Das Wichtigste in Kürze
Aufschieben entsteht bei Unternehmern durch vier Bremsen: Selbstbild, Angst, Glaubenssätze und fehlendes Können. Was Sie schieben, ist meist das Wichtigste. Zerlegen Sie die älteste Aufgabe in einen Schritt von zehn Minuten.
Sie wissen seit Monaten, was zu tun ist. Sie tun es nicht. Die Akquise steht seit März auf Ihrer Liste. Die Preiserhöhung steht daneben. Ebenso das Gespräch mit dem Mitarbeiter, der Sie Geld kostet.
Die übliche Erklärung heißt Disziplin. Die zweite heißt Zeitmangel. Beide führen nirgendwohin. Disziplin haben Sie. Sie führen seit Jahren einen Betrieb.
Die Vorlage für diesen Beitrag stammt aus einem Training von John Assaraf. Zwei Drittel davon tragen. Zahlen über das Gehirn, die sich nicht belegen lassen, fehlen hier bewusst.

Sie sehen nicht, was da ist
Denken Sie an das Logo von FedEx. Zwischen dem großen E und dem x steht ein Pfeil. Weiß in Weiß. Die meisten Menschen sehen ihn nie. Ab heute sehen Sie ihn jedes Mal.
So arbeitet selektive Wahrnehmung. Ihr Gehirn zeigt Ihnen nicht, was vorhanden ist. Es zeigt Ihnen, worauf Sie trainiert sind.
Ich habe das selbst erlebt. Von 2001 bis 2006 habe ich Wohnanlagen nach dem Verfahren epiqr bewertet. Am Anfang sah ich vor einem Haus ein Haus. Nach zweihundert Beständen sah ich eine Jahreszahl. Das Jahr, in dem das Flachdach in die nächste Stufe rutscht.
Haben Sie Fragen zur Umsetzung Ihrer Vorhaben?
Sie schildern Ihren Fall zur Umsetzung Ihrer Vorhaben und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Das Geschäft, das niemand sah
Das zweite Beispiel kostete Geld. In meiner Hausverwaltung dachten die Mitgesellschafter in Eigentumswohnungen. Wohnung, Beirat, Versammlung, Abrechnung. Jahrelang.
Im selben Markt standen Gewerbeparks. Ein Vertragspartner statt vierzig. Ein Abend im Jahr statt vierzig Abenden.
Niemand von uns kam auf den Gedanken. Er war nicht schwer. Er war nicht vorhanden.
Fragen Sie sich deshalb: Welche Kundengruppe kauft genau das, was Sie anbieten? Und steht trotzdem nicht auf Ihrer Liste?
Gas geben und bremsen zugleich
Ihr Gehirn hat zwei Pedale. Das eine sichert ab. Es prüft jede Absicht gegen Gefahr, Schmerz und Aufwand. Das andere sucht Möglichkeiten und Wege.
Meist steht ein Fuß auf der Bremse, während der andere Gas gibt. Sie merken nur, dass sich nichts bewegt. Es gibt vier Bremsen. Jede fühlt sich wie ein sachlicher Grund an.
Die vier Bremsen im Einzelnen
Erstens: Ihr Selbstbild. Ist Ihr Ziel größer als das Bild von sich, gewinnt das Bild. Sie sagen dann vernünftige Sätze: Dafür bin ich zu klein.
Diese Sätze sind eine Rationalisierung. Sie sind nicht falsch. Sie sind nur nicht der Grund. Der Verwalter, der kein Gewerbe annimmt, meint: Ich sehe mich dort nicht.
Zweitens: Angst. Nicht die Angst vor dem Scheitern, sondern vor dem Moment danach. Sie erhöhen Ihre Preise seit acht Jahren nicht. Sie fürchten das Gesicht des Kunden beim Nein.
Angst erzeugt Betrieb. Sie lesen, planen und vergleichen. Sie handeln nicht.
Drittens: Ihre Glaubenssätze. Der häufigste lautet: Ich habe keine Zeit. Haben Sie starke Zahnschmerzen, finden Sie morgen früh einen Termin. Der Kalender ist gleich. Die Dringlichkeit hat sich verändert.
Ich habe selbst jahrelang einen solchen Satz getragen. Programmierung kostete bei meiner Agentur 80 bis 120 Euro je Stunde. Der Satz hieß: Dafür lohnt sich die Investition nicht.
Er stimmt seit zwei Jahren nicht mehr. Getragen habe ich ihn trotzdem. Ein Glaubenssatz stirbt nicht mit den Umständen, aus denen er entstand.
Viertens: fehlendes Können. Wo Wissen fehlt, entsteht Unsicherheit. Dann geht die Bremse runter.
Unter Druck fallen Sie auf die Höhe Ihres Trainings. Diese Bremse lösen Sie mit Arbeit. Die anderen drei mit Beobachtung.
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Aufschieben schützt Sie
Aufschieben gilt als Faulheit. Das ist falsch. Sie schieben nicht die schwersten Aufgaben. Sie schieben Aufgaben, bei denen ein Misserfolg etwas über Sie aussagt.
Der Anruf beim großen Interessenten. Das Preisgespräch. Die Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters. Stattdessen erledigen Sie zwölf andere Dinge, ordentlich und vollständig. Am Abend haben Sie gearbeitet und nichts bewegt.
Die geschobene Aufgabe ist fast immer die wichtigere. Sie ist auch die einzige, bei der ein Nein Sie persönlich trifft. Das ist kein Zufall. Das ist der Mechanismus.
Drei Schritte für heute
Erster Schritt: sechs Atemzüge. Eine Hand auf die Brust, eine auf den Bauch. Drei Sekunden durch die Nase einatmen, drei Sekunden halten.
Dann langsam durch den Mund ausatmen, wie durch einen Strohhalm. Langsames Ausatmen senkt die Erregung. Ihr Kopf wird wieder verfügbar.
Zweiter Schritt: drei Fragen. Was habe ich in der letzten Stunde gedacht, gefühlt und getan? Was will ich in der nächsten Stunde? Welche eine Handlung bringt mich dorthin?
Beantworten Sie die erste Frage ohne Bewertung. Feststellung gibt Ihnen die Wahl.
Dritter Schritt: eine Handlung, sofort, in zehn Minuten erledigt. Nicht der Plan für den Anruf. Der Anruf.
Dazu passt ein Werkzeug aus meiner Ausbildung. Es besteht aus drei Fragen.
Würde ich das in meinem eigenen Unternehmen ebenso machen? Gibt es ein Gesetz, das es so vorschreibt? Würde ich es mit einem weißen Blatt Papier genauso planen?
Die dritte Frage ist die schärfste. Das weiße Blatt kennt Ihre Gewohnheiten nicht.
Fazit zu den vier Bremsen
Sie sehen nur, worauf Sie trainiert sind. Selbstbild, Angst, Glaubenssätze und fehlendes Können halten Sie auf. Was Sie schieben, ist meist das Wichtigste. Ihr Zustand ist steuerbar.
Nehmen Sie die eine Sache, die seit drei Monaten auf Ihrer Liste steht. Zerlegen Sie sie in einen Schritt von zehn Minuten und tun Sie ihn heute.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Quellen
- John Assaraf: How to Manage Your Mindset, Focus & Emotions, Bonus Call, 2020






































