Das Wichtigste in Kürze
Eigene Maßstäbe setzen müssen Sie als Unternehmer selbst, denn niemand kontrolliert Sie. Ein lascher Maßstab wirkt leise und über Jahre. Schreiben Sie heute drei Zahlen auf, an denen Sie sich ab sofort messen.
Als Inhaber müssen Sie eigene Maßstäbe setzen, denn niemand tut es für Sie. Kein Vorgesetzter fragt nach dem Stand Ihrer Arbeit. Kein fremdes Budget begrenzt Ihre Pläne. Für viele klingt das nach Freiheit.

Die Kehrseite der Freiheit
Für die meisten wird genau diese Freiheit zum Problem. Ohne fremde Kontrolle entscheidet Ihr Maßstab allein über Ihre Woche. Wie viele Angebote gehen raus? Wie schnell antworten Sie? Wie gründlich prüfen Sie eine Arbeit, bevor sie das Haus verlässt?
Im Angestelltenverhältnis gab es dafür Vorgaben. Jetzt setzen Sie die Grenze selbst. Ist sie lasch, merkt es zuerst niemand.
Nicht Sie, nicht Ihr Team und auch nicht der Kunde. Ist sie hart, sieht das zunächst ebenfalls niemand. Der Unterschied zeigt sich erst über Jahre.
Haben Sie Fragen zu eigenen Maßstäben?
Sie schildern Ihren Fall zu eigenen Maßstäben und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was ein lascher Maßstab kostet
Ein lascher Maßstab schadet leise. Er zeigt sich nicht an einem Tag, sondern über Jahre. Nehmen Sie zwei Steuerberater, die im selben Jahr gründen. Beide starten mit einem ähnlichen Mandantenstamm.
Nach fünf Jahren trennt die beiden ein Vielfaches. Getrennt hat sie nicht der Markt. Getrennt hat sie der eigene Maßstab. Der eine hat jede Woche etwas mehr verlangt als nötig. Der andere hat gemacht, was gerade anlag.
Ein harter Maßstab arbeitet für Sie
Ein harter Maßstab ist keine Strenge um ihrer selbst willen. Er sorgt dafür, dass jede Stunde für Sie arbeitet. Im Angestelltenverhältnis arbeitete sie für den Etat eines anderen. Jetzt fließt der Ertrag Ihrer Stunden in Ihren eigenen Betrieb.
Ein Maßstab braucht deshalb Zahlen. Gefühle reichen nicht, weil sie sich jeder Woche anpassen. Wenige feste Kennzahlen genügen.
Etwa die Zahl neuer Anfragen, der Ertrag je Auftrag und die Antwortzeit. Ein Gefühl sagt Ihnen, die Woche war gut. Eine Zahl sagt Ihnen, ob das stimmt.
Haben Sie Fragen zu eigenen Maßstäben?
Sie schildern Ihren Fall zu eigenen Maßstäben und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So setzen Sie eigene Maßstäbe
- Legen Sie drei Zahlen fest, an denen Sie sich messen.
- Vergleichen Sie sie im Vorjahresvergleich mit sich selbst.
- Setzen Sie einen festen Termin im Monat für diese Zahlen.
- Nennen Sie dort eine Zusage für den nächsten Monat.
- Suchen Sie sich zwei Unternehmer, die nach dieser Zusage fragen.
Eine solche Runde kann ein Erfa-Kreis sein. Wichtig sind Menschen mit eigenem Betrieb und eigenen Zahlen. Halten Sie den Termin gerade in schlechten Monaten ein. Die erste Frage beim nächsten Treffen gilt Ihrer Zusage. Diese eine Frage hält Ihren Maßstab auch in ruhigen Wochen hoch.
Häufige Fragen zu eigenen Maßstäben
Wer kontrolliert einen selbständigen Unternehmer? Niemand außer ihm selbst. Deshalb braucht er einen eigenen, festen Maßstab.
Woran messe ich mich als Inhaber am besten? An wenigen eigenen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Der Vergleich mit anderen sagt weniger über Ihren Betrieb.
Wie bleibe ich ohne Vorgesetzten verbindlich? Mit einem festen Termin und einer Zusage an andere Unternehmer. Deren Frage nach der Zusage ersetzt den Vorgesetzten.
Mehr dazu im Beitrag Vom Angestellten zum Unternehmer werden.
Fazit zu eigenen Maßstäben
Ohne fremde Kontrolle entscheidet Ihr eigener Maßstab über Ihren Betrieb. Er wirkt leise, doch über Jahre. Schreiben Sie heute drei Zahlen auf, an denen Sie sich ab sofort messen.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































