Das Wichtigste in Kürze
Ein Risiko bewerten Sie mit Zahlen, nicht mit Stimmung. Ein gefühltes Risiko wächst mit jeder Woche, ein beziffertes hat eine feste Größe. Bringen Sie die Entscheidung, die Sie aufschieben, heute auf drei Zeilen.
Vor Ihnen liegt eine Entscheidung über viel Geld. Sie schieben sie seit Wochen vor sich her.

Sorgfalt oder Angst?
Wer ein Risiko bewerten will, braucht Zahlen statt Stimmung. Viele Inhaber halten ihr Zögern für Gründlichkeit. Sie wollen noch eine Auskunft abwarten, noch ein Gespräch führen. Oft ist das Angst, die sich als Sorgfalt ausgibt.
Aufschieben fühlt sich dabei jedes Mal vernünftig an. Jeder Tag bringt einen neuen Grund zum Warten. Das Gefühl wechselt täglich, die Entscheidung bleibt liegen. Wer das Risiko nur im Kopf behält, entscheidet nie.
Haben Sie Fragen zum Bewerten von Risiken?
Sie schildern Ihren Fall zum Bewerten von Risiken und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was das Zögern kostet
Vorsicht hat auch einen Preis. Er erscheint nur in keiner Rechnung. Sie sehen ihn an Aufträgen, die nie zustande kommen.
Ein Beispiel aus der Anwaltskanzlei. Der Inhaber weiß, dass er einen weiteren Anwalt braucht. Er wartet ein Jahr mit der Einstellung.
Die Arbeit bleibt in dieser Zeit an ihm hängen. Er lehnt zwei Mandate ab, weil ihm die Zeit fehlt. Die Vorsicht kostet mehr als der befürchtete Fehler.
Dazu kommen die Opportunitätskosten der eigenen Zeit. Jede Stunde Grübeln fehlt bei Kunden und Personal.
Ein Risiko lässt sich beziffern
Ein Risiko lässt sich auf drei Zeilen bringen. Erstens der schlimmste Fall. Zweitens seine Kosten. Drittens Ihre Tragfähigkeit. Wer das aufschreibt, entscheidet in einer halben Stunde.
Der schlimmste Fall ist Ihr Worst-Case-Szenario. Was passiert, wenn das Vorhaben völlig scheitert? Die Kosten sind der Betrag, den Sie dann verlieren. Die Tragfähigkeit beantwortet die letzte Frage. Übersteht Ihr Betrieb diesen Verlust, ohne in Gefahr zu geraten?
Lautet die Antwort ja, ist das Risiko tragbar. Dann ist weiteres Warten keine Vorsicht mehr.
Haben Sie Fragen zum Bewerten von Risiken?
Sie schildern Ihren Fall zum Bewerten von Risiken und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So setzen Sie es um
- Nehmen Sie ein Blatt und den Taschenrechner.
- Schreiben Sie den schlimmsten Fall in einem Satz auf.
- Beziffern Sie, was dieser Fall Sie kostet.
- Prüfen Sie, ob Ihr Betrieb diesen Betrag trägt.
- Legen Sie eine Grenze fest, bei der Sie abbrechen.
- Entscheiden Sie noch am selben Tag.
So wird aus einem Gefühl ein kalkuliertes Risiko. Ein Fehlschlag mit Grenze kostet Geld. Ein Fehlschlag ohne Grenze kostet den Betrieb.
Häufige Fragen zur Risikobewertung
Wie kann ich ein Risiko bewerten? Schreiben Sie drei Dinge auf: schlimmster Fall, seine Kosten, Ihre Tragfähigkeit. Damit wird aus dem Gefühl eine prüfbare Rechnung.
Warum schiebe ich große Entscheidungen auf? Oft steckt Angst dahinter, die sich wie Sorgfalt anfühlt. Solange das Risiko nur im Kopf liegt, wechselt die Bewertung täglich.
Wann ist ein Risiko tragbar? Wenn Ihr Betrieb den schlimmsten Fall übersteht. Dann entscheiden Sie, statt weiter auf Sicherheit zu warten. Mehr dazu im Beitrag Was einen Unternehmer wirklich ausmacht.
Fazit zum Risiko bewerten
Ein gefühltes Risiko wächst mit jeder Woche. Ein beziffertes Risiko hat eine feste Größe. Bringen Sie die Entscheidung, die Sie gerade aufschieben, heute auf drei Zeilen.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































