Das Wichtigste in Kürze
Prüfen Sie, ob Ihre Ziele eigene oder geliehene sind. Ein geliehenes Ziel tragen Sie nicht, es zerbricht am ersten Widerstand. Schreiben Sie heute auf, wer Ihr wichtigstes Ziel zuerst genannt hat.
Sie verfolgen seit drei Jahren ein Wachstumsziel. Ob es eigene Ziele sind, haben Sie nie gefragt. Genannt hat dieses Ziel zuerst jemand anderes. Vielleicht der Vorgänger, vielleicht ein Kollege aus dem Berufsverband.

Woran Sie geliehene Ziele erkennen
Ein geliehenes Ziel fühlt sich lange wie ein eigenes an. Sie sprechen darüber, planen es und berichten davon. Der Unterschied zeigt sich erst unter Druck.
Geliehene Ziele halten nur, solange alles glatt läuft. Beim ersten Widerstand fehlt der Grund, weiterzumachen. Sie merken das nicht an einer Einsicht. Sie merken es an der Prokrastination, dem stillen Aufschieben.
Ihr Kalender verrät es früher als Ihr Kopf. Die Aufgaben für das Ziel rutschen von Woche zu Woche. Andere Dinge wirken plötzlich dringender. Fremde Ziele überstehen keine Woche mit Gegenwind.
Haben Sie Fragen zu Ihren eigenen Zielen?
Sie schildern Ihren Fall zu Ihren eigenen Zielen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was ein fremdes Ziel kostet
Ein Inhaber mit fremdem Ziel treibt sein Personal in ein Wachstum. Er selbst will dieses Wachstum nicht. Das spüren seine Leute, auch wenn er es nie sagt.
Nehmen Sie eine Steuerkanzlei mit zwölf Mitarbeitern. Der Inhaber will einen zweiten Standort, weil Kollegen das so machen. Er stellt ein, nimmt Mandate an und erhöht das Tempo. Seine Begeisterung bleibt dabei flach.
Die Kündigungen kommen dann von beiden Seiten. Mitarbeiter gehen, weil die Führung fehlt. Mandanten gehen, weil die Betreuung leidet. Und der Inhaber hält an einem Plan fest, den er nie gewählt hat.
Eigene Ziele brauchen einen eigenen Grund
Ein eigenes Ziel trägt durch schwere Monate. Der Grund dafür liegt in Ihnen, nicht im Vergleich mit anderen. Fachleute nennen das intrinsische Motivation. Der soziale Vergleich liefert dagegen nur geliehenen Antrieb.
Ein geliehenes Ziel erkennen Sie an seiner Sprache. Sie beschreiben es in den Worten anderer Leute. Sie sagen, das gehört sich so in dieser Größe. Ein eigenes Ziel erklären Sie in einfachen Worten und mit Wärme.
Haben Sie Fragen zu Ihren eigenen Zielen?
Sie schildern Ihren Fall zu Ihren eigenen Zielen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So prüfen Sie Ihr Ziel
Die Prüfung dauert wenige Minuten. Sie braucht nur Ehrlichkeit.
- Schreiben Sie auf, wer das Ziel zuerst genannt hat.
- Erklären Sie es jemandem außerhalb Ihrer Branche.
- Achten Sie darauf, ob Sie erklären oder verteidigen.
- Sehen Sie in den Kalender der letzten vier Wochen.
- Zählen Sie die Stunden, die das Ziel bekommen hat.
Stammt das Ziel von anderen und bekommt es keine Zeit? Dann ist es wahrscheinlich geliehen. Fragen Sie dann, was Sie selbst erreichen wollen.
Häufige Fragen zu eigenen Zielen
Woran erkenne ich, ob ein Ziel wirklich meines ist? Am Verhalten unter Druck. Ein eigenes Ziel verfolgen Sie auch im schlechten Monat weiter.
Ist ein Ziel schlecht, nur weil es von anderen stammt? Nein, entscheidend ist, ob Sie es geprüft und übernommen haben. Ein bewusst gewähltes Ziel wird zu Ihrem eigenen.
Was tun, wenn das Personal schon auf das Ziel hinarbeitet? Sagen Sie offen, dass Sie das Ziel neu prüfen. Das ist besser als ein Plan, den Sie selbst nicht tragen.
Mehr dazu im Beitrag Unternehmerziele: Ist das Ziel Ihres?.
Fazit zu eigenen Zielen
Ein geliehenes Ziel erreichen Sie vielleicht, doch Sie tragen es nicht. Es zerbricht am ersten Widerstand oder an Ihrem Personal. Schreiben Sie heute auf, wer Ihr wichtigstes Ziel zuerst genannt hat.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel der Steuerkanzlei ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































