Das Wichtigste in Kürze
Bei der Bewerberauswahl zeigt die Frage nach dem Vorbild, welche Maßstäbe jemand mitbringt. Bei gleichen Zeugnissen entscheidet sonst die Sympathie, und sie zeigt vor allem Ähnlichkeit. Fragen Sie, wer den Bewerber geprägt hat und woran er das merkt.
Am Ende einer Bewerberauswahl liegen oft zwei gleich starke Kandidaten vorn. Ein Architekturbüro sucht eine Projektleiterin. Beide Bewerberinnen haben gleiche Zeugnisse und gleich viele Jahre im Beruf. Der Inhaber muss sich heute für eine entscheiden.

Sympathie als Bauchgefühl
Die meisten entscheiden in dieser Lage nach Sympathie. Sie nennen das Bauchgefühl. Es fühlt sich nach Menschenkenntnis an.
Sympathie sagt Ihnen vor allem, wer Ihnen ähnelt. Über die Arbeit sagt sie nichts. Dahinter steckt oft die Eigengruppenbevorzugung. Wir trauen Menschen mehr, die so reden und denken wie wir.
Haben Sie Fragen zur Bewerberauswahl?
Sie schildern Ihren Fall zur Bewerberauswahl und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Sie stellen eine Schule ein
Menschen bringen die Maßstäbe ihrer Vorbilder mit in Ihren Betrieb. Wer bei einem strengen Ausbilder gelernt hat, prüft gründlicher. Wer bei jemandem gelernt hat, der alles leicht nahm, prüft weniger.
Sie stellen deshalb nie nur einen Menschen ein. Sie stellen seine Schule ein. Und diese Schule bleibt oft länger als er selbst. Sie prägt neue Kollegen und Ihre Unternehmenskultur.
Die Frage nach dem Vorbild
Fragen Sie, wer den Bewerber beruflich am meisten geprägt hat. Und fragen Sie, woran er das heute merkt. Die zweite Frage ist die wichtigere.
Diese Frage klingt weich. Sie ist es nicht. Die Antwort zeigt, welche Eigenschaften der Bewerber bewundert. Und was jemand bewundert, versucht er selbst zu erreichen.
Hören Sie genau auf die Maßstäbe in der Antwort. Spricht er von Sorgfalt, Verlässlichkeit oder Tempo? Spricht er von Ergebnissen oder nur von angenehmer Zusammenarbeit?
Haben Sie Fragen zur Bewerberauswahl?
Sie schildern Ihren Fall zur Bewerberauswahl und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So stellen Sie die Vorbildfrage
- Fragen Sie: Wer hat Sie beruflich am meisten geprägt?
- Fragen Sie nach: Woran merken Sie das heute in Ihrer Arbeit?
- Bitten Sie um eine konkrete Situation.
- Notieren Sie die genannten Maßstäbe wörtlich.
- Vergleichen Sie diese Maßstäbe mit denen Ihres Betriebs.
Bleiben Sie bei der Antwort einmal länger. Verlangen Sie ein Beispiel statt einer Beschreibung. Wer einen strengen Ausbilder nennt, schildert eine Situation mit ihm.
Stellen Sie beiden Bewerbern dieselbe Frage. So wird aus einem Bauchgefühl ein Vergleich. Die Antworten zeigen oft den Unterschied, den die Zeugnisse verdecken.
Häufige Fragen zur Vorbildfrage
Warum nach dem Vorbild eines Bewerbers fragen? Weil Menschen die Maßstäbe ihrer Vorbilder mitbringen. Die Antwort zeigt, wie jemand Arbeit bewertet.
Was ist eine gute Antwort auf die Vorbildfrage? Eine Antwort mit klaren Maßstäben und einem konkreten Beispiel. Wichtig ist, ob diese Maßstäbe zu Ihrem Betrieb passen.
Hilft die Frage bei gleich starken Bewerbern? Ja, gerade dann. Sie ersetzt die Entscheidung nach Sympathie durch einen sachlichen Vergleich.
Fazit zur Vorbildfrage
Bei gleichen Zeugnissen entscheidet sonst die Sympathie. Die Frage nach dem Vorbild zeigt die Maßstäbe, die ein Bewerber mitbringt. Fragen Sie im nächsten Gespräch, wer den Bewerber geprägt hat und woran er das merkt.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































