DOMINIK ELLEREBC I ELLER BUSINESS CONSULTINGUnternehmen & Immobilien.
Ethisch. Fundiert. Digital.
Termin unter +49 89 904 297-150

Arbeitgebermarke: Warum sollte jemand kommen?

Die Frage im Vorstellungsgespräch

Stand:

Das Wichtigste in Kürze

Eine Arbeitgebermarke gibt Bewerbern einen Grund zu kommen, den andere Betriebe nicht bieten. Betriebsklima und flache Hierarchien nennt jeder, ohne echten Unterschied entscheidet das Gehalt. Fragen Sie drei langjährige Mitarbeiter, warum sie geblieben sind, und schreiben Sie es wörtlich auf.

Ein Inhaber einer Physiotherapiepraxis führt ein Vorstellungsgespräch. Die Bewerberin ist erfahren und hat zwei weitere Angebote. Am Ende fragt sie freundlich: „Warum sollte ich zu Ihnen kommen und nicht zu den anderen?“

Der Inhaber zögert. Dann spricht er vom guten Betriebsklima und von flachen Hierarchien. Die Bewerberin nickt. Genau dasselbe hat sie in den anderen Praxen gehört.

Sie entscheidet sich für die Praxis, die mehr zahlt. Nicht weil Geld ihr wichtigstes Kriterium war. Sondern weil sonst nichts den Unterschied machte.

Was ein schnelles Ja verdeckt

Fragen Sie Inhaber, ob sie attraktive Arbeitgeber sind, sagen fast alle Ja. Die Mitarbeiter sind zufrieden, die Stimmung ist gut. Das mag stimmen.

Doch die Frage hat zwei Teile. Attraktiv sein ist das eine. Als attraktiv bekannt sein ist das andere. Ein guter Arbeitgeber, den niemand kennt, gewinnt keine Bewerber.

Und noch etwas verdeckt das schnelle Ja. Was der Inhaber für attraktiv hält, ist oft nicht, was Bewerber suchen. Gutes Klima und Kaffee sind keine Unterscheidung mehr. Sie werden vorausgesetzt.

Jeder Betrieb hat bereits eine Arbeitgebermarke. Sie entsteht aus dem, was Mitarbeiter am Abendbrottisch erzählen. Aus dem, was ehemalige Kollegen über Sie sagen. Und aus dem, was ein Bewerber im ersten Kontakt erlebt. Die Frage ist nur, ob Sie sie bewusst gestalten.

Und wie lautet Ihre ehrliche Antwort?

Dieser Impuls ist einer von 67. Das Workpaper enthält alle Fragen zum Ankreuzen, für Sie allein oder für die nächste Runde mit Ihrem Team.

Was fehlende Sichtbarkeit kostet

In einer Region konkurrieren meist wenige Betriebe um dieselben Fachkräfte. Wer dort nicht bekannt ist, wird nicht gefragt. Bewerbungen gehen an die bekannten Namen.

Unbekannte Arbeitgeber zahlen mehr. Sie gleichen fehlendes Ansehen über das Gehalt aus. Oder sie zahlen für Anzeigen, Vermittler und lange Suchzeiten.

Auch im Haus entstehen Kosten. Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber nicht erklären können, bleiben kürzer. Die Fluktuation steigt. Jede Kündigung kostet Einarbeitung, Wissen und Kundenbeziehungen.

Dazu kommt eine stille Auswahl. Wer keinen klaren Grund nennt, zieht Bewerber an, die nur eine Stelle wollen. Gute Fachkräfte wollen wissen, wofür ein Betrieb steht. Fehlt diese Antwort, bewerben sie sich gar nicht erst. Sie sehen diese Absagen nie, weil sie nie geschrieben werden.

Wo stehen Sie bei den anderen 66 Fragen?

Fordern Sie das vollständige Workpaper „67 Impulse“ an. Oder rufen Sie an und besprechen Sie Ihre Antworten direkt.

So entsteht eine tragfähige Arbeitgebermarke

Beginnen Sie im eigenen Betrieb. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, warum sie geblieben sind. Nicht im Fragebogen, sondern im Gespräch. Die Antworten sind oft überraschend konkret.

Feste Arbeitszeiten ohne Wochenende. Ein Chef, der Fehler bespricht statt bestraft. Kurze Wege zu Entscheidungen.

Fragen Sie auch die, die gegangen sind. Ein ehrliches Austrittsgespräch zeigt, was fehlt.

Daraus entsteht Ihre Positionierung als Arbeitgeber. Sie beantwortet zwei Fragen. Für wen ist Ihr Betrieb der richtige Arbeitsplatz? Und für wen ausdrücklich nicht?

Ein Beispiel aus einem Ingenieurbüro. Es kann nicht mit Konzerngehältern mithalten. Dafür betreut jeder Mitarbeiter Projekte von der ersten Skizze bis zur Abnahme. Das ist sein Versprechen an Bewerber, die ganze Projekte statt Teilaufgaben wollen.

Machen Sie dieses Versprechen dann sichtbar. In der Region, wo Ihre Bewerber leben. Auf der Webseite, in Stellenanzeigen, in den sozialen Medien. Auf Veranstaltungen von Kammern, Schulen und Verbänden.

Bleiben Sie dabei konkret. Ein Satz wie „Bei uns endet die Woche am Freitag um 14 Uhr“ wirkt. Ein Satz wie „Wir sind ein tolles Team“ wirkt nicht.

Halten Sie es schließlich im Alltag ein. Eine Arbeitgebermarke ist ein Versprechen. Ihre Unternehmenskultur muss es jeden Tag bestätigen. Wer mehr verspricht, als er hält, verliert die Neuen in der Probezeit.

Fragen zum Weiterdenken

Fazit zur Arbeitgebermarke

Attraktiv ist ein Arbeitgeber erst, wenn er bekannt ist. Und wenn er einen Grund nennt, den andere nicht haben. Dieser Grund liegt meist schon im Betrieb.

Fragen Sie diese Woche drei langjährige Mitarbeiter, warum sie geblieben sind. Schreiben Sie die Antworten wörtlich auf.

Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Dominik Eller
Dominik Eller
Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK)
30+ Jahre Praxis in Dienstleistung, Family Office, Immobilien Investment, Immobilien Management, Private Equity, Vertrieb und Beratung.

Folgen Sie mir auf LinkedIn, YouTube und Instagram.


Hinweis

Das Beispiel des Ingenieurbüros ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen.


Weitere Fachbeiträge

Engpass finden: Wie wird es schlimmer? Im Dezember ist die Hälfte offen. EBC Strategie nutzt Umkehrdenken und Premortem, um Engpässe in Abläufen und Kundengewinnung zu finden.LeadershipEngpass finden: Wie wird es schlimmer?Empfehlungen: Wer empfiehlt Sie weiter? Empfehlung als glücklicher Zufall. EBC Kundengewinnung erklärt, wie Empfehlungsmarketing die Weiterempfehlung planbar macht.AkquiseEmpfehlungen: Wer empfiehlt Sie weiter?Inaktive Kunden: Wer kauft nicht mehr? Die Liste der stillen Namen. EBC Vertrieb zeigt, wie Reaktivierung und Kundenrückgewinnung Bestandskunden zurückholen.SalesInaktive Kunden: Wer kauft nicht mehr?Kundengruppen: Alle bekommen denselben Brief. Ein Brief für alle. EBC Marketing erklärt, wie Kundensegmentierung im CRM das Direktmarketing gezielter macht.MarketingKundengruppen: Alle bekommen denselben BriefUmsatzquellen: Woher kommt Ihr Umsatz? Eine Frage beim Jahresgespräch. EBC Vertrieb zeigt, wie Umsatzanalyse und ABC-Analyse die Vertriebssteuerung schärfen.SalesUmsatzquellen: Woher kommt Ihr Umsatz?Fürsprecher: Wer lobt Sie öffentlich? Ein Satz auf der Bühne. EBC Marketing zeigt, wie Meinungsführer und Fürsprecher Ihre Reputation stärken.MarketingFürsprecher: Wer lobt Sie öffentlich?Reputation aufbauen: Fürsprache ist kein Zufall. Das Lob, das wieder verstummt. EBC Marketing erklärt, wie Beziehungspflege im Netzwerk Empfehlungsgeber dauerhaft hält.MarketingReputation aufbauen: Fürsprache ist kein ZufallAlleinstellungsmerkmal: Warum genau Sie? Die Frage nach dem Unterschied. EBC Marketing zeigt in der Reihe 67 Impulse, wie Positionierung und USP Kunden gewinnen.MarketingAlleinstellungsmerkmal: Warum genau Sie?

Ausgezeichnete Lösungen aus 30+ Jahren Praxis

Immobilienwirtschaft seit 1992. Digitales Marketing seit 2003. Automatisierte Webinare seit 2010.
Unternehmensberatung für den Mittelstand seit 2012.

Die Werkzeuge haben sich seitdem entwickelt. KI ist gekommen. Die Prinzipien sind geblieben.

Begeisterte Kundenstimmen.

Kundenstimme
Kundenstimme
Kundenstimme
Kundenstimme
Kundenstimme

Diese Unternehmen haben bereits mit Dominik Eller zusammengearbeitet