Das Wichtigste in Kürze
Der Vorjahresvergleich mit Ihren eigenen Zahlen sagt mehr als der Blick auf den Wettbewerber. Der Wettbewerber ist ein bewegliches und oft schwaches Ziel. Schreiben Sie diese Woche vier Zahlen des Vorjahres auf ein datiertes Blatt.
Das Jahr ist vorbei. Sie hören, dass der Wettbewerber im Ort schwächer lag. Sie sind zufrieden. Ihr Haus war besser.

Der falsche Maßstab im Betrieb
Der Vergleich mit dem Wettbewerber fühlt sich gut an. Ein Vorjahresvergleich mit Ihren eigenen Zahlen fühlt sich dagegen nüchtern an. Doch nur dieser zweite Vergleich sagt Ihnen etwas Hartes.
Der Wettbewerber ist ein bewegliches Ziel. Er ist oft auch ein schwaches Ziel. Sein Ergebnis sagt nichts über Ihre eigenen Möglichkeiten. Sie kennen seine Zahlen zudem nur vom Hörensagen.
Angestellte messen sich an Kollegen. Inhaber messen sich am eigenen Vorjahr. Das klingt bescheiden. In der Wirkung ist es hart.
Haben Sie Fragen zum Vorjahresvergleich?
Sie schildern Ihren Fall zum Vorjahresvergleich und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was der bequeme Vergleich kostet
Ein Betrieb, der sich am schwächsten Anbieter misst, wird langsam nur noch gut genug. Er merkt davon nichts, solange der Vergleich stimmt. Der Abstand zum Schwachen bleibt ja bestehen.
Dann kommt ein neuer Anbieter in den Ort. Er gibt sich nicht mit gut genug zufrieden. Nach zwei Jahren hat er den Bestand des alten Hauses übernommen. Der alte Maßstab hat diese Lücke nie gezeigt.
Der Vergleich mit anderen endet in Zufriedenheit oder in Neid. Beides hilft Ihnen bei keiner Entscheidung.
Der Vorjahresvergleich als Maßstab
Der einzige harte Maßstab ist Ihr eigenes letztes Jahr, Zahl für Zahl. Diesen Vergleich schönt niemand für Sie. Er braucht keinen Gegner, nur ein ehrliches Blatt.
Ein Beispiel aus der Steuerkanzlei. Die Kanzlei liegt beim Umsatz klar vor dem Nachbarbüro. Im Vorjahresvergleich zeigt sich etwas anderes.
Die Jahresabschlüsse sind später fertig als im Vorjahr. Die Zahl der Rückfragen von Mandanten ist gestiegen. Ohne das eigene Blatt bleibt beides unbemerkt.
Haben Sie Fragen zum Vorjahresvergleich?
Sie schildern Ihren Fall zum Vorjahresvergleich und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
So führen Sie das Blatt
- Wählen Sie vier Kennzahlen, die Ihr Geschäft beschreiben.
- Zum Beispiel betreute Kunden, Antwortzeit, Beschwerden und Gewinn.
- Tragen Sie die Werte des Vorjahres daneben ein.
- Setzen Sie ein Datum darüber und legen Sie das Blatt ab.
- Vergleichen Sie ein Jahr später Zahl für Zahl.
Vier Zahlen und ein Datum genügen. Ein Benchmarking mit fremden Betrieben kann ergänzen. Den eigenen Vergleich ersetzt es nicht.
Häufige Fragen zum Vorjahresvergleich
Was ist ein Vorjahresvergleich? Sie stellen Ihre aktuellen Zahlen denselben Zahlen des Vorjahres gegenüber. So sehen Sie, ob sich Ihr Betrieb wirklich bewegt hat.
Welche Zahlen gehören in den Vorjahresvergleich? Wenige Zahlen, die Ihr Geschäft wirklich beschreiben. Vier genügen, etwa Kunden, Antwortzeit, Beschwerden und Gewinn.
Ist der Vergleich mit Wettbewerbern sinnlos? Nein, er ist nur kein harter Maßstab. Sie kennen fremde Zahlen selten genau, und der Wettbewerber kann schwach sein. Mehr dazu im Beitrag Was einen Unternehmer wirklich ausmacht.
Fazit zum Vorjahresvergleich
Der Wettbewerber zeigt Ihnen, wo andere stehen. Ihr Vorjahr zeigt Ihnen, wo Sie selbst stehen. Schreiben Sie diese Woche vier Zahlen des Vorjahres auf ein datiertes Blatt.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.






































