Das Wichtigste in Kürze
Eine Bauchentscheidung aus alter Erfahrung ist kein Urteil über den heutigen Fall. Jede Erfahrung hinterlässt eine Regel, die auch in fremden Lagen weiterarbeitet. Rechnen Sie das letzte Angebot nach, das Sie ohne Prüfung abgesagt haben.
Ein Angebot liegt auf dem Schreibtisch des Inhabers einer Werbeagentur. Seine Bauchentscheidung steht fest, bevor er die erste Seite gelesen hat. Er sagt ab, ohne es gerechnet zu haben. Der Grund dafür liegt Jahre zurück.

Wenn Erfahrung vorentscheidet
Jede Erfahrung hinterlässt eine Regel. Die Regel arbeitet weiter, auch wenn der Fall ein völlig anderer ist. Das Urteil ist schneller da als der Gedanke. Sie prüfen nicht mehr, Sie erkennen nur wieder.
Fachleute nennen solche schnellen Faustregeln Heuristik. In vertrauten Lagen sparen sie Zeit und Kraft. Gefährlich werden sie, wenn der neue Fall nur ähnlich aussieht. Dann entscheidet die alte Lage über die neue. Und niemand bemerkt es, auch Sie selbst nicht.
Haben Sie Fragen zur Bauchentscheidung?
Sie schildern Ihren Fall zur Bauchentscheidung und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Eine Woche entscheidet zehn Jahre
Ein Beispiel aus der Hausverwaltung zeigt das. Ein Verwalter scheitert einmal an einer großen Eigentümergemeinschaft. Danach lehnt er zehn Jahre lang jedes große Objekt ab. Er nennt das Erfahrung.
In Wahrheit ist es eine einzige schlechte Woche. Seither trifft sie jede Entscheidung für ihn. Sein Team ist inzwischen größer und seine Abläufe sind besser. Die Regel aus der schlechten Woche hat das nie geprüft.
Jede Absage bestätigt die Regel zusätzlich. Denn wer nie ein großes Objekt übernimmt, erlebt auch keinen Gegenbeweis. Der Bestätigungsfehler hält die alte Erfahrung so am Leben.
Den neuen Fall wieder prüfen
Die Lösung ist kein Misstrauen gegen jedes Bauchgefühl. Erfahrung ist wertvoll, wenn sie zum Fall passt. Die Frage lautet nur: Erkenne ich wieder, oder prüfe ich? Bei schnellen Absagen lohnt diese Frage am meisten.
Halten Sie dafür die alte Regel schriftlich fest. Schreiben Sie daneben, was damals anders war als heute. Oft zeigt sich schon dabei, dass der Fall ein anderer ist. Dann entscheiden Sie neu, mit dem Wissen von heute. Manchmal bestätigt sich die alte Regel, und das ist ebenfalls ein Ergebnis.
Haben Sie Fragen zur Bauchentscheidung?
Sie schildern Ihren Fall zur Bauchentscheidung und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So setzen Sie es um
- Rechnen Sie jedes größere Angebot einmal durch, bevor Sie absagen.
- Fragen Sie sich, welche Erfahrung hinter Ihrer Abneigung steht.
- Notieren Sie, was sich seitdem im Betrieb verändert hat.
- Halten Sie die Entscheidung in einem Entscheidungsprotokoll fest.
- Lesen Sie Ihre Notizen nach einem Jahr erneut.
Eine IT-Firma hatte einmal Ärger mit einem Großkunden aus der Verwaltung. Prüft sie die nächste Anfrage dieser Art in Ruhe, entsteht ein anderes Bild. Vielleicht passt der Auftrag heute gut, vielleicht nicht. Entscheidend ist, dass die Prüfung stattfindet.
Häufige Fragen zur Bauchentscheidung
Sind Bauchentscheidungen gut oder schlecht? Beides ist möglich. In vertrauten Lagen helfen sie, in neuen Lagen führen sie oft in die Irre.
Woran erkenne ich, dass alte Erfahrung entscheidet? Daran, dass Ihr Urteil steht, bevor Sie den Fall geprüft haben. Eine schnelle Absage ohne Rechnung ist ein deutliches Zeichen.
Wie treffe ich bessere Entscheidungen im Unternehmen? Prüfen Sie den Fall, bevor Sie ihn wiedererkennen. Ein kurzes schriftliches Protokoll macht die Gründe später nachprüfbar.
Fazit zur Bauchentscheidung
Erfahrung ist ein guter Ratgeber, solange sie zum Fall passt. Eine Bauchentscheidung aus einer alten Woche ist kein Urteil über heute. Rechnen Sie das letzte Angebot nach, das Sie ohne Prüfung abgesagt haben.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Die Beispiele sind Praxisbeispiele und beschreiben kein bestimmtes Unternehmen.






































