Das Wichtigste in Kürze
Netzwerken vor der Ausschreibung zahlt sich aus, weil Aufträge oft lange vorher im Gespräch entstehen. Wer nicht im Raum steht, erfährt von Ausschreibungen zu spät. Tragen Sie die Termine einer festen Runde für das nächste Jahr ein.
Ein Ingenieurbüro kennt die Zahlen seiner Branche genau. Mit Netzwerken hat der Inhaber dagegen seit Jahren nichts mehr zu tun. Persönlich kennt er kaum noch jemanden im Markt. Sein letzter Verbandstermin liegt drei Jahre zurück. Von der letzten großen Ausschreibung erfuhr er erst nach der Vergabe.

Netzwerken gilt als verlorene Zeit
Viele Inhaber halten Netzwerkarbeit für verlorene Stunden. Der eigene Schreibtisch wirkt jeden Morgen dringender. Ein Abend im Verband bringt keine Rechnung. Also bleibt er im Kalender leer.
Dahinter steht eine verständliche Annahme. Gute Arbeit spreche sich von selbst herum. Aufträge kämen über Anzeigen, Anfragen und die eigene Seite. Für viele Vorhaben stimmt das nicht.
Haben Sie Fragen zum Netzwerken?
Sie schildern Ihren Fall zum Netzwerken und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Wer fehlt, hört es zu spät
Mandate wechseln über Gespräche, nicht über Anzeigen. Wer von einer Ausschreibung früh weiß, hat es meist von einem Menschen gehört. Er kennt den Bedarf, bevor die Unterlagen fertig sind. Er kann Fragen stellen, solange noch nichts feststeht.
Wer nirgends im Raum steht, hört davon erst nach der Entscheidung. Dann liest er im Branchenblatt, wer den Auftrag bekommen hat. Oft war es nicht der beste Anbieter. Es war der, den jemand kannte.
Regelmäßig im Raum stehen
Die Lösung ist keine Kontaktjagd. Sie ist eine feste Gewohnheit. Nehmen Sie regelmäßig an einer Runde außerhalb Ihres Hauses teil. Das kann ein Verband sein, ein Verein oder eine feste Gruppe von Kollegen.
Ein Erfa-Kreis mit anderen Unternehmern eignet sich ebenso. Dort erklären Sie Ihre Arbeit Menschen ohne Vorwissen. Das zwingt Sie zu einfachen Sätzen. Wer seine Leistung einfach erklärt, wird leichter empfohlen.
Haben Sie Fragen zum Netzwerken?
Sie schildern Ihren Fall zum Netzwerken und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So netzwerken Sie mit System
- Wählen Sie eine Runde, in der Ihre künftigen Auftraggeber verkehren.
- Tragen Sie die Termine für ein Jahr fest in den Kalender ein.
- Gehen Sie hin, auch wenn der Schreibtisch voll ist.
- Fragen Sie andere nach ihren Vorhaben, statt Ihre Leistung zu erklären.
- Notieren Sie nach jedem Termin, wen Sie getroffen haben.
Das Ingenieurbüro aus dem Beispiel geht wieder zum Verbandsabend. Beim dritten Termin erwähnt ein Bauherr ein geplantes Vorhaben. Der Inhaber fragt nach und erfährt, worauf es ankommt. Als die Ausschreibung erscheint, kennt er den Bedarf bereits.
Häufige Fragen zum Netzwerken
Lohnt sich Netzwerken für kleine Betriebe? Ja, gerade dort. Kleine Betriebe leben von Empfehlungen und persönlichem Vertrauen.
Wie oft gehe ich zu Netzwerktreffen? Regelmäßig in einer festen Runde, statt gelegentlich in vielen. Vertrauen entsteht erst, wenn die anderen Sie wiedererkennen.
Was sage ich bei einem Netzwerktreffen? Fragen Sie zuerst nach den Vorhaben der anderen. Ihre eigene Arbeit erklären Sie in einem einfachen Satz.
Mehr dazu im Beitrag Stillstand im Betrieb: Handeln zuerst.
Fazit zum Netzwerken
Aufträge entstehen oft im Gespräch, lange vor der Ausschreibung. Wer nicht im Raum steht, erfährt davon zu spät. Tragen Sie heute die Termine einer festen Runde für das nächste Jahr ein.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































