Das Wichtigste in Kürze
Ein Notfallplan legt auf einer Seite fest, was Sie tun, wenn Ihr größter Kunde geht. Ein Plan nur für den guten Fall ist eine Wette, besonders bei wenigen großen Kunden. Die Seite kostet einen Nachmittag und spart Fehlentscheidungen in der schlechtesten Woche.
Ein IT-Dienstleister lebt im Kern von vier großen Mandaten. Einen Notfallplan hat er nie geschrieben. Dann kündigt einer dieser Kunden zum Jahresende. Plötzlich fehlt ein großer Teil des Umsatzes.

Planen nur für den guten Fall
Die meisten Betriebe planen nur den Fall, in dem alles hält. Die Kunden bleiben, das Personal bleibt, die Preise halten. Ein Plan für den guten Fall ist kein Plan. Ein Plan ohne zweite Linie ist eine Wette.
Besonders riskant ist das bei wenigen großen Kunden. Die Fachsprache spricht vom Klumpenrisiko. Hängt viel Umsatz an einem Namen, hängt viel an einer Entscheidung. Und diese Entscheidung trifft nicht Sie.
Haben Sie Fragen zum Notfallplan?
Sie schildern Ihren Fall zum Notfallplan und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Entscheiden in der schlechtesten Woche
Ohne Plan treffen Sie die wichtigsten Entscheidungen des Jahres in Eile. Und zwar in der Woche, in der Sie am wenigsten klar denken. Die Kündigung liegt auf dem Tisch, der Ärger ist frisch.
Dann fallen Entscheidungen aus dem Bauch. Sie halten Kosten zu lange oder kürzen an der falschen Stelle. Sie nehmen jeden Auftrag an, nur um die Lücke zu füllen. Ihre Liquiditätsreserve schmilzt, während Sie noch überlegen.
Eine Seite statt einer Wette
Die Lösung ist eine einzige Seite. Darauf steht, was Sie tun, wenn der größte Kunde in neunzig Tagen geht. Diese Seite kostet einen Nachmittag. Sie denken das Worst-Case-Szenario einmal in Ruhe durch.
Haben Sie Fragen zum Notfallplan?
Sie schildern Ihren Fall zum Notfallplan und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So schreiben Sie den Notfallplan
Beantworten Sie auf der Seite diese Fragen:
- Welcher Kunde bringt den größten Umsatz?
- Was passiert, wenn er in neunzig Tagen geht?
- Welche Kosten fallen dann sofort weg?
- Welche Kosten können Sie kurzfristig senken?
- Welche Anfragen und Angebote holen Sie wieder hoch?
- Wen informieren Sie zuerst, im Team und bei der Bank?
Ein Beispiel aus einer Agentur. Die Inhaberin schreibt diese Seite an einem ruhigen Nachmittag. Sie notiert drei ältere Anfragen, die sie wieder aufnehmen kann. Als ein großer Kunde tatsächlich kündigt, liegt der Plan bereits im Ordner.
Legen Sie die Seite dorthin, wo Sie sie im Ernstfall finden. Prüfen Sie sie einmal im Jahr, denn Ihr größter Kunde kann wechseln.
Häufige Fragen zum Notfallplan
Was gehört in einen Notfallplan für Kundenverlust? Die sofort wegfallenden Kosten, mögliche Einsparungen und die Anfragen, die Sie reaktivieren. Eine Seite genügt.
Wie lang ist ein guter Notfallplan? Eine Seite reicht für den Anfang. Wichtiger als die Länge ist, dass die Entscheidungen vorab getroffen sind.
Wie oft prüfen Sie den Notfallplan? Mindestens einmal im Jahr. Auch wenn sich Ihr größter Kunde ändert, gehört die Seite neu geschrieben.
Fazit zum Notfallplan
Ein Plan nur für den guten Fall ist eine Wette. Eine Seite für den Ernstfall kostet einen Nachmittag und spart Fehlentscheidungen. Schreiben Sie diese Woche auf, was Sie tun, wenn Ihr größter Kunde geht.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Die Beispiele beschreiben kein bestimmtes Unternehmen.






































