch reine Werbung.
- Contracting
- Auslagerung von Wärmeerzeugung oder Energieversorgung an ein spezialisiertes Unternehmen gegen Entgelt.
- Controlling
- Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Abläufe anhand von Zahlen und Zielen.
- Conversion-Rate (Umwandlungsrate)
- Anteil der Besucher einer Seite, die die gewünschte Handlung ausführen, etwa eine Anfrage senden.
- Corporate Design
- Einheitliches Erscheinungsbild eines Unternehmens: Farben, Schriften, Vorlagen und Logo auf allen Unterlagen.
- Corporate Governance
- Grundsätze guter Unternehmensführung und -überwachung: Transparenz, klare Verantwortung und Schutz der Eigentümerinteressen.
- Corporate Identity
- Einheitliches Erscheinungsbild, Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens nach innen und außen.
- Courtage
- Vergütung, die ein Versicherungsmakler vom Versicherer für vermittelte Verträge erhält; sie steckt meist in der Prämie.
- Covenants
- Auflagen im Kreditvertrag, mit denen der Kreditnehmer Kennzahlen, Informations- und Verhaltenspflichten während der Laufzeit zusagt.
- CRM-System
- Software, in der ein Betrieb Kontakte, Gespräche, Angebote und Aufträge seiner Kunden und Interessenten pflegt.
- Cross-Selling
- Verkauf zusätzlicher, passender Leistungen an Kunden, die bereits bei Ihnen kaufen.
- Crowdfunding
- Finanzierung eines Vorhabens durch viele Anleger mit kleinen Beträgen über Internetplattformen, auch Schwarmfinanzierung.
D
- D&O-Versicherung
- Vermögensschadenhaftpflicht für Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsorgane, abgeschlossen vom Unternehmen.
- Dach und Fach
- Konstruktive Teile eines Gebäudes wie Dach, Fundamente, Außenmauern und tragende Wände.
- Dachmarke
- Ein gemeinsamer Name, unter dem ein Unternehmen mehrere Leistungen oder Standorte anbietet.
- Dallan Wright
- Filmemacher und Dozent für Immobilienvideos im Onlinekurs Full Time Filmmaker von Parker Walbeck.
- Dampfsperre
- Folie auf der warmen Seite der Dämmung, die Feuchtigkeit aus dem Wohnraum von der Dämmung fernhält.
- Dan Heath
- Amerikanischer Sachbuchautor, Mitautor von „Made to Stick“; seine Bücher verkauften sich über 4 Mio. Mal.
- Dan Kennedy
- Marketingberater und Unternehmer, Autor der Buchreihe „No B.S.“ und des Buchs „Magnetic Marketing“.
- Daniel Kahneman
- Psychologe an der Princeton University, erhielt 2002 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
- Danke-Seite
- Seite, die nach dem Absenden eines Formulars erscheint. Sie bestätigt die Anfrage und kann den nächsten Schritt erklären.
- Datenmigration
- Übertragung von Daten aus einem alten in ein neues System. Dazu gehört die Bereinigung der Altdaten.
- Datenschutz-Folgenabschätzung
- Vorab-Prüfung nach Art. 35 DSGVO, ob eine Verarbeitung ein hohes Risiko für Betroffene birgt und wie es zu mindern ist.
- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
- Verordnung der Europäischen Union zum Schutz personenbezogener Daten. Sie gilt seit Mai 2018 in allen Mitgliedstaaten.
- Datenschutzbeauftragter
- Person, die ein Unternehmen beim Datenschutz berät und die Einhaltung überwacht.
- Datenschutzerklärung
- Text auf einer Webseite, der erklärt, welche personenbezogenen Daten erhoben werden, wozu und welche Rechte Betroffene haben.
- Debt-Equity-Swap
- Der Tausch einer Forderung gegen eine Beteiligung. Aus einem Gläubiger wird ein Gesellschafter.
- Deckungsbeitrag
- Umsatz abzüglich der variablen Kosten. Er zeigt, was ein Kunde oder Auftrag zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
- Deckungssumme
- Höchstbetrag, bis zu dem eine Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung je Schaden oder Jahr leistet.
- Default-Effekt
- Die Neigung, die Voreinstellung beizubehalten. Was ohne Entscheidung gilt, setzt sich meist durch.
- Defensive Attribution
- Denkfehler, bei dem man Betroffenen umso mehr Schuld gibt, je weniger man sich in ihnen wiedererkennt.
- Definition of Done
- Vorab festgelegte Merkmale, ab denen eine Arbeit als fertig gilt. Sie verhindert endlose Nacharbeit.
- Delegation
- Übertragung einer ganzen Aufgabe samt Verantwortung an einen Mitarbeiter. Sie kostet einmal Zeit und spart danach dauerhaft.
- Denkmuster
- Eingeübte Art, Situationen zu deuten und auf sie zu reagieren. Sie läuft meist ab, ohne dass jemand bewusst entscheidet.
- Dickie Bush
- Früher Händler bei der Fondsgesellschaft BlackRock, heute Mitgründer der Schreibschule Ship 30 for 30.
- Dienst nach Vorschrift
- Arbeit, die sich strikt auf das Vorgeschriebene beschränkt. Eigeninitiative und zusätzlicher Einsatz unterbleiben.
- DIN 276
- Norm, die Kosten im Bauwesen in Kostengruppen von Grundstück bis Finanzierung gliedert und die Stufen der Kostenermittlung festlegt.
- DIN 277
- Norm zur Ermittlung von Grundflächen und Rauminhalten im Hochbau.
- Dina Čalaković
- Werbetexterin und Mitgründerin der LinkedIn-Beratung Authority Marketing, Autorin von „LinkedIn Hook Templates“.
- Direktansprache
- Gezielte persönliche Ansprache möglicher Kandidaten, die sich nicht beworben haben. Englisch Active Sourcing oder Direct Search.
- Direktmarketing
- Werbung, die Empfänger persönlich anspricht, etwa per Brief oder E-Mail, und eine direkte Antwort erwartet.
- Disagio
- Abschlag vom Auszahlungsbetrag eines Darlehens, der wirtschaftlich vorausbezahlter Zins ist.
- Discounted-Cashflow-Verfahren
- Bewertungsverfahren, das künftige Zahlungsüberschüsse über einen Zeitraum auf den Stichtag abzinst.
- Dissens
- Fehlende Einigung der Vertragsparteien über einen Punkt, über den nach dem Willen einer Partei eine Einigung nötig ist.
- Doppelmakler
- Makler, der für Verkäufer und Käufer zugleich tätig wird und deshalb zu strenger Neutralität verpflichtet ist.
- Doppelt qualifizierte Mehrheit
- Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen und der Hälfte aller Miteigentumsanteile.
- Double-Opt-in
- Zweistufige Anmeldung zu einem E-Mail-Verteiler: Nach dem Eintragen bestätigt der Empfänger seine Adresse über einen Link in einer E-Mail.
- Drittsicherheit
- Sicherheit, die nicht der Kreditnehmer, sondern ein Dritter für dessen Darlehen stellt, etwa eine Grundschuld auf seinem Haus.
- Drittverwendbarkeit
- Eignung einer Immobilie für andere Mieter oder Zwecke, wenn der bisherige Nutzer auszieht.
- Dunning-Kruger-Effekt
- Annahme, dass Menschen mit wenig Können ihre Kompetenz überschätzen, weil ihnen der Maßstab fehlt. Methodisch umstritten.
E
- E-Mail-Marketing
- Regelmäßige E-Mails an Empfänger, die sich eingetragen haben, um Kontakt zu halten und aus Interessenten Kunden zu machen.
- Earn-out
- Teil des Kaufpreises, der erst später fließt, wenn der Betrieb vereinbarte Ergebnisse erreicht.
- EBITDA
- Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Häufige Bezugsgröße für Kaufpreise beim Unternehmenskauf.
- Echtes und unechtes Factoring
- Zwei Formen des Forderungsverkaufs. Beim echten Factoring trägt der Käufer das Ausfallrisiko, beim unechten der Verkäufer.
- Edi Karni
- Wirtschaftsprofessor an der Johns Hopkins University, forscht über Entscheidungen unter Unsicherheit.
- Edward Winslow
- Früher Gewerbemakler in New York, heute Marketingberater; entwickelte das Verfahren „1 Page Case Studies“.
- Effektiver Jahreszins
- Gesamtkosten eines Kredits, umgerechnet in einen Prozentsatz pro Jahr. Er macht Angebote vergleichbar.
- Effektivität
- Wirksamkeit: das Maß, in dem eine Tätigkeit zum gewünschten Ziel beiträgt. Kurz gesagt: die richtigen Dinge tun.
- Eigenbedarf
- Kündigungsgrund, wenn der Vermieter die Wohnung für sich, Familienangehörige oder Haushaltsangehörige benötigt.
- Eigengruppenbevorzugung
- Denkfehler, bei dem Angehörige der eigenen Gruppe bei Vertrauen, Bewertung und Geld bevorzugt werden.
- Eigenkapitalquote
- Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Zeigt, wie viel des Vermögens nicht fremdfinanziert ist.
- Eigenkapitalrendite
- Jährlicher Überschuss eines Objekts im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital, in Prozent.
- Eigenleistung
- Eigener Beitrag des Bauherrn zur Finanzierung, etwa durch Arbeit am Bau oder ein eingebrachtes Grundstück.
- Eigenschaftsirrtum
- Irrtum über eine verkehrswesentliche Eigenschaft einer Sache oder Person, der ausnahmsweise zur Anfechtung berechtigt.
- Eigentümergemeinschaft
- Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Sie entscheidet in der Eigentümerversammlung, etwa über den Verwalter.
- Eigentümergrundschuld
- Grundschuld, die dem Eigentümer des belasteten Grundstücks selbst zusteht.
- Eigentümerversammlung
- Versammlung aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Hier fallen die wesentlichen Beschlüsse, auch über den Verwalter.
- Eigentumsvorbehalt
- Die Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie vollständig bezahlt ist.
- Einarbeitung
- Die geplante Begleitung neuer Mitarbeiter in den ersten Wochen und Monaten, bis sie selbständig arbeiten.
- Einbringung
- Übertragung von Vermögen, etwa Immobilien oder einem Betrieb, in eine Gesellschaft gegen Gewährung von Anteilen.
- Eingriffsregelung
- Pflicht, Eingriffe in Natur und Landschaft zu vermeiden und unvermeidbare Beeinträchtigungen auszugleichen.
- Einheitspreisvertrag
- Bauvertrag, bei dem nach den tatsächlich ausgeführten Mengen zu festen Einheitspreisen abgerechnet wird.
- Einmaleffekt
- Ertrag oder Aufwand, der nicht regelmäßig wiederkehrt und deshalb das laufende Ergebnis verzerrt.
- Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
- Vereinfachte Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG. Maßgeblich ist, wann Geld fließt, nicht wann eine Leistung erbracht wird.
- Einsichtsrecht
- Recht jedes Wohnungseigentümers nach § 18 Abs. 4 WEG, jederzeit und ohne Begründung die Verwaltungsunterlagen einzusehen.
- Einstiegsangebot
- Kleines, günstiges erstes Angebot, das neuen Kunden den Einstieg erleichtert und zu weiteren Aufträgen führen soll.
- Einstweilige Verfügung
- Gerichtliche Eilentscheidung, die ein Verhalten vorläufig untersagt, bis über die Sache selbst entschieden ist.
- Eintragungsbewilligung
- Beglaubigte Erklärung dessen, dessen Recht betroffen ist, dass er einer Eintragung im Grundbuch zustimmt.
- Einwandbehandlung
- Der Umgang mit Bedenken des Kunden im Verkaufsgespräch. Ziel ist, den echten Einwand vom vorgeschobenen zu trennen.
- Einwilligung (Datenschutz)
- Freiwillige, ausdrückliche Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten für einen bestimmten Zweck.
- Einzugsgebiet
- Das räumliche Gebiet, aus dem ein Anbieter seine Kunden gewinnt oder realistisch gewinnen kann.
- Eisberg-Modell
- Bild für Gespräche: Nur der Sachinhalt liegt sichtbar oben, Gefühle und Motive steuern den größeren Teil darunter.
- Eisenhower-Prinzip
- Methode, Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu ordnen, damit Wichtiges nicht vom Dringenden verdrängt wird.
- Eitelkeitskennzahl
- Zahl, die gut aussieht, aber nicht direkt mit Umsatz zusammenhängt, etwa Likes, Follower oder Seitenaufrufe.
- Elementarschadenversicherung
- Zusatzschutz zur Gebäudeversicherung gegen Naturgefahren wie Überschwemmung, Starkregen, Erdrutsch oder Schneedruck.
- Elevator Pitch
- Kurze Darstellung des eigenen Angebots in wenigen Sätzen, so knapp wie eine Fahrt im Aufzug.
- Emotionale Ansteckung
- Die Übertragung von Stimmungen zwischen Menschen im Gespräch, meist unbewusst über Tonfall, Mimik und Wortwahl.
- Emotionsregulation
- Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und ihren Einfluss auf Verhalten und Entscheidungen zu steuern.
- Empfehlungsmarketing
- Kundengewinnung über Empfehlungen zufriedener Kunden. Sie gelingt nur, wenn die Leistung in einem Satz beschreibbar ist.
- Empfehlungsprämie
- Eine Belohnung für Kunden oder Dritte, die einen neuen Kunden vermitteln. Sie wirkt nur, wenn der Empfehlende sie auch haben will.
- Endfälliges Darlehen
- Darlehen mit reinen Zinszahlungen, das am Ende in einer Summe getilgt wird.
- Energieausweis
- Dokument, das den Energiebedarf oder Energieverbrauch eines Gebäudes mit Kennwerten und Effizienzklasse ausweist.
- Energiemanagement
- Planmäßige Erfassung, Steuerung und Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden und Anlagen.
- Engpass
- Die Stelle in einem Ablauf, die das Tempo des ganzen Betriebs begrenzt. Oft ist es der Schreibtisch des Inhabers.
- Enteignung
- Hoheitlicher Entzug oder Belastung von Eigentum zum Wohl der Allgemeinheit gegen gesetzlich geregelte Entschädigung.
- Entlastung des Verwalters
- Beschluss der Eigentümer, mit dem sie die Amtsführung des Verwalters für einen Zeitraum billigen und auf erkennbare Ansprüche verzichten.
- Entscheidungskompetenz
- Die festgelegte Befugnis einer Person, bestimmte Entscheidungen ohne Rückfrage selbst zu treffen, oft mit Betragsgrenze.
- Entscheidungsmüdigkeit
- Nachlassende Qualität von Entscheidungen nach langer geistiger Belastung. Englisch Decision Fatigue.
- Entscheidungsprotokoll
- Eine kurze schriftliche Notiz zu einer Entscheidung: was entschieden wurde, warum und auf welcher Grundlage.
- Entscheidungsvorlage
- Kurzes Papier, das einem Gremium oder Vorgesetzten die Grundlage für eine Entscheidung liefert: Sachverhalt, Optionen, Empfehlung.
- Entwicklungszustand
- Stufe eines Grundstücks auf dem Weg zum Bauland: Agrarfläche, Bauerwartungsland, Rohbauland oder baureifes Land.
- Entziehung des Wohnungseigentums
- Verfahren, mit dem die Gemeinschaft einen Eigentümer nach schweren Pflichtverstößen zur Veräußerung zwingt.
- Erbbaurecht
- Das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu haben. Der Eigentümer erhält dafür einen laufenden Erbbauzins.
- Erbbauzins
- Laufendes Entgelt, das der Erbbauberechtigte dem Grundstückseigentümer für die Nutzung des Grundstücks zahlt.
- Erbengemeinschaft
- Gemeinschaft mehrerer Erben, denen der Nachlass bis zur Auseinandersetzung gemeinsam gehört.
- Erbschein
- Gerichtliches Zeugnis über das Erbrecht und die Größe der Erbteile.
- Erfa-Kreis
- Kleine, feste Runde von Unternehmern, die sich regelmäßig über Erfahrungen austauscht und gegenseitig berät.
- Erfolgsangst
- Die Scheu vor den Folgen des Gelingens, etwa vor mehr Verantwortung oder einer neuen Rolle.
- Erfolgshonorar
- Vergütung, die nur bei Erfolg fällig wird, etwa je abgeschlossenem Vertrag statt als festes Honorar vorab.
- Erfolgsprinzip
- Grundsatz des Maklerrechts: Provision gibt es nur, wenn infolge der Maklertätigkeit ein Hauptvertrag zustande kommt.
- Erfüllungsgehilfe
- Person, die mit Wissen und Wollen des Schuldners bei der Erfüllung seiner Pflichten tätig wird, etwa ein beauftragter Handwerker.
- Erfüllungsübernahme
- Eine Absprache, in der ein Dritter die Schuld eines anderen bezahlt. Gegenüber dem Gläubiger bleibt der alte Schuldner verpflichtet.
- Ergebnisprotokoll
- Ein Protokoll, das nur Beschlüsse, Zuständigkeiten und Termine festhält, nicht den Verlauf der Diskussion.
- Ergebnisziel
- Ein Ziel, das den gewünschten Zustand nach der Arbeit beschreibt, etwa einen Umsatz oder eine Kundenzahl.
- Erhaltungsaufwand
- Kosten, die ein Gebäude im bisherigen Zustand erhalten. Bei Vermietung sind sie sofort als Werbungskosten abziehbar.
- Erhaltungsrücklage
- Geldreserve einer Wohnungseigentümergemeinschaft für künftige Instandhaltung und Sanierung. Früher Instandhaltungsrücklage genannt.
- Erhöhte Absetzung
- Steuerliche Sonderabschreibung für Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten über 12 Jahre.
- Erinnerungswert
- Ein Wert von einem Euro für voll abgeschriebene Gegenstände, die noch vorhanden sind. Er zeigt nur, dass es sie gibt.
- Erlaubnis nach § 34c GewO
- Gewerberechtliche Erlaubnis unter anderem für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter. Sie wird der Person des Gewerbetreibenden erteilt.
- ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge
- Förderkredit der KfW (Programm 077) für Gründungen und Unternehmensnachfolgen. Er wird über die Hausbank beantragt.
- ERP-Gründerkredit StartGeld
- Förderkredit der KfW für Gründungen und Übernahmen bis 200.000 Euro, beantragt über die Hausbank.
- Ersatzverhalten
- Neues, fest geplantes Verhalten, das an die Stelle einer abgelegten Gewohnheit tritt, damit die Lücke nicht vom Alten gefüllt wird.
- Erschließung
- Anschluss eines Grundstücks an Straße, Wasser, Abwasser und Energie. Ohne gesicherte Erschließung ist kein Bau zulässig.
- Erschließungsbeitrag
- Abgabe der Gemeinde an Grundstückseigentümer für die Herstellung von Straßen, Wegen und ähnlichen Anlagen.
- Erschließungsvertrag
- Vertrag, mit dem eine Gemeinde die Herstellung von Erschließungsanlagen auf einen privaten Erschließungsträger überträgt.
- Erstgespräch
- Erstes ausführliches Gespräch mit einem Interessenten, in dem Bedarf, Lage und mögliche Zusammenarbeit geklärt werden.
- Erstmalige Herstellung
- Pflicht der Gemeinschaft, das Gemeinschaftseigentum erstmals so herzustellen, wie es Teilungserklärung, Pläne und Baubeschreibung vorsehen.
- Ertragswert
- Wert eines Unternehmens oder einer Immobilie, abgeleitet aus den künftig erwarteten Erträgen.
- Erwartungsmanagement
- Bewusste Steuerung dessen, was ein Kunde erwartet: Leistung, Fristen und Grenzen werden vorab klar benannt und dann eingehalten.
- Erwerbsgesellschaft
- Eigens für einen Unternehmenskauf gegründete Gesellschaft, die Finanzierung aufnimmt und die Anteile erwirbt. Auch NewCo.
- Erwerbsnebenkosten
- Kosten, die beim Kauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, etwa Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch.
- Eugene Schwartz
- Amerikanischer Werbetexter für Direktmarketing, Autor des Standardwerks „Breakthrough Advertising“ von 1966.
- EURIBOR
- Referenzzins, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen, Basis vieler variabler Darlehen.
- Existenzgründung
- Der Schritt in die berufliche Selbständigkeit durch Gründung eines eigenen Unternehmens oder Übernahme eines bestehenden Betriebs.
- Exit-Intent-Popup
- Fenster, das sich öffnet, wenn ein Besucher erkennbar die Seite verlassen will, etwa wenn die Maus zum Schließen wandert.
- Exposé
- Verkaufs- oder Vermietungsunterlage mit Beschreibung, Bildern, Plänen und Preisangaben eines Objekts.
- Extrinsische Motivation
- Antrieb, der von außen kommt, etwa durch Prämien, Lob, Druck oder Strafe, und nicht aus der Sache selbst.
- Ezra Firestone
- Gründer der Kosmetikmarke BOOM! by Cindy Joseph, der Schulungsfirma Smart Marketer und der Softwarefirma Zipify.
F
- Fachjargon
- Die Sprache eines Fachs mit Begriffen, die Fachleute verstehen, Außenstehende aber erst übersetzen müssen.
- Fachkräftemangel
- Lage, in der Betriebe offene Stellen für qualifizierte Kräfte über längere Zeit nicht besetzen können.
- Fachliteratur
- Bücher, Zeitschriften und Fachtexte zu einem bestimmten Fachgebiet, etwa Recht, Führung, Verkauf oder Finanzen.
- Fachverband
- Zusammenschluss von Unternehmen oder Berufsangehörigen einer Branche, der deren gemeinsame Interessen vertritt.
- Facility-Management
- Bewirtschaftung von Gebäuden in der Nutzungsphase mit kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Leistungen.
- Factoring
- Verkauf offener Rechnungen an einen Finanzierer. Sie erhalten das Geld sofort, abzüglich einer Gebühr.
- Fälligkeitsmitteilung
- Schreiben des Notars, dass alle vereinbarten Voraussetzungen für die Zahlung des Kaufpreises erfüllt sind.
- Fallstudie
- Geordnete Beschreibung eines Kundenauftrags: Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis. Englisch Case Study.
- Falsche Erinnerung
- Erzähltes, Vorgestelltes oder Gesehenes wird für selbst Erlebtes gehalten. Englisch False Memory.
- Falscher Konsens
- Denkfehler, bei dem die eigene Meinung für verbreiteter gehalten wird, als sie tatsächlich ist.
- Farbkontrast
- Unterschied in Helligkeit und Farbton zwischen zwei Flächen. Er entscheidet, ob Schrift lesbar ist und ein Element auffällt.
- Feedback
- Rückmeldung an eine Person über ihr Verhalten oder ihre Arbeit. Wirksam ist es, wenn es konkret und zeitnah kommt.
- Fehlanreiz
- Ein Anreiz, etwa eine Prämie, der ein anderes Verhalten belohnt als das eigentlich gewünschte.
- Fehlbesetzung
- Eine Stelle ist mit jemandem besetzt, der fachlich oder persönlich nicht passt.
- Fehlerkultur
- Die Art, wie ein Betrieb mit Fehlern umgeht. Sie entscheidet, ob Fehler früh gemeldet oder verdeckt werden.
- Fernabsatzvertrag
- Vertrag zwischen Unternehmer und Verbraucher, der nur über Telefon, E-Mail, Brief oder Internet zustande kommt.
- Feuerrohbauversicherung
- Versicherung des Rohbaus und der Baustoffe gegen Feuer, Blitzschlag und Explosion bis zur Bezugsfertigkeit.
- Financial Due Diligence
- Prüfung der Finanzen eines Unternehmens vor dem Kauf: Abschlüsse, Zahlungsfluss, Bereinigungen und Verpflichtungen.
- Finanzierungsvermittler
- Vermittler, der Kreditnehmern Darlehen bei Banken und anderen Geldgebern beschafft. Die Tätigkeit ist erlaubnispflichtig.
- Finanzierungszusage
- Schriftliche Erklärung eines Kreditgebers, ein Darlehen zu bestimmten Bedingungen zu gewähren. Sie ist meist befristet.
- Firmenfortführung
- Der Käufer führt den Namen eines übernommenen Geschäfts weiter. Daran kann eine Haftung für alte Schulden hängen.
- First Principles (Denken vom Grundsatz her)
- Denkweise, die ein Problem in seine Grundbestandteile zerlegt und die Lösung neu aufbaut, statt Bestehendes zu vergleichen.
- FIU
- Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen beim Zoll, die Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz entgegennimmt.
- Fixkosten
- Kosten, die unabhängig von der Auslastung anfallen, etwa Miete, Gehälter und Versicherungen.
- Flächennutzungsplan
- Vorbereitender Bauleitplan für das ganze Gemeindegebiet, der die geplante Bodennutzung in Grundzügen darstellt.
- Floskel
- Abgegriffene Wendung, die vertraut klingt und nichts Bestimmtes aussagt, etwa „alles aus einer Hand“.
- Fluch des Wissens
- Denkfehler, bei dem Fachleute ihr Wissen bei anderen voraussetzen und deshalb schwer verständlich erklären.
- Fluktuation
- Anteil der Mitarbeiter, die ein Unternehmen in einem Zeitraum verlassen und ersetzt werden müssen.
- Flurkarte
- Amtliche Karte des Liegenschaftskatasters mit Grenzen, Gebäuden und Nummern der Flurstücke.
- Flurstück
- Kleinste Einheit des Liegenschaftskatasters, eine abgegrenzte Fläche mit eigener Nummer.
- Folgegeschäft (Backend)
- Alle Aufträge, die ein Kunde nach dem ersten Kauf erteilt: wiederholte Grundleistungen und ergänzende Zusatzleistungen.
- Forderungsabtretung
- Übertragung einer Forderung auf einen anderen Gläubiger, etwa an eine Bank als Sicherheit für einen Kredit.
- Forderungsverzicht
- Ein Gläubiger erlässt einen Teil seiner Forderung. Für den Schuldner kann daraus ein steuerlich relevanter Ertrag entstehen.
- Formularvertrag
- Vorformulierter Vertrag für viele Fälle, dessen Klauseln als Allgemeine Geschäftsbedingungen streng kontrolliert werden.
- Fortschrittsanzeige
- Hinweis in einem mehrstufigen Formular, der zeigt, wie viele Schritte erledigt sind und wie viele noch folgen.
- Forward-Darlehen
- Darlehen, das heute zu festem Zins für eine spätere Anschlussfinanzierung abgeschlossen wird.
- Framing-Effekt
- Dieselbe Information wirkt je nach Darstellung unterschiedlich, etwa ein Preis als Jahres- oder Monatsbetrag.
- Franchisegebühr
- Die Zahlung des Franchisenehmers an den Franchisegeber für Nutzung von Marke, System und Unterstützung.
- Franchising
- Vertriebs- und Geschäftsmodell, bei dem ein Geber sein erprobtes Konzept gegen Gebühr an selbständige Nehmer überlässt.
- Frank Kern
- Berater und Werbetexter für Direktmarketing im Internet, seit 1999 im Geschäft.
- Frederick Reichheld
- Berater bei Bain & Company, Gründer der dortigen Loyalitätspraxis und Entwickler des Net Promoter Score.
- Freier Cashflow (freier Zahlungsfluss)
- Geld aus dem laufenden Geschäft nach den nötigen Investitionen. Es steht für Tilgung und Ausschüttung zur Verfügung.
- Freihändige Vergabe
- Vergabe von Bauleistungen ohne förmliches Ausschreibungsverfahren, etwa bei kleinen, dringenden oder nicht beschreibbaren Aufträgen.
- Freistellung
- Zusage des Verkäufers, den Käufer von einem bekannten Risiko freizuhalten, etwa aus einer laufenden Betriebsprüfung.
- Freistellungsbescheinigung
- Bescheinigung des Finanzamts eines Bauunternehmers, die den Auftraggeber vom Abzug der Bauabzugsteuer befreit.
- Freiwillige Grundstücksversteigerung
- Verkauf eines Grundstücks durch einen zugelassenen Versteigerer im Auftrag des Eigentümers; der Zuschlag begründet einen Kaufvertrag.
- Fremdbild
- Wie andere eine Person wahrnehmen. Der Abgleich mit dem Selbstbild zeigt blinde Flecken.
- Fremdgruppen-Homogenitätsverzerrung
- Mitglieder fremder Gruppen erscheinen einander ähnlicher als Mitglieder der eigenen Gruppe.
- Fremdwährungsdarlehen
- Darlehen in einer fremden Währung, dessen Schuld in Euro mit dem Wechselkurs schwankt.
- Frühindikator
- Kennzahl, die eine Entwicklung früh anzeigt, etwa Anfragen oder verschickte Angebote. Englisch Leading Indicator.
- Führungssprache
- Die Wörter und Sätze, mit denen eine Führungskraft Aufgaben vergibt, Zusagen macht und Entscheidungen begründet.
- Führungsstil
- Die gewohnte Art, wie eine Führungskraft Aufgaben vergibt, entscheidet, informiert und kontrolliert.
- Füllwort
- Laut oder Wort ohne Inhalt, etwa „äh“, „also“ oder „sozusagen“. Es füllt eine Sprechpause, ohne etwas zu sagen.
- Fundamentaler Attributionsfehler
- Denkfehler, bei dem fremdes Verhalten mit dem Charakter erklärt wird, das eigene dagegen mit den Umständen.
- Fünf-Sekunden-Test
- Prüfverfahren: Ein Fremder sieht eine Seite fünf Sekunden lang und sagt danach, was angeboten wird und für wen.
- Fusionskontrolle
- Prüfung von Unternehmenszusammenschlüssen durch das Bundeskartellamt. Sie greift erst ab hohen Umsatzschwellen.
G
- Gebäudeenergiegesetz
- Gesetz mit energetischen Anforderungen an Neubau und Bestand, seit Juli 2026 als Gebäudemodernisierungsgesetz reformiert.
- Gebäudemanagement
- Gesamtheit aller Leistungen zum Betreiben und Bewirtschaften von Gebäuden nach DIN 32736.
- Gefahrübergang
- Zeitpunkt, ab dem der Käufer das Risiko trägt, dass die Ware untergeht oder beschädigt wird.
- Gegenwartspräferenz
- Neigung, nahe Kosten und Nutzen stärker zu gewichten als spätere. Englisch Present Bias.
- Geldwäsche
- Verschleiern der Herkunft von Vermögen aus Straftaten, um es später als scheinbar legales Vermögen zu nutzen.
- Gemarkung
- Katasterbezirk, der meist mit dem Gebiet einer Gemeinde übereinstimmt und in Fluren gegliedert ist.
- Gemeinkosten
- Kosten, die sich keinem einzelnen Auftrag direkt zurechnen lassen. Beispiele sind Miete, Verwaltung und Buchhaltung.
- Gemeinschaftseigentum
- Grundstück und alle Gebäudeteile, die weder Sondereigentum noch Eigentum Dritter sind.
- Gemeinschaftsgeschäft
- Zusammenarbeit zweier Makler an einem Geschäft: einer bringt das Objekt, der andere den Interessenten.
- Gemeinschaftsordnung
- Vereinbarte Regeln der Eigentümer für ihr Verhältnis untereinander, meist Teil der Teilungserklärung.
- Generalunternehmer
- Unternehmen, das alle Bauleistungen eines Projekts aus einer Hand übernimmt und Teile an Nachunternehmer vergibt.
- Gerechte-Welt-Glaube
- Denkfehler, bei dem man annimmt, die Welt sei gerecht, und deshalb bei jedem Unglück ein Verschulden sucht.
- Gerichtsvollzieher
- Beamter, der Pfändungen und Räumungen durchführt und Schriftstücke förmlich zustellt.
- Geringstes Gebot
- Mindestgebot in der Zwangsversteigerung, das die Verfahrenskosten und alle vorrangigen Rechte deckt.
- Gesamtkostenverfahren
- Gliederung der GuV nach Kostenarten wie Material, Personal und Abschreibungen. Das Gegenstück ist das Umsatzkostenverfahren.
- Gesamtnutzungsdauer
- Übliche Zeit, in der eine bauliche Anlage ab Fertigstellung bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung genutzt werden kann.
- Geschäftsmodell
- Beschreibung, welche Leistung ein Unternehmen für welchen Kunden erbringt und womit es Geld verdient.
- Geschäftsordnungsbeschluss
- Beschluss über den Ablauf der Eigentümerversammlung, etwa zu Redezeit, Versammlungsleiter oder Teilnahme Dritter.
- Geschäftsplan (Businessplan)
- Schriftliche Darstellung eines Vorhabens mit Angebot, Kunden, Markt, Zielen und Zahlen. Er dient der Planung und der Finanzierung.
- Geschäftsverteilungsplan
- Übersicht, wer im Unternehmen wofür und mit welchen Befugnissen zuständig ist.
- Geschäftswert
- Differenz zwischen Kaufpreis und Wert des übernommenen Vermögens abzüglich Schulden. Englisch Goodwill.
- Geschlossener Immobilienfonds
- Fonds, der Kapital vieler Anleger für wenige, festgelegte Objekte sammelt und danach geschlossen wird.
- Geschossflächenzahl
- Kennzahl im Bebauungsplan: zulässige Geschossfläche aller Vollgeschosse je Quadratmeter Grundstücksfläche.
- Gesellschafterdarlehen
- Kredit, den ein Gesellschafter seiner eigenen Gesellschaft gibt.
- Gesellschaftervereinbarung
- Vertrag zwischen Gesellschaftern über Entscheidungen, Ausstieg und Bewertung, ergänzend zum Gesellschaftsvertrag.
- Gesellschafterverrechnungskonto
- Konto, auf dem Zahlungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter gebucht werden, die keine Ausschüttung sind.
- Gesellschaftsvertrag
- Vertrag, der Zweck, Kapital, Stimmrechte und Pflichten der Gesellschafter einer Gesellschaft regelt. Bei der GmbH auch Satzung.
- Gesprächsleitfaden
- Schriftliche Vorlage für ein Gespräch, die festhält, welche Punkte vorkommen sollen. Im Vertrieb oft Gesprächsskript genannt.
- Gewährleistung
- Einstandspflicht des Verkäufers für Mängel der Kaufsache. Beim Unternehmenskauf meist im Vertrag genau geregelt.
- Gewährleistungseinbehalt
- Teil der Vergütung, den der Auftraggeber am Bau als Sicherheit für Mängel während der Gewährleistung zurückhält.
- Gewässerschadenhaftpflichtversicherung
- Haftpflichtversicherung für Schäden an Boden und Wasser, etwa durch auslaufendes Heizöl aus einem Öltank.
- Gewerblicher Grundstückshandel
- An- und Verkauf von Immobilien in einem Umfang, der steuerlich als Gewerbebetrieb gilt.
- Gewinn- und Verlustrechnung
- Teil des Jahresabschlusses, der Erträge und Aufwendungen eines Jahres gegenüberstellt und das Jahresergebnis zeigt.
- Gewinnschwelle
- Der Umsatz, ab dem ein Unternehmen seine Kosten deckt und weder Gewinn noch Verlust macht. Englisch: Break-even.
- Gewohnheit
- Verhalten, das durch Wiederholung so gefestigt ist, dass es ohne bewusste Entscheidung abläuft.
- Gewohnheitsschleife
- Modell einer Gewohnheit aus Auslöser, Handlung und Belohnung. Wer den Auslöser ändert, ändert oft die Gewohnheit.
- Glaubenssatz
- Tief verankerte Überzeugung über sich selbst oder die Welt, die Entscheidungen lenkt, oft ohne geprüft zu werden.
- Glaubensverzerrung
- Ein Schluss wird danach beurteilt, ob sein Ergebnis plausibel klingt, nicht danach, ob er logisch folgt.
- Gleitende Neuwertversicherung
- Gebäudeversicherung, deren Summe sich laufend an die Baupreise anpasst.
- GmbH & Co. KG
- Kommanditgesellschaft, deren persönlich haftender Gesellschafter eine GmbH ist; so wird die Vollhaftung begrenzt.
- Goodwill
- Geschäfts- oder Firmenwert: der Teil des Kaufpreises, der über das bilanzierte Vermögen hinausgeht.
- Google-Effekt
- Was jederzeit nachschlagbar ist, wird schlechter behalten. Das Gedächtnis speichert den Fundort statt des Inhalts.
- Gradtagszahl
- Monatlicher Gewichtungswert, der den höheren Wärmebedarf im Winter bei der Kostenteilung berücksichtigt.
- Großanlage zur Trinkwassererwärmung
- Warmwasseranlage mit mehr als 400 Litern Speicher oder mehr als 3 Litern in einer Leitung bis zur Zapfstelle.
- Größenklasse
- Einordnung eines Unternehmens nach Umsatz, Beschäftigten oder Bilanzsumme, etwa in kleine, mittlere und große Unternehmen.
- Grundakte
- Akte des Grundbuchamts mit allen Urkunden und Unterlagen, auf denen die Eintragungen im Grundbuch beruhen.
- Grundbesitzwert
- Wert einer Immobilie, den das Finanzamt für Erbschaft- und Schenkungsteuer nach dem Bewertungsgesetz ermittelt.
- Grundbuch
- Öffentliches Register beim Amtsgericht, das Grundstücke, Eigentümer und Belastungen verzeichnet.
- Grundbuchauszug
- Abschrift des Grundbuchblatts mit Eigentümer, Lasten und Grundpfandrechten eines Grundstücks.
- Grunddienstbarkeit
- Recht des jeweiligen Eigentümers eines Grundstücks, ein anderes Grundstück in bestimmter Weise zu nutzen.
- Grunderwerbsteuer
- Steuer auf den Erwerb von Grundstücken. Sie kann auch beim Erwerb von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften anfallen.
- Grundflächenzahl
- Kennzahl im Bebauungsplan: zulässige überbaute Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche.
- Grundleitung
- Im Erdreich oder unter der Bodenplatte verlegte Abwasserleitung, die das Abwasser eines Gebäudes zum öffentlichen Kanal führt.
- Grundmietzeit
- Fest vereinbarte, nicht ordentlich kündbare Laufzeit eines Leasingvertrags.
- Grundpfandrecht
- Recht an einem Grundstück, das eine Geldforderung sichert, vor allem Grundschuld und Hypothek.
- Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
- Regeln, nach denen Bücher vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und belegt zu führen sind.
- Grundschuld
- Im Grundbuch eingetragenes Recht, das ein Grundstück als Sicherheit für eine Forderung belastet.
- Grundsteuer
- Jährliche Steuer der Gemeinde auf Grundbesitz, unabhängig von den persönlichen Verhältnissen des Eigentümers.
- Gründung im Nebenerwerb
- Aufbau eines eigenen Geschäfts neben einer Anstellung. Zeit und Kapital sind dabei knapp.
- Gruppendenken
- Denkfehler in Gruppen, bei dem Einwände unterbleiben, weil Widerspruch teurer erscheint als ein Fehler.
- Gutachterausschuss
- Unabhängiges Gremium von Sachverständigen bei Kreis oder Stadt, das Marktdaten erhebt und Wertgutachten erstellt.
H
- Haftpflichtversicherung
- Versicherung, die Schadensersatzansprüche Dritter gegen den Versicherten deckt.
- Halo-Effekt
- Denkfehler, bei dem ein einzelnes Merkmal einer Person das Urteil über alle anderen Eigenschaften färbt.
- Handelsregister
- Öffentliches Verzeichnis der Kaufleute und Gesellschaften. Es nennt unter anderem Firma, Sitz, Rechtsform und Vertretung.
- Handelsvertreter
- Selbstständiger Gewerbetreibender, der ständig für ein anderes Unternehmen Geschäfte vermittelt oder abschließt.
- Handlungsziel
- Ein Ziel, das einen konkreten, planbaren Schritt auf dem Weg zu einem Ergebnis beschreibt.
- Handwerkerleistung
- Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeit im Haushalt; 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Steuer, höchstens 1.200 Euro.
- Härteeinwand
- Einwand des Mieters, dass eine Modernisierung oder Mieterhöhung für ihn eine unzumutbare Härte bedeutet.
- Hauptsortiment
- Kern des Warenangebots oder der Leistungen eines Mieters, auf den sich der Konkurrenzschutz beschränkt.
- Hauptvertrag
- Der Kauf- oder Mietvertrag, den der Makler nachweist oder vermittelt und an dessen Abschluss die Provision hängt.
- Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
- Versicherung der gesetzlichen Haftpflicht des Eigentümers für Schäden, die Dritten durch Grundstück oder Gebäude entstehen.
- Hausbankprinzip
- Förderkredite und Bürgschaften beantragen Sie nicht selbst, sondern über Ihre eigene Bank.
- Hausfrieden
- Rücksichtsvolles Zusammenleben der Bewohner eines Hauses, dessen nachhaltige Störung zur fristlosen Kündigung berechtigen kann.
- Hausgeld
- Vorschüsse der Wohnungseigentümer auf Kosten und Rücklage der Gemeinschaft, festgelegt nach dem Wirtschaftsplan.
- Haushaltsnahe Dienstleistung
- Leistung im oder am Haushalt, etwa Reinigung oder Gartenpflege; 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Einkommensteuer.
- Hausordnung
- Regelwerk für das Zusammenleben im Haus, etwa zu Ruhezeiten, Reinigung und Gemeinschaftsräumen.
- Hebeanlage
- Pumpe, die Abwasser aus tief liegenden Räumen über die Rückstauebene in den Kanal hebt.
- Hebesatz
- Prozentsatz, den die Gemeinde auf den Steuermessbetrag anwendet; er bestimmt die Höhe der Grundsteuer vor Ort.
- Heimfall
- Pflicht des Erbbauberechtigten, das Erbbaurecht bei vereinbarten Gründen auf den Grundstückseigentümer zu übertragen.
- Heizkostenabrechnung
- Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten nach Verbrauch und Fläche. Ihre Regeln stehen in der Heizkostenverordnung.
- Heizkostenverordnung
- Verordnung, die bei zentraler Heizung die Erfassung des Verbrauchs und die Verteilung danach vorschreibt.
- Heizkostenverteiler
- Gerät am Heizkörper, das den Anteil eines Nutzers am Wärmeverbrauch erfasst.
- Hermann Simon
- Deutscher Preisforscher, Mitgründer der Beratung Simon-Kucher & Partners, Autor von „Hidden Champions“.
- Herstellungskosten
- Aufwendungen, um ein Gebäude neu zu schaffen, zu erweitern oder wesentlich zu verbessern.
- Heuristik
- Eine Faustregel, mit der der Kopf schnell urteilt, ohne alle Umstände zu prüfen. Sie spart Zeit, kann aber in die Irre führen.
- HOAI
- Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Sie gliedert Leistungen in Phasen und dient seit 2021 als Orientierung.
- Hockeyschläger-Effekt
- Planungen, die erst flach verlaufen und dann steil steigen. Der steile Teil rutscht jedes Jahr ein Jahr nach hinten.
- Holdinggesellschaft
- Gesellschaft, deren Hauptzweck das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen ist.
- Homeoffice
- Arbeit von der eigenen Wohnung aus. Für Inhaber kleiner Betriebe oft der dauerhafte Sitz des Büros.
- Honorar
- Vergütung für eine freiberufliche oder beratende Leistung, etwa von Beratern, Anwälten, Ärzten oder Ingenieuren.
- Hydraulischer Abgleich
- Einstellung von Pumpe und Ventilen einer Heizung, damit jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält.
- Hypothek
- Grundpfandrecht, das in Bestand und Höhe von einer bestimmten Forderung abhängt.
I
- Idealkundenprofil
- Beschreibung der Kunden, die am besten zum eigenen Betrieb passen, nach Merkmalen wie Größe, Lage und Bedarf.
- Ideenmanagement
- Der geregelte Weg, auf dem Vorschläge von Mitarbeitern gesammelt, geprüft und umgesetzt werden.
- IDW S 1
- Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer mit Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen in Deutschland.
- IKEA-Effekt
- Denkfehler, bei dem Dingen ein höherer Wert gegeben wird, an deren Herstellung man selbst beteiligt war.
- Immaterielle Vermögenswerte
- Werte eines Betriebs, die man nicht anfassen kann, etwa Ruf, Kundenbeziehungen, Fachwissen, Marke oder Rechte.
- Immobiliar-Verbraucherdarlehen
- Darlehen eines Unternehmers an einen Verbraucher, das grundpfandrechtlich gesichert ist oder dem Erwerb einer Immobilie dient.
- Immobilienleasing
- Langfristige Nutzung einer Immobilie gegen Leasingraten, wobei der Leasinggeber Eigentümer bleibt.
- Impressum
- Pflichtangaben zum Anbieter einer geschäftsmäßigen Website, etwa Name, Anschrift, Kontaktdaten und Aufsichtsbehörde.
- Inbound-Marketing
- Ansatz, bei dem Interessenten den Anbieter selbst finden, weil er ihre Fragen mit nützlichen Informationen beantwortet.
- Indexmiete
- Miete, die sich nach dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts entwickelt.
- Individualvereinbarung
- Im Einzelnen ausgehandelte Vertragsbedingung, die nicht der AGB-Kontrolle unterliegt.
- Inhaberabhängigkeit
- Grad, in dem Kunden, Wissen und Entscheidungen eines Unternehmens an der Person des Inhabers hängen.
- Inklusivmiete
- Miete, in der alle oder einzelne Betriebskosten enthalten sind, ohne gesonderte Abrechnung.
- Innovation
- Eine Neuerung, die tatsächlich eingeführt wird und Wirkung zeigt. Eine Idee allein ist noch keine Innovation.
- Insolvenzanfechtung
- Das Recht des Insolvenzverwalters, bestimmte Geschäfte vor der Insolvenz rückgängig zu machen, wenn sie Gläubiger benachteiligen.
- Insolvenzforderung
- Forderung, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden ist und nur mit der Quote bedient wird.
- Insolvenzverwalter
- Vom Insolvenzgericht bestellte Person, die das Vermögen des Schuldners verwaltet und verwertet.
- Instandhaltung
- Alle Maßnahmen, die den vertragsgemäßen Sollzustand eines Gebäudes und seiner Anlagen bewahren oder wiederherstellen.
- Instandhaltungspauschale
- Pauschaler Jahresbetrag je Quadratmeter Wohnfläche, mit dem Instandhaltungskosten geschätzt werden.
- Instandsetzung
- Beseitigung eines bereits eingetretenen Schadens, damit Bauteil oder Anlage wieder den Sollzustand erreichen.
- Interessenkonflikt
- Lage, in der eine Person zwei Interessen dient, die gegeneinander laufen, etwa als Berater und Investor zugleich.
- Interne Kommunikation
- Austausch von Informationen innerhalb eines Unternehmens, zwischen Leitung und Mitarbeitern sowie unter Kollegen.
- Interne Revision
- Unabhängige Prüfstelle im Unternehmen, die Abläufe auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Risiken prüft.
- Interner Zinsfuß
- Zinssatz, bei dem der Kapitalwert aller Zahlungen einer Investition genau null ergibt.
- Internes Kontrollsystem
- Gesamtheit der Regeln und Kontrollen, die Vermögen sichern und Fehler in betrieblichen Abläufen verhindern sollen.
- Intrinsische Motivation
- Antrieb, der aus der Sache selbst entsteht, nicht aus Belohnung oder Druck von außen.
- Inventur
- Bestandsaufnahme aller Vorräte und Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert zu einem bestimmten Stichtag.
- Investitionsstau
- Notwendige Investitionen, die ein Unternehmen aufgeschoben hat, etwa in Anlagen, Gebäude oder Software.
- Irreführende Werbung
- Werbung mit unwahren oder täuschenden Angaben. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet sie.
- Isolierverglasung
- Verglasung aus mehreren Scheiben mit gas- oder luftgefülltem Zwischenraum, die Wärmeverluste deutlich senkt.
J
- Jahresabrechnung
- Abrechnung des Verwalters über Einnahmen und Ausgaben einer Eigentümergemeinschaft für ein Wirtschaftsjahr.
- Jahresabschluss
- Abschluss der Buchführung eines Geschäftsjahres, meist mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
- Jahresnettokaltmiete
- Die Miete eines Jahres ohne Nebenkosten und Heizkosten. Sie ist die übliche Bezugsgröße für Bewertung und Kaufpreis.
- Jahresplanung
- Festlegung der Ziele, Maßnahmen und Mittel eines Betriebs für das kommende Geschäftsjahr, meist schriftlich und vor dessen Beginn.
- Jakob Nielsen
- Forscher für die Bedienbarkeit von Webseiten und Mitgründer der Nielsen Norman Group.
- Janelle Estes
- Nutzerforscherin, früher Beraterin bei der Nielsen Norman Group, seit 2018 Leiterin der Kundenforschung bei UserTesting.
- Jay Abraham
- Amerikanischer Unternehmensberater für Direktmarketing, Gründer der Abraham Group, seit den 1970er-Jahren tätig.
- John Carlton
- Werbetexter für Direktmarketing, arbeitete mit Gary Halbert und Jay Abraham, Entwickler des Simple Writing System.
- John Jantsch
- Marketingberater aus Kansas City, Autor von „Duct Tape Marketing“ und „The Referral Engine“.
- Joint Venture
- Gemeinsames Vorhaben zweier Unternehmen; im Marketing jede Zusammenarbeit, bei der ein Partner Ihre Leistung seinen Kunden anbietet.
- Jon Loomer
- Amerikanischer Berater und Fachautor für Werbeanzeigen auf Facebook, seit 2012 auf dieses Thema spezialisiert.
- Jose Rosado
- Anbieter von Onlinekursen zum E-Mail-Marketing, darunter „Email Marketing Money Mastery“.
- Jour fixe
- Eine regelmäßige Besprechung zu einem festen Termin, etwa wöchentlich mit dem Team.
K
- Kalkulation
- Berechnung von Kosten und Preis einer Leistung. Sie zeigt, ob ein Auftrag am Ende Geld bringt.
- Kalkulatorischer Unternehmerlohn
- Angemessenes Gehalt für die Arbeit des Inhabers, das bei Bewertung und Kalkulation vom Ergebnis abgezogen wird.
- Kalkuliertes Risiko
- Ein Risiko, dessen möglichen Verlust, Zeitrahmen und Abbruchpunkt Sie vorher festgelegt haben.
- Kaltakquise
- Erstansprache von möglichen Kunden, zu denen noch keine Geschäftsbeziehung besteht.
- Kampf-oder-Flucht-Reaktion
- Automatische Stressreaktion des Körpers auf eine Gefahr. Puls und Anspannung steigen, die Aufmerksamkeit wird enger.
- Kanalzuordnung (Attribution)
- Verfahren, das einen gewonnenen Kunden oder Umsatz den Marketingkanälen zuordnet, über die der Kunde kam.
- Kapazitätsplanung
- Abgleich zwischen der Arbeit, die ein Betrieb leisten kann, und der Arbeit, die er annimmt.
- Kapitalbedarf
- Der Geldbetrag, den ein Betrieb für ein Vorhaben aufbringen muss, bevor dieses selbst Einnahmen bringt.
- Kapitaldienst
- Summe aus Zins und Tilgung, die ein Kreditnehmer in einem Zeitraum an seine Geldgeber zahlt.
- Kapitaldienstdeckung
- Verhältnis des verfügbaren Ertrags zu Zins und Tilgung eines Jahres. Ein Wert über 1 heißt, die Raten sind aus dem Ertrag bezahlt.
- Kapitalerhaltung
- Grundsatz, dass das zur Erhaltung des Stammkapitals nötige Vermögen einer GmbH nicht an Gesellschafter fließen darf.
- Kapitalflussrechnung
- Rechnung, die zeigt, woher das Geld eines Jahres kam und wohin es floss. Sie verbindet Ergebnis und Kontostand.
- Kapitalgeber
- Wer einem Unternehmen Geld zur Verfügung stellt, als Kredit oder als Beteiligung: etwa Bank, Investor oder Förderinstitut.
- Kapitalwert
- Summe aller auf heute abgezinsten Ein- und Auszahlungen einer Investition, abzüglich der Anfangsauszahlung.
- Kappungsgrenze
- Obergrenze für Mieterhöhungen im Bestand: höchstens 20 Prozent in drei Jahren, in angespannten Märkten 15 Prozent (§ 558 Abs. 3 BGB).
- Kaufkriterien
- Die Bedingungen, die ein Kunde erfüllt sehen will, bevor er sich entscheidet. Meist sind es drei oder vier Punkte.
- Kaufmotiv
- Der innere Beweggrund, aus dem ein Kunde kauft oder beauftragt, etwa Sicherheit, Bequemlichkeit oder Anerkennung.
- Kaufpreisanpassung
- Eine Regel im Kaufvertrag, nach der sich der Preis mit den tatsächlichen Werten am Stichtag ändert.
- Kaufpreiseinbehalt
- Teil des Kaufpreises, der nicht sofort an den Verkäufer fließt, sondern bis zur Klärung bestimmter Risiken zurückbehalten wird.
- Kaufpreisfaktor
- Vielfaches der Jahresnettomiete oder des Ergebnisses, mit dem ein Objekt oder Betrieb bewertet wird.
- Kaufpreissammlung
- Sammlung aller notariellen Grundstückskaufverträge eines Gebiets, geführt vom Gutachterausschuss.
- Kausalität der Maklerleistung
- Ursächlicher Zusammenhang zwischen Nachweis oder Vermittlung und dem späteren Hauptvertrag; Voraussetzung der Provision.
- Keith J. Cunningham
- Unternehmer und Investor aus Texas, Autor von „The Road Less Stupid“ und „Keys to the Vault“.
- Kennzahl
- Eine Zahl, die einen Sachverhalt messbar macht, etwa Umsatz je Kunde oder Dauer bis zum Angebot. Englisch KPI.
- Kernbotschaft
- Die wenigen Sätze, die Ihr Publikum nach einem Vortrag oder Gespräch behalten soll.
- Kerngeschäft
- Die Leistung, mit der ein Betrieb sein Geld verdient und für die er bekannt ist. Alles andere sind Nebenleistungen.
- Keyword (Suchbegriff)
- Wort oder Wortgruppe, die Menschen in eine Suchmaschine eingeben. Anzeigen und Seiten werden darauf ausgerichtet.
- KfW
- Förderbank des Bundes, die Bau, Kauf und Sanierung von Immobilien mit Krediten und Zuschüssen fördert.
- Klausurtagung
- Besprechung der Führung abseits des Tagesgeschäfts, meist über einen oder mehrere Tage, für Strategie und Planung.
- Kleinreparaturklausel
- Vertragsklausel, nach der der Mieter Kosten kleiner Reparaturen an häufig genutzten Teilen bis zu Höchstbeträgen trägt.
- Kleinunternehmer
- Unternehmer mit geringem Umsatz, der nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer berechnet und keine Vorsteuer abzieht.
- Klickpreis (Cost per Click)
- Betrag, den ein Werbetreibender zahlt, wenn jemand auf seine Anzeige klickt. Abgekürzt CPC für Cost per Click.
- Klickrate
- Anteil der Empfänger oder Betrachter, die einen Link anklicken. Sie zeigt, ob ein Inhalt zu einer Handlung führt.
- Klumpenrisiko
- Risiko, das entsteht, wenn ein großer Teil von Umsatz, Kunden oder Vermögen von einer einzigen Quelle abhängt.
- KMU (kleine und mittlere Unternehmen)
- Unternehmen unterhalb festgelegter Schwellen für Beschäftigte, Umsatz oder Bilanzsumme, nach Empfehlung der EU-Kommission.
- Knappheitsdenken
- Haltung, in der Zeit, Geld und Kontakte vor allem als knapp erlebt werden. Jede Bitte wird dann zuerst als Kostenfaktor geprüft.
- Kognitive Verzerrung
- Systematischer Denkfehler: Das Urteil weicht regelmäßig und in eine bestimmte Richtung von der Sachlage ab.
- Kollegiale Beratung
- Feste Form des Austauschs, in der Gleichgestellte den Fall eines Teilnehmers nach festem Ablauf besprechen, ohne Berater von außen.
- Komfortzone
- Bereich vertrauter Aufgaben und Abläufe, die ohne Anstrengung und Unsicherheit gelingen.
- Kommissionsgeschäft
- Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie verkauft ist. Bezahlt wird nur, was tatsächlich abgesetzt wurde.
- Kompetenzanalyse
- Vergleich dessen, was Mitarbeiter heute können, mit dem, was der Betrieb künftig braucht. Grundlage jeder Fortbildung.
- Kongruenz
- Übereinstimmung von Worten, Stimme und Auftreten. Sie meinen, was Sie sagen, und man sieht es Ihnen an.
- Konkurrenzschutz
- Pflicht des Vermieters, den Mieter vor Wettbewerb im selben Objekt zu schützen.
- Kontaktpunkt
- Jede Stelle, an der ein Kunde mit Ihrem Unternehmen in Berührung kommt. Im Englischen Touchpoint genannt.
- Kontextwechsel
- Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben. Jeder Wechsel kostet Zeit und Konzentration, bis die neue Aufgabe wieder läuft.
- Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
- Laufende Verbesserung in kleinen Schritten statt seltener großer Vorhaben. Kurz KVP.
- Kontokorrentkredit
- Ein Kreditrahmen auf dem Geschäftskonto, der je nach Bedarf in Anspruch genommen wird. Er ist flexibel, aber meist teuer.
- Kontrollüberzeugung
- Die Überzeugung, ob Ergebnisse vom eigenen Handeln oder von äußeren Umständen abhängen.
- Kopfprinzip
- Stimmprinzip im Wohnungseigentum: Jeder Eigentümer hat eine Stimme, gleich wie viele Einheiten er hält.
- Kopplungsgeschäft
- Angebot eines Immobilienkredits im Paket mit weiteren Finanzprodukten, bei dem der Kredit nicht separat abgeschlossen werden kann.
- Kosten des Nichtstuns
- Schaden, der entsteht, wenn ein bekanntes Problem ungelöst bleibt. Englisch Cost of Inaction.
- Kosten-Nutzen-Analyse
- Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag eines Vorhabens, um eine Entscheidung zu begründen.
- Kostenmiete
- Miete im alten Förderrecht, die nur die laufenden Aufwendungen der Wohnung decken darf.
- Kostenstelle
- Bereich eines Unternehmens, in dem Kosten entstehen und verantwortet werden.
- Krankentagegeldversicherung
- Versicherung, die bei längerer Arbeitsunfähigkeit ein vereinbartes Tagegeld als Ersatz für ausfallendes Einkommen zahlt.
- Kreativitätstechnik
- Ein geordnetes Verfahren, um neue Ideen zu erzeugen, statt auf den Zufall zu warten.
- Kreditscoring
- Statistisches Verfahren, das Merkmale eines Kreditnehmers in Punkte übersetzt und daraus sein Ausfallrisiko schätzt.
- Kreditwürdigkeit
- Fähigkeit und Bereitschaft eines Kreditnehmers, Zins und Tilgung dauerhaft zu leisten.
- Krisenmanagement
- Planung und Führung eines Betriebs in einer Lage, die den normalen Ablauf stört und schnelles Handeln verlangt.
- Kritikgespräch
- Gespräch, in dem eine Führungskraft ein Verhalten oder Arbeitsergebnis eines Mitarbeiters anspricht, das sich ändern soll.
- Kryptomnesie
- Eine echte Erinnerung wird für einen eigenen Einfall gehalten. Der Inhalt ist da, die Quelle fehlt.
- Kundenakquisitionskosten
- Aufwand, den ein Betrieb treiben muss, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Englisch Customer Acquisition Cost (CAC).
- Kundenavatar (Persona)
- Beschreibung eines typischen Wunschkunden als konkrete Person mit Aufgabe, Problemen, Zielen und eigener Sprache.
- Kundenbefragung
- Gezielte Gespräche mit Kunden und Interessenten, um ihre Gründe, Sorgen und Worte kennenzulernen.
- Kundenbewertung
- Schriftliche Rückmeldung eines Kunden über seine Erfahrung mit einem Anbieter, etwa im Angebot, auf der Webseite oder auf Portalen.
- Kundenbindung
- Alle Maßnahmen, die Kunden dauerhaft an ein Unternehmen halten. Sie ist meist günstiger als die Gewinnung neuer Kunden.
- Kundenerlebnis
- Der Gesamteindruck, den ein Kunde aus allen Begegnungen mit einem Unternehmen mitnimmt, nicht nur aus der gelieferten Leistung.
- Kundenkonzentration
- Anteil des Umsatzes, der an wenigen Kunden hängt. Hohe Konzentration erhöht das Risiko und senkt den Kaufpreis.
- Kundenlebenszeitwert
- Der Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung bringt. Englisch Customer Lifetime Value.
- Kundenreise
- Weg eines Menschen vom ersten Kontakt mit einem Unternehmen bis zum Kauf und darüber hinaus. Englisch Customer Journey.
- Kundenrückgewinnung
- Geplante Maßnahmen, um Kunden zurückzugewinnen, die nicht mehr kaufen oder gekündigt haben.
- Kundensegmentierung
- Einteilung der Kunden und Interessenten in Gruppen mit ähnlichem Bedarf, um jede Gruppe passend anzusprechen.
- Kundenzufriedenheit
- Grad, in dem eine Leistung die Erwartungen des Kunden erfüllt. Sie ist eine Voraussetzung für Treue, aber keine Garantie.
- Kündigungsquote
- Anteil der Kunden, die ein Unternehmen innerhalb eines Zeitraums verliert. Englisch: Churn Rate.
- Kündigungssperrfrist
- Frist nach Umwandlung und Verkauf einer Mietwohnung, in der der Erwerber nicht wegen Eigenbedarfs kündigen darf.
- Kündigungsverzicht
- Vereinbarung, mit der Mieter und Vermieter ihr ordentliches Kündigungsrecht für eine bestimmte Zeit ausschließen.
- Künstliche Intelligenz (KI)
- Software, die aus Daten Muster lernt und damit Texte, Bilder, Prognosen oder Entscheidungsvorschläge erzeugt.
- Künstliche Verknappung
- Werbetechnik, die mit erfundenen Fristen oder Mengengrenzen Druck erzeugt. Sie kann Vertrauen kosten.
L
- Lagerumschlag
- Kennzahl dafür, wie oft der Lagerbestand in einem Jahr verbraucht oder verkauft wird. Sie trennt gängige von toter Ware.
- Lampenfieber
- Anspannung und Nervosität vor einem Auftritt vor Publikum, etwa vor einem Vortrag oder einer Präsentation.
- Landingpage
- Eine Einzelseite, auf der Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige oder einen Link landen. Sie verfolgt genau ein Ziel.
- Landingpage-Baukasten
- Software, mit der sich Landingpages ohne Programmierung bauen, kopieren und testen lassen, meist mit eigener Auswertung.
- Lara Acosta
- Gründerin der Literally Academy, die das Schreiben auf LinkedIn lehrt; von Forbes unter „30 Under 30“ geführt.
- Lastenberechnung
- Aufstellung der laufenden Belastung aus Kapitaldienst und Bewirtschaftung, meist für selbst genutztes Eigentum.
- Lastschriftverfahren
- Zahlungsweg, bei dem der Zahlungsempfänger fällige Beträge mit Zustimmung des Kunden selbst von dessen Konto einzieht.
- Lead-Magnet
- Ein nützliches Angebot ohne Preis, etwa eine Prüfliste, das Interessenten gegen ihre Kontaktdaten erhalten.
- Lebenszykluskosten
- Summe aller Kosten einer Immobilie von Planung und Bau über die Nutzung bis zur Verwertung.
- Leerstand
- Vermietbare Fläche, die derzeit keinen Nutzer hat. Sie bringt keine Miete, verursacht aber weiter Kosten.
- Legal Due Diligence
- Prüfung der rechtlichen Verhältnisse eines Unternehmens vor dem Kauf, etwa Verträge, Erlaubnisse, Personal und Haftung.
- Legionellen
- Bakterien, die sich in warmem Trinkwasser vermehren und beim Einatmen feiner Tröpfchen schwere Lungenentzündungen auslösen.
- Leibrente
- Regelmäßige Zahlung auf Lebenszeit des Berechtigten, etwa als Gegenleistung beim Verkauf einer Immobilie.
- Leidensdruck
- Das Maß, in dem ein Problem einen Kunden belastet und ihn zum Handeln drängt.
- Leistungsabgrenzung
- Die schriftliche Festlegung im Angebot, welche Arbeiten enthalten sind und welche nicht.
- Leistungskurve
- Der Verlauf von Konzentration und Leistungsfähigkeit über den Tag. Er hat Hochs und Tiefs und ist von Mensch zu Mensch verschieden.
- Leistungsmatrix
- Tabelle, die Leistungsarten eines Maklers wie Nachweis oder Beratung den Marktbereichen zuordnet, in denen er tätig ist.
- Leistungsphase
- Abschnitt der Architekten- und Ingenieurleistungen nach HOAI, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung.
- Leistungsprinzip
- Abrechnungsweise, bei der die Kosten der Leistungen zählen, die im Abrechnungszeitraum erbracht wurden.
- Leistungsverzeichnis
- Eine geordnete Aufstellung aller Leistungen, die ein Auftrag umfasst. Sie dient als Grundlage für Angebot und Vertrag.
- Leistungsvorbehalt
- Klausel, nach der eine Indexänderung nur eine Neufestsetzung der Miete durch Verhandlung auslöst.
- Leitungsschutzschalter
- Schalter, der einen Stromkreis bei Überlastung oder Kurzschluss automatisch abschaltet; umgangssprachlich Sicherung.
- Leitzins
- Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen. Im Euroraum meist der Hauptrefinanzierungssatz der EZB.
- Leon Festinger
- Amerikanischer Psychologe, Urheber der Theorie der kognitiven Dissonanz von 1957.
- Lernkurve
- Beschreibt, wie Tempo und Qualität einer Arbeit mit wachsender Übung steigen.
- Lerntransfer
- Die Übertragung von Gelerntem in die tägliche Arbeit. Ohne geplanten Transfer verpufft eine Schulung.
- Lesbarkeit
- Maß dafür, wie leicht ein Text gelesen und verstanden wird. Kurze Sätze und vertraute Wörter verbessern sie.
- Lessons Learned
- Strukturierte Auswertung nach einem Vorhaben: Was war geplant, was ist geschehen, was lernen wir daraus?
- Leverage-Effekt
- Hebelwirkung von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrendite, solange die Gesamtrendite über dem Fremdkapitalzins liegt.
- Leveraged Buy-out
- Unternehmenskauf, der überwiegend mit Fremdkapital finanziert wird. Der gekaufte Betrieb trägt den Kapitaldienst.
- Lieferantendarlehen
- Darlehen, das ein Lieferant seinem Abnehmer gibt, meist verbunden mit Lieferungen oder einem Servicevertrag.
- Lieferantenkredit
- Finanzierung durch den Lieferanten, der Ware oder Leistung vor der Zahlung liefert. Der Zeitraum bis zur Zahlung wirkt wie ein Kredit.
- Lieferkettenfinanzierung
- Finanzierung entlang der Lieferkette, etwa für Ware, die verladen, aber noch nicht angekommen ist.
- Liegenschaftskataster
- Amtliches Register der Länder, das alle Flurstücke und Gebäude mit Lage, Fläche und Grenzen nachweist.
- Liegenschaftszins
- Zinssatz, mit dem Verkehrswerte von Immobilien im Ertragswertverfahren marktüblich verzinst werden.
- Liquidität
- Fähigkeit eines Betriebs, seine Zahlungen jederzeit fristgerecht zu leisten.
- Liquiditätsengpass
- Lage, in der ein Unternehmen fällige Zahlungen nicht oder nur knapp leisten kann, auch wenn es Gewinn ausweist.
- Liquiditätsplanung
- Vorschau auf Einnahmen und Ausgaben nach Monaten. Sie zeigt, ob das Geld auf dem Konto für alle fälligen Zahlungen reicht.
- Liquiditätsreserve
- Rücklage an verfügbaren Mitteln, die einen Betrieb über Ausfälle und verspätete Zahlungseingänge trägt.
- Löschungsbewilligung
- Erklärung des Gläubigers, dass ein für ihn eingetragenes Recht im Grundbuch gelöscht werden darf.
- Löschungsfähige Quittung
- Beglaubigte Erklärung des Gläubigers, dass die durch ein Grundpfandrecht gesicherte Forderung bezahlt ist.
- Lösungsorientierung
- Führungs- und Gesprächshaltung, die den Blick vom Problem auf mögliche Wege zur Lösung lenkt.
M
- Mahnbescheid
- Gerichtlicher Zahlungsbefehl im Mahnverfahren, gegen den der Schuldner binnen zwei Wochen widersprechen kann.
- Mahnwesen
- Geordnetes Verfahren, mit dem ein Unternehmen offene Forderungen nachhält und anmahnt, oft in festen Mahnläufen.
- Majorisierung
- Missbrauch der Stimmenmehrheit durch einen Eigentümer, um eigennützige und sachlich nicht gerechtfertigte Beschlüsse durchzusetzen.
- Makler- und Bauträgerverordnung
- Verordnung mit Pflichten für Gewerbetreibende nach § 34c GewO, etwa zu Aufzeichnung und Aufbewahrung.
- Maklerprovision
- Vergütung des Maklers, fällig erst mit wirksamem Abschluss des vermittelten oder nachgewiesenen Vertrags.
- Maklervertrag
- Vertrag, der dem Makler bei Nachweis oder Vermittlung eines Hauptvertrags einen Anspruch auf Provision gibt.
- Makrolage
- Großräumige Lage einer Immobilie: Region, Stadt, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt und überregionale Verkehrsanbindung.
- Makrostandort
- Großräumiger Standort einer Immobilie, etwa Region oder Stadt, im Unterschied zur unmittelbaren Lage.
- Management by Exception
- Führung im Ausnahmefall: Mitarbeiter entscheiden in festen Grenzen selbst, die Führungskraft greift nur bei Abweichungen ein.
- Management by Objectives
- Führung durch Zielvereinbarung: Die Führungskraft vereinbart Ziele, der Mitarbeiter wählt den Weg selbst.
- Management-Buy-out
- Kauf eines Unternehmens durch die eigene Führungsmannschaft, etwa den bisherigen Betriebsleiter. Kurz MBO.
- Mängelanzeige
- Mitteilung des Mieters an den Vermieter über einen Mangel der Mietsache, Voraussetzung für Minderung und Mängelbeseitigung.
- Mantelkauf
- Kauf einer bestehenden Gesellschaft, die kein Geschäft mehr betreibt. Der Käufer übernimmt ihre gesamte Vergangenheit mit.
- Marge
- Abstand zwischen Erlös und Kosten, meist in Prozent des Umsatzes. Sie zeigt, wie viel vom Umsatz als Ergebnis bleibt.
- Marke
- Die Summe aller Eindrücke, die Kunden von einem Unternehmen haben. Sie ist mehr als Logo und Farbe.
- Markenbekanntheit
- Maß dafür, wie viele Menschen einer Zielgruppe einen Firmen- oder Markennamen kennen und ihm eine Leistung zuordnen.
- Markenlizenz
- Erlaubnis des Markeninhabers, eine Marke gegen laufende Gebühr zu nutzen, ohne Eigentümer der Marke zu werden.
- Markenversprechen
- Die Zusage, wofür ein Unternehmen steht und was Kunden jedes Mal erwarten dürfen.
- Markenwert
- Wirtschaftlicher Wert, den ein bekannter Name einem Unternehmen bringt, etwa bei Preis, Neukunden und Verkauf.
- Marketing-Mix
- Die Gesamtheit der Mittel, mit denen ein Betrieb seinen Markt bearbeitet: Leistung, Preis, Vertriebsweg und Kommunikation.
- Marketingkalender
- Zeitplan, der für jede Woche oder jeden Monat festlegt, welche Werbemaßnahme läuft und wer sie verantwortet.
- Marketingplan
- Schriftlicher Plan aus Marketingstrategie und Maßnahmen: wen Sie erreichen wollen, womit, durch wen, bis wann und mit welchem Geld.
- Marktanalyse
- Prüfung eines Marktes auf Nachfrage, Wettbewerber und Preisniveau, bevor ein Angebot dort startet.
- Marktanteil
- Der Anteil eines Unternehmens am gesamten Umsatz oder Absatz eines Marktes.
- Marktbeobachtung
- Laufendes, planmäßiges Verfolgen von Veränderungen im eigenen Markt, etwa bei Kunden, Wettbewerbern und Vorschriften.
- Marktnische
- Ein abgegrenzter Teilmarkt mit genug Kunden und wenigen Anbietern, die ihn ernsthaft bedienen.
- Marktpotenzial
- Die Zahl möglicher Kunden oder der mögliche Umsatz in einem Markt, wenn alle denkbaren Abnehmer kaufen würden.
- Marktprognose
- Vorausschätzung der künftigen Marktentwicklung auf Basis von Marktanalyse und Marktbeobachtung.
- Massengeschäft
- Vertrag, der typischerweise ohne Ansehen der Person zu gleichen Bedingungen in vielen Fällen geschlossen wird.
- Masseverbindlichkeit
- Verbindlichkeit, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entsteht und vorrangig aus der Masse bezahlt wird.
- Maßstab
- Verhältnis zwischen einer Strecke im Plan und der Strecke in der Wirklichkeit, etwa 1 : 100 bei Grundrissen.
- Mediation
- Vertrauliches, freiwilliges Verfahren, in dem ein neutraler Mediator Streitparteien zu einer eigenen Lösung führt.
- Mehrabian-Regel
- Die oft zitierte Aufteilung 55 % Körpersprache, 38 % Stimme, 7 % Worte. Sie gilt nur für einen engen Versuchsaufbau, nicht für Gespräche allgemein.
- Mehrfachverwertung
- Ein einmal erstellter Inhalt wird für mehrere Zwecke und Wege genutzt, etwa als Rundbrief, Vortrag oder Antwort.
- Mehrhausanlage
- Wohnungseigentumsanlage aus mehreren Gebäuden auf einem Grundstück, die eine einzige Eigentümergemeinschaft bildet.
- Mehrstufiges Formular
- Formular, das seine Fragen auf mehrere Schritte verteilt, statt alle Felder auf einmal zu zeigen.
- Meilenstein
- Festgelegter Zwischenstand in einem Vorhaben mit Termin. An ihm prüfen Sie, ob das Ziel noch erreichbar ist.
- Meinungsführer
- Personen, nach deren Urteil sich andere in einer Gruppe richten. In jeder Versammlung gibt es meist zwei oder drei.
- Meistgebot
- Höchstes im Versteigerungstermin abgegebenes Gebot, auf das der Zuschlag erteilt wird.
- Mentoring
- Längere Begleitung eines Mitarbeiters auf seinem Weg im Beruf durch eine erfahrene Person, die ihn nicht beurteilt.
- Merchant Cash Advance
- Vorschuss auf künftige Kartenumsätze. Die Rückzahlung läuft als fester Anteil jedes Tagesumsatzes.
- Message Match
- Übereinstimmung zwischen dem Versprechen einer Anzeige und der Überschrift der Seite, auf die sie führt.
- Mezzanine-Kapital
- Eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, etwa Nachrangdarlehen oder stille Beteiligung. Sie ist teurer als ein Bankkredit.
- MF-G
- Richtlinie der gif zur Berechnung der Mietfläche für gewerblichen Raum.
- Michael Darby
- Ökonom an der University of California in Los Angeles, früher im US-Finanzministerium.
- Michael E. Gerber
- Berater für kleine Unternehmen seit 1977, Autor von „The E-Myth Revisited“.
- Mietanreiz
- Ein Zugeständnis an einen Mieter für Abschluss oder Verlängerung, etwa mietfreie Monate, Ausbau oder eine Einmalzahlung.
- Mietausfallwagnis
- Kalkulierter Abschlag für Mietausfälle durch Leerstand, Zahlungsrückstände und Kosten der Rechtsverfolgung.
- Mieterselbstauskunft
- Formular, in dem ein Mietinteressent Angaben zu Person, Einkommen und bisherigem Mietverhältnis macht.
- Mietkaution
- Sicherheit, die der Mieter dem Vermieter stellt. Sie gehört dem Mieter und geht beim Verkauf des Objekts auf den Käufer über.
- Mietminderung
- Kürzung der Miete kraft Gesetzes, solange ein Mangel die Tauglichkeit der Wohnung mindert.
- Mietpreisbindung
- Begrenzung der Miete für geförderten Wohnraum auf die in der Förderzusage festgelegte Höchstmiete.
- Mietpreisbremse
- Begrenzung der Miete bei Wiedervermietung in angespannten Wohnungsmärkten, die eine Landesverordnung bestimmt.
- Mietspiegel
- Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete einer Gemeinde, gegliedert nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage.
- Mietverlustversicherung
- Versicherung, die Mietausfälle ersetzt, wenn Räume nach einem versicherten Schaden nicht nutzbar sind.
- Mietverwaltung
- Die Betreuung vermieteter Wohnungen oder Häuser im Auftrag des Eigentümers, von der Miete bis zur Nebenkostenabrechnung.
- Mikrolage
- Kleinräumige Lage einer Immobilie: Grundstück, Nachbarschaft, Infrastruktur und Störfaktoren im direkten Umfeld.
- Mikromanagement
- Führungsstil, bei dem der Vorgesetzte in Einzelheiten der Arbeit seiner Mitarbeiter eingreift, statt Ergebnisse zu vereinbaren.
- Minijob
- Geringfügige Beschäftigung mit einem Verdienst bis zur gesetzlichen Grenze, 2026 durchschnittlich 603 Euro im Monat.
- Minimum Viable Product
- Die einfachste Fassung eines Angebots, mit der echte Kunden gewonnen werden, bevor alles fertig gebaut ist.
- Mitarbeiterbeteiligung
- Mitarbeiter beteiligen sich mit eigenem Kapital am Unternehmen, direkt oder über eine Beteiligungsgesellschaft.
- Mitarbeiterbindung
- Alle Maßnahmen und Umstände, die Mitarbeiter dazu bewegen, langfristig in einem Betrieb zu bleiben.
- Mitarbeiterempfehlungsprogramm
- Feste Regelung, nach der Mitarbeiter geeignete Bekannte für offene Stellen vorschlagen und dafür oft eine Prämie erhalten.
- Mitdarlehensnehmer
- Person, die einen Kreditvertrag mit unterschreibt und damit neben dem eigentlichen Kreditnehmer für die Rückzahlung haftet.
- Miteigentumsanteil
- Bruchteil am gemeinschaftlichen Eigentum, der mit jedem Wohnungseigentum verbunden ist.
- Mithaftung
- Eine weitere Person haftet neben dem Kreditnehmer für dasselbe Darlehen, etwa als Mitschuldner oder Bürge.
- Mitläufereffekt
- Denkfehler, bei dem eine Idee umso eher übernommen wird, je mehr Menschen sie schon übernommen haben.
- Mittelverwendung
- Aufstellung, wofür beantragtes oder eingeworbenes Kapital im Einzelnen eingesetzt wird.
- Mnemotechnik
- Merktechnik, die neue Angaben mit Bildern, Orten oder Mustern verknüpft, damit sie leichter im Gedächtnis bleiben.
- Modernisierende Instandsetzung
- Instandsetzung, bei der ein schadhaftes Bauteil durch eine technisch bessere, wirtschaftlich sinnvolle Lösung ersetzt wird.
- Modernisierung
- Bauliche Maßnahme, die Energie spart, den Gebrauchswert erhöht oder die Wohnverhältnisse dauerhaft verbessert.
- Modernisierungsumlage
- Mieterhöhung nach einer Modernisierung um einen Teil der aufgewendeten Kosten, begrenzt durch gesetzliche Obergrenzen.
- Moralisches Glück
- Denkfehler, bei dem eine Handlung nach ihrem Ausgang bewertet wird, obwohl dieser oft vom Zufall abhing.
- Multiplikator
- Person oder Einrichtung, die eine Botschaft an viele Menschen weitergibt, etwa Verbände, Kammern, Fachmedien oder Partner.
- Multiplikatorverfahren
- Vereinfachte Unternehmensbewertung: Ergebnis oder Umsatz mal einem branchenüblichen Faktor.
- Multitasking
- Versuch, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig zu erledigen, etwa telefonieren und Mails lesen.
- Multivariater Test
- Test, bei dem mehrere Elemente einer Seite gleichzeitig in verschiedenen Kombinationen geprüft werden.
- Muskelhypothek
- Umgangssprachlich für Arbeiten, die Bauherr, Familie oder Helfer selbst am Bau erbringen und die Bank als Eigenleistung anrechnet.
- Mutmaßliche Einwilligung
- Vermutetes Einverständnis eines Unternehmers mit einem Werbeanruf, weil das Angebot erkennbar zu seinem Geschäft passt.
N
- Nachfassen (Follow-up)
- Geplanter weiterer Kontakt nach Gespräch oder Angebot. Mit festem Termin, festem Anlass und klarer Zuständigkeit.
- Nachfolgebörse
- Plattform, auf der Inhaber eine Nachfolge suchen und Interessenten ein Unternehmen zur Übernahme finden, etwa nexxt-change.
- Nachkalkulation
- Der Vergleich der geplanten mit den tatsächlichen Kosten eines Auftrags nach seinem Abschluss oder im laufenden Betrieb.
- Nachmieter
- Mieter, der anstelle des bisherigen Mieters einzieht; meist wird dafür der alte Vertrag aufgehoben und ein neuer geschlossen.
- Nachrangdarlehen
- Darlehen, das im Ernstfall erst nach den übrigen Gläubigern bedient wird. Dafür verlangt der Geldgeber einen deutlich höheren Zins.
- Nachschusspflicht
- Pflicht der Eigentümer, zusätzliche Beträge an die Gemeinschaft zu zahlen, wenn Mittel fehlen oder einzelne Eigentümer ausfallen.
- Nachtrag
- Vergütungsforderung des Unternehmers für geänderte oder zusätzliche Leistungen, die der Bauvertrag nicht abdeckt.
- Nachweismakler
- Makler, der eine konkrete Vertragsgelegenheit benennt, sodass der Kunde selbst mit der Gegenseite verhandeln kann.
- Naiver Realismus
- Denkfehler, bei dem die eigene Wahrnehmung für die Wirklichkeit selbst gehalten wird und nicht für eine Deutung.
- Naiver Zynismus
- Denkfehler, bei dem andere für eigennütziger gehalten werden, als sie sind, man selbst aber für aufrichtig.
- Nebenerwerb
- Selbstständige Tätigkeit, die neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübt wird und nicht das Haupteinkommen bildet.
- Nebenkostenabrechnung
- Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten gegenüber Mietern oder Eigentümern. Sie ist ein häufiger Anlass für Streit.
- Negatives Schuldanerkenntnis
- Vertrag, in dem ein Gläubiger anerkennt, dass ihm keine Forderung zusteht; geregelt in § 397 Abs. 2 BGB.
- Negativitätsverzerrung
- Neigung, negative Eindrücke wie Kritik stärker zu gewichten und länger zu behalten als gleich starke positive Eindrücke.
- Neil Rackham
- Britischer Verkaufsforscher, Gründer von Huthwaite und Autor von „SPIN Selling“.
- Net Promoter Score
- Kennzahl zur Weiterempfehlung. Kunden beantworten auf einer Skala von 0 bis 10, wie wahrscheinlich sie Sie empfehlen.
- Nettokaltmiete
- Miete für die reine Überlassung der Räume, ohne Betriebskosten und ohne Heizkosten.
- Network Marketing
- Vertriebsform, bei der selbständige Partner Produkte verkaufen und zusätzlich am Umsatz angeworbener Partner beteiligt werden.
- Netzwerken
- Gezieltes Knüpfen und Pflegen beruflicher Kontakte, etwa auf Veranstaltungen, um Wissen, Empfehlungen und Aufträge zu gewinnen.
- Newsletter
- Regelmäßige Nachricht per E-Mail an einen Verteiler von Kunden und Interessenten, die sich dafür angemeldet haben.
- Nichtöffentlichkeit
- Grundsatz, nach dem an der Eigentümerversammlung nur Eigentümer und ihre Vertreter teilnehmen dürfen.
- Nicolas Cole
- Autor und Ghostwriter, früher meistgelesener Autor auf Quora, Mitgründer der Schreibschule Ship 30 for 30.
- Niederschrift
- Protokoll der Eigentümerversammlung, das mindestens die gefassten Beschlüsse festhält.
- Nießbrauch
- Das Recht, eine fremde Sache zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, etwa die Mieten einer Immobilie.
- No-Reply-Adresse
- E-Mail-Absenderadresse, an die keine Antwort möglich ist oder deren Eingang niemand liest.
- Nominalstil
- Schreibweise mit vielen Hauptwörtern statt Tätigkeitswörtern. Sie wirkt amtlich und macht Texte schwer lesbar.
- Nonverbale Kommunikation
- Verständigung ohne Worte, etwa über Mimik, Blick, Gestik, Haltung und Stimme.
- Normalherstellungskosten
- Bundesweite Durchschnittskosten je Quadratmeter Bruttogrundfläche für die Herstellung eines Gebäudes, kurz NHK.
- Notaranderkonto
- Treuhandkonto des Notars, über das der Kaufpreis bis zur Erfüllung aller Bedingungen abgewickelt wird.
- Notarielle Beurkundung
- Gesetzlich vorgeschriebene Form für bestimmte Verträge, etwa Grundstückskäufe und die Abtretung von GmbH-Anteilen.
- Notfallplan
- Schriftliche Übersicht, wer im Notfall was tut und wen informiert. Sie hält die wichtigsten Kontakte und ersten Schritte fest.
- Null-Risiko-Verzerrung
- Ein kleines Risiko ganz zu beseitigen wird vorgezogen, statt ein großes deutlich zu senken.
- Nutzenargumentation
- Argumentation, die nicht Merkmale des Anbieters beschreibt, sondern den Zustand des Kunden nach dem Kauf.
- Nutzenversprechen
- Kurze Aussage darüber, welches Problem ein Angebot für den Kunden löst und was danach besser ist.
- Nutzungsänderung
- Änderung der Nutzung einer baulichen Anlage, etwa vom Büro zur Wohnung. Sie ist meist genehmigungspflichtig.
- Nutzungsentschädigung
- Entschädigung, die der Mieter schuldet, solange er die Wohnung nach Vertragsende vorenthält.
- Nutzungsrecht
- Recht, ein urheberrechtlich geschütztes Werk zu nutzen. Das Urheberrecht selbst ist in Deutschland nicht übertragbar.
O
- Obhutspflicht
- Pflicht des Mieters, die Mietsache pfleglich zu behandeln, zu lüften, zu heizen und Schäden zu vermeiden.
- Objektbegehung
- Gemeinsamer Rundgang durch eine Immobilie, um Zustand, Mängel und Handlungsbedarf festzustellen.
- Objektbuchhaltung
- Buchführung, die alle Zahlungsströme eines einzelnen Objekts erfasst und auswertet.
- Objektgesellschaft
- Eigene Gesellschaft, die eine einzelne Immobilie oder ein Portfolio hält und finanziert. Englisch: Special Purpose Vehicle.
- Objektmanagement
- Laufende kaufmännische und technische Betreuung einzelner Immobilien innerhalb einer Verwaltung.
- Objektprinzip
- Stimmprinzip, bei dem jeder Eigentümer so viele Stimmen hat, wie ihm Wohnungs- oder Teileigentumseinheiten gehören.
- Obliegenheit
- Verhaltenspflicht des Versicherungsnehmers, etwa Schadenanzeige oder Schadenminderung; bei Verstoß droht Leistungskürzung.
- Offene Fragen
- Fragen, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Sie bringen Ihr Gegenüber zum Erzählen.
- Offene-Posten-Liste
- Eine Aufstellung aller noch nicht bezahlten Rechnungen eines Betriebs, getrennt nach Forderungen und Verbindlichkeiten.
- Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
- Sachverständiger, dessen besondere Sachkunde eine Kammer geprüft hat und den sie öffentlich bestellt und vereidigt hat.
- Öffentliche Beglaubigung
- Bestätigung eines Notars, dass eine Unterschrift echt ist und von der genannten Person stammt; den Inhalt prüft er nicht.
- Öffentlicher Glaube
- Schutz des Erwerbers: Der Inhalt des Grundbuchs gilt für ihn als richtig, solange er die Unrichtigkeit nicht kennt.
- Öffentlichkeitsarbeit (PR)
- Planvolle Pflege der Beziehungen eines Betriebs zur Öffentlichkeit, vor allem zu Presse, Rundfunk und Fachmedien. Englisch Public Relations.
- Öffnungsklausel
- Regel in Gesetz oder Gemeinschaftsordnung, die Mehrheitsbeschlüsse dort erlaubt, wo sonst eine Vereinbarung nötig wäre.
- Öffnungsrate
- Anteil der Empfänger, die eine versandte E-Mail öffnen. Sie zeigt, wie stark Absender und Betreff Interesse wecken.
- Ökokonto
- Vorrat an Ausgleichsflächen oder vorgezogenen Naturschutzmaßnahmen, der später für Eingriffe abgebucht wird.
- Opportunitätskosten
- Entgangener Nutzen der besten Alternative, auf die Sie mit einer Entscheidung verzichten.
- Optimismusverzerrung
- Denkfehler, bei dem gute Ausgänge für die eigene Person überschätzt und schlechte unterschätzt werden.
- Option zur Umsatzsteuer
- Verzicht des Vermieters oder Verkäufers auf die Steuerbefreiung, um die Vorsteuer abziehen zu können.
- Optionsrecht
- Einseitiges Recht des Mieters, den Mietvertrag durch Erklärung um einen festgelegten Zeitraum zu verlängern.
- Ordnungsmäßige Verwaltung
- Verwaltung, die dem Interesse aller Eigentümer nach billigem Ermessen entspricht; jeder Eigentümer kann sie verlangen.
- Organigramm
- Grafische Darstellung der Aufbauorganisation mit Stellen, Abteilungen und Weisungswegen.
- Organisationshandbuch
- Sammlung aller schriftlichen Regeln zur Organisation eines Unternehmens, von der Stellenbeschreibung bis zum Ablauf.
- Organische Reichweite
- Zahl der Menschen, die einen Beitrag in sozialen Medien sehen, ohne dass für seine Verbreitung bezahlt wurde.
- Ortsübliche Vergleichsmiete
- Miete, die in der Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum gezahlt wird. Bis zu ihr darf ein Vermieter die Bestandsmiete erhöhen (§ 558 BGB).
- Outsourcing
- Auslagerung von Aufgaben an externe Dienstleister, etwa Buchhaltung, IT oder Assistenz. Die Verantwortung bleibt im Haus.
- Overlay-Fenster
- Fenster, das sich über einer Webseite öffnet, ohne sie zu verlassen. Auch Lightbox oder Modal genannt.
- Ovsiankina-Effekt
- Die Neigung, eine unterbrochene Aufgabe wieder aufzunehmen. Unerledigtes zieht Aufmerksamkeit auf sich.
P
- Pacht
- Vertrag, der neben dem Gebrauch auch die Erträge einer Sache oder eines Betriebs überlässt.
- Pareto-Prinzip
- Die Beobachtung, dass ein kleiner Teil der Ursachen einen großen Teil der Wirkung erzeugt, oft als 80-20-Regel bezeichnet.
- Parkinsons Gesetz der Trivialität
- Gremien verwenden auf Nebensachen viel Zeit und auf schwierige Fragen wenig. Englisch Bike-Shedding.
- Parkinsonsches Gesetz
- Beobachtung von C. Northcote Parkinson: Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
- Partizipative Führung
- Führungsstil, bei dem Mitarbeiter vor Entscheidungen gehört und an der Planung beteiligt werden.
- Passive Akquisition
- Auftragsgewinnung, bei der sich der Eigentümer von sich aus an den Makler wendet, etwa auf Empfehlung oder wegen seines Rufs.
- Passiver Bewerbermarkt
- Fachkräfte, die eine feste Stelle haben und nicht aktiv suchen, aber für ein passendes Angebot offen wären.
- Pattsituation
- Eine Lage, in der zwei gleich starke Seiten sich gegenseitig blockieren und keine Mehrheit zustande kommt.
- Pauschalvertrag
- Bauvertrag mit festem Gesamtpreis für eine genau beschriebene Leistung.
- Pensionszusage
- Zusage eines Unternehmens, einem Mitarbeiter oder Geschäftsführer später eine Betriebsrente zu zahlen.
- Perfektionismus
- Anspruch, eine Arbeit erst abzugeben, wenn sie fehlerfrei und makellos ist. Im Betrieb führt er oft zu Verzögerung statt zu Qualität.
- Permission-Marketing
- Werbung mit ausdrücklicher Erlaubnis des Empfängers. Der Leser entscheidet selbst, ob und worüber er Nachrichten erhält.
- Personalbedarfsplanung
- Ermittlung, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation ein Unternehmen wann braucht.
- Personalberater
- Dienstleister, der im Auftrag eines Unternehmens Kandidaten sucht, anspricht und vorauswählt. Umgangssprachlich Headhunter.
- Personalentwicklung
- Alle Maßnahmen, mit denen ein Betrieb Wissen, Können und Weg seiner Mitarbeiter planvoll fördert.
- Personenbezogene Daten
- Alle Angaben, die sich einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen lassen, etwa Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.
- Pessimismusverzerrung
- Denkfehler, bei dem die Wahrscheinlichkeit schlechter Ausgänge überschätzt wird. Englisch Pessimism Bias.
- Pfandbrief
- Gedeckte Schuldverschreibung von Banken, die durch erstrangige Grundpfandrechte gesichert ist.
- Pilotprojekt
- Ein begrenzter Versuch, mit dem eine Neuerung zuerst im Kleinen erprobt wird.
- Placebo-Effekt
- Die Erwartung einer Wirkung erzeugt eine tatsächliche, wenn auch begrenzte Wirkung, ohne dass ein Wirkstoff vorliegt.
- Planungsannahme
- Vermutung, auf der eine Zahl im Plan beruht, etwa die erwartete Zahl neuer Kunden. Sie sollte benannt und geprüft werden.
- Planungsfehlschluss
- Denkfehler, bei dem Menschen den Zeit- und Kostenaufwand eigener Vorhaben systematisch zu niedrig einschätzen.
- Plausibilitätsbeurteilung
- Erstellung eines Jahresabschlusses, bei der der Steuerberater die Unterlagen zusätzlich auf Plausibilität beurteilt.
- Politisch exponierte Person
- Person mit wichtigem öffentlichem Amt; für Geschäfte mit ihr gelten nach dem Geldwäschegesetz verstärkte Sorgfaltspflichten.
- Portfolioanalyse
- Methode, die Objekte nach Markt und Wettbewerbsposition ordnet und daraus Strategien ableitet.
- Positionierung
- Die bewusste Festlegung, wofür ein Betrieb im Markt steht und für wen er arbeitet. Sie macht ihn unterscheidbar.
- Post-Merger-Integration
- Zusammenführung von Menschen, Abläufen und Systemen nach einem Unternehmenskauf. Kurz PMI.
- Postproduktion
- Nachbearbeitung von Film- oder Tonaufnahmen nach dem Dreh: Auswahl, Schnitt, Farb- und Tonkorrektur, Ausgabe der Formate.
- Potentialausgleich
- Elektrische Verbindung aller metallischen Leitungen und Bauteile, die Personen vor gefährlichen Fehlerspannungen schützt.
- Preboarding
- Die Zeit zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag, in der der Betrieb Kontakt hält und den Start vorbereitet.
- Preisangabenverordnung
- Verordnung, nach der Unternehmer gegenüber Verbrauchern Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer angeben müssen.
- Preisanpassung
- Änderung eines bestehenden Preises oder Honorars, meist als Erhöhung wegen gestiegener Kosten oder gewachsener Leistung.
- Preisbündelung
- Angebot mehrerer Leistungen oder Produkte als Paket zu einem gemeinsamen Gesamtpreis.
- Preiskäufer
- Kunde, der allein nach dem niedrigsten Preis entscheidet. Leistung, Sicherheit und Betreuung spielen für ihn kaum eine Rolle.
- Preisnachlass
- Minderung des angebotenen Preises, etwa als Rabatt. Bei laufenden Leistungen wirkt er meist auf jede weitere Rechnung.
- Preissignal
- Die Aussage, die ein Preis über die Qualität einer Leistung macht, wenn der Kunde diese vorher nicht beurteilen kann.
- Preisspiegel
- Tabellarische Gegenüberstellung der Einzelpreise mehrerer Angebote für dieselbe Leistung.
- Preisspirale
- Kreislauf, in dem zu tiefe Preise die Qualität senken und dadurch noch tiefere Preise erzwingen.
- Preisverhandlung
- Das Gespräch, in dem Anbieter und Kunde den Preis einer Leistung festlegen. Es beginnt lange vor der ersten Zahl.
- Premiumangebot
- Höherwertige Stufe eines Angebots mit mehr Betreuung oder Leistung zu einem klar höheren Preis, neben dem Grundangebot.
- Premortem
- Sitzungsform, in der ein Team annimmt, das Vorhaben sei bereits gescheitert, und die Gründe aufschreibt.
- Pressemitteilung
- Kurze, sachliche Nachricht eines Betriebs an Redaktionen über einen Anlass, den diese aufgreifen können.
- Primäreffekt
- Gedächtniseffekt: Informationen, die zuerst kommen, prägen den Gesamteindruck stärker und werden oft besser behalten.
- Primärenergiebedarf
- Energiebedarf eines Gebäudes einschließlich Gewinnung, Umwandlung und Transport der Energieträger.
- Primärforschung
- Marktforschung mit eigens erhobenen Daten, etwa durch Befragung, Beobachtung oder Test.
- Priorisierung
- Die Festlegung, welche Aufgabe zuerst erledigt wird. Maßstab ist die Wichtigkeit, nicht die Lautstärke.
- Privateinlage
- Geld oder Sachwerte, die ein Inhaber aus seinem Privatvermögen in den Betrieb einbringt. Sie ist keine Betriebseinnahme.
- Privatentnahme
- Geld oder Sachwerte, die ein Inhaber für private Zwecke aus seinem Betrieb nimmt. Sie ist keine Betriebsausgabe.
- Privates Veräußerungsgeschäft
- Verkauf einer Immobilie aus dem Privatvermögen binnen zehn Jahren nach Kauf; der Gewinn ist dann einkommensteuerpflichtig.
- Privatplatzierung
- Kapital wird bei einem begrenzten Kreis ausgewählter Geldgeber eingesammelt, nicht über Börse oder öffentliches Angebot.
- Privilegierte bauliche Veränderung
- Bauliche Veränderung, die jeder Eigentümer verlangen kann, etwa Ladestation, Barriereabbau, Einbruchschutz oder Glasfaser.
- Probezeit
- Vereinbarte Anfangszeit eines Arbeitsverhältnisses von höchstens sechs Monaten mit verkürzter Kündigungsfrist von zwei Wochen.
- Projekthandbuch
- Verbindliches Regelwerk eines Projekts mit Zielen, Organisation, Zuständigkeiten, Terminen, Budget und Abläufen.
- Projektsteuerung
- Übernahme delegierbarer Bauherrenaufgaben: Koordination der Planer und Kontrolle von Kosten, Terminen und Qualität.
- Prokrastination
- Das Aufschieben wichtiger oder unangenehmer Aufgaben, oft verdeckt durch scheinbar nützliche Beschäftigung.
- Prokura
- Weitreichende handelsrechtliche Vollmacht, die ein Kaufmann erteilt. Sie wird im Handelsregister eingetragen.
- Prolongation
- Verlängerung eines Darlehens bei der bisherigen Bank nach Ablauf der Zinsbindung mit einer neuen Zinsvereinbarung.
- Prozessbeschreibung
- Schriftliche Darstellung eines Arbeitsablaufs, Schritt für Schritt, mit Zuständigkeit und Ergebnis.
- Psychologische Sicherheit
- Gemeinsame Überzeugung im Team, dass Fragen, Vorschläge und Fehlermeldungen keine Bloßstellung oder Strafe nach sich ziehen.
- Pufferzeit
- Bewusst unverplante Zeit im Tages- oder Wochenplan, die Verspätungen und Störungen auffängt, bevor sie weitere Termine verschieben.
- Push-Benachrichtigung
- Hinweis, den ein Programm oder eine App von selbst auf Bildschirm oder Telefon anzeigt, etwa bei einer neuen E-Mail.
Q
- Qualifizierter Alleinauftrag
- Alleinauftrag, der den Eigentümer zusätzlich verpflichtet, alle Interessenten an den Makler zu verweisen.
- Qualitätsfaktor
- Bewertung von Google Ads je Suchbegriff auf einer Skala von 1 bis 10. Sie beeinflusst Anzeigenposition und Klickpreis.
- Quartalsziel
- Ein einziges, klar beschriebenes Ergebnis, das ein Betrieb oder eine Person bis zum Ende eines Quartals erreichen will.
R
- Rampenlicht-Effekt
- Denkfehler, bei dem man überschätzt, wie sehr andere das eigene Aussehen und Verhalten beachten.
- Rangklasse
- Gesetzliche Stufe, nach der das Gericht den Erlös einer Zwangsversteigerung an die Gläubiger verteilt.
- Rangrücktritt
- Nachträgliche Änderung der Rangfolge, bei der ein Recht im Grundbuch hinter ein anderes Recht zurücktritt.
- Rangstelle
- Reihenfolge der Rechte im Grundbuch. Die erste Stelle wird im Ernstfall zuerst bedient.
- Rangvorbehalt
- Vorbehalt des Eigentümers, ein späteres Recht vor einem schon eingetragenen Recht einzutragen.
- Ratchet
- Vereinbarung, nach der ein Beteiligungsanteil stufenweise wächst, sobald vorher festgelegte Kennzahlen erreicht sind.
- Rationalisierung (Psychologie)
- Nachträgliche, vernünftig klingende Begründung für ein Verhalten, dessen eigentlicher Grund ein anderer ist.
- Räumungsfrist
- Vom Gericht gewährte Frist, vor deren Ablauf aus einem Räumungstitel nicht vollstreckt werden darf.
- Räumungsklage
- Klage des Vermieters auf Herausgabe der Wohnung, wenn der Mieter nach Vertragsende nicht auszieht.
- Reaktanz
- Abwehr gegen eingeschränkte Freiheit: Wer sich bevormundet fühlt, tut oft das Gegenteil des Verlangten.
- Reaktionszeit
- Die zugesagte Frist, innerhalb der ein Unternehmen auf Anfragen von Kunden antwortet.
- Reallast
- Belastung eines Grundstücks, aus der wiederkehrende Leistungen an einen Berechtigten zu erbringen sind.
- Recency-Effekt
- Wahrnehmungseffekt: Zuletzt aufgenommene Informationen bleiben besonders gut im Gedächtnis und prägen den Gesamteindruck.
- Rechtsdienstleistung
- Tätigkeit in einer konkreten fremden Angelegenheit, die eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert.
- Rechtsschutzversicherung
- Versicherung, die Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten eines Rechtsstreits übernimmt; sie zahlt keinen Schaden.
- Recruiting-as-a-Service
- Personalgewinnung als Dauerleistung: Ein Dienstleister sucht laufend für feste Stellenprofile, meist zu einem festen Monatspreis.
- Redaktionsplan
- Liste der geplanten Texte und Beiträge mit Thema und Termin. Sie legt fest, was wann erscheint.
- Redeeinstieg
- Der erste Satz oder die ersten Sätze einer Rede, die über die Aufmerksamkeit des Publikums entscheiden.
- Referenzauskunft
- Auskunft eines früheren Arbeitgebers oder Auftraggebers über einen Bewerber, meist in einem kurzen Telefonat.
- Refinanzierung
- Ablösung einer bestehenden Finanzierung durch ein neues Darlehen, oft zu anderen Bedingungen oder höherem Betrag.
- Reframing
- Ein Problem in einer anderen Fassung formulieren, damit neue Lösungswege sichtbar werden.
- Reinertrag
- Jährlicher Rohertrag eines Grundstücks abzüglich der Bewirtschaftungskosten.
- Relevant Set
- Die kleine Auswahl von Anbietern, die ein Kunde bei einer Kaufentscheidung tatsächlich in Betracht zieht.
- Rentenbarwert
- Heutiger Wert einer Reihe gleich hoher, regelmäßiger Zahlungen bei einem bestimmten Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit.
- Rentenendwert
- Wert, den regelmäßige gleich hohe Zahlungen samt Zinsen und Zinseszinsen am Ende der Laufzeit erreichen.
- Repräsentant
- Person, deren Wissen und Verhalten sich der Versicherungsnehmer wie eigenes zurechnen lassen muss, etwa ein Hausverwalter.
- Reputation
- Der Ruf eines Unternehmens oder einer Person: das Bild, das andere sich aus Erfahrungen und Erzählungen machen.
- Residualwertverfahren
- Verfahren, das den tragfähigen Grundstückspreis aus dem Verkaufserlös abzüglich aller Kosten und des Gewinns ermittelt.
- Restlaufzeit
- Zeit bis zum vereinbarten Ende eines Vertrags, etwa eines Mietvertrags oder eines Darlehens.
- Restnutzungsdauer
- Jahre, in denen ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung noch wirtschaftlich nutzbar ist.
- Restrukturierung
- Umbau eines Unternehmens, um Altlasten abzubauen und die Ertragskraft wiederherzustellen, etwa durch Straffung von Standorten oder Leistungen.
- Restschuld
- Betrag eines Darlehens, der zu einem Stichtag, etwa am Ende der Zinsbindung, noch nicht getilgt ist.
- Restschuldversicherung
- Versicherung, die bei Tod und je nach Vertrag bei Berufsunfähigkeit die offene Darlehensschuld ablöst.
- Retargeting (Wiederansprache)
- Erneute Ansprache von Menschen, die eine Webseite, einen Beitrag oder eine Anzeige bereits gesehen haben.
- Return on Investment (ROI)
- Kennzahl für die Rendite auf eingesetztes Kapital: Überschuss im Verhältnis zum Einsatz, meist in Prozent.
- Reziprozität
- Die menschliche Neigung, eine erhaltene Leistung zu erwidern. Sie wirkt nur, wenn die Gabe echt ist.
- Rhetorik
- Die Kunst, wirkungsvoll zu sprechen und zu überzeugen. Dazu gehören Aufbau, Sprache, Stimme und Auftreten.
- Richard Lindner
- Mitgründer und langjähriger Präsident von DigitalMarketer, Fachmann für E-Mail-Kampagnen und Unternehmensführung.
- Richard Moore
- Früher zehn Jahre im Vertrieb der Londoner Finanzbranche, heute Trainer für Kundengewinnung über LinkedIn.
- Risikoaufschlag
- Teil des Kreditzinses, mit dem ein Geldgeber das erwartete Ausfallrisiko eines Kreditnehmers abdeckt.
- Risikoaversion
- Neigung, bei unsicheren Entscheidungen die sicherere Wahl vorzuziehen, auch wenn sie mehr kostet.
- Risikolebensversicherung
- Versicherung, die beim Tod der versicherten Person eine vereinbarte Summe auszahlt.
- Risikoumkehr
- Der Anbieter übernimmt freiwillig einen Teil des Kaufrisikos. Etwa durch Garantie, Ausstiegsrecht oder Erfolgshonorar.
- Robert Cialdini
- Emeritierter Professor für Psychologie und Marketing an der Arizona State University, Autor von „Influence“.
- Rohertrag
- Umsatz abzüglich der direkt zurechenbaren Kosten, etwa Material oder Wareneinsatz. Er zeigt, ob die Leistung selbst trägt.
- Rollenkonflikt
- Eine Person soll zwei Rollen erfüllen, deren Erwartungen sich widersprechen, etwa Vertrauter und Beurteiler zugleich.
- Rollenspiel
- Übungsform, in der ein Gespräch mit verteilten Rollen nachgestellt wird, etwa ein Verkaufs- oder Erstgespräch.
- Rückbelastung
- Rückbuchung einer Kartenzahlung, etwa nach einer Reklamation des Karteninhabers. Englisch: Chargeback.
- Rücklaufquote
- Anteil der Empfänger, die auf eine Werbeaktion reagieren, etwa mit Anruf, Antwort oder Anfrage.
- Rückstau
- Rückfluss von Abwasser aus dem überlasteten Kanal in tief liegende Abläufe eines Gebäudes.
- Rückstellung
- Passivposten für Verpflichtungen, deren Höhe oder Zeitpunkt noch unsicher ist. Ihre Auflösung erhöht den Gewinn.
- Rücktritt
- Einseitige Erklärung, mit der sich eine Vertragspartei aufgrund eines gesetzlichen oder vereinbarten Rechts vom Vertrag löst.
- Rückwärtsplanung
- Planung, die beim gewünschten Ziel beginnt und von dort die nötigen Schritte und Termine bis heute ableitet.
- Rumination (Grübeln)
- Wiederholtes Kreisen der Gedanken um ein Problem oder Erlebnis, ohne dass dabei eine Lösung entsteht.
- Russell Brunson
- Mitgründer der Software ClickFunnels für Verkaufsstrecken, Autor von „DotCom Secrets“ und „Expert Secrets“.
- Rüstzeit
- Die Zeit, die nötig ist, um von einer Tätigkeit auf eine andere umzustellen, bevor die eigentliche Arbeit beginnt.
- Ryan Deiss
- Gründer von DigitalMarketer und The Scalable Company, Autor von „Digital Marketing For Dummies“ und „Get Scalable“.
- Ryan Serhant
- Immobilienmakler in New York, Gründer des Maklerhauses SERHANT. und Autor von „Sell It Like Serhant“.
S
- Sacheinlage
- Einlage in eine Gesellschaft, die nicht in Geld, sondern in Vermögensgegenständen erbracht wird.
- Sachwertfaktor
- Faktor des Gutachterausschusses, der den vorläufigen Sachwert an das Preisniveau des Marktes anpasst.
- Sachwertverfahren
- Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Bodenwert und den nach Alter geminderten Herstellungskosten ermittelt.
- Saisonalität
- Wiederkehrende Schwankung von Nachfrage oder Bedarf im Jahreslauf, etwa vor der Heizperiode oder zum Jahresabschluss.
- Sale-and-Lease-Back
- Ein Vermögensgegenstand wird verkauft und sofort zurückgemietet oder geleast. Das bringt Liquidität, die Nutzung bleibt.
- Sanierungsgebiet
- Von der Gemeinde förmlich festgelegtes Gebiet, in dem sie städtebauliche Missstände beheben will.
- Sanierungsstau
- Angesammelte, über Jahre aufgeschobene Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an einem Gebäude.
- Scheinselbständigkeit
- Jemand tritt als Selbständiger auf, arbeitet tatsächlich aber wie ein Arbeitnehmer. Maßgeblich ist die gelebte Zusammenarbeit.
- Scheinselbstständigkeit
- Formal freie Mitarbeit, die tatsächlich ein Arbeitsverhältnis ist, mit Folgen für Sozialabgaben und Lohnsteuer.
- Schlussrate
- Große letzte Zahlung am Ende einer Laufzeit, nach kleineren laufenden Raten. Auch Ballonrate genannt.
- Schonfrist
- Frist von zwei Monaten nach Zustellung der Räumungsklage, in der der Mieter die Kündigung durch Zahlung unwirksam machen kann.
- Schönheitsreparaturen
- Malerarbeiten in der Wohnung: Tapezieren, Streichen von Wänden, Decken, Heizkörpern, Innentüren und Fenstern innen.
- SCHUFA
- Private Auskunftei, die Daten zum Zahlungsverhalten von Verbrauchern sammelt und an Kreditgeber übermittelt.
- Schuldendienstdeckungsgrad
- Verhältnis von verfügbarem Ergebnis zu Zins und Tilgung. Englisch Debt Service Coverage Ratio (DSCR).
- Schuldnerverzeichnis
- Amtliches Verzeichnis beim zentralen Vollstreckungsgericht über Schuldner mit Zahlungsproblemen.
- Schuldschein
- Schriftliche Urkunde, in der ein Schuldner eine Zahlungspflicht über einen Betrag und einen Termin bestätigt.
- Schuldübernahme
- Der Käufer übernimmt bestehende Verbindlichkeiten des Verkäufers. Sie ersetzen einen Teil des Kaufpreises.
- Schwebende Unwirksamkeit
- Zustand eines Vertrags, der erst mit einer noch ausstehenden Zustimmung wirksam wird oder bei Verweigerung endgültig scheitert.
- Schwimmender Estrich
- Estrich, der auf einer Dämmschicht liegt und von Decke und Wänden getrennt ist; er verbessert Tritt- und Luftschallschutz.
- Seitentitel (Title)
- Titel einer Internetseite, der im Browser-Reiter und meist als Überschrift in den Suchergebnissen erscheint.
- Sekundärforschung
- Marktforschung mit bereits vorhandenen Daten, etwa Statistiken, Verbandsberichten oder eigenen Umsatzzahlen.
- Selbstauskunft
- Schriftliche Angaben eines Antragstellers zu Einkommen, Ausgaben, Vermögen und Verpflichtungen.
- Selbstbehalt
- Vertraglich festgelegter Teil eines Schadens, den der Versicherungsnehmer selbst trägt.
- Selbstbild
- Die Vorstellung, die ein Mensch von sich und seiner Leistung hat – im Verkauf hörbar daran, wie er seinen Preis nennt.
- Selbsterfüllende Prophezeiung
- Eine Erwartung, die das eigene Verhalten so verändert, dass sie am Ende eintritt.
- Selbstfürsorge
- Der bewusste Umgang mit den eigenen Kräften: Erholung, Pausen und Grenzen, damit Sie dauerhaft leistungsfähig bleiben.
- Selbstgespräch
- Die Sätze, die ein Mensch innerlich über sich und seine Lage sagt. Sie prägen Haltung und Verhalten.
- Selbstreflexion
- Bewusstes Nachdenken über das eigene Handeln, Denken und Fühlen, um daraus für künftige Entscheidungen zu lernen.
- Selbstsabotage
- Verhalten, mit dem jemand eigene Ziele unbewusst untergräbt, etwa durch Aufschieben oder halbe Anstrengung.
- Selbstverlag
- Veröffentlichung eines Buches durch den Autor selbst, ohne klassischen Verlag. Der Autor trägt Kosten und Rechte.
- Selbstwertdienliche Verzerrung
- Denkfehler, bei dem Erfolge der eigenen Leistung und Misserfolge den Umständen zugeschrieben werden.
- Selbstwirksamkeit
- Überzeugung, eine Aufgabe aus eigener Kraft bewältigen zu können. Der Begriff geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück.
- Selbstzuschreibung
- Eine Eigenschaft, die sich ein Mensch selbst zuschreibt und für eine feste Tatsache über seine Person hält.
- Selektive Wahrnehmung
- Menschen nehmen bevorzugt wahr, worauf ihre Erfahrung und Aufmerksamkeit ausgerichtet sind. Anderes wird übersehen.
- Seller's Discretionary Earnings (SDE)
- Gewinn vor Unternehmerlohn: das, was ein Inhaber tatsächlich aus seinem Betrieb zieht. Üblich bei kleinen Firmen in den USA.
- Seth Godin
- Amerikanischer Marketingautor; seine 20 Bestseller erschienen in fast 40 Sprachen.
- Setzung
- Absinken eines Gebäudes, weil der Baugrund unter der Last nachgibt; ungleichmäßige Setzungen verursachen Risse.
- Share Deal und Asset Deal
- Beim Share Deal kaufen Sie Anteile an der Gesellschaft, beim Asset Deal einzelne Gegenstände des Betriebs.
- Share of Wallet (Lieferanteil)
- Anteil, den ein Anbieter an den gesamten Ausgaben eines Kunden für eine bestimmte Leistung erhält.
- Sicherungsabrede
- Vertrag zwischen Sicherungsgeber und Bank, der die Grundschuld mit dem gesicherten Darlehen verknüpft.
- Sicherungshypothek
- Im Grundbuch eingetragene Hypothek, mit der ein Gläubiger eine titulierte Forderung ab 750 Euro am Grundstück des Schuldners sichert.
- Sicherungsübereignung
- Der Schuldner überträgt das Eigentum an einer Sache als Sicherheit an den Kreditgeber, nutzt sie aber weiter.
- Sichtbarer Bereich (Above the Fold)
- Teil einer Webseite, den der Besucher ohne Scrollen sieht. Seine Größe hängt vom Gerät ab und ist am Telefon klein.
- Skaleneffekt
- Sinkende Stückkosten bei steigender Menge, weil sich feste Kosten auf mehr Einheiten verteilen.
- Skalierung
- Steigerung des Ergebnisses, ohne dass Aufwand und Kosten im gleichen Maß mitwachsen.
- Skonto
- Ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist, zum Beispiel zwei Prozent bei Zahlung in zehn Tagen.
- SMART-Ziele
- Regel für prüfbare Ziele: spezifisch, messbar, attraktiv oder erreichbar, realistisch und terminiert.
- Social Proof (soziale Bewährtheit)
- Menschen orientieren sich an Erfahrungen anderer. Referenzen und Kundenstimmen nutzen diesen Effekt, um Vertrauen aufzubauen.
- Social Recruiting
- Personalsuche über soziale Netzwerke, etwa mit gezielten Anzeigen oder Beiträgen für eine ausgewählte Berufsgruppe.
- Soft Skills
- Überfachliche Fähigkeiten wie Gesprächsführung, Konfliktfähigkeit oder klares Schreiben. Sie lassen sich üben.
- Soll-Ist-Vergleich
- Gegenüberstellung von geplantem Wert und tatsächlichem Wert einer Kennzahl. Die Differenz zeigt den Handlungsbedarf.
- Sollstellung
- Buchung der geschuldeten Beträge, etwa Mieten oder Hausgeld, vor ihrem Zahlungseingang.
- Sollzins
- Vereinbarter Jahreszinssatz auf den Darlehensbetrag, früher Nominalzins genannt, ohne Nebenkosten und Zahlungsweise.
- Sonderdruck
- Gesonderter Nachdruck eines erschienenen Artikels, meist vom Verlag lizenziert, zur Weitergabe an Kunden und Interessenten.
- Sondereigentum
- Alleineigentum an einer Wohnung oder an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, in einer Eigentumsanlage.
- Sondernutzungsrecht
- Recht eines Eigentümers, einen Teil des Gemeinschaftseigentums allein zu nutzen, etwa Garten oder Stellplatz.
- Sonderrechtsnachfolger
- Person, die ein Wohnungseigentum durch Kauf, Schenkung oder Zuschlag erwirbt, im Unterschied zum Erben.
- Sondertilgung
- Zusätzliche Rückzahlung über die vereinbarte Rate hinaus, die die Restschuld ohne Entschädigung senkt.
- Sonderumlage
- Zusätzliche Zahlung, die eine Eigentümergemeinschaft beschließt, wenn Rücklage und Hausgeld eine Ausgabe nicht decken.
- Sondervergütung
- Gesondert vereinbartes Entgelt des Verwalters für Leistungen außerhalb der Grundleistung.
- Soziale Wohnraumförderung
- Staatliche Förderung von Bau, Modernisierung und Erwerb von Wohnraum für Haushalte mit Zugangsproblemen am Markt.
- Sozialer Vergleich
- Bewertung der eigenen Lage und Leistung im Vergleich mit anderen Menschen. Beschrieben vom Psychologen Leon Festinger.
- Sozialklausel
- Recht des Mieters, einer ordentlichen Kündigung wegen unzumutbarer Härte zu widersprechen.
- Spätindikator
- Kennzahl, die ein bereits eingetretenes Ergebnis zeigt, etwa Umsatz. Englisch Lagging Indicator.
- Spezialimmobilie
- Immobilie, die nur für eine bestimmte Nutzung geplant ist, etwa Klinik, Hotel oder Seniorenheim.
- Spielerfehlschluss
- Unabhängige Zufallsereignisse werden behandelt, als müssten sie sich ausgleichen. Nach einer Serie scheint das Gegenteil fällig.
- Sponsoring
- Förderung von Vereinen, Veranstaltungen oder Projekten mit Geld oder Sachmitteln gegen sichtbare Nennung des Unternehmens.
- Stabsstelle
- Stelle ohne Weisungsrecht, die die Leitung berät und Entscheidungen vorbereitet.
- Städtebaulicher Vertrag
- Vertrag zwischen Gemeinde und Privatem über Planung, Erschließung oder Folgekosten eines Vorhabens.
- Staffelmiete
- Vereinbarung fester Mieterhöhungen zu bestimmten Zeitpunkten, schriftlich und als Eurobetrag festgelegt.
- Stakeholder-Analyse
- Übersicht aller Personen und Gruppen, die eine Entscheidung betrifft oder beeinflusst, mit ihren Interessen und ihrem Einfluss.
- Stammkapital
- Das im Gesellschaftsvertrag festgelegte Kapital einer GmbH. Es dient den Gläubigern als Haftungsgrundlage.
- Standortanalyse
- Prüfung, ob ein Ort für einen Betrieb trägt – nach Kunden, Wegen, Wettbewerb und Kosten.
- Status-quo-Bias
- Die Neigung, den bestehenden Zustand vorzuziehen, auch wenn eine Änderung besser wäre.
- Statusbericht
- Kurze, regelmäßige Meldung über den Stand laufender Vorgänge: was erledigt ist, was offen ist und welche Fristen anstehen.
- Stellenbeschreibung
- Schriftliche Festlegung, wofür eine Stelle zuständig ist und woran gute Arbeit erkennbar wird.
- Stereotypisierung
- Einer Person werden Eigenschaften ihrer Gruppe zugeschrieben, ohne dass Informationen über die Person vorliegen.
- Stevan Koncar
- Mitgründer der LinkedIn-Beratung Authority Marketing, die Profile und Beiträge für Fachleute schreibt.
- Stichprobe
- Zufällig ausgewählter Teil einer Gesamtheit, an dem geprüft wird, ob Regeln eingehalten werden.
- Stille Beteiligung
- Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen, bei der der Geldgeber nach außen nicht in Erscheinung tritt und am Gewinn teilnimmt.
- Stillhaltefrist
- Wartezeit nach einer Verdachtsmeldung, in der die gemeldete Transaktion nicht ausgeführt werden darf.
- Stillschweigende Verlängerung
- Fortsetzung eines Mietvertrags auf unbestimmte Zeit, wenn der Mieter die Räume nach Vertragsende weiter nutzt.
- Stimmrechtsausschluss
- Gesetzliches Ruhen des Stimmrechts eines Eigentümers bei Geschäften oder Rechtsstreiten mit ihm, geregelt in § 25 Abs. 4 WEG.
- Stimmrechtsvollmacht
- Vollmacht, mit der ein Wohnungseigentümer einen anderen zur Abstimmung in der Eigentümerversammlung berechtigt.
- Stockfoto
- Ein vorgefertigtes Foto aus einer Bilddatenbank, das gegen Lizenzgebühr oder frei genutzt werden kann.
- Storytelling
- Vermitteln von Inhalten über eine Geschichte statt über eine Aufzählung. Im Mittelpunkt stehen Personen, Lage und Wendung.
- Strategische Allianz
- Dauerhafte Zusammenarbeit selbstständiger Unternehmen, die einander ergänzen und gemeinsam Kunden gewinnen oder betreuen.
- Streuverlust
- Der Teil einer Werbung, der Menschen erreicht, die nicht zur Zielgruppe gehören.
- Strukturiertes Interview
- Vorstellungsgespräch, in dem alle Bewerber dieselben Fragen in derselben Reihenfolge erhalten. So werden Antworten vergleichbar.
- Stückkosten
- Kosten je Einheit einer Leistung, etwa je verwalteter Wohnung und Monat. Grundlage für Preis und Annahme von Aufträgen.
- Stücklizenz
- Vergütung, die je verkaufter Einheit eines Produkts fällig wird, statt eines festen Betrags.
- Stufennachweis
- Vorgehen des Maklers, Objektdaten erst nach einem Provisionsversprechen vollständig herauszugeben.
- Stufenziel
- Ein Ziel, das in mehreren Höhen gesetzt wird, meist als Mindestmaß, Sollmaß und Bestmaß, statt als einzige feste Marke.
- Stundensatz
- Der Wert einer Arbeitsstunde. Für Inhaber ergibt er sich grob aus Jahresertrag geteilt durch Arbeitsstunden.
- Stundenwert
- Jahresertrag geteilt durch die eigenen Arbeitsstunden. Die Zahl zeigt, was eine Stunde des Inhabers dem Betrieb einbringt.
- Stundung
- Vereinbarung, dass eine fällige Zahlung erst später geleistet wird. Die Schuld bleibt bestehen, nur der Termin verschiebt sich.
- Substitutionskonkurrenz
- Wettbewerb durch Lösungen anderer Art, die denselben Bedarf des Kunden decken, etwa Eigenarbeit oder Software.
- Suchbegriff (Keyword)
- Wort oder Wortgruppe, die Menschen in eine Suchmaschine eingeben, um etwas zu finden.
- Suchintention
- Die Absicht hinter einer Suchanfrage, etwa sich informieren, eine bestimmte Seite finden oder etwas kaufen.
- Suchmaschinenoptimierung (SEO)
- Maßnahmen, mit denen eine Webseite bei passenden Suchanfragen weiter oben in den unbezahlten Ergebnissen erscheint.
- Suchprofil
- Kurze Beschreibung des Unternehmens, das ein Käufer sucht: Branche, Region, Größe, Mindestertrag und Übergabeform.
- Suchvolumen
- Zahl der Suchanfragen zu einem Begriff in einem bestimmten Zeitraum, meist je Monat. Zeigt, wie oft Menschen danach suchen.
- Suggestibilität
- Annahmen, die in einer Frage stecken, gehen in die Antwort und teils in die Erinnerung über.
- Sunk Costs
- Versunkene Kosten: bereits ausgegebenes Geld, das nicht zurückkommt. Es sollte künftige Entscheidungen nicht bestimmen.
- Survivorship Bias
- Denkfehler, bei dem nur die Erfolgreichen betrachtet werden. Die Gescheiterten mit demselben Vorgehen bleiben unsichtbar.
- Sweat Equity (Beteiligung gegen Leistung)
- Unternehmensanteil, der nicht mit Geld, sondern mit Arbeit, Wissen oder Kontakten erworben wird.
- Swipe File
- Sammlung fremder Anzeigen, Briefe und Werbetexte, die als Anschauung für eigene Texte dient.
- Systemhandbuch
- Schriftliche Beschreibung aller Abläufe, Standards und Vorgaben eines Geschäftsmodells, etwa im Franchising.
T
- Tachypsychie
- Veränderte Zeitwahrnehmung unter starker Erregung. Sekunden werden als deutlich länger erlebt.
- Tagesgeschäft
- Die laufenden, wiederkehrenden Aufgaben eines Betriebs, etwa Anfragen, Abstimmungen und Abrechnungen.
- Tagesordnung
- Die vorab festgelegte Liste der Punkte, die in einer Besprechung behandelt werden, meist mit der Einladung verschickt.
- Tagesplanung
- Die schriftliche Festlegung, welche Aufgaben an einem Arbeitstag in welcher Reihenfolge erledigt werden.
- Tagesrückblick
- Eine kurze Prüfung am Ende des Arbeitstags: Was wurde getan, und hat es dem eigenen Ziel gedient?
- Tantieme
- Erfolgsabhängige Vergütung, meist als Anteil am Gewinn. Sie wird oft Geschäftsführern oder leitenden Mitarbeitern gezahlt.
- Taupunkt
- Temperatur, bei der Wasserdampf in der Luft zu Wasser kondensiert; an kalten Bauteilen entsteht so Feuchtigkeit.
- Tausch
- Vertrag, bei dem Leistung gegen Leistung statt gegen Geld getauscht wird. Für ihn gelten die Regeln des Kaufs entsprechend.
- Technische und organisatorische Maßnahmen
- Schutzvorkehrungen nach Art. 32 DSGVO, etwa Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Datensicherung, passend zum Risiko.
- Teilamortisation
- Leasingform, bei der die Raten den Aufwand nur teilweise decken und ein Restwert bleibt.
- Teileigentum
- Sondereigentum an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, etwa Laden, Praxis oder Büro, verbunden mit einem Miteigentumsanteil.
- Teilkostenrechnung
- Kostenrechnung, die nur die variablen Kosten den Leistungen zuordnet und Fixkosten als Block betrachtet.
- Teilmarkt
- Abgegrenzter Ausschnitt des Immobilienmarkts nach Region, Nutzungsart, Vertragsart oder Entwicklungszustand.
- Teilnahmewettbewerb
- Vorgeschaltete öffentliche Bekanntmachung, auf die sich Firmen bewerben; nur ausgewählte Bewerber erhalten danach die Unterlagen.
- Teilungserklärung
- Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, die ein Grundstück in Wohnungs- und Teileigentum aufteilt.
- Teilungsversteigerung
- Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft, etwa unter Erben oder getrennten Ehegatten.
- Testimonial
- Schriftliche oder mündliche Aussage eines Kunden über seine Erfahrung mit einem Anbieter.
- Testkauf
- Kauf oder Anfrage als gewöhnlicher Kunde, um Ablauf und Leistung eines Anbieters aus Kundensicht zu erleben. Englisch Mystery Shopping.
- Testleser
- Person, die einen Text vor der Veröffentlichung liest und zurückmeldet, wo er unklar wird oder sie aussteigt.
- Textform
- Lesbare Erklärung auf dauerhaftem Datenträger mit Namen des Erklärenden, ohne eigenhändige Unterschrift.
- Third-Person-Effekt
- Menschen halten andere für leichter beeinflussbar als sich selbst und wollen deshalb vor allem andere schützen.
- Tiefgründung
- Gründung über Pfähle oder Pfeiler, die Lasten durch weichen Boden bis auf tragfähige Schichten in der Tiefe ableiten.
- Tilgung
- Rückzahlung eines Darlehens in Teilbeträgen. Mit jeder Tilgung sinkt die verbleibende Restschuld.
- Tilgungsersatz
- Separater Spar- oder Versicherungsvertrag, mit dem ein endfälliges Darlehen am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird.
- Tilgungszuschuss
- Förderzuschuss, der einen Teil der Darlehensschuld erlässt und so die Rückzahlung verringert.
- Timeboxing
- Wichtige Arbeit bekommt einen festen Zeitblock im Kalender, der wie ein Kundentermin behandelt wird.
- Tischvorlage
- Schriftliche Unterlage, die den Teilnehmern einer Sitzung zu Beginn auf den Tisch gelegt wird.
- Todd Brown
- Marketingberater aus New Jersey, Entwickler der E5-Methode für Kampagnen zur Kundengewinnung.
- Tonalität
- Die Art, wie ein Unternehmen klingt: Wortwahl, Satzbau und Haltung in Briefen, E-Mails, Gesprächen und Werbung.
- Track Record
- Nachweisbare Erfolgsbilanz einer Person oder eines Unternehmens aus bisherigen Aufgaben und Projekten.
- Transaktionaler Verkauf
- Verkaufsweise, bei der der einzelne Abschluss im Mittelpunkt steht. Der Preis wird zum wichtigsten Argument.
- Trennsystem
- Entwässerung, bei der Schmutzwasser und Regenwasser in getrennten Leitungen und Kanälen abgeführt werden.
- Treuhand (Escrow)
- Ein Teil des Kaufpreises wird bei einem neutralen Dritten hinterlegt und erst unter festgelegten Bedingungen ausgezahlt.
- Treuhandkonto
- Konto, auf dem ein Treuhänder fremdes Geld getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet.
- Trittschall
- Körperschall, der beim Gehen entsteht und über Decken und Wände in andere Wohnungen übertragen wird.
- Tuck-in
- Kleiner Zukauf, der vollständig in ein bestehendes, größeres Unternehmen eingegliedert wird.
U
- U-Wert
- Wärmedurchgangskoeffizient: Wärmemenge, die bei 1 Grad Temperaturunterschied je Quadratmeter durch ein Bauteil geht.
- Übergabeprotokoll
- Schriftliche Aufnahme des Zustands einer Wohnung bei Einzug oder Auszug, mit Zählerständen und Schlüsseln.
- Übergang von Nutzen und Lasten
- Stichtag im Kaufvertrag, ab dem Mieten, Kosten und Risiken des Objekts auf den Käufer übergehen.
- Übergeneralisierung
- Denkfehler, bei dem aus einem einzelnen Ereignis eine allgemeine Regel für alle ähnlichen Fälle abgeleitet wird.
- Überraschende Klausel
- AGB-Bestimmung, die so ungewöhnlich ist, dass der Vertragspartner nicht mit ihr rechnen musste; sie wird nicht Vertragsbestandteil.
- Überschusseinkünfte
- Einkunftsarten, bei denen der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten versteuert wird, etwa Vermietung.
- Überversicherung
- Versicherungssumme, die deutlich über dem tatsächlichen Wert liegt; Sie zahlen mehr Prämie ohne höhere Entschädigung.
- Umkehrdenken
- Denkwerkzeug, das fragt, wie ein Vorhaben sicher scheitert, statt wie es gelingt. Englisch Inversion.
- Umlageschlüssel
- Maßstab, nach dem Nebenkosten auf Mieter oder Eigentümer verteilt werden, etwa nach Fläche, Verbrauch oder Einheiten.
- Umlaufbeschluss
- Beschluss der Eigentümer außerhalb der Versammlung, den alle Eigentümer in Textform mittragen.
- Umlaufvermögen
- Vermögen, das nur kurz im Betrieb bleibt: Vorräte, Forderungen und liquide Mittel.
- Umlegung
- Gesetzlich geregeltes Tauschverfahren, mit dem die Gemeinde Grundstücke neu ordnet, damit zweckmäßige Baugrundstücke entstehen.
- Umsatzbasierte Finanzierung
- Finanzierung, die mit einem festen Anteil der laufenden Einnahmen zurückgezahlt wird. Die Rate folgt dem Umsatz.
- Umsatzmiete
- Miete, die ganz oder teilweise als Prozentsatz vom Umsatz des Mieters berechnet wird.
- Umsatzrendite
- Anteil des Gewinns am Umsatz in Prozent. Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn bleibt.
- Umsatzsteuer auf Anzahlungen
- Bei Anzahlungen entsteht die Umsatzsteuer im Voranmeldungszeitraum des Geldeingangs, nicht erst mit der Leistung.
- Umschuldung
- Die Ablösung bestehender Kredite durch einen neuen Kredit mit anderen Bedingungen, etwa längerer Laufzeit oder niedrigerer Rate.
- Unbedenklichkeitsbescheinigung
- Bescheinigung des Finanzamts nach Zahlung der Grunderwerbsteuer. Ohne sie trägt das Grundbuchamt keinen neuen Eigentümer ein.
- Unlauterer Wettbewerb
- Geschäftliches Verhalten, das Mitbewerber, Verbraucher oder andere Marktteilnehmer unangemessen benachteiligt, etwa durch Täuschung.
- Untergemeinschaft
- Gruppe der Eigentümer eines Hauses in einer Mehrhausanlage, der die Gemeinschaftsordnung eigene Entscheidungen zuweist.
- Unterjährige Verzinsung
- Verzinsung in Perioden kürzer als ein Jahr, etwa monatlich, bei der Zinsen innerhalb des Jahres mitverzinst werden.
- Unterlassungserklärung
- Zusage des Abgemahnten, einen Wettbewerbsverstoß nicht zu wiederholen, abgesichert durch eine Vertragsstrafe.
- Unterlassungsklage
- Klage, mit der ein Berechtigter verlangt, dass eine bestimmte Störung künftig unterbleibt.
- Unternehmensbörse
- Plattform im Netz, auf der Inhaber Unternehmen zum Verkauf anbieten und Käufer nach Angeboten suchen.
- Unternehmenskultur
- Die gemeinsamen Werte, Gewohnheiten und unausgesprochenen Regeln, nach denen in einem Betrieb tatsächlich gearbeitet wird.
- Unternehmensleitbild
- Schriftlich festgelegte Grundhaltung eines Unternehmens, aus der Ziele und Verhalten nach innen und außen folgen.
- Unternehmensnachfolge
- Übergabe eines Unternehmens an Familie, Mitarbeiter oder einen externen Käufer.
- Unternehmensregister
- Statistisches Register des Statistischen Bundesamts, das Unternehmen in Deutschland nach Umsatz und Beschäftigten zählt.
- Unternehmensvision
- Kurze Beschreibung, wo ein Betrieb in einigen Jahren stehen soll. Sie dient als Maßstab für tägliche Entscheidungen.
- Unternehmenszweck
- Die Antwort auf die Frage, wofür ein Unternehmen da ist, über den Gewinn hinaus. Im Englischen oft Purpose genannt.
- Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
- Variante der GmbH mit Stammkapital ab 1 Euro, die einen Teil ihres Gewinns bis 25.000 Euro zurücklegen muss.
- Unternehmerlohn
- Marktübliches Gehalt für die Arbeit des Inhabers. Bei der Bewertung wird es angesetzt, um das Ergebnis vergleichbar zu machen.
- Unterspannbahn
- Diffusionsoffene Bahn unter der Dachdeckung, die Flugschnee, Staub und Treibregen vom Dachraum fernhält.
- Untervermietung
- Ein Mieter überlässt gemietete Fläche ganz oder teilweise einem Dritten. Dafür braucht er in der Regel die Erlaubnis des Vermieters.
- Unterversicherung
- Zustand, in dem die Versicherungssumme unter dem Versicherungswert liegt; Schäden werden dann nur anteilig ersetzt.
- Unterverteilung
- Verteilerkasten in oder nahe der Wohnung, in dem die Stromkreise der Wohnung abgesichert und aufgeteilt werden.
- Untervollmacht
- Vollmacht, die ein Bevollmächtigter an eine weitere Person weitergibt, soweit die Hauptvollmacht dies erlaubt.
- Unterweisung am Arbeitsplatz
- Ein erfahrener Kollege zeigt eine Fertigkeit direkt bei der Arbeit, bis sie sitzt. Englisch Training on the Job.
- Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung
- Erklärung in einer notariellen Urkunde, die dem Gläubiger die Vollstreckung ohne vorheriges Urteil erlaubt.
- Unterzeile (Subheadline)
- Die Zeile direkt unter der Überschrift. Sie sagt, wie und für wen das Versprechen der Überschrift gilt.
- Unzumutbare Belästigung
- Werbung, die Empfänger gegen ihren Willen erreicht, etwa Anrufe ohne Einwilligung; nach § 7 UWG unzulässig.
- Upselling
- Verkauf einer höherwertigen oder umfangreicheren Ausführung derselben Leistung an einen Kunden, der bereits kaufen will.
- Urheberrecht
- Rechtsgebiet, das geistige Schöpfungen wie Texte, Bilder und Grafiken schützt und dem Urheber die Nutzung vorbehält.
- Ursachenanalyse
- Systematische Suche nach dem eigentlichen Grund eines Fehlers, statt nur seine Folgen zu beheben.
V
- Vakanzkosten
- Kosten einer unbesetzten Stelle: entgangener Umsatz, Mehrarbeit im Team und verschobene Aufträge.
- Variable Kosten
- Kosten, die mit der Leistungsmenge steigen oder fallen, etwa Fahrtkosten zu einer Eigentümerversammlung.
- Variable Vergütung
- Der Teil des Entgelts, der vom Erreichen bestimmter Ziele abhängt, etwa Provision, Prämie oder Bonus.
- Veränderungsmanagement
- Planung und Steuerung von Veränderungen im Betrieb, damit neue Abläufe dauerhaft gelten. Englisch Change-Management.
- Veränderungssperre
- Satzung der Gemeinde, die während der Aufstellung eines Bebauungsplans Bauvorhaben im Plangebiet vorerst untersagt.
- Veranstaltungsmarketing
- Gewinnung und Pflege von Kunden über eigene oder fremde Veranstaltungen wie Vorträge, Seminare, Messen oder Kundenabende.
- Veräußerungsbeschränkung
- Vereinbarung, nach der der Verkauf einer Eigentumswohnung die Zustimmung des Verwalters oder anderer Eigentümer braucht.
- Verbotene Eigenmacht
- Entzug oder Störung des Besitzes ohne Willen des Besitzers und ohne gesetzliche Erlaubnis.
- Verbraucherpreisindex
- Vom Statistischen Bundesamt ermittelter Index der Preisentwicklung für private Haushalte.
- Verdachtsmeldung
- Meldung eines Verpflichteten an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, wenn Tatsachen auf Geldwäsche hindeuten.
- Vereinbarung
- Regelung aller Wohnungseigentümer, die vom Gesetz abweichen darf und mit Grundbucheintrag auch Erwerber bindet.
- Verfallsdenken
- Die Vergangenheit wird verklärt, die Zukunft abgewertet. Alles scheint im Niedergang zu sein.
- Verflechtung
- Rechtliche, wirtschaftliche oder persönliche Bindung des Maklers an eine Vertragspartei; sie kann den Provisionsanspruch ausschließen.
- Verfügbarkeitsheuristik
- Denkfehler, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses danach geschätzt wird, wie leicht ein Beispiel einfällt.
- Verfügbarkeitskaskade
- Eine Behauptung gewinnt allein durch Wiederholung an Glaubwürdigkeit, ganz unabhängig von den Fakten.
- Vergleichswertverfahren
- Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Kaufpreisen vergleichbarer Grundstücke ableitet.
- Verhandlungsalternative (BATNA)
- Die beste Möglichkeit, die Ihnen bleibt, wenn eine Verhandlung ohne Einigung endet.
- Verjährung
- Ablauf einer Frist, nach der ein Schuldner die Leistung dauerhaft verweigern darf.
- Verkäuferdarlehen
- Der Verkäufer stundet einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn später in Raten. Im Immobiliengeschäft heißt das Restkaufpreisdarlehen.
- Verkaufsförderung
- Maßnahmen, die einen Kaufentschluss kurzfristig anstoßen sollen, etwa Zugaben, Proben oder befristete Angebote.
- Verkaufsoption
- Vertragliches Recht, einen Anteil zu einem festgelegten Preis an den Vertragspartner zu verkaufen. Englisch Put-Option.
- Verkehrssicherungspflicht
- Pflicht, Gefahren auf Grundstück und Gebäude abzuwehren, etwa durch Winterdienst oder Kontrolle loser Bauteile.
- Verkehrswert
- Marktwert eines Grundstücks nach § 194 BauGB: der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Preis.
- Verlustanalyse
- Auswertung verlorener Angebote und Aufträge, um die wahren Gründe für Absagen zu erkennen. Englisch auch Lost-Order-Analyse.
- Verlustaversion
- Die Neigung, einen möglichen Verlust stärker zu gewichten als einen gleich großen Gewinn.
- Vermeidungsverhalten
- Verhalten, mit dem jemand unangenehmen Situationen ausweicht, etwa einer möglichen Absage oder Kritik.
- Vermieterpfandrecht
- Gesetzliches Pfandrecht des Vermieters an den eingebrachten Sachen des Mieters für Forderungen aus dem Mietverhältnis.
- Vermittlungsmakler
- Makler, der aktiv auf die Gegenseite einwirkt und die Verhandlungen bis zum Vertragsabschluss führt.
- Vermittlungsprovision
- Vergütung, die ein Makler oder Vermittler für das Zustandekommen eines Geschäfts erhält, meist ein Prozentsatz vom Preis.
- Vermögensbericht
- Jährlicher Bericht des Verwalters über den Stand der Erhaltungsrücklage und das wesentliche Vermögen der Gemeinschaft.
- Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
- Versicherung des Verwalters für Vermögensschäden, die er Kunden durch berufliche Fehler verursacht.
- Verpfändung
- Bestellung eines Pfandrechts an einem Gegenstand oder Recht, etwa an Geschäftsanteilen, als Sicherheit für einen Kredit.
- Verrechnungsring
- Zusammenschluss von Betrieben, die Leistungen gegen Verrechnungseinheiten statt gegen Geld tauschen. Auch Barter-Ring genannt.
- Verrichtungsgehilfe
- Weisungsgebundene Hilfsperson, etwa ein Angestellter; für sie haftet der Geschäftsherr, wenn er Auswahl oder Aufsicht vernachlässigt.
- Versammlungsleitung
- Führung der Eigentümerversammlung, in der Regel durch den Verwalter, von der Eröffnung bis zur Verkündung der Beschlüsse.
- Verschlüsselte Verbindung (HTTPS)
- Übertragung zwischen Browser und Webseite, die Dritte nicht mitlesen können. Erkennbar an „https“ und dem Schloss in der Adresszeile.
- Verschmelzung
- Zwei oder mehr Gesellschaften gehen in einer auf. Vermögen und Verträge gehen dabei im Ganzen über.
- Verschonungsabschlag
- Abschlag von 10 Prozent auf den Wert zu Wohnzwecken vermieteter Grundstücke bei Erbschaft- und Schenkungsteuer.
- Versicherungsberater
- Berater, der Versicherungsnehmer gegen Honorar berät und vertritt, ohne Provisionen von Versicherern zu erhalten.
- Versicherungsmakler
- Vermittler, der im Auftrag des Kunden Versicherungen am Markt auswählt, ohne von einem Versicherer betraut zu sein.
- Versicherungsvertreter
- Vermittler, den ein oder mehrere Versicherer mit dem Vertrieb ihrer Verträge betraut haben.
- Versicherungswert
- Wert, zu dem ein Gebäude versichert ist, meist als gleitender Neuwert für den Wiederaufbau.
- Verteilte Wiederholung
- Lernen in kurzen Wiederholungen mit wachsendem Abstand. Es wirkt dauerhafter als langes Lernen am Stück.
- Verteilungsmasse
- Fläche, die in der Umlegung nach Abzug von Straßen, Wegen und Grünflächen an die Eigentümer verteilt wird.
- Vertragsmanagement
- Gestaltung, Überwachung und Anpassung aller Verträge eines Objekts mit ihren Fristen.
- Vertragsstrafe
- Vereinbarte Geldzahlung bei Verzug oder Pflichtverletzung, im Bauvertrag meist je Werktag und mit Obergrenze.
- Vertragsübernahme
- Ein Dritter tritt mit allen Rechten und Pflichten in einen bestehenden Vertrag ein. Der andere Vertragspartner muss zustimmen.
- Vertrauensgut
- Leistung, deren Qualität der Kunde auch nach dem Kauf kaum selbst beurteilen kann.
- Vertrauensschadenversicherung
- Versicherung gegen vorsätzliche Schäden durch eigene Mitarbeiter oder Vertraute, etwa Veruntreuung von Geldern.
- Vertrauenssiegel
- Zeichen auf einer Webseite, das eine Prüfung, Zertifizierung oder Mitgliedschaft belegt und so Vertrauen bei Fremden schafft.
- Vertrauensvorschuss
- Vertrauen, das ein Kunde einem Anbieter vor dem ersten Ergebnis entgegenbringt – die Voraussetzung für einen Auftrag.
- Vertreter ohne Vertretungsmacht
- Person, die im Namen eines anderen handelt, ohne dazu bevollmächtigt zu sein; der Vertrag ist bis zur Genehmigung schwebend unwirksam.
- Vertretungsregelung
- Festlegung, wer eine Aufgabe übernimmt, wenn die zuständige Person ausfällt, und welches Wissen dafür vorliegen muss.
- Vertriebskanal
- Weg, über den ein Unternehmen Kunden erreicht und Aufträge gewinnt, etwa Empfehlung, Brief, Telefon oder Internetseite.
- Vertriebstrichter
- Darstellung der Stufen vom ersten Kontakt bis zum Auftrag, etwa Gespräche, Angebote und Abschlüsse. Englisch Sales Funnel.
- Verwaltermandat
- Der Auftrag an eine Hausverwaltung, ein Objekt oder eine Eigentümergemeinschaft zu betreuen.
- Verwaltervertrag
- Vertrag zwischen Gemeinschaft und Verwalter über Leistungen, Vergütung und Laufzeit, getrennt von der Bestellung.
- Verwalterwechsel
- Wechsel der Hausverwaltung einer Eigentümergemeinschaft, beschlossen von der Eigentümerversammlung, mit Übergabe von Konten und Unterlagen.
- Verwaltungsbeirat
- Von den Eigentümern gewähltes Gremium einer Eigentümergemeinschaft, das den Verwalter unterstützt und überwacht.
- Verwaltungseinheit
- Bezugsgröße der Hausverwaltung: eine verwaltete Wohnung, Gewerbeeinheit oder ein Stellplatz, auf die Kosten und Personal bezogen werden.
- Verwaltungskosten
- Kosten für Personal, Einrichtungen und Arbeit der Verwaltung eines Gebäudes, bei Wohnraum nicht umlegbar.
- Verwaltungsunterlagen
- Alle Akten, Belege, Verträge und Protokolle, die bei der Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft entstehen.
- Verwaltungsvermögen
- Vermögen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Konten, Forderungen, Sachen und Verbindlichkeiten.
- Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
- Schriftliche Übersicht nach Art. 30 DSGVO, welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken verarbeitet werden.
- Verzerrungsblindheit
- Denkfehler, bei dem die eigene Anfälligkeit für Denkfehler geringer eingeschätzt wird als die anderer.
- Verzugszinsen
- Zinsen, die ein Schuldner ab Verzug auf eine fällige Geldforderung zahlen muss.
- Videomarketing
- Einsatz von Videos, um Zielgruppen zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und Anfragen oder Verkäufe auszulösen.
- Vier-Augen-Prinzip
- Regel, nach der ein zweiter Mensch eine Arbeit prüft oder freigibt, bevor sie wirksam wird.
- Vier-Seiten-Modell
- Kommunikationsmodell, nach dem jede Nachricht Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell enthält.
- Visuelle Hierarchie
- Ordnung einer Seite nach Wichtigkeit: Größe, Farbe, Abstand und Position legen fest, was der Betrachter zuerst sieht.
- VOB/B
- Allgemeine Vertragsbedingungen für Bauleistungen, die nur gelten, wenn die Parteien sie vereinbaren.
- Vollmacht
- Durch Rechtsgeschäft erteilte Befugnis, im Namen eines anderen Erklärungen mit Wirkung für und gegen ihn abzugeben.
- Vollstreckungsbescheid
- Vollstreckbarer Titel, den das Mahngericht erlässt, wenn der Schuldner dem Mahnbescheid nicht widerspricht.
- Vollstreckungsklausel
- Amtlicher Vermerk auf dem Titel, der bescheinigt, dass aus ihm vollstreckt werden darf.
- Volltilgerdarlehen
- Annuitätendarlehen, dessen Rate so bemessen ist, dass es bis zum Ende der einzigen Zinsbindung vollständig getilgt ist.
- Vollwartungsvertrag
- Wartungsvertrag, der neben Pflege und Prüfung auch Reparaturen und Ersatzteile abdeckt.
- Vollzugstermin
- Zeitpunkt, an dem ein Unternehmenskauf wirtschaftlich vollzogen wird. Englisch: Closing.
- Von-Restorff-Effekt
- Befund der Gedächtnisforschung: Was aus einer Reihe gleichartiger Dinge heraussticht, wird besser behalten.
- Vorauszahlung
- Zahlung des Kunden vor der Leistung. Sie bringt Liquidität, ist aber eine Verpflichtung, keine Einnahme.
- Vorbildfunktion
- Wirkung des Verhaltens einer Führungskraft auf das Verhalten der Mitarbeiter, oft stärker als jede Anweisung.
- Vorfälligkeitsentschädigung
- Ausgleich, den die Bank bei vorzeitiger Rückzahlung eines Festzinsdarlehens für ihren Zinsschaden verlangt.
- Vorhabenbezogener Bebauungsplan
- Bebauungsplan für ein konkretes Vorhaben, den ein Investor mit der Gemeinde abstimmt.
- Vorjahresvergleich
- Vergleich der eigenen Zahlen mit denselben Zahlen des Vorjahres, um Entwicklungen im Betrieb sichtbar zu machen.
- Vorkaufsrecht
- Recht, in einen Kaufvertrag über ein Grundstück zu den vereinbarten Bedingungen anstelle des Käufers einzutreten.
- Vorschaubild (Thumbnail)
- Standbild, das ein Video vor dem Start zeigt. Es soll erkennen lassen, worum es im Video geht.
- Vorsorgevollmacht
- Vollmacht, mit der Sie eine Vertrauensperson bestimmen, die für Sie handelt, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind.
- Vorsteuer
- Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen, die ein Unternehmer mit steuerpflichtigen Umsätzen vom Finanzamt zurückholt.
- Vorverkaufsquote
- Anteil der Wohnungen eines Bauträgerprojekts, der vor Baubeginn verbindlich verkauft sein muss.
- Vorvermieterbescheinigung
- Bestätigung des früheren Vermieters, dass der Bewerber keine Mietschulden hinterlassen hat.
- Vorvertraglichkeit
- Ausschluss von Rechtsstreitigkeiten, deren Ursache vor Beginn des Versicherungsschutzes liegt.
W
- Wahrheitseffekt
- Die Neigung, eine Aussage für wahrer zu halten, je öfter man sie gehört hat. Wiederholung ersetzt dabei die Prüfung.
- Warenkreditversicherung
- Eine Versicherung, die Lieferanten gegen den Zahlungsausfall ihrer Kunden schützt.
- Warenlagerfinanzierung
- Kredit, bei dem das Warenlager als Sicherheit dient. Beleihbar ist nur Ware, die dem Betrieb gehört.
- Wärmebrücke
- Bereich eines Bauteils, durch den Wärme schneller nach außen fließt als durch die übrige Fläche.
- Wärmedämmverbundsystem
- Außendämmung aus Dämmplatten, Armierung und Putz, die auf die Fassade aufgebracht wird.
- Wärmerückgewinnung
- Technik in Lüftungsanlagen, die der Abluft Wärme entzieht und damit die frische Zuluft vorwärmt.
- Wartungsvertrag
- Vertrag mit einer Fachfirma über regelmäßige Pflege und Prüfung technischer Anlagen.
- Webanalyse
- Auswertung der Besuche auf einer Webseite: wie viele Besucher kommen, woher sie kommen und was sie dort tun.
- Wechselkosten
- Aufwand, Risiko und Kosten, die ein Kunde beim Wechsel zu einem neuen Anbieter trägt. Hohe Wechselkosten halten Kunden beim alten Anbieter.
- Wechselkursrisiko
- Gefahr, dass sich Forderungen oder Schulden in fremder Währung durch Kursänderungen in Euro verteuern.
- Wechselmotivation
- Der konkrete Grund, warum eine Fachkraft ihren Arbeitgeber wechseln würde, etwa Entwicklung, Arbeitszeit oder Führung.
- WEG-Verwaltung
- Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz.
- Weichmacher (Sprache)
- Wörter wie zeitnah, eigentlich oder im Prinzip, die eine Aussage abschwächen und unverbindlich machen.
- Weißraum
- Freie, unbedruckte Fläche zwischen Texten, Bildern und Rändern. Sie ordnet eine Seite und lenkt den Blick.
- Weiterbildung
- Lernen nach der Ausbildung, um Fachwissen aktuell zu halten oder zu erweitern, etwa durch Kurse, Fachliteratur und Austausch.
- Werbebibliothek
- Öffentliche Übersicht einer Plattform, in der sich die aktuell geschalteten Anzeigen eines Absenders einsehen lassen.
- Werbegeschenk
- Gegenstand mit Namen und Kontakt eines Unternehmens, den Kunden oder Geschäftspartner ohne Gegenleistung erhalten.
- Werbekostenzuschuss
- Ein Beitrag des Lieferanten oder Herstellers zu den Werbekosten seines Abnehmers, weil die Werbung seinen Absatz fördert.
- Werbetext
- Text, der für ein Angebot wirbt, etwa in Anzeige, Brief, Plakat oder Webseite. Er soll zu einer bestimmten Handlung führen.
- Werbungskosten
- Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen, etwa Schuldzinsen und Reparaturen bei Vermietung.
- Werdender Wohnungseigentümer
- Ersterwerber vom teilenden Eigentümer, der mit Vormerkung und Besitz schon vor der Eintragung als Eigentümer gilt.
- Werkstudent
- Eingeschriebener Student, der neben dem Studium in einem Unternehmen arbeitet, meist mit wenigen Stunden pro Woche.
- Werkvertrag
- Vertrag, bei dem ein bestimmter Erfolg geschuldet ist, nicht nur eine Tätigkeit. Geregelt in §§ 631 ff. BGB.
- Wert 1914
- Rechengröße der Gebäudeversicherung: Neubauwert eines Hauses, zurückgerechnet auf Baupreise des Jahres 1914.
- Wertanalyse
- Methode, die ein Produkt oder einen Ablauf von seiner Funktion her betrachtet. Gefragt wird, wofür etwas da ist, nicht wie es heute aussieht.
- Wertberichtigung
- Buchhalterische Minderung des Werts einer Forderung, deren Eingang unsicher geworden ist.
- Wertersatz
- Geldausgleich für eine Leistung, die nach Widerruf oder Rücktritt nicht in Natur zurückgegeben werden kann.
- Wertprinzip
- Stimmprinzip, bei dem sich das Stimmgewicht nach den Miteigentumsanteilen des Eigentümers richtet.
- Wertsicherungsklausel
- Vertragsklausel, die einen Zahlbetrag an einen Index koppelt, meist an den Verbraucherpreisindex.
- Wettbewerbsanalyse
- Systematische Betrachtung der Mitbewerber: Wo sind sie stark, wo schwach, und was folgt daraus für das eigene Unternehmen?
- Wettbewerbsverbot
- Vertragliche Pflicht, einem anderen für eine bestimmte Zeit und in einem Gebiet keine Konkurrenz zu machen.
- Wettbewerbsvorteil
- Ein Vorteil, den ein Anbieter seinen Kunden gibt und die Mitbewerber nicht. Er wirkt nur, wenn der Kunde ihn erkennen und prüfen kann.
- Whitepaper (Sonderbericht)
- Ausführlicher Fachbericht zu einem Problem und seinen Lösungswegen, oft gegen Angabe der Anschrift erhältlich.
- Widerrufsbelehrung
- Information des Verbrauchers in Textform über Bestehen, Frist und Ausübung seines Widerrufsrechts.
- Widerrufsrecht
- Recht des Verbrauchers, einen online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen zu widerrufen.
- Widerspruch im Grundbuch
- Eintragung, die auf eine mögliche Unrichtigkeit hinweist und den gutgläubigen Erwerb ausschließt.
- Wiedererkennungswert
- Eigenschaft eines Auftritts, auf den ersten Blick einem bestimmten Absender zugeordnet zu werden.
- Wiederholungsziel
- Ein Ziel, das eine feste Zahl von Handlungen je Zeitraum vorgibt, etwa zwei Kundengespräche je Woche. Auch Ratenziel genannt.
- Wiederkaufrate
- Anteil der Kunden, die nach dem ersten Kauf in einem bestimmten Zeitraum erneut kaufen. Sie zeigt, wie gut Kundenbindung gelingt.
- Wiederkehrender Umsatz
- Umsatz aus laufenden Verträgen, der ohne neuen Verkauf wiederkommt, etwa Wartungs- oder Verwaltungsverträge.
- Wiedervorlage
- Verfahren, bei dem jede Zusage oder Frist mit Datum und Verantwortlichem notiert und zum Termin wieder vorgelegt wird.
- Willenserklärung
- Äußerung eines Willens, die unmittelbar eine Rechtsfolge herbeiführen soll, etwa ein Angebot oder eine Annahme.
- Win-Loss-Analyse
- Systematische Auswertung gewonnener und verlorener Aufträge, um die Gründe für die Entscheidung des Kunden zu verstehen.
- WIP-Limit
- Feste Obergrenze für Arbeiten oder Vorhaben, die gleichzeitig in Bearbeitung sein dürfen. WIP steht für Work in Progress.
- Wirtschaftlich Berechtigter
- Natürliche Person, die hinter einem Vertragspartner steht und ihn kontrolliert oder für die das Geschäft letztlich erfolgt.
- Wirtschaftliches Eigentum
- Tatsächliche Herrschaft über einen Gegenstand mit Nutzen, Lasten und Risiken, unabhängig vom Eintrag im Grundbuch.
- Wirtschaftlichkeitsberechnung
- Rechnung, die Gesamtkosten, Finanzierung sowie laufende Aufwendungen und Erträge eines Objekts im ersten Jahr gegenüberstellt.
- Wirtschaftlichkeitsgebot
- Pflicht des Vermieters, nur Betriebskosten umzulegen, die bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind.
- Wirtschaftsauskunftei
- Unternehmen, das Daten über die Zahlungsfähigkeit von Firmen sammelt und Geschäftspartnern als Auskunft bereitstellt.
- Wirtschaftsplan
- Jährlicher Haushaltsplan der Gemeinschaft, aus dem sich die Vorschüsse der Eigentümer ergeben.
- Wissensmanagement
- Die geordnete Sicherung und Weitergabe von Wissen im Betrieb, damit es nicht an einzelnen Köpfen hängt.
- Wissensträger
- Eine Person, bei der wichtiges Wissen über Abläufe, Kunden oder Verfahren liegt, oft ohne schriftliche Festhaltung.
- Wohn-Riester
- Riester-Förderung für Kauf, Bau, Entschuldung oder altersgerechten Umbau selbst genutzten Wohneigentums.
- Wohnberechtigungsschein
- Behördlicher Nachweis, dass ein Haushalt eine öffentlich geförderte Wohnung beziehen darf.
- Wohnflächenverordnung
- Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche, Pflicht im geförderten und üblich im frei finanzierten Wohnungsbau.
- Wohngebäudeversicherung
- Sachversicherung für das Gebäude gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, auf Wunsch erweitert.
- Wohnungsbauprämie
- Staatliche Prämie auf eigene Sparbeiträge für wohnwirtschaftliche Zwecke, etwa in einen Bausparvertrag.
- Wohnungsgeberbestätigung
- Schriftliche oder elektronische Bestätigung des Vermieters über den Einzug, Voraussetzung der Anmeldung beim Meldeamt.
- Work-Life-Balance
- Ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und Zeit für Familie, Gesundheit und Erholung.
- Worst-Case-Szenario
- Durchgerechneter schlechtester denkbarer Verlauf einer Entscheidung, samt der Gegenmaßnahmen.
- WU-Beton
- Wasserundurchlässiger Beton, der Keller ohne zusätzliche Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Grundwasser schützt.
Z
- Zahlungsbereitschaft
- Der höchste Preis, den ein Kunde für eine Leistung zu zahlen bereit und in der Lage ist.
- Zahlungsunfähigkeit
- Lage, in der ein Unternehmen seine fälligen Zahlungen nicht mehr leisten kann. Sie ist ein Insolvenzgrund.
- Zahlungsziel
- Frist, innerhalb der eine Rechnung zu bezahlen ist, etwa 14 oder 30 Tage nach Rechnungsdatum.
- Zeigarnik-Effekt
- Befund von 1927: Unterbrochene Aufgaben werden besser erinnert als erledigte. Spätere Studien bestätigen das kaum.
- Zeitblock
- Ein fest reservierter Zeitraum im Kalender für eine bestimmte Aufgabe, ohne Termine und Unterbrechungen.
- Zeitfresser
- Tätigkeiten oder Störungen, die regelmäßig mehr Zeit verbrauchen als geplant oder als ihr Nutzen rechtfertigt.
- Zeitmanagement
- Methoden, mit denen Sie Ihre Arbeitszeit planen und Aufgaben ordnen. Sie klären das Wie, nicht das Was.
- Zeitmietvertrag
- Befristeter Wohnraummietvertrag, nur zulässig mit gesetzlichem Befristungsgrund, der bei Vertragsschluss schriftlich genannt ist.
- Zeitprotokoll
- Laufende Aufzeichnung, womit Sie Ihre Arbeitszeit verbringen und wann Sie unterbrochen werden. Grundlage jeder Änderung im Ablauf.
- Zertifizierter Verwalter
- Verwalter, der vor einer IHK geprüft hat, dass er die nötigen Kenntnisse für die WEG-Verwaltung besitzt.
- Zielbild
- Die genaue Vorstellung, wie ein erreichtes Ziel aussehen soll. Sie gibt Richtung, kann aber Wege ausschließen.
- Zielgruppe
- Die genau bestimmte Gruppe von Menschen oder Unternehmen, die Sie mit Ihrem Angebot erreichen wollen.
- Zielgruppenanalyse
- Systematische Klärung, wer die Empfänger einer Botschaft sind, was sie bewegt und was sie erwarten.
- Zielkonflikt
- Zwei Ziele stehen sich im Weg: Wer das eine stärker verfolgt, erreicht das andere schlechter.
- Zielvereinbarung
- Schriftliche Absprache über ein messbares Ziel, einen Stichtag und die Folge bei Erreichen oder Verfehlen.
- Zinsänderungsrisiko
- Gefahr, dass steigende Marktzinsen die Kosten einer Finanzierung bei Anschluss oder Anpassung erhöhen.
- Zinsbindung
- Zeitraum, für den Bank und Darlehensnehmer einen festen Sollzins vereinbaren.
- Zinseszins
- Zins auf bereits gutgeschriebene Zinsen, wenn Erträge nicht ausgezahlt, sondern mit dem Kapital wieder angelegt werden.
- Zubehör
- Bewegliche Sache, die dem wirtschaftlichen Zweck eines Grundstücks dient, ohne fester Bestandteil zu sein.
- Zugabe
- Zusätzliche Leistung, die ein Kunde zum Hauptangebot erhält, etwa bei Entscheidung bis zu einem Termin. Sie ersetzt einen Preisnachlass.
- Zulässige Akquisitionskosten
- Der Betrag, den die Gewinnung eines neuen Kunden höchstens kosten darf. Darüber lohnt sich die Werbung nicht mehr.
- Zuschauereffekt
- Je mehr Menschen anwesend sind, desto unwahrscheinlicher greift ein Einzelner ein. Englisch Bystander Effect.
- Zuschlag
- Gerichtliche Entscheidung in der Zwangsversteigerung, mit der der Meistbietende das Eigentum erwirbt.
- Zustimmungsvorbehalt
- Vertragliche Regel, nach der bestimmte Geschäfte nur mit Zustimmung der Gesellschafter oder eines Gremiums erfolgen dürfen.
- Zuteilung
- Zeitpunkt, ab dem eine Bausparkasse Guthaben und Bauspardarlehen auszahlt.
- Zwangsversteigerung
- Gerichtliches Verfahren, in dem ein Grundstück zur Befriedigung von Gläubigern versteigert wird.
- Zwangsversteigerungsvermerk
- Eintragung in Abteilung II, die die Beschlagnahme eines Grundstücks im Versteigerungsverfahren zeigt.
- Zwangsverwaltung
- Vollstreckung in ein Grundstück, bei der ein Zwangsverwalter die Mieten zur Befriedigung der Gläubiger einzieht.
- Zwangsvollstreckung
- Staatliches Verfahren, mit dem ein Gläubiger seinen titulierten Anspruch gegen den Schuldner durchsetzt.
- Zweckbestimmung
- Festlegung in der Teilungserklärung, wofür eine Einheit genutzt werden darf, etwa Wohnung, Laden oder Büro.
- Zweckerklärung
- Teil des Sicherungsvertrags, der festlegt, welche Forderungen eine Grundschuld sichert.
- Zweitbeschluss
- Erneuter Beschluss der Eigentümer über eine Angelegenheit, die bereits durch Beschluss geregelt ist.
- Zweite Berechnungsverordnung
- Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen, die Aufbau und Ansätze der Wirtschaftlichkeitsberechnung regelt.
- Zweite Führungsebene
- Führungskräfte unterhalb der Geschäftsleitung, die Verantwortung für Bereiche, Personal oder Kunden tragen.
- Zwischenablesung
- Ablesung der Zähler und Heizkostenverteiler beim Mieterwechsel während des Abrechnungszeitraums.
- Zwischenfinanzierung
- Kurzfristige Finanzierung, die eine zeitliche Lücke bis zum Eingang langfristiger Mittel oder Verkaufserlöse überbrückt.
- Zwischenüberschrift
- Kurze Überschrift innerhalb eines Textes, die einen Abschnitt ankündigt und dem Leser Orientierung gibt.