Das Wichtigste in Kürze
Berufliche Ziele brauchen zwei prüfbare Punkte statt einer Richtung wie „besser werden“. Eine Richtung lässt sich nie erreichen und nie verfehlen. Schreiben Sie auf, wo Sie heute stehen und wo in zwölf Monaten.
Ein Berater mit eigenem kleinen Büro wird nach seinen beruflichen Zielen gefragt. Er antwortet ohne Zögern: fachlich besser werden. Gefragt, woran er das merkt, schweigt er. Ein Jahr später gibt er dieselbe Antwort.

Richtungen statt Punkte
Die meisten setzen sich Richtungen statt Punkte. Besser werden, mehr lernen, sicherer auftreten. Das klingt vernünftig und ist trotzdem kein Ziel. Eine Richtung lässt sich nie erreichen. Sie lässt sich allerdings auch nie verfehlen.
Genau darin liegt ihr Reiz. Wer keinen Punkt nennt, kann nicht scheitern. Er kann allerdings auch keinen Fortschritt prüfen.
Haben Sie Fragen zu beruflichen Zielen?
Sie schildern Ihren Fall zu beruflichen Zielen und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.
Was ein Jahr ohne Punkt kostet
Zwischen einem Wunsch und einem Gefühl entsteht kein Weg. Es entsteht nur ein Jahr. Dieses Jahr fühlt sich beschäftigt an. Seminare, Fachtexte und Gespräche füllen den Kalender. Am Ende stehen Sie fachlich ungefähr dort, wo Sie begonnen haben.
Für einen Betrieb ist das teuer. Der Inhaber bestimmt, wie weit sein Haus fachlich kommt. Bleibt er stehen, bleibt meist auch der Betrieb stehen. Der Markt dagegen bewegt sich weiter, und mit ihm die Wettbewerber.
Zwei prüfbare Sätze
Schreiben Sie zwei Sätze auf. Der erste beschreibt, wo Sie fachlich heute stehen. Und zwar an einem prüfbaren Merkmal. Der zweite beschreibt, wo Sie in zwölf Monaten stehen. Und zwar am selben Merkmal.
Nennen Sie dabei eine Zahl oder ein Ergebnis. Zwischen zwei Punkten entsteht ein Weg. Ein Punkt lässt sich prüfen, eine Richtung nicht. Der Abgleich beider Sätze ist ein einfacher Soll-Ist-Vergleich.
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So schreiben Sie die Sätze
- Wählen Sie ein Merkmal, das ein anderer nachprüfen kann.
- Beschreiben Sie Ihren heutigen Stand an diesem Merkmal.
- Beschreiben Sie den Stand in zwölf Monaten am selben Merkmal.
- Nennen Sie eine Zahl oder ein sichtbares Ergebnis.
- Legen Sie einen Meilenstein zur Halbzeit fest.
Ein Beispiel aus einer Anwaltskanzlei. Heute: Ein Schriftsatz im Mietrecht braucht einen ganzen Tag. In zwölf Monaten: Derselbe Schriftsatz braucht einen halben Tag. Beide Sätze nennen dasselbe Merkmal und lassen sich prüfen. Ähnlich arbeiten SMART-Ziele, nur mit mehr Kriterien.
Hilfreich ist zudem ein fremdes Urteil. Den eigenen Stand sehen Sie oft nur zur Hälfte. Fragen Sie einen Kollegen oder Mandanten, was zuletzt zu lange gedauert hat. Die Antwort zeigt oft das passende Merkmal. Schreiben Sie beide Sätze auf und legen Sie ein Datum für die Prüfung fest.
Häufige Fragen zu beruflichen Zielen
Wie formuliere ich berufliche Ziele richtig? Mit zwei Sätzen am selben prüfbaren Merkmal. Der erste beschreibt den Stand heute, der zweite den Stand in zwölf Monaten.
Warum ist besser werden kein gutes Ziel? Weil es eine Richtung ist und kein Punkt. Eine Richtung lässt sich weder erreichen noch verfehlen.
Gilt das auch für Ziele meiner Mitarbeiter? Ja, die Regel gilt für jede fachliche Entwicklung. Je ein Satz zu heute und zu den nächsten zwölf Monaten genügt.
Mehr dazu im Beitrag Personalentwicklung gehört in die Kalkulation.
Fazit zu beruflichen Zielen
Besser werden ist keine Richtung, die irgendwo ankommt. Zwei prüfbare Punkte geben Ihrem Jahr einen Weg. Schreiben Sie heute zwei Sätze auf. Der eine nennt Ihren Stand heute, der andere Ihren Stand in zwölf Monaten.
Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Hinweis
Die Beispiele sind Praxisbeispiele und beschreiben kein bestimmtes Unternehmen.






































