Das Wichtigste in Kürze
Ziele hinterfragen beginnt mit der Herkunft: Viele Zielzahlen stammen von Wettbewerbern oder Tagungen. Trägheit bei einem Ziel ist oft eine Antwort, kein Mangel an Disziplin. Prüfen Sie schriftlich, ob Sie Ihr wichtigstes Ziel wirklich wollen.
Auf Ihrem Schreibtisch liegt ein Blatt mit einer Zielzahl. Bevor Sie dafür Kraft aufwenden, hinterfragen Sie Ihre Ziele. Die erste Frage lautet nicht, wie Sie die Zahl erreichen. Sie lautet: Woher stammt sie?

Woher Ihr Ziel wirklich stammt
Viele Wachstumsziele entstehen nicht am eigenen Schreibtisch. Sie stammen aus einem Gespräch auf einer Tagung. Sie stammen aus dem Vergleich mit einem Kollegen. Oder sie stammen aus einem Artikel in der Fachpresse. Oft stammt das Ziel schlicht vom Wettbewerber.
Solche Ziele klingen vernünftig. Sie bekommen trotzdem keine Stunden in Ihrem Kalender. Ihr Kalender kennt den Unterschied genau.
Haben Sie Fragen zum Hinterfragen Ihrer Ziele?
Sie schildern Ihren Fall zum Hinterfragen Ihrer Ziele und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Der Fehler: nur den Weg prüfen
Die meisten Inhaber prüfen den Weg zum Ziel. Das Ziel selbst prüfen sie nie. Sie fragen nach dem Wie und nie nach dem Ob.
Damit planen sie sorgfältig auf ein Ziel hin, das nicht ihres ist. Sie verteilen Aufgaben, setzen Fristen und messen Fortschritt. Nur die Grundfrage bleibt offen.
Was ein fremdes Ziel kostet
Ein fremdes Ziel bekommt nie Ihre volle Kraft. Sie arbeiten daran und wundern sich über Ihre eigene Trägheit. Diese Trägheit ist die Antwort. Sie haben sie nur nicht gelesen.
Ein Beispiel aus einer Physiotherapiepraxis. Die Inhaberin plant einen zweiten Standort. Ein Kollege hat das vorgemacht, und es wirkt wie der nächste logische Schritt. Ein Jahr später ist kein Mietvertrag unterschrieben. Jede Besichtigung endet mit einem Einwand.
Haben Sie Fragen zum Hinterfragen Ihrer Ziele?
Sie schildern Ihren Fall zum Hinterfragen Ihrer Ziele und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So hinterfragen Sie ein Ziel
Setzen Sie sich mit Papier hin, ohne Telefon. Dann gehen Sie diese Schritte durch:
- Schreiben Sie das Ziel in einem Satz auf.
- Beantworten Sie die Frage: Will ich das, oder erwartet jemand das von mir?
- Beschreiben Sie einen gewöhnlichen Dienstag nach Erreichen des Ziels in fünf Sätzen.
- Lesen Sie Ihr Ziel einmal laut vor und achten Sie auf Ihr Zögern.
- Halten Sie Ihre Antworten schriftlich fest.
Der Dienstag ist die schärfste Prüfung. Er ersetzt ein abstraktes Zielbild durch einen konkreten Arbeitstag. Wer diesen Tag nicht beschreiben kann, verfolgt eine Formulierung.
Die Physiotherapeutin beschreibt ihren Dienstag. Sie pendelt zwischen zwei Praxen und behandelt kaum noch selbst. Genau das wollte sie nie. Sie streicht den zweiten Standort und stellt stattdessen eine weitere Therapeutin ein.
Achten Sie auch auf die Sprache des Ziels. Ein fremdes Ziel klingt nach Fachpresse. Ein eigenes Ziel klingt nach Ihrem Betrieb. Nur ein Ziel aus intrinsischer Motivation trägt durch schwierige Monate.
Häufige Fragen zum Hinterfragen
Warum hinterfragen Sie Ihre Ziele? Weil ein fremdes Ziel nie Ihre volle Kraft bekommt. Sie arbeiten daran und kommen trotzdem nicht voran.
Woran erkenne ich ein fremdes Ziel? Sie können den Alltag nach dem Erreichen nicht beschreiben. Oft klingt das Ziel zudem nach Fachpresse statt nach Ihrem Betrieb.
Was tue ich, wenn das Ziel nicht meines ist? Streichen Sie es offen oder ersetzen Sie es durch ein eigenes. Eine klare Streichung setzt Kraft für das Richtige frei.
Fazit zum Hinterfragen von Zielen
Bevor Sie Kraft in ein Ziel stecken, prüfen Sie seine Herkunft. Trägheit bei einem Ziel ist oft eine Antwort, kein Mangel an Disziplin. Fragen Sie heute bei Ihrem wichtigsten Ziel schriftlich: Will ich das wirklich?
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































