Das Wichtigste in Kürze
Halten Sie Ihr Ziel fest und wechseln Sie den Weg, wenn er bricht. Wer Ziel und Weg trennt, sucht bei einer Störung weiter, statt aufzugeben. Schreiben Sie zu jedem Jahresziel einen zweiten möglichen Weg auf.
Ein IT-Dienstleister verliert im Frühjahr seinen größten Wartungskunden. Ziele festhalten scheint danach kaum noch möglich. Der Plan für das Jahr passt nicht mehr. Im Betrieb wird das Umsatzziel stillschweigend gestrichen, und niemand spricht es aus.

Weg und Ziel verschmolzen
Die meisten geben das Ziel auf, sobald der Weg dorthin bricht. Weg und Ziel verschmelzen im Kopf zu einer Sache. Das Ziel hieß dann nicht mehr Umsatz, sondern dieser eine Kunde. Fällt der Kunde weg, scheint auch das Ziel erledigt.
Dabei ist der Bruch des ersten Weges der Normalfall. Ein Kunde kündigt, ein Mitarbeiter fällt aus, eine Frist verschiebt sich. Der erste Weg bricht fast immer irgendwann.
Haben Sie Fragen zum Festhalten an Zielen?
Sie schildern Ihren Fall zum Festhalten an Zielen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was das stille Streichen kostet
Ein Ziel fällt selten am Markt. Es fällt an dem Tag, an dem der erste Weg bricht. Und niemand sucht einen zweiten. Der Umsatz fehlt dann nicht wegen des Kunden, sondern wegen der Aufgabe.
Dazu kommt die Wirkung auf das Team. Wer bei jeder Störung das Ziel aufgibt, hat nie ein Ziel gehabt. Ihre Leute merken sich das. Beim nächsten Ziel warten sie schon auf die erste Störung.
Ziel und Weg trennen
Trennen Sie das Ziel vom Weg. Das Ergebnisziel bleibt fest, etwa ein bestimmter Jahresumsatz. Die Maßnahmen dorthin bleiben beweglich. Wer die Route wechselt und den Hafen behält, kommt an.
Für den IT-Dienstleister heißt das: Die Umsatzzahl bleibt stehen. Noch in derselben Woche prüft er andere Wege. Bestandskunden erhalten ein Angebot für zusätzliche Leistungen. Zwei frühere Interessenten werden erneut angesprochen. So entsteht ein neuer Weg zum alten Ziel.
Diese Unterscheidung gehört ausgesprochen, bevor die erste Störung eintritt. Ein vorbereiteter Notfallplan macht die Suche nach dem zweiten Weg leichter.
Haben Sie Fragen zum Festhalten an Zielen?
Sie schildern Ihren Fall zum Festhalten an Zielen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So halten Sie Ihre Ziele fest
- Schreiben Sie das Ziel getrennt von den Maßnahmen auf.
- Sagen Sie dem Team zu Jahresbeginn: Das Ziel bleibt, der Weg kann sich ändern.
- Halten Sie bei einer Störung zuerst die Zahl fest.
- Suchen Sie noch in derselben Woche einen zweiten Weg.
- Prüfen Sie den neuen Weg an Personal, Zeit und Geld.
- Passen Sie Termine an, bevor Sie das Ziel selbst ändern.
Manchmal ist ein Ziel tatsächlich nicht mehr erreichbar. Dann ändern Sie es offen und mit Begründung, nicht stillschweigend.
Häufige Fragen zu Zielen und Wegen
Wann dürfen Sie ein Ziel aufgeben? Erst wenn auch der zweite Weg geprüft ist. Und dann offen, mit einer Begründung für das Team.
Was ist der Unterschied zwischen Ziel und Weg? Das Ziel beschreibt das Ergebnis, der Weg die Maßnahmen. Maßnahmen dürfen wechseln, das Ergebnis bleibt.
Wie schnell finden Sie einen neuen Weg? Möglichst in derselben Woche. Je länger die Lücke, desto eher gilt das Ziel als erledigt.
Fazit zu Zielen festhalten
Der erste Weg bricht fast immer, das Ziel muss es nicht. Wer Ziel und Weg trennt, sucht bei einer Störung weiter, statt aufzugeben. Schreiben Sie diese Woche zu jedem Jahresziel einen zweiten möglichen Weg auf.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Die Beispiele beschreiben kein bestimmtes Unternehmen.






































