Das Wichtigste in Kürze
Ideen bewerten Sie erst am nächsten Tag, nicht beim Sammeln. Wer sofort urteilt, verwirft alles und hält die letzte Idee für alternativlos. Sammeln Sie heute zwanzig Ideen zu einer Frage und prüfen Sie morgen drei davon.
Sie haben eine Idee für das nächste Jahr und wollen sie nicht lange bewerten. Sie setzen sie um, weil sie die einzige ist. Eine zweite oder dritte haben Sie nie gesucht. Dafür fehlt Ihnen auch die Zeit.

Sofort urteilen, früh aufhören
Die meisten bewerten jede Idee sofort. Kaum ist ein Gedanke da, folgt das Urteil. Zu teuer, zu aufwendig, haben wir schon versucht. Nach drei Minuten sind alle verworfen und eine bleibt übrig.
Diese eine Idee wirkt dann alternativlos. Sie ist es allerdings nur, weil keine andere überlebt hat.
Haben Sie Fragen zum Bewerten von Ideen?
Sie schildern Ihren Fall zum Bewerten von Ideen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was die frühe Bewertung kostet
Gute Ideen kommen selten zuerst. Sie stehen an Stelle zwölf, hinter den naheliegenden. Wer früh bewertet, erreicht Stelle zwölf nie.
Nehmen Sie eine Hausarztpraxis mit langen Wartezeiten am Telefon. Die Inhaberin denkt kurz nach und entscheidet sich für eine zusätzliche Kraft. Das ist die naheliegende Idee.
Ob eine bessere dahinter lag, erfährt sie nie. Die zusätzliche Kraft kostet nun jeden Monat Geld. Die Ursache der Wartezeiten bleibt womöglich unberührt.
Sammeln und Prüfen trennen
Trennen Sie Sammeln und Prüfen. Das sind zwei verschiedene Arbeiten. Sie gehören nicht in dieselbe Stunde.
Sammeln Sie zuerst zwanzig Ideen ohne jedes Urteil. Zwanzig schwache Einfälle sind mehr wert als ein vorsichtiger. Erst am nächsten Tag wählen Sie drei aus. Diese drei prüfen Sie dann hart.
Das gilt auch im Team, etwa beim Brainstorming. Verbieten Sie in der Sammelphase jedes Urteil. Ein einziger Satz zerstört sonst die ganze Sammlung: Das haben wir schon versucht.
Haben Sie Fragen zum Bewerten von Ideen?
Sie schildern Ihren Fall zum Bewerten von Ideen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So prüfen Sie die drei
Prüfen Sie jede der drei Ideen an drei Fragen:
- Wie hoch ist der Aufwand?
- Wer im Betrieb setzt sie tatsächlich um?
- Was ändert sich dadurch für den Kunden?
Was diese Prüfung übersteht, wird ausprobiert. Starten Sie dafür ein Pilotprojekt mit Frist und Kostengrenze. Danach entscheiden Sie über Fortsetzung oder Ende. Die übrigen Ideen kommen in eine Mappe und warten, etwa im betrieblichen Ideenmanagement.
Häufige Fragen zum Ideenbewerten
Wann bewerten Sie Ideen? Erst nachdem Sie genug gesammelt haben, am besten am nächsten Tag. Mit Abstand urteilen Sie ruhiger und genauer.
Wie viele Ideen sammeln Sie? Etwa zwanzig, bevor Sie auswählen. Die guten stehen selten an den ersten Stellen.
Nach welchen Kriterien bewerte ich Ideen? Aufwand, Umsetzer im Betrieb und Nutzen für den Kunden. Was diese drei Fragen besteht, wird im Kleinen getestet.
Mehr dazu im Beitrag Gute Ideen entwickeln: Ein Verfahren.
Fazit zum Ideenbewerten
Die erste Idee ist selten die beste. Sie wirkt nur so, weil Sie zu früh urteilen. Sammeln Sie heute zwanzig Ideen zu einer offenen Frage und prüfen Sie morgen drei davon.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel der Hausarztpraxis ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































